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Veröffentlicht am 01.10.2017

Romantisches Irland!

Herzmuscheln
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Inhalt:

Kyla will nach einer herben Enttäuschung von vorne anfangen und verwirklicht ihren Lebenstraum: Sie kauft ein Cottage an der irischen Küste, um daraus ein hübsches Guesthouse zu machen. Noch während ...

Inhalt:

Kyla will nach einer herben Enttäuschung von vorne anfangen und verwirklicht ihren Lebenstraum: Sie kauft ein Cottage an der irischen Küste, um daraus ein hübsches Guesthouse zu machen. Noch während der Renovierung taucht der erste Gast auf, der äußerst eigenbrötlerisch ist: Ryan will vormittags absolut nicht gestört werden und nachmittags verschwindet er Hals über Kopf. Die beiden geraten wegen des Renovierungschaos ständig aneinander. Doch eines Tages bittet er Kyla um einen Gefallen: Sie soll vor seiner im Sterben liegenden Großmutter seine Verlobte spielen. Und so bekommt Kyla die Chance, hinter Ryans Fassade zu blicken ...

Design:

Das Cover finde ich wunder, wunderschön! Schon lange hat mich kein Cover mehr sofort so angesprochen. Es ist zwar bunt, aber nicht zu sehr. Die kräftigen Farben der Schrift werden abgerundet durch das gedeckte Gelb des Sandes und unterstützt von den gelben Blättern am unteren Rand. Die leicht angedeuteten Muscheln geben dem Ganzen eine gewisse Leichtigkeit. Ich finde es einfach schön und es hat mich glücklich gemacht, als ich es angeschaut habe.

Meine Meinung:

Kyla O’Kelley ist frisch getrennt und hat sich mit ihrer Erbschaft im Gepäck aus der Großstadt raus nach Connemara abgesetzt um sich dort ihren Lebenstraum von einem Guesthouse zu erfüllen. Fündig wurde sie in einem Dörfchen namens Loonhill, circa fünfzehn Kilometer entfernt von Galway.

Von Anfang an läuft bei ihr alles etwas chaotisch ab. Sie wird nicht nur von einem ungebetenen Bewohner in ihrem Guesthouse überrascht (der partout nicht ausziehen will), sondern beherbergt auch noch mitten in der Renovierungsphase ihren ersten Gast. Dass das nur nach lustigen und chaotischen Situationen schreit, ist ja wohl klar.

Der ungebetene Hausbesetzer ist Rupert Romney, ein älterer Witwer, der der vorherigen Besitzerin zur Hand gegangen ist. Gerade die Situationen und Geschehnisse zwischen ihm und Kyla finde ich herzallerliebst. Sie haben mich sehr zum schmunzeln und lachen gebracht. Einfach herrlich!

Ryan Cooper, der erste Gast im Haus, tut undurchsichtig und geheimnistuerisch. Er will unbedingt im frisch getauften Mermaid Cottage wohnen, doch darf es dabei nicht zu laut sein. Natürlich ist das während einer Renovierung nicht möglich, sodass er und Kyla immer wieder aneinandergeraten. Und als er dann auch noch darum bittet, dass Kyla seine Verlobte spielt um seine sterbende Großmutter zu beruhigen, nehmen die Dinge ihren Lauf und die Romantik zieht wieder in ihr Leben ein.

Auch die anderen Personen in der Geschichte sind einfach nur süß gestaltet. Man darf keine vielschichten Charaktere erwarten, aber alle sind liebevoll und ausreichend beschrieben und ausgearbeitet worden durch die Autorin. Von der Buchladeninhaberin, über den grummeligen Pub-Besitzer, bis zu den anderen Gästen des Mermaid Cottage: wir finden eine bunte Mischung vor mit vielen netten Persönlichkeiten.

Der Schreibstil und die Art und Weise verschiedene Dinge auszudrücken waren meiner Meinung nach noch etwas unrund und wirkten an manchen Stellen sehr gewollt. Es erschien mir ein wenig so, als wüsste die Autorin noch nicht genau, wie man Bücher schreibt. Dafür muss ich leider einen Stern abziehen, da es mir wirklich während der kompletten Lektüre aufgefallen ist. Dafür ist der Erzählstil und die Geschichte so leicht und gut, dass die Seiten nur so dahin flogen.

Ich habe später dann auch tatsächlich noch nach der Autorin recherchiert und festgestellt, dass sie bereits mehrere Bücher veröffentlicht hat, was mich wirklich erstaunt hat. Aber vielleicht ist es auch einfach ihr Stil, mit dem ich ein paar Problemchen hatte. Nach etwa der Hälfte des Buches hatte ich mich aber daran gewöhnt und es ist mir nur noch ab und an aufgefallen, am Anfang war es mehr.

Die Erzählperspektive wechselt ab und an auch mal zu anderen Personen. Das gefiel mir sehr gut und brachte Abwechslung in die Geschichte.
Insgesamt war das Buch sehr vorhersehbar. Das habe ich allerdings auch bei dieser Art von Buch erwartet und bin daher nicht darüber enttäuscht. Eher entwickelte sich das Buch genau so, wie ich es mir vorgestellt und gewünscht habe. Es ist warmherzig und erfüllt den Leser mit Freude und guter Laune. Romantik, Irland und tolle Charaktere ergeben einen guten Mix, der sich wunderbar als Buch für den Sommerurlaub eignet.

Fazit:

Wer eine sommerlich leichte Lektüre im Westen Irlands mit einer Prise Herzschmerz und einigen skurrilen Charakteren sucht, der ist mit diesem Buch fündig geworden. Es hat all meine Erwartungen voll und ganz erfüllt und mich einige Stunden ins geruhsame Irland entführt. Bis auf meine kleinen Probleme mit dem Schreibstil kann ich nichts bemängeln und vergebe daher gerne vier Sterne!

Veröffentlicht am 01.10.2017

Ruhig erzählte Geschichte

Goddess of Poison – Tödliche Berührung (Tödlich 1)
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Inhalt:

Die siebzehnjährige Twylla ist kein Mädchen wie jedes andere: Sie ist die Verkörperung der Großen Göttin und wird als solche im ganzen Land verehrt - außerdem ist es ihr bestimmt, einmal den Kronprinzen ...

Inhalt:

Die siebzehnjährige Twylla ist kein Mädchen wie jedes andere: Sie ist die Verkörperung der Großen Göttin und wird als solche im ganzen Land verehrt - außerdem ist es ihr bestimmt, einmal den Kronprinzen zu heiraten. Doch ihr göttliches Schicksal bringt auch eine schreckliche Verpflichtung mit sich: Jeden Monat muss sie tödliches Gift trinken, gegen das nur sie, als göttliche Inkarnation, immun ist. Doch jeder, der Twylla berührt, wird von dem Gift infiziert und stirbt.

Twylla ist der einsamste Mensch der Welt. Wer kann schon ein Mädchen lieben, das regelmäßig Verbrecher und Verräter durch seine Berührung hinrichtet? Vor der alle erschrocken zurückweichen, sobald sie einen Raum betritt? Sogar der Kronprinz, der ja einmal ihr Mann werden soll, meidet sie. Doch alles ändert sich, als Twylla ein neuer Wächter zur Seite gestellt wird. Mit frechem Grinsen und unangemessenen Bemerkungen zieht der junge Mann alles, woran Twylla geglaubt hat, in Zweifel. Ist ihre Heirat mit dem Prinzen wirklich vom Schicksal vorherbestimmt? Ist sie tatsächlich die Verkörperung einer Gottheit? Und nicht zuletzt: Was hat es mit dem schrecklichen Gift auf sich, das auf alle, außer auf Twylla, eine tödliche Wirkung hat?

Nach und nach deckt Twylla mit Hilfe ihres charmanten Beschützers eine mörderische Intrige auf, die die Grundfesten des gesamten Landes Lormere ins Wanken bringt …

Design:

Das Cover hat mich sofort angesprochen. Der Kontrast zwischen der blauen Flüssigkeit und dem roten Kleid ist so stark, dass man dort einfach hinschauen muss. Es ist auffällig, aber dennoch einfach gehalten. Die roten Tropfen muten wie Blut an, daher hatte ich zunächst mit einem Krimi gerechnet.

Meine Meinung:

Wir erleben in "Godess of Poison - Tödliche Berührung" die Geschichte von Twylla. Sie lebt seit vier Jahren im königlichen Schloss, da sie die Verkörperung der wiedergeborenen Gottgleiche Daunen ist, die Tochter zweier Götter:

"Daeg, dem Herrn der Sonne, der am Tage herrscht, und von seiner Gemahlin, Naeht, der Kaiserin der Dunkelheit, die über die Nächte gebietet."

Sie zeichnet sich durch ihre feuerroten Haare und ihren schönen Gesang aus. Als Tochter der Götter muss sie als Prüfung in jedem Mondzyklus den hochgiftigen Morgenandorn trinken und danach die Verräter des Königreichs allein durch ihre Berührung hinrichten.
Twylla war jedoch nicht immer die Daunen. Als Tochter einer Sündenesserin wuchs sie auf und kam erst ins Schloss nachdem die Prinzessin gestorben war. An ihrer Stelle ist Twylla dem Prinzen als Gemahlin versprochen worden.

Das Leben als wandelnde Giftspritze ist kein Leichtes. Erst ihr neuer Wächter Lief scheint keine Angst vor ihr zu haben und bringt wieder Abwechslung in ihr Leben und stellt die Dinge ich Frage, die sie schon lange als gegeben akzeptiert hat.
Twylla als Charakter fand ich in Ordnung. Ich konnte sie und ihre Handlungen nachvollziehen, auch wenn ich ihr Verhalten manchmal doof fand. Aber natürlich sollte sie ihrem Herzen folgen. Leider kamen bei mir die geschilderten Emotionen einfach nicht an. Es wirkte kalt und emotionslos.
Auch alle anderen Charaktere fand ich gut ausgearbeitet und glaubhaft. Keine Person erschien mir zu flach beschrieben.

Die Geschichte entwickelt sich sehr langsam. Sie ist wie ein Bächleich, das stetig weiterfließt. Spannung darf man nicht erwarten. Dennoch hat mich das Buch gut unterhalten und ich war stets neugierig, ob sich meine Vermutungen bewahrheiten werden. Es muss nicht immer die große, theatralische, explosiongeladene Action sein.

Irgendwie hatte ich auch das Gefühl, dass sich das Buch sehr lang zieht. Es hat zwar "nur" 353 Seiten, aber es kam mir doppelt so lang vor. Am Schreibstil lag dies jedoch nicht, der ließ sich sehr gut lesen und war auch schön flüssig. Ich denke es lag eher an der etwas ereignislosen Handlung.

Das Ende des Buches war ein so gewaltiger Cliffhanger, dass ich zunächst etwas perplex und angesäuert war. So viele Fragen sind offen geblieben. Eigentlich hat sich noch nichts richtig geklärt. Daher bin ich froh, dass die Fortsetzung dieses Bandes ist auch bereits schon erschienen ist unter dem Titel "The Sleeping Prince - Tödlicher Fluch". Dieses werde ich nun auch sicher noch lesen, da ich unbedingt wissen muss wie es weitergeht.

Die Mythologie und all die Erfindungen der Autorin haben mir sehr gut gefallen. Manches kam mir zwar schon leicht bekannt vor (ich sage nur Rattenfänger von Hameln), aber dennoch schafft die Autorin ein realistisches und abgerundetes Universum zu erschaffen. Ich hoffe wir erfahren im zweiten Teil noch mehr davon und auch von den Nachbarländern. Das würde mich sehr interessieren.

Fazit:

Ein unterhaltsames Buch mit ruhigem Erzählfluss, Geheimnissen und guten Ideen der Autorin. Wenn man mal zur Entspannung ein (etwas vorhersehbares) Buch lesen möchte ist Dieses die perfekte Wahl! Ich schwanke bei der Bewertung zwischen 3 und 4 Sternen. Daher vergebe ich 3,5 und runde diese auf 4 auf.

Veröffentlicht am 12.08.2026

Indiana Jones in Arkham Horror

Arkham Horror: Der Kult der Spinnenkönigin
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Mit dem Arkham-Horror-Universum bin ich bisher ausschließlich durch die Spiele in Berührung gekommen, die ich sehr gerne mag. Umso gespannter war ich darauf, wie sich diese Welt als Roman anfühlen würde. ...

Mit dem Arkham-Horror-Universum bin ich bisher ausschließlich durch die Spiele in Berührung gekommen, die ich sehr gerne mag. Umso gespannter war ich darauf, wie sich diese Welt als Roman anfühlen würde. Tatsächlich war genau das für mich eine der großen Stärken von „Der Kult der Spinnenkönigin“. Ich musste mich überhaupt nicht erst lange in die Welt einfinden, sondern hatte ziemlich schnell dieses vertraute Arkham-Horror-Gefühl. Die grundsätzliche Stimmung und natürlich das Übernatürliche fühlten sich für mich direkt vertraut an. Gleichzeitig hatte ich nicht den Eindruck, einfach nur eine Geschichte zu einem Spiel zu lesen. Der Roman funktioniert als eigenes Abenteuer innerhalb dieser Welt.

Besonders gut gefallen hat mir der Einstieg über die mysteriöse Filmrolle und die anschließende Recherche. Andy bekommt schließlich nicht sofort sämtliche Antworten präsentiert, sondern muss erst einmal herausfinden, was mit Maude Brion geschehen sein könnte und was hinter der Nachricht steckt. Diese Nachforschungen haben für mich sehr gut zu Arkham Horror gepasst. Schließlich gehört es auch in den Spielen dazu, Hinweisen nachzugehen und Stück für Stück festzustellen, dass hinter einer zunächst vielleicht noch halbwegs rational erklärbaren Sache etwas sehr viel Größeres und Unheimlicheres steckt.

Statt klassischem Arkham-Setting bekommen wir Expedition, Dschungel und Abenteuer. Und gerade das hat mir überraschend gut gefallen. Die Atmosphäre funktioniert für mich wirklich gut und der Dschungel bietet eine tolle Kulisse für die Geschichte. Je weiter die Gruppe vordringt, desto stärker entsteht dieses Gefühl, dass sie sich immer weiter von der bekannten und sicheren Welt entfernt.

Dabei musste ich mehrfach an Indiana Jones denken. Expeditionen, alte Legenden, geheimnisvolle Orte und die Suche nach etwas: Diese Abenteuerstimmung ist definitiv vorhanden. Nur wartet hier eben keine klassische archäologische Entdeckung am Ende des Weges, sondern das Ganze wird mit dem Mythos und dem Wahnsinn des Arkham-Horror-Universums vermischt. Für mich war „Der Kult der Spinnenkönigin“ deshalb stellenweise fast mehr Abenteuerroman mit Mystery- und Horrorelementen.

Wer allerdings auf richtig heftigen Horror hofft, könnte dadurch etwas enttäuscht werden. Ich persönlich fand das Buch nicht besonders gruselig. Es gibt unheimliche und bedrohliche Momente und natürlich wird die Geschichte zunehmend düsterer, aber wirklichen Grusel oder dieses unangenehme Gefühl, das guter Horror bei mir auslösen kann, hatte ich nur selten. Gerade aus dem Arkham-Horror-Franchise kenne ich deutlich härtere und unheimlichere Geschichten. Die Spinnenkönigin hätte für meinen Geschmack deshalb ruhig noch etwas mehr Schrecken verbreiten dürfen.

Gestört hat mich das allerdings überhaupt nicht, weil für mich das Abenteuer im Vordergrund stand. Die Mischung aus Recherche, Expedition und übernatürlichen Ereignissen hat einfach Spaß gemacht. Besonders als jemand, der Arkham Horror bereits kennt, gab es immer wieder diese kleinen Momente des Wiedererkennens. Man weiß als Leser natürlich auch, dass es vermutlich keine besonders gute Idee ist, einer mysteriösen Spur hinterherzureisen, aber genau darin liegt schließlich der Reiz dieser Welt.

Fazit:

Insgesamt hat mir deshalb vor allem gefallen, wie selbstverständlich sich die Geschichte in das bekannte Universum einfügt und gleichzeitig einen Schauplatz wählt, der sich deutlich von Arkham selbst unterscheidet. Ich hatte beim Lesen tatsächlich das Gefühl, eines der Abenteuer aus den Spielen einmal aus einer ganz anderen Perspektive mitzuerleben. Nicht alles war für mich gleichermaßen spannend und beim Horror hätte S. A. Sidor durchaus noch eine Schippe drauflegen dürfen, aber Atmosphäre, Recherche und insbesondere das Amazonas-Setting konnten das für mich gut auffangen.

3 / 5 Sternen

Veröffentlicht am 11.08.2025

Ein gefühlvoller Reihenauftakt

A Wild Cowboy's Heart
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Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 3,49 [D]
Verlag: beHEARTBEAT
Seiten: 253
Format: Ebook
Reihe: Band 1
Erscheinungsdatum: 01.08.2025

Inhalt

Maisie war von den drei Carter-Schwestern ...

Gesponserte Produktplatzierung - Rezensionsexemplar
Preis: € 3,49 [D]
Verlag: beHEARTBEAT
Seiten: 253
Format: Ebook
Reihe: Band 1
Erscheinungsdatum: 01.08.2025

Inhalt

Maisie war von den drei Carter-Schwestern schon immer der kreative Kopf. Doch als Mitinhaberin der »Three Chicks Brewery« muss sie sich auch in der harten Geschäftswelt gegenüber ihren älteren Schwestern behaupten. Da kommt das Craftbier-Festival in Colorado genau zum richtigen Zeitpunkt. Gemeinsam mit Kumpel Hayes Taylor will sie dort ihr Spitzenbier promoten und zu einem Preisträger machen.Hayes will nichts lieber, als allein auf seiner Pferderanch zu arbeiten. Doch als Maisie ihn um Hilfe bittet, zögert er keinen Augenblick. Nicht nur, weil sie die beste Freundin seiner verstorbenen Frau war, sondern weil Maisie auch seinen Beschützerinstinkt weckt - und noch ganz andere Gefühle. Aber kann er auch sein Geheimnis vor ihr bewahren, das alles zerstören könnte ...

Meinung

„A Wild Cowboy’s Heart“ ist genau das, was der Titel verspricht, zumindest auf den ersten Blick: eine Mischung aus Small-Town-Charme, ländlichem Setting und einer Liebesgeschichte, die warm und gefühlvoll angelegt ist. Stacey Kennedys Schreibstil ist locker und leicht, die Seiten fliegen nur so dahin. Gerade die Dialoge zwischen Maisie und Hayes sind lebendig und flüssig, was die Figuren nahbar macht.

Trotzdem hat mich die Liebesgeschichte selbst nicht richtig mitgenommen. Das Friends-to-Lovers-Konzept ist grundsätzlich etwas, das ich mag, weil es Raum für langsamen Beziehungsaufbau und emotionale Tiefe lässt. Hier war es aber von Anfang an klar, dass Hayes bis über beide Ohren in Maisie verliebt ist, und dass sie insgeheim genauso fühlt. Dieses „Wir wissen beide, worauf es hinausläuft“ nimmt der Geschichte den Reiz, weil die eigentliche Entwicklung fehlt. Es gibt kaum dieses vorsichtige Herantasten oder den Moment, in dem Gefühle bewusst werden. Stattdessen wirkt es wie eine Abfolge von Szenen, in denen beide im Prinzip schon ein Paar sind, nur noch nicht offiziell.

Das Setting rund um die Brauerei hat mir gefallen. Auch das Craftbier-Festival als Kulisse ist originell und hebt sich von typischen Cowboy-Romanen ab. Umso mehr hätte ich mir gewünscht, dass das Ranchleben und der Cowboy-Aspekt von Hayes stärker ausgearbeitet werden. Hier bleibt vieles an der Oberfläche. Ja, er mag Pferde und arbeitet draußen, aber das Gefühl von Weite, Staub, Stallgeruch und Arbeit auf der Ranch kam bei mir nicht wirklich an.

Ein weiterer Punkt: Die Story setzt immer wieder auf dramatische Momente, die teilweise etwas konstruiert wirken. Das soll Spannung bringen, hat mich aber eher aus der ruhigen Grundstimmung gerissen, anstatt sie zu bereichern. Vor allem, weil diese Konflikte schnell abgehandelt werden und nicht die Tiefe bekommen, die nötig wäre, um mich wirklich zu berühren.

Positiv hervorheben möchte ich, dass die Nebenfiguren sympathisch und interessant angelegt sind. Man merkt, dass sie für spätere Bände der Reihe vorbereitet werden, was durchaus neugierig macht. Die Dynamik zwischen den Carter-Schwestern hat Potenzial, auch wenn in diesem Band der Fokus klar auf Maisie und Hayes liegt.

Insgesamt hatte ich eine angenehme Lesezeit, auch wenn das Buch mich nicht völlig gepackt hat. Wer lockere, unkomplizierte Romance mag und kein Problem damit hat, wenn die Liebesgeschichte von Anfang an feststeht, wird hier wahrscheinlich zufriedener sein als ich. Für mich war es solide Unterhaltung ohne große Überraschungen.

Fazit

„A Wild Cowboy’s Heart“ ist ein leichter, gefühlvoller Reihenauftakt, der sich gut weglesen lässt und durch sympathische Figuren punktet. Der Schreibstil ist angenehm locker, die Dialoge sind lebendig und das Brauerei-Setting sorgt für eine frische Note. Wer allerdings eine Liebesgeschichte mit spürbarem Beziehungsaufbau erwartet, könnte enttäuscht werden. Für mich war die Romanze von Anfang an zu klar und dadurch wenig spannend. Der Cowboy-Aspekt bleibt eher Kulisse, und manche Dramaszenen wirken konstruiert. Trotzdem hat das Buch Charme und macht neugierig auf die weiteren Bände, in denen vielleicht mehr Tiefe entsteht. Solide Unterhaltung, für mich 3 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 23.09.2022

Verschlungen

Ice Planet Barbarians – Georgie und Vektal
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Preis: € 2,99 [D]
Verlag: PIPER
Seiten: 336
Format: Ebook
Reihe: Band 1 / 22
Erscheinungsdatum: 01.09.2022

Inhalt:

Dieser Eisplanet bringt jedes Herz zum Schmelzen!

Georgie und einige andere Frauen ...

Preis: € 2,99 [D]
Verlag: PIPER
Seiten: 336
Format: Ebook
Reihe: Band 1 / 22
Erscheinungsdatum: 01.09.2022

Inhalt:

Dieser Eisplanet bringt jedes Herz zum Schmelzen!

Georgie und einige andere Frauen wurden von Aliens entführt und sind auf einem fremden Planeten abgestürzt: einem Eisplaneten mit Schneestürmen und lebensbedrohlichen Temperaturen, auf dem es weit und breit nur Schnee und Kälte gibt. Georgie macht sich mit der einzigen wetterfesten Kleidung auf die Suche nach Hilfe, um ihre Begleiterinnen und sich zu retten. Und tatsächlich findet sie diese auch: Vektal, ein großer blauer Einheimischer, ist nicht nur äußerst hilfsbereit, sondern auch ziemlich sexy ...

Meine Meinung:

Aus Spaß habe ich mit der Lektüre des Buches begonnen. Auf Englisch sind bereits 22 Bände erschienen und auf TikTok geht die Reihe durch die Decke - gefühlt hat dort bereits jeder sie gelesen. Ich erinnere mich an lustige Videos, bei dem Gruppen aus Freundinnen am Strand sitzen und parallel das erste Buch lesen. Die Gesichter und Reaktionen waren zu gut.
Als der erste Band nun bei Piper auf Deutsch erschienen ist, habe ich ihn mir spontan geholt. Bei dem schmalen Taler für ein Ebook - was soll schon schief gehen? Und falls es nichts ist, kann man immer noch rückblickend darüber lachen.

Tja, was soll ich sagen? Ich habe das Buch innerhalb von drei Tagen verschlungen. Es ist so unterhaltsam. Aber es bietet tatsächlich viel mehr Story, als ich erwartet habe. Ehrlich gesagt habe ich damit gerechnet, dass es zehn Seiten lang darum geht wie die Frauen auf dem fremden Planeten gelandet sind und sich danach nur noch vergnügt wird. Aber nein! Sowohl die Entführung, das Überleben auf dem lebensfeindlichen Planeten und die Ausarbeitung des Clans sind ausführlich und rahmen die spicy Szenen gut ein. Ich war wirklich überrascht! Damit habe ich tatsächlich nicht gerechnet.

Natürlich sind die heißen Szenen das, weswegen man so ein Buch liest. Seid ehrlich - ihr auch! Also keine Ausrede. Und sie sind gut beschrieben und machen Spaß zu lesen. Und da es sich um Aliens handelt, sind der Fantasie der Autorin keine Grenzen gesetzt.

Die beiden Hauptcharaktere Georgie und Vektal haben mir auch gut gefallen. Sie ist eine starke, selbstbewusste Frau und er ist eine gute Mischung aus sexy Biest, rücksichtsvollem Liebhaber und starkem Beschützer. Er ist zum Glück kein Bad Guy!

Eine Sache, die mir bei der Formatierung des Ebooks negativ aufgefallen ist: andauernd wird der Name Georgie am Ende der Zeile in Ge- orgie getrennt. Bitte was für eine Orgie? Darüber bin ich ziemlich oft gestolpert und das hat mich einfach gestört.

Am Ende habe ich mir tatsächlich direkt Band 2 auf Englisch gekauft und werde ihn beizeiten lesen. Dieser wird sich um Liz und Raahosh drehen und übrigens auch am 27.10.22 auf Deutsch erscheinen.

Fazit:

Aus Spaß habe ich das Buch begonnen und es hat mich total in seinen Bann gezogen.
Ein unterhaltsames Buch mit einer guten Menge Würze. Tatsächlich hatte ich sogar mehr Schärfe erwartet. Die Story hat mich überrascht.
Ich schwanke die ganze Zeit zwischen drei und vier Sternen, doch vergebe hier nun abgerundet drei Sterne um der restlichen Reihe noch Luft nach oben zu lassen. Wer weiß, was da noch für Geschichten auf mich warten?