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Veröffentlicht am 18.10.2022

Hat als Hörbuch gut für mich funktioniert

Vega 1 – Der Wind in meinen Händen
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Da ich Dystopien unglaublich gerne lese, bin ich natürlich auch an 'Vega - Der Wind in meinen Händen' nicht vorbei gekommen. Dieses Mal sollte es aber das Hörbuch, gelesen von Julie Preuss, werden. ...

Da ich Dystopien unglaublich gerne lese, bin ich natürlich auch an 'Vega - Der Wind in meinen Händen' nicht vorbei gekommen. Dieses Mal sollte es aber das Hörbuch, gelesen von Julie Preuss, werden. Und ich bin glücklich über die Entscheidung die Geschichte als Hörbuch zu hören, denn Julie Preuss liest ganz wunderbar und macht für mich einige Versäumnisse in der Handlung wieder gut.

Und darum geht's...

Im Jahr 2052 trifft der Klimawandel die Menschen mit voller Wucht und Härte. Die Sommer sind viel zu heiß und es herrscht bedrohliche Wasserknappheit. Sogenannte Wettermacher sollen die fatalen Folgen der Trockenheit in Schach halten. Vega ist eine von ihnen. Allerdings hütet Vega ein besonderes Geheimnis, denn im Gegensatz zu ihren Kollegen, welche mit Chemikalien und Drohnen arbeiten, benutzt Vega lediglich ihre Hände, um die Wolken zu beeinflussen und es regnen zu lassen.
Als bei einem Wettereinsatz ein schrecklicher Unfall passiert und Kinder durch toxischen Regen verletzt werden, gerät Vega ins Visier der Behörden. Dazu kommt, dass Vegas Partner Esper spurlos verschwindet. Vega macht sich auf die Suche und deckt unangenehme Wahrheiten auf.

Es war einmal ein Mädchen mit einer besonderen Gabe...

Das besondere an Marion Perkos dystopischen Reihenauftakt ist definiv dass auch magische Elemente enthalten sind. Vegas besondere Begabung Wolken herbeizurufen und Wind und Regen zu beschwören ist faszinierend und mysteriös. Man fragt sich natürlich die ganze Zeit was dahinter steckt und warum bereits Vegas Mutter ihre Tochter beschworen hat das Geheimnis niemals Preis zu geben. Einzig Esper, Vegas engster Freund und Vertrauter, weiß von ihrer Fähigkeit und ausgerechnet er verschwindet. Dafür trifft Vega auf Leo, einem Meteorologen, der Vega sofort seine Hilfe anbietet. Doch kann sie ihm wirklich vertrauen?

Autorin Marion Perko liefert ihre 17-jährige Protagonistin einer turbulenten Hetzjagd aus. Vega ist eigentlich permanent auf der Flucht und wenn sie nicht gerade neue Geheimnisse aufdeckt, setzen ihr ihre Gefühle ziemlich zu. Leider muss ich sagen, dass die Liebesgeschichte für mich nicht ganz gepasst hat. Nicht nur, weil sie irgendwie im Widerspruch zu Vegas Charakter steht. Es gehen dabei die anderen Thema leider etwas unter. Und auch das Problem mit der vorherrschenden Wasserknappheit war aufgrund mancher Szenen nicht ganz stimmig.

Wie ich eingangs erwähnt habe, hat die Geschichte als Hörbuch gut für mich funktioniert. Ich habe Julie Preuss sehr gerne zugehört. Und gegen Ende konnte ich mich fast gar nicht mehr lösen, so sehr wie die Spannung steigt und die Handlung auf die Spitze getrieben wird. Der erwartete Cliffhanger kam natürlich auch.

Fazit:

'Vega - Der Wind in meinen Händen' lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Ich finde die Grundidee toll. Leider handelt Protagonistin Vega aber teilweise unlogisch, sprich ihre Taten stehen im Widerspruch zu ihrem Charakter. Und auch der Plot hat kleinere Logikfehler, vorallem in Bezug auf das Thema Wasserknappheit.

Da ich aber die Idee, die Magie und die vielen Geheimnisse und Enthüllungen spannend finde und das Hörbuch toll von Julie Preuss gesprochen wird, werde ich die Reihe im Auge behalten.

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Veröffentlicht am 09.10.2022

Neuanfänge, Selbstfindung und ganz viel Queerness

we fell in love in october
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'We fell in love in October' war tätsächlich mal ein New Adult Roman, der sich aus der breiten Masse abhebt und den man nicht so schnell vergisst. Inka Lindberg hat nicht nur eine sehr sanfte Liebesgeschichte ...

'We fell in love in October' war tätsächlich mal ein New Adult Roman, der sich aus der breiten Masse abhebt und den man nicht so schnell vergisst. Inka Lindberg hat nicht nur eine sehr sanfte Liebesgeschichte zu Papier gebracht, sie leistet auch wunderbare Aufklärungsarbeit im LGBTQ+ Bereich. Ich konnte viele neue und wertvolle Dinge für mich mitnehmen, habe dazugelernt und auch meine eigenen Verhaltensmuster überdacht. Insofern hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen. Allerdings muss ich leider auch sagen, dass mir die Handlung selbst einfach zu langsam vorangeschritten ist und ich auch mit unserer Protagonistin Lisa bis zum Schluss nicht so recht warm geworden bin.

Und darum geht's...

Lisa ist nicht nur unglücklich in ihrem Job als Bankkauffrau, sie fühlt sich zudem von ihrer Mutter und ihrer Jugendliebe zu sehr unter Druck gesetzt. Kurzerhand kündigt sie ihre Anstellung, packt ihre Koffer und nimmt den Bus nach Köln. Für Lisa, die bislang nur das Landleben kennen gelernt hat, ist dieser Schritt der erste in Richtung Selbstständigkeit. Über eine Couchsurfing-Seite findet Lisa auch schnell einen Platz in einer WG, wo sie in Maja - die ich übrigens wahnsinnig toll finde - eine gute neue Freundin findet und auch auf Carla trifft, welche von Anfang an eine gewisse Faszination und Anziehung auf Lisa ausübt.



Neuanfänge, Selbstfindung und ganz viel Queerness...

Ich war bereits im Vorfeld richtig gespannt auf das Buch und bin mit entsprechend hohen Erwartungen herangegangen. Und nachdem ich mich mit Inka Lindbergs jugendlichem Schreibstil angefreundet hatte, musste ich feststellen, dass ich diese vielleicht etwas zu hoch gesteckt hatte.

Ich muss leider gestehen, dass Protagonistin Lisa es mir nicht leicht gemacht hat. Einerseits bewundere ich sie für ihren Mut neu anzufangen und herauszufinden was sie vom Leben wirklich will. Andererseits konnte ich viele ihrer Handlungen absolut nicht nachvollziehen. Sie war mir auch, vorallem zu Beginn viel zu naiv und weltfremd dargestellt. Das ändert sich zum Glück im Verlauf der Handlung. Ich finde Lisas Entwicklung auch sehr authentisch dargestellt. Menschen können sich nicht von heute auf morgen ändern und alles über Bord werfen. Lisa ist auf der Suche nach sich selbst, nach ihrer Identität. Sie sammelt neue Lebenserfahrungen; dabei kommen alte Erinnerungen wieder hoch, die sie schon lange verdrängt hat und die sie verwirren. Und dann ist da noch Carla, welche Lisa nicht mehr aus den Kopf geht. Und was sagt das jetzt über ihre Beziehung zu ihrem Freund aus?

'We fell in love in October' ist ein Buch über Selbstfindung und Fragen nach "Wer bin ich?" und "Wer möchte ich sein?". Und natürlich steht das Thema Sexualität sehr im Fokus. Inka Lindberg hat sich sehr einfühlsam mit der Thematik auseinandergesetzt. Und wie ich eingangs bereits erwähnt habe, leistet die Autorin tolle Aufklärungsarbeit in Sachen LGBTQ+. Mir war die Geschichte selbst jedoch zu langsam erzählt. Für mich war das Buch ein Auf und Ab. Vorallem das letzte Drittel bzw. das Ende waren mir zu sehr in die Länge gezogen. Immerhin war mir zu diesem Zeitpunkt bereits klar, auf was das ganze hinauslaufen wird. Etwas mehr Tempo und ein paar Seiten weniger, hätten nicht geschadet.

Im Gesamten fand ich das Buch vollkommen ok. Die angesprochenen Themen sehr interessant und wichtig. Nur die Umsetzung war einfach nicht ganz meins, weshalb ich das Buch auch nicht als Must Read bzw. unbedingte Empfehlung bezeichnen würde. Eher als gute Lektüre für Zwischendurch, wenn man sich mit den angesprochenen Themen beschäftigen möchte und einmal Lust auf eine etwas andere Liebesgeschichte hat.

Fazit
'We fell in love in October' ist eines jener Bücher, die mir zwar von der Thematik her sehr gut gefallen haben, bei dem ich aber mit der Umsetzung gehadert habe. Dabei fand ich den Anfang noch richtig stark. Allerdings war mir der Mittelteil dann zu sehr in die Länge gezogen und auch das Ende hätte etwas mehr Tempo vertragen können. Und auch mit Protagonistin Lisa wollte ich nicht so wirklich warm werden. Sie war mir einfach zu weltfremd und naiv dargestellt, auch wenn ihre Entwicklung durchaus positiv ist.

Wenn du ein Buch suchst, das sich sehr behutsam mit den Themen Selbstfindung und Sexualität befasst und toll über den Bereich 'LGBTQ+' aufklärt, dann kann ich dir 'We fell in love in October' auf jeden Fall empfehlen, auch wenn es für mich kein absolutes Must Read ist.

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Veröffentlicht am 04.10.2022

Hotelerben, Surferlegenden und gefakte Dates...

Malibu Love
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Ein bisschen den Sommer verlängern bzw. die Sonne ins heimische Wohnzimmer holen. Das ist diesem romantischen Wohlfühlroman definitiv gelungen. 'Malibu Love' ist der zweite Band der 'Be Mine-Reihe' aus ...

Ein bisschen den Sommer verlängern bzw. die Sonne ins heimische Wohnzimmer holen. Das ist diesem romantischen Wohlfühlroman definitiv gelungen. 'Malibu Love' ist der zweite Band der 'Be Mine-Reihe' aus der Feder von Nadine Kerger. Da der erste Teil allerdings perfekt für den Winter ist, habe ich kurzerhand zur Fortsetzung gegriffen, die sich wunderbar als Einzelband lesen lässt. Auch wenn sich das Buch nicht besonders aus der Masse abhebt, habe ich mich doch bestens mit Isy und Connor unterhalten gefühlt.

Hotelerben, Surferlegenden und gefakte Dates...

Als Fan von Büchern wie 'Die theoretische Unwahrscheinlichkeit von Liebe' oder 'Kissing in the Rain' wollte ich mir 'Malibu Love' nicht entgehen lassen. Ich finde Bücher zum Thema 'Fake Dating' meistens ziemlich witzig, spritzig und kurzweilig. Und auch Nadine Kerger lässt mit Isy und Connor zwei sehr unterschiedliche Protagonisten gegeneinander antreten. Connor, eine Surflegende mit schlechtem Ruf was Frauen betrifft, und Isy, eine angehende Rechtsanwältin, die gerade eine gescheiterte Beziehung mit Hotelerben Lucas hinter sich hat. Eigentlich kommt Connor gerade recht, eignet er sich doch perfekt als Ablenkung. Doch dann tauchen plötzlich ziemlich anzügliche Fotos in der Presse auf, die Connors Ruf schaden und einen wichtigen Auftraggeber verkraulen. Und auch für Isy, die gerade eine neue Stelle in einer Kanzlei angetreten hat, sind die Fotos nicht gerade vorteilhaft. Es muss also ein Plan her! Connor und Isy beschließen der ganzen Welt eine Beziehung vorzuspielen, doch da haben sie die Rechnung ohne ihre verflixten Gefühle gemacht.

Ich denke ich spoilere nicht, wenn ich sage, dass man sich denken kann, wo Isy und Connor letztlich enden. Leider muss ich aber sagen, dass der Weg zum Ziel nicht besonders spannend und innovativ ist. Ja, ich habe mich ganz gut unterhalten gefühlt, aber ich habe auch nichts neues gelesen. Es gab keine besonderen Überraschungsmomente, keine Szenen, die mir nachhaltig in Erinnerung bleiben werden und trotz einiger witziger Dialoge und verbaler Duelle hat mir etwas Biss und Pepp gefehlt.

Connor mochte ich als Protagonisten richtig gerne. Seine Darstellung habe ich richtig authentisch empfunden. Auf den ersten Blick wirkt er wie ein oberflächlicher, hochnäsiger Frauenheld. Hier darf man sich nicht täuschen lassen. Mit Isy hatte ich mehr Schwierigkeiten. Ich mochte die schlagfertige, junge Anwältin zwar, konnte aber einige ihrer Handlungen absolut nicht nachvollziehen. Vorallem haben diese Handlungen auch nichts zur Geschichte beigetragen bzw. hätte man die Dinge einfach anders lösen können.

Trotz einiger Kritikpunkte war das Buch aber schön zu lesen und ich konnte mir damit den Sommer ein bisschen verlängern. Nadine Kerger hat einen sehr flüssigen und bildhaften Schreibstil, der mich an die traumhafte Kulisse Kaliforniens gezaubert hat. Wer einen sommerlichen Liebesroman für Zwischendurch sucht, der kann beherzt zu 'Malibu Love' greifen.

Fazit
'Malibu Love' hat nicht nur ein traumhaft schönes Cover, sondern spielt - wie der Name schon sagt - auch in traumhafter Kulisse. Auch wenn die Handlung nicht viel neuen Zündstoff bietet und auch recht vorhersehbar ist, kann ich dir das Buch empfehlen, wenn du noch Geschichten ohne viel Drama, dafür mit einem sexy Surferboy und einer schlagfertigen Anwältin, zum Thema 'Fake Dating' suchst.

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Veröffentlicht am 25.09.2022

Leider keine Bilder

Disney: Es war einmal ...: Vaianas fabelhafte Suche (Disney Prinzessin)
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Als großer Fan von 'Vaiana' konnte ich mir diese Vorgeschichte natürlich nicht entgehen lassen. Wie erwartet hat mich der Südseezauber schnell gepackt und ehe ich noch zwinkern konnte, war ich ...

Als großer Fan von 'Vaiana' konnte ich mir diese Vorgeschichte natürlich nicht entgehen lassen. Wie erwartet hat mich der Südseezauber schnell gepackt und ehe ich noch zwinkern konnte, war ich schon mitten in den Vorbereitungen für das Tiale-Fest, welches alle 10 Jahre auf Motonui gefeiert wird und habe mich in einem abenteuerlichen Wettbewerb gemessen.

Typisch Disney steht auch hier das Thema Familie ganz stark im Fokus. Es geht aber auch um Freundschaft, Mut und alte Legenden. Und die Insel hält das eine und andere Geheimnis bereit.

Die Geschichte selbst fand ich wie gesagt sehr gut, zauberhaft und auch perfekt zum Vorlesen. Durch die große Schrift und den einfachen Text ist das Buch auch ein perfektes Erstlesebuch.

Leider muss ich aber sagen, dass eine Sache arg vermisst habe! Illustrationen und Bilder! Diese sucht man nämlich vergebens. Ich kenne das von meinen anderen Disney-Büchern nicht und finde es schade, dass hier komplett darauf verzichtet wurde.

Fazit:

Süße und lesenswerte Geschenke, die Aufmschung hätte allerdings etwas liebevoller sein können.

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Veröffentlicht am 10.09.2022

Ein solider Krimi für Zwischendurch

Das Haus der stummen Toten
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Manche Bücher bieten während des Lesens eine gute und spannende Unterhaltung, bleiben allerdings nicht nachhaltig in Erinnerung. 'Das Haus der stummen Toten' gehört für mich in diese Kategorie. Einerseits ...

Manche Bücher bieten während des Lesens eine gute und spannende Unterhaltung, bleiben allerdings nicht nachhaltig in Erinnerung. 'Das Haus der stummen Toten' gehört für mich in diese Kategorie. Einerseits konnte mich der Kriminalroman mit einer interessanten Protagonistin und einigen Mysterymomenten fesseln, andererseits war mir das Buch im gesamten zu spannungsarm.

Und darum geht's...

Eleanore stattet ihrer Großmutter Vivianne auf deren Drängen einen Besuch ab. Dort angekommen findet die junge Frau Vivianne aber nicht mehr lebend vor. Ihre Großmutter wurde erstochen und Eleanore ist dem Täter sogar begegnet. Doch identifizieren kann sie ihn nicht, denn Eleanore leidet an einer Gesichtserkennungsschwäche.
Als Eleanore während des Verlassenschaftsverfahrens erfährt, dass sie einen alten Gutshof geerbt hat, reist sie gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten Sebastian, ihrer Tante Viktoria und dem Notar zu dem Anwesen. Angekommen auf Solhöga scheint irgendetwas nicht mit rechten Dingen zuzugehen. Eleanore fühlt sich zunehmend verfolgt. Außerdem ist der Gutsverwalter unauffindbar. Und ein altes Tagebuch taucht auf....

Wenn die Vergangenheit die Gegenwart einholt...

Wenn Camilla Sten eines gut kann, dann ist es Atmosphäre aufzubauen und Brotkrumen zu streuen. Mich konnte das Buch über weite Teile wirklich gut unterhalten und ich habe mitgerätselt wer oder was hinter den seltsamen Ereignissen steckt. Ob diese rein aus Elenanores verwirrten Geist entsprungen sind oder ob sich jemand ein böses Spiel mit den Hinterbliebenen erlaubt. Und auch die Tagebucheinträge, welche mich in die 60er Jahre zurück katapultiert haben, waren definitiv spannend zu lesen, konnte ich durch diese die verstorbene Vivianne aus der Perspektive ihres Hausmädchens noch besser kennen lernen. Und auch Tor zur Wahrheit hat sich durch die Wechsel in den Zeitebenen immer weiter geöffnet.

Leider muss ich aber auch sagen, dass ich viele Abschnitte einfach zu sehr in die Länge gezogen fand. Die Geschichte ist vor sich hingeplätschert, ohne das Nennenswertes oder Relevantes passiert ist. Nach einem starken Anfang und schwachen Mittelteil, wurde es erst gegen Ende wieder richtig spannend. Ich muss auch gestehen, dass ich die Entwicklungen und den Plottwist nicht habe kommen sehen. Insofern hat Camilla Sten alles richtig gemacht und mich ordentlich in die Irre geführt. Für mich hat das Ende die Geschichte auf jeden Fall gerettet. Und auch Protagonistin Eleanore fand ich einen interessant gezeichneten Charakter. Vorallem den Umstand, dass sie mit einer Gesichtserkennungsschwäche lebt.

Für mich war das Buch ein schöner Snack für Zwischendurch, auch wenn mir die Geschichte auf Dauer nicht Erinnerung bleiben wird.

Fazit

Ein solider Krimi für Zwischendurch mit einer interessanten Protagonistin, ein paar Geheimnissen aus der Vergangenheit, mysteriösen Ereignissen in der Gegenwart und durchaus ein paar beklemmender Momente. Ich habe 'Das Haus der stummen Toten' gerne gelesen und war auch von der düsteren Atmosphäre angetan. Für meinen Geschmack hätte es aber durchaus mehr in Richtung Mysterythriller gehen können und auch der Mittelteil war mir etwas zu langatmig und ereignislos.

Für Zwischendurch ist das Buch aber definitiv okay und gut zum Miträseln.

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