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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.12.2022

Schattenmagie

Book of Night
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Mein erstes Buch von Holly Black - ich habe mich so gefreut! Die Ernüchterung, die darauf folgte, war mittelmäßig, denn zunächst fiel es mir sehr schwer, in das Buch zu starten.

Das lag vor allem daran, ...

Mein erstes Buch von Holly Black - ich habe mich so gefreut! Die Ernüchterung, die darauf folgte, war mittelmäßig, denn zunächst fiel es mir sehr schwer, in das Buch zu starten.

Das lag vor allem daran, dass mit vielen Begriffen wie Gloom oder Blights um sich geworfen wurde, mit denen ich nichts anzufangen wusste. Vor allem aber taten die Protagonisten (und auch die Autorin?) so, als müsse ich wissen, worum es hier geht. Ich blättere ein wenig verzweifelt zurück, fand jedoch nichts hierzu.

Diese Verwirrung legte sich im Verlaufe der Geschichte immer mehr und ich konnte ab der Hälfte des Buches vollends in die Geschichte eintauchen. Insbesondere Charlie "Charlatan" und Vince, die beiden Hauptprotagonisten, wuchsen mir durch ihre unkonventionelle Art recht schnell ans Herz. Charlie hat es faustdick hinter den Ohren und lässt sich nichts gefallen, während Vince durch seine stille Art sehr interessant wirkte.

Handlungstechnisch fiel es mir durch die sporadischen Beschreibungen schwer, in die magische Welt einzutauchen. Toll war jedoch das Katz-und-Maus-Spiel, indem sich Charlie recht schnell befand und bei dem sie viele Kniffe anwenden und Rätsel lösen musste. Die Spannung schwelte die ganze Zeit mit, denn immer wieder kam es zu Auftritten neuer Charaktere oder unvorhergesehenen Wendungen. Die Liebesgeschichte stand dabei nicht unbedingt im Vordergrund, doch das tat der Geschichte keinen Abbruch. Insbesondere in der zweiten Hälfte habe ich es sehr genossen, mit Charlie auf die Reise zu gehen.

Das Ende wiederum war sehr spannend und lässt auch den Gedanken zu, dass die Reise noch nicht zu Ende ist. Ich würde die Charaktere auf jeden Fall gerne weiter in der düsteren Welt der Schatten begleiten.

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Veröffentlicht am 26.11.2022

Nimh und North - zwei Gegensätze

The Other Side of the Sky – Die Göttin und der Prinz
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In "the other side of the sky" vereinen die Autorinnen Amie Kaufmann und Megan Spooner moderne Technik mit göttlicher Magie. Ein interessanter Ansatz, den ich so noch nicht gelesen habe und der das Buch ...

In "the other side of the sky" vereinen die Autorinnen Amie Kaufmann und Megan Spooner moderne Technik mit göttlicher Magie. Ein interessanter Ansatz, den ich so noch nicht gelesen habe und der das Buch für mich interessant machte.

Hierbei begleiten wir abwechselnd Nimh und North, eine Göttin und einen Prinz, die beide unter der Bürde ihres Geburtsrechtes leiden. Während Nimh zur Göttin auserkoren wurde und fühlt, dieser Rolle nicht gerecht werden zu können, möchte Prinz North mehr sein, als "nur" nett anzuschauen und den Aufgaben nachzugehen, die andere ihm auftragen. Beide Protagonisten sind durch ihr Schicksal nahbar und man fühlt mit ihnen, insbesondere mit North. Sobald die beiden aufeinander treffen, begegnen sich zwei Gegensätze, doch beide verfolgen auch das gleiche Ziel. Persönlich mochte ich Nimhs Passagen mehr, sie wirkte sehr reif und auch gebeutelt von ihrem Schicksal.

Der Schreibstil der beiden Autorinnen ist sehr detailliert - mir manchmal zu detailliert. Dadurch kann man zwar das Weltengerüst besser kennenlernen, allerdings verliert sich teilweise auch die Spannung. Dennoch hat der Schreibstil sehr gut zum Genre gepasst.

Die Story selbst war für mich sehr neu, verläuft aber passend zum Schreibstil gemächlich. Besonders spannend empfand ich die Besonderheiten dieser Welt, insbesondere die Beziehungsstrukturen oder auch Nimhs Hintergrund.

Fazit: detailreiche, aber liebevoll erzählte Fantasy

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Veröffentlicht am 27.09.2022

Viele Protagonisten mit tiefen Abgründen

Die Vergessene
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"Die Vergessene" ist mein zweiter Roman von Karin Slaughter und Stil, Spannung und auch Aufbau stehen dem ersten Buch, das ich von ihr gelesen habe, in Nichts nach.

"Die Vergessene" spielt auf zwei Zeitebenen ...

"Die Vergessene" ist mein zweiter Roman von Karin Slaughter und Stil, Spannung und auch Aufbau stehen dem ersten Buch, das ich von ihr gelesen habe, in Nichts nach.

"Die Vergessene" spielt auf zwei Zeitebenen und beleuchtet dabei den Mordfall um Emily Vaughn, eine schwangere Jugendliche, die zu ihrer Zeit in der Nacht ihres Abschlussballes ermordet wurde. Zum einen lernen wir Emily selbst durch einen Blick in die Vergangenheit näher kennen, zum anderen ist es Andrea Oliver, ein US-Marshal, die den Mordfall in der heutigen Zeit wieder aufnimmt und beginnt, zu recherchieren.

Beide Protagonistinnen waren sehr detailliert beschrieben und es fiel mir leicht, mich in sie hineinzufühlen. Besonders bei Emily kann man eine Entwicklung aufgrund ihrer Umstände miterleben, die ich äußerst spannend fand. Andreas Handlungen konnte ich meist nachvollziehen, manchmal fiel es aber auch mir als Leserin aufgrund ihrer verschlossenen Art schwer, zu ihr durchzudringen.
Die weiteren Nebencharaktere, insbesondere die aus der Vergangenheit, haben tiefe Abgründe, in die man lieber nicht schaut. Dass auf einem Fleck so viele abgrundtief böse Menschen versammelt sind, schien mir mitunter zu viel des Guten. Einer hat einen hässlicheren Charakter als der nächste, aber natürlich führen diese Charaktere auch dazu, dass der Thriller eine stetige, atmosphärische Anspannung ausstrahlt.

Die Geschichte selbst wird - wie ich es von Karin Slaughter gewohnt bin - sehr detailliert erzählt. Für mich hat sie allerdings auch sehr lange gebraucht, um sich zu entwickeln und Spannung aufzubauen. Man lernt ausgiebig Emilys Clique kennen und begleitet Andrea dabei, in der neuen Stadt anzukommen.

Fazit: Ein gewohnt spannender Thriller von Karin Slaughter.

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Veröffentlicht am 05.09.2022

Über Mut, Freundschaft und einer alten Legende

Disney: Es war einmal ...: Vaianas fabelhafte Suche (Disney Prinzessin)
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Vaiana in jüngeren Jahren kennenzulernen war toll. In beiden Versionen ist das Mädchen mutig, tapfer und herzensgut. Ihre Freunde und ihre Familie unterstützen sie aus tiefstem Herzen und zeigen, wie verbunden ...

Vaiana in jüngeren Jahren kennenzulernen war toll. In beiden Versionen ist das Mädchen mutig, tapfer und herzensgut. Ihre Freunde und ihre Familie unterstützen sie aus tiefstem Herzen und zeigen, wie verbunden das Völkchen auf der kleinen Insel ist.

In diesem Buch geht es um ein Fest auf der Insel. Hierbei gilt es Wettbewerbe zu bestreiten. Jeder hat mit anderen Ängsten zu kämpfen und so begleitet man Vaiana und ihre Freundin dabei, wie sie sich ihren stellen, von anderen lernen und dabei wachsen. Zu lesen, wie die zwei Freundinnen sich immer mehr verbessern, war toll. Meine liebste Stelle war aber die Legende von Tiale, einem Mädchen, dass in eine Blume verwandelt wird und einem lieben Monster, dass sie vor anderen Monstern beschützt. Besonders das Ende hat mir gut gefallen.

Durch die Kapitel eignet sich das Buch gut zum Vorlesen. Ein paar Bilder wären toll gewesen und mitunter zieht sich die Geschichte ein wenig. Manche Beschreibung fand ich sehr bildhaft und regen zum Schwelgen ein, manchmal hätte das Ganze noch ein wenig ausgeschmückt werden können.

Für kleine Disney-Fans sicher ein schönes Buch zum Lesen (lernen).

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Veröffentlicht am 04.09.2022

Süße, witzige Geschichte über viele verschiedene Freunde

Dachs und Rakete. Ein Haus voller Freunde
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Den ersten Teil von Dachs und Rakete kannten wir nicht, aber das hat gar nichts gemacht, denn das Buch macht trotzdem großen Spaß. Man begleitet Dachs und Rakete, die als Hausmeister (und irgendwie auch ...

Den ersten Teil von Dachs und Rakete kannten wir nicht, aber das hat gar nichts gemacht, denn das Buch macht trotzdem großen Spaß. Man begleitet Dachs und Rakete, die als Hausmeister (und irgendwie auch alles-Helfer) für ihren Wohnblock arbeiten und dabei so manche witzige Geschichte erleben.

Der Schreibstil ist dabei locker-amüsant, es gibt ein paar Wortspiele und vor allem Geräusche werden anschaulich durch besondere Schriftarten dargestellt. Die Bilder sind wirklich schön und sehr anschaulich, sodass man einiges entdecken kann. Viele davon sind noch witzig dazu, besonders über das Meerschwein-Ungeheuer mussten wir lachen. Hier wird mit vielen Sachen, die man nur zu gut aus dem Alltag, gespielt und das Ganze amüsant verpackt.

Was mir nicht ganz so gut gefiel, war die Handlung, die keinen wirklichen, roten Faden hatte. Wir begleiten Dachs und Rakete dabei, wie sie all ihren Freunden helfen oder gemeinsam etwas unternehmen und eins führt zum anderen. Manche Geschichten (wie die der Eichhörnchen und den Löchern in den Fäden) fühlten sich nicht ganz zu Ende erzählt an und irgendwie kam es mir durch die vielen kleinen Teile auch eher unrund vor. Eine große Hauptgeschichte hätte mir besser gefallen.

Alles in allem aber ein absolut liebevoll gestaltetes und humorvolles Kinderbuch, bei dem man einiges entdecken kann!

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