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Veröffentlicht am 30.09.2022

Lina Knut: ein Mädchen am Controller

Lina Knut. Schülerin, Gamerin, Weltenretterin
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Zum Buch:

Das Buch handelt von Lina, einer Schülerin, die nach den Sommerferien in die 5. Klasse kommt und sich wegen ihres Stotterns Sorgen um Vorstellungsrunde, Referate, etc. macht. Am liebsten spielt ...

Zum Buch:

Das Buch handelt von Lina, einer Schülerin, die nach den Sommerferien in die 5. Klasse kommt und sich wegen ihres Stotterns Sorgen um Vorstellungsrunde, Referate, etc. macht. Am liebsten spielt sie ein PC-Spiel, bei dem sie von anderen Kindern im Chat begleitet und mit Tipps unterstützt wird.

Zu Beginn des Buches bekommt sie von den Entwicklern das Angebot, ein Woche lang ein neues Upgrade zu testen. In Zusammenhang mit diesem PC-Spiel thematisiert der Autor diverse Themen wie zu viel Computer-Konsum, Auseinandersetzungen mit Eltern, Sicherheit im Netz (es ist eine Plattform nur für Kinder, die von Moderatoren begleitet wird), aber auch Unsicherheiten im wahren Leben wie das Stottern, Probleme bei der Rechtschreibung oder andere Dinge mit denen sich Kinder in dem Alter beschäftigen. Mir hat gut gefallen, wie diese Themen in die Geschichte eingebaut wurden und so nebenbei, aber durchaus ernst und in ausreichendem Maß, damit Kinder sich durchaus darüber Gedanken machen können, angesprochen werden.

Das online und offline Leben wird vor allem auch am Beispiel eines vergessenen Geburtstages sehr verdeutlicht. Wie schlecht Lina sich fühlt, weil sie wegen ihres Spiels nicht daran gedacht hat und welche Konsequenzen das dann für sie außerhalb der Spielewelt hat.

Ganz zum Schluss treffen online und offline Welt sogar kurz aufeinander. Auch diese Idee hat mir gefallen und könnte im Folgeband (der bereits angekündigt ist) aufgegriffen werden.

Grafisch ist das Buch ebenfalls sehr schön gestaltet. Szenen, die offline spielen sind auf weiße Seiten gedruckt, Szenen, die online spielen auf schwarze Seiten. Zudem ist das ganze Buch mit schwarz-weißen Doodles versehen. In den online Szenen gibt es zudem farbige Zeichnungen, die Szenen des PC-Spiels darstellen sowie viele unterschiedlich farbige Sprechblasen, die den Chat zeigen. Eine wirklich originielle Idee. Leider wurden hier aber Farben mit einem strengen Geruch verwendet, der mich schon arg gestört hat.

Fazit:
Mir hat das Buch gut gefallen, jedoch sind bei mir auch die Gedanken aufegkommen, ob das Buch Kinder, die noch keine oder sehr wenig PC-Spiele spielen dazu verleitet nach solchen, wie im Buch beschriebenen, Spielen zu suchen und mehr Zeit digital zu verbringen. Außerdem fand ich die Darstellung eines Klassenrats im Buch irreführend und einfach falsch. Es macht den Eindruck, als ob er ein Werkzeug für Lehrkräfte wäre, um Sanktionen zu verhängen. Dabei ist er ein demokratisches Werkzeug für Kinder, bestenfalls ohne Eingreifen der Erwachsenen.

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Veröffentlicht am 09.04.2022

sehr informatives Sachbuch

Die Macht der Geographie im 21. Jahrhundert
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Zum Cover:
Ich mag Weltkarten, ich mag, wenn diese mit großen Begriffen gestaltet sind und dadurch ein kleines Kunstwerk ergeben, daher spricht mich das Cover das Buches sehr an. Abgesehen davon passt ...

Zum Cover:
Ich mag Weltkarten, ich mag, wenn diese mit großen Begriffen gestaltet sind und dadurch ein kleines Kunstwerk ergeben, daher spricht mich das Cover das Buches sehr an. Abgesehen davon passt es sehr gut zum Inhalt des Buches. Auch der Titel und Untertitel werden dem Inhalt absolut gerecht und sind auf dem Cover ansprechend präsentiert.

Zum Buch:
Dieses Sachbuch ist in 10 Kapitel, plus Vor- und Nachwort, gegliedert. In jedem Kapitel geht es um ein Land oder eine Region auf der Welt. Da ich mir das Buch nach Ausbruch des Ukraine Krieges gekauft habe, da es im Zusammenhang mit Buchempfehlungen zu diesem Land genannt wurde, war ich etwas enttäuscht, dass diese dort gar nicht vorkommt. Aber das hätte etwas Recherche im Vorfeld mir auch sagen können. Dann hätte ich aber ein wirklich lesenswertes Sachbuch verpasst.

Das Buch beginnt mit Australien als Staat, weniger als Kontinent. Es geht um seine Entdeckung, Enwicklung und die aktuelle politische Situation vor allem im Zusammenhang mit China. Der aktuelle politische Teil hat mir viele neue Informationen gebracht, die mir so gar nicht bewusst waren.

Beim Iran lernt man einiges über dessen geographische Gegebenheiten und wie diese in seiner Geschichte immer wieder politisch eine Rolle spielten. Ich merke beim Iran immer wieder, wie sehr ich ihn unterschätze, vor allem die Gefahr, die von ihm ausgehen könnte.

Es fogt Saudi-Arabien, wie es entstand und zu seinem Namen kam. Von diesem Kapitel habe ich mir etwas mehr erwartet. Hier fehlte mir die Rolle der Frau bzw. die eben nicht wirklich existente Rolle der Frau. Diese Thematik wurde nur ganz kurz angeschnitten.

Das Vereinigte Königreich folgt als viertes Kapitel. Hier wird eingehend auf die Kolonialzeit eingegangen, die Zusammenführung der Länder des United Kingdoms sowie die Entwicklung bis hin zum Brexit. Hier war für mich viel Bekanntes dabei, aber es war sehr interessant dies im Zusammenhang mit dem Brexit analysiert zu bekommen.

Griechenland und die Türkei bekommen ebenfalls jeweils ein einzelnes Kapitel. Bei Griechenland war ich überrascht, wie viel ich aus "Das Lied des Achill" behalten habe und was davon alles tatsächlich der Wirklichkeit entsprach. Somit war ich hier bereits ganz gut über die Vergangenheit informiert. Das Kapitel zur Türkei hat mir vor allem deren Rolle in der NATO und dadurch auch deren Rolle bei den aktuellen Verhandlungen verdeutlicht. Dieser Aspekt war aufgrund seiner Aktualität sehr brisant, der Rest für mich nicht so von großem Interesse.

Über die Sahelzone, die Gegend südlich der Sahara, wusste ich in der Tat gar nichts. Nicht einmal die Region hätte ich voab zuordnen können, obwohl ich mich schon immer (also tatsächlich seit der Schulzeit ununterbrochen) für Geographie interessiere. Wie sehr Europa, aber auch die USA dort involviert sind, um die politische Lage zu deeskalieren war mir neu und schockierte mich. Aber auch der Beginn des Kapitels in dem es darum ging, wie der afrikanische Kontinent von Europa einst verteilt wurde und somit willkürrlich Grenzen gezogen worden, war einfach nur zum Kopfschütteln. Da wundern mich die vielen Probleme nicht.

Als nächstes folgte ein Kapitel zu Äthiopien, ein Land über das ich auch bislang wenig wusste und nach den ersten Seiten große Lust hatte, es zu bereisen. Nachdem ich aber alle Details zum Land gelesen habe, bin ich mir nicht mehr ganz so sicher, aber immer noch nicht abgeschreckt.

Nach Äthiopien folgte Spanien. Hier habe ich nicht mehr wirklich viel Neues für mich mitgenommen, da mir aufgrund meines persönlichen Interesses und einiger Freundschaften doch viele politische Gegebenheiten bekannt sind. Trotzdem war es ein informatives Kapitel.

Das Buch schließt mit dem Weltall und der aktuellen Situation um dessen Erkundung, um die Stationierung von Sateliten, aber auch über die Gefahren, die sich aus den Weiten des Weltalls ergeben könnten. Der Autor zeichnet diverse Szenarien auf, wie sich die Situation in der Zukunft gestalten könnte. Interessant, aber für mich mit so vielen Fachbegriffen und Beschreibungen gespikt, die ich nicht sicher kenne, dass ich daraus weniger mitnehmen konnte, als gedacht. Vor allem da mich das Thema eigentlich sehr interessiert. Daher auch der minimale Abzug in der Endnote.

Fazit:
Selten habe ich aus einem Sachbuch so viel mitgenommen von dem ich dazu auch noch sicher bin, dass dieses Wissen bleiben wird. Die Anzahl an Kapitel und deren Länge sind genau richtig, um ausreichend Informationen zu erhalten, aber nicht völlig überschüttet zu werden. Auch die Sprache trägt zum leichten Verständnis bei.

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Veröffentlicht am 16.03.2022

spannendes Finale

Violas Versteck (Tom-Babylon-Serie 4)
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Zum Cover:
Dieses Cover mit der abgebildeten brennenden Feder passt zu den drei übrigen der Reihe, was mir gut gefällt. Ansonsten ist es schlicht in schwarz und rot gehalten.

Zum Buch:
Dieses Buch schließt ...

Zum Cover:
Dieses Cover mit der abgebildeten brennenden Feder passt zu den drei übrigen der Reihe, was mir gut gefällt. Ansonsten ist es schlicht in schwarz und rot gehalten.

Zum Buch:
Dieses Buch schließt nahtlos an den dritten Band an. Zwar kann man es generell auch unabhängig von den anderen Büchern lesen, jedoch würde mir dann zu viel fehlen. Die ganze Geschichte um Tom und seine Schwester Viola, die in diesem Band kulminiert, wurde vom Autor seit Band 1 aufgebaut. Man erfuhr immer mehr über die Geschwister und Toms Suche nach seiner kleinen Schwester, die längst für tot erklärt wurde. Auch andere Charaktere wie der ehemalige LKA Leiter Dr. Bruckmann oder Toms Vater hatten in den vorhergehenden Bänden Schlüsselrollen und sind aus gewissen Gründen in Band 4 dort wo sie sind. Wer auf diesen Zusammenhänge verzichten kann, kann das Buch sicherlich auch als Einzelband lesen.

Das Buch beginnt damit, dass Tom mit einer Amnesie in einem Krankenhaus in London aufwacht. Ihm fehlen mehr oder minder die letzten Wochen, sodass er nicht weiß warum er in London ist. Gleichzeitig erfährt man, dass seine Kollegin, die Psychologin Sita Johanns in eine abgelegene psychiatrische Klinik fährt, um dort mit einem Patienten zu sprechen, was jedoch schnell völlig außer Kontrolle gerät.
Parallel liest man sich nun durch die Geschichten um Tom und Sita. Tom, der in London versucht seine Erinnerungen wiederzuerlangen und nach und nach Teile zusammenfügt, sowie Sita, die versucht aus ihrer missligen Lage zu fliehen.

Die Geschichte wird dabei größtenteils rückwärts erzählt. Man erfährt im Prolog und Kapitel 1 gewisse Informationen, dann geht es weiter mit "6 Wochen später" und darauf folgen "28 Tage vorher" und wieder "28 Tage später", "27 Tage vorher", "27 Tage später", "12 Tage vorher", etc. Bis man am Ende wieder in der Gegenwart ankommt, die aber nie als solche, sondern auch immer wieder in Zeitangaben "vorher" und "später" geteilt ist. Für mich war das sehr verwirrend und ich habe mehrfach nachgeschlagen, wann ich mich denn nun befand. Zwar kam ich im Laufe der 600 Seiten trotzdem gut in die Geschichte und konnte mich meist orientieren, jedoch bin ich einfach keine Leserin, die so etwas gut einordnen kann. Das gelingt anderen sicherlich besser. Gut gefallen hat mir jedoch, dass die Teile um Sita in einer anderen Schriftart gedruck waren, sodass man dies immer sehr deutlich unterscheiden konnte. Oft standen diesen Kapitel auch kleine juristische Texte vor, die sich mit bestimmten Gesetzen oder Regeln innerhalb solcher Kliniken befassten. Somit konnte ich gut einordnen worum es in diesem Fall gerade ging und inwiefern dies rechtlich wirklich so stattfinden könnte. Das fand ich eine interessante Lösung und durchaus hilfreich, um sich nicht noch gedanklich mit der "Ist das wirklich so möglich" - Frage befassen zu müssen.

Eine Dinge, die in der Klinik passieren, haben mich dazu gebracht das Buch für den Tag zur Seite zu legen. Ein paar Dinge waren mir zu sexualisiert, auch wenn sie an der Stelle vielleicht in den Lauf der Geschichte gehörten. Gut fand ich, dass der Autor diese Teile nicht unnötig in die Länge gezogen oder noch später im Buch aufgegriffen hat. Man merkte schon, dass sie für ihn lediglich die Story weiterbringen sollten.

Dass Viola, Toms Schwester, lebt wurde schon Ende des letzten Buches wahrscheinlich, sodass es offensichtlich war, dass es hier "nur" um die Suche nach ihr ging. Auch der Titel nimmt dies ja vorweg. Wie sich die Geschichte dann jedoch entwickelt, wer Viola ist, wo sie lebt und wie sie gefunden wird, hat der Autor sehr interessant aufgezogen, sodass es für mich nicht vorhersehbar gewesen ist. Ein kleines Detail am Ende des Buches hätte es für mich nicht gebraucht, da es der Geschichte keine neue Wendung mehr gab oder sonst irgendwie relevant eingebunden wurde. Evtl. könnte dies noch aufgegriffen werden, falls doch irgendwann ein fünfter Band erscheinen sollte, was der Autor zurzeit aber nicht plant.


Fazit:
Als Einzelband ist dieser Thriller durchaus lesbar, macht aber in der Reihe mit allen Details sicherlich mehr Freude. Das große Finale ist dabei gut aufgezogen, wenn auch für mich aufgrund des nicht chronologischen Aufbauchs nicht ganz einfach lesbar. Das Ende beantwortet sehr viele Fragen, lässt aber immer noch die Option für mehr.

Leseempfehlung:
Für alle Fans der Reihe sicherlich ein Muss. Wer die anderen Bücher jedoch nicht kennt, sollte mit "Schlüssel 17" beginnen.

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Veröffentlicht am 09.03.2022

super Fortsetzung

Die Frequenz des Todes
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Dies ist der zweite Fall des akustischen Forensikers Matthias Hegal aka Auris und Jula, einer Podcasterin. Dieses Buch schließt an den ersten Band an und nimmt vor allem in Bezug auf Jula einige Details ...

Dies ist der zweite Fall des akustischen Forensikers Matthias Hegal aka Auris und Jula, einer Podcasterin. Dieses Buch schließt an den ersten Band an und nimmt vor allem in Bezug auf Jula einige Details aus dem ersten Band auf. Dies muss es auch, da Julas Vergangenheit in ihrer Gegenwart eine große Rolle spielt und sie überhaupt immer wieder zruück zu Hegel bringt, der ihr offensichtlich nicht besonders sympahtisch ist. Dies ist er auch mir nicht geworden. Ich weiß nicht so richtig, was ich von ihm halten soll. Er ist in seinem Fachgebiet ein Genie, menschlich jedoch schwierig zu packen und scheint einige dunkle Seiten zu haben, die wir noch nicht kennenlernen durften. Das macht das Verhältnis zwischen Jula und Auris jedoch interessant, da man nie vorhersehen kann wie die eine Person auf die andere reagiert, ob es Wendungen oder Überraschungen gibt, wie zum Beispiel ganz am Ende des Buches.

Der Kriminalfall beschäftigt sich mit Menschenhandel, in diesem Fall speziell dem Handel mit Babys und bringt wieder einen großen, geheimen Ring Krimineller aufs Papier. Dieser spielte wohl schon im ersten Band eine Rolle, an den Namen konnte ich mich auch noch erinnern, aber nicht an mehr. Somit braucht man das erste Buch nicht, um den Kriminalfall nachvollziehen zu können. Der Fall ist spannend aufgebaut und als ich dachte, nun wäre ja alles geklärt, kam dann doch noch einiges auf mich zu. Das hat mir gut gefallen! Erst ganz am Ende wurde mir klar, welche Rollen die einzelnen Personen darin tatsächlich spielten.

Der Schreibstil des Autors ließ sich sehr gut lesen und brachte mich mit Lesefreude durch das Buch. Das Tempo in dem sich die Geschichte entwickelte war angemessen und ließ zum Schluss keine Fragen übrig. Ganz am Ende wird jedoch wieder das Verhältnis zwischen Jula und Auris auf ein neues Level gebracht, was mich neugierig macht, wie es diesbezüglich nun weitergeht! Auch der geheime Hacker scheint aus dem Hintergrund treten zu wollen! Mit diesen zwei Aspekten baute der Autor den Spannungsbogen bezüglich der Hauptcharaktere noch einmal auf und lässt mich direkt zum nächsten Band greifen!

Fazit:
Ein spannender Fall mit einem ganz speziellen Charakter in der Form des akustischen Forensikers Auris. Dieses Buch lebt definitiv von seinen Hauptcharakteren, die man mögen muss, um in dem Buch etwas Besonderes zu sehen.

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Veröffentlicht am 09.03.2022

sehr emotionales Buch - lesen!

Der Engel von Warschau
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In diesem Buch geht es um die junge Frau Irena Sendler, die beim Sozialamt der Stadt Warschau arbeitet. Sie kümmert sich gemeinsam mit ihren Freundinnen, die teils auch dort arbeiten, teils im Krankenhaus ...

In diesem Buch geht es um die junge Frau Irena Sendler, die beim Sozialamt der Stadt Warschau arbeitet. Sie kümmert sich gemeinsam mit ihren Freundinnen, die teils auch dort arbeiten, teils im Krankenhaus oder in anderen sozialen Berufen arbeiten, um die Suppenküche der Stadt, hilft Armen und bereits zu Beginn häufig Juden. Dann nimmt der zweite Weltkrieg ihren Lauf, die Judenverfolgung erschwert ihren Job und plötzlich untersteht Warschau den Nazis. Das Warschauer Ghetto entsteht, aber Irena und ihre Freundinnen versuchen weiterhin zu helfen, wo es nur geht. Sie besorgen sich Passierscheine und betreten die Sperrzone. Die Geschichte nimmt dann ihren Lauf, wie es den wahren Begebenheiten entspricht.

Schon auf den ersten 20 Seiten wurde mir klar, dass dies ein sehr emotionales Buch werden würde. Irena und ihre Freundinnen sind von Beginn an sehr engagiert und kämpfen gegen die Ungerechtigkeiten, die es auch vor der Eskalation schon gegeben hat. Sie versuchen immer noch das Beste aus der Situation zu machen und riskieren sehr bald schon ihr Leben für das Wohl der anderen, vor allem der Kinder. Die Autorin schreibt dabei sehr respektvoll allen nicht-Nazis gegenüber und stellt sehr deutlich heraus, wer wie versucht hat zu helfen oder zumindest sich und seine Lieben nicht weiter in Gefahr zu bringen. Die Stimmung im Buch ist unbeschreiblich. Man hat den Eindruck mitzufühlen, hofft und bangt mit den Beteiligten. Ich möchte nicht sagen, dass man den Eindruck hat, dabei zu sein, denn ich denke nicht, dass jemand, der so etwas nicht erlebt hat, sich wirklich hineinfühlen könnte, aber sie nimmt ihre Leser:innen schon so gut es geht mit. Ich habe sehr viele Tränen mit diesem Buch vergossen.

Man lernt die einzelnen Charaktere im Verlauf des Buches auch sehr gut kennen und hat irgendwann schon ein Gefühl,wer sich in welcher Situation wie verhalten wird. Gut gefallen hat mir, dass die Autorin sehr deutlich gemacht hat, dass es eben keine eine-Frau-Show gewesen ist, sondern dass sie ein großes Netzwerk hatte und jede:r Einzelne dort hat seinen Beitrag geleistet.

Auch über Warschau und die Zerstörung der Stadt erfährt man in dem Buch sehr viel. Alleine dies zu lesen, tat schon weh. Wie viel zerstört wurde, wie viel kommenden Generationen einfach genommen wurde.


Fazit:
Bevor ich das Buch zur Hand genommen habe, kannte ich die Geschichte um Irena Sendler gar nicht, was mich im Nachhinein schockiert. Wie kann es sein, dass so etwas im Geschichtsunterricht nicht besprochen wird? Ich hatte Geschichte bis zum Abitur und habe niemals von dieser Frau gehört. Das sollte man ändern. Es sollten mehr dieser mutigen Personen in den Fokus der Gesellschaft gerückt werden! Wieder ein Buch, das ich in Zukunft vielen weiterempfehlen werde.

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