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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.10.2022

8 Leben

Miss Kim weiß Bescheid
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Das Buch erzählt acht Kurzgeschichten (zwischen 30 und 70 Seiten), acht ganz differenter Frauen, allen Alters. Jede Geschichte kann hier stellvertrend und als eine Art anonymes Synonym für die namenlose ...

Das Buch erzählt acht Kurzgeschichten (zwischen 30 und 70 Seiten), acht ganz differenter Frauen, allen Alters. Jede Geschichte kann hier stellvertrend und als eine Art anonymes Synonym für die namenlose Frau stehen, was das Cover perfekt widerspiegelt.

Was das Buch für mich auszeichnete war die sehr ruhige, leise, beobachtende und zugleich auf Eindrücken basierende Schreibweise. Es hat eine Art "vornehme Zurückhaltung" und drückt doch alle relevanten Essenzen aus. Das Buch zeigt auf, macht aufmerksam, und ist dennoch nicht aufdringlich.

Als ich das Buch zum ersten Mal als Kurztext las, hatte ich im ersten Moment eine andere Vorstellung des Buches, mit anderen Schwerpunkten als ich es jetzt erfahren habe. Die Geschichten handeln von koreanischen Frauen - ich muss allerdings sagen, dass dies für mich jetzt nicht deutlich wurde. Der Klappentext bezog sich darauf, dass sich Frauen weltweit davon angesprochen fühlen. Ich finde das trifft die "Anonymität" in der die Geschichten verfasst wurden sehr gut. Es war eine sehr interessante und in die Kultur und Geschichte der Frauen eintauchende Leseerfahrung.

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Veröffentlicht am 18.07.2022

Insider Thriller

Der Aufstieg – In eisiger Höhe wartet der Tod
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Cecily erhält die Chance ein Interview mit dem berühmten Bergsteiger Charles McVeigh zu interviewen, mit der Bedingung selbst mit auf den Berg zu steigen. Sie nimmt an und erfährt schon bald, dass der ...

Cecily erhält die Chance ein Interview mit dem berühmten Bergsteiger Charles McVeigh zu interviewen, mit der Bedingung selbst mit auf den Berg zu steigen. Sie nimmt an und erfährt schon bald, dass der Berg eine mörderische Falle ist.

Mein Eindruck:

Ich fand das Buch alles in allem gelungen und eine gute Mischung aus Thriller und dem Insiderwissen der Autorin, die selbst Bergsteigerin ist. Dieses Wissen fließt in den kompletten Text mit ein, manche Passagen sind dadurch sehr ausführlich, was ich gut fand und sehr informativ. Durch diese Passagen und Informationen, die auch detailliert sind, nimmt es dem Thriller etwas an Tempo, was mich aber nicht wirklich gestört hat, da es in diesem Kontext auch gepasst hat. Manche Aspekte, wie die Vorbereitung auf den Aufstieg, waren etwas fraglich und ich habe daher einen Stern abgezogen.

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Veröffentlicht am 08.07.2022

Eindrücklich

Findelmädchen
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Lilly Bernsteins Roman "Findelmädchen - Aufbruch ins Glück" handelt von der 15 jährigen Helga und ihrer Familie. Der Vater, der aus der Kriegsgefangenschaft heimkehrt, holt die Kinder zu sich nach Köln. ...

Lilly Bernsteins Roman "Findelmädchen - Aufbruch ins Glück" handelt von der 15 jährigen Helga und ihrer Familie. Der Vater, der aus der Kriegsgefangenschaft heimkehrt, holt die Kinder zu sich nach Köln. Helga hat einen Traum, sie möchte auf das Gymnasium gehen und später Literatur studieren um das zu tun was sie liebt, schreiben. Dies wird ihr verwehrt und sie muss stattdessen auf die Haushaltungsschule gehen. Bei einem Praktikum erlebt sie die Schrecken des Waisenhauses und vor allem das der Besatzungskinder.

Der Roman ist sehr flüssig und detailliert geschrieben. Man hat dadurch als Leser:in den Eindruck sehr nah an und in der Geschichte zu sein. Die thematisierten Thematiken und die Verhältnisse unter denen die Kinder aufwachsen müssen sind bedrückend und erschreckend zugleich und nehmen den:die Leser:in auf eine emotionale Reise mit. Sehr gut hat mir auch der Anfrangshinweis und die Bezugnahme der Wortwahl im Buch in Bezug auf Geschichte und Rassismus gefallen.

Alles in allem ein sehr eindrückliches Buch.

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Veröffentlicht am 08.07.2022

Poetisch und oberflächlich

Freizeit
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Die Protagonistin Franziska ist jung, hat sich selbst verwirklicht und ist auf der Suche nach dem fehlenden Element in ihrem Leben. Sie beobachtet ihr Umfeld und lässt dies in ihr eigenes Leben und ihre ...

Die Protagonistin Franziska ist jung, hat sich selbst verwirklicht und ist auf der Suche nach dem fehlenden Element in ihrem Leben. Sie beobachtet ihr Umfeld und lässt dies in ihr eigenes Leben und ihre Form sich auszudrücken - das Schreiben eines Romans, miteinfließen.

Vorab - Ich würde sagen dieses Buch polarisiert und spaltet die Meinungen. Entweder man liebt es oder kann nur sehr wenig bis nichts damit anfangen.

Es ist kein klassischer Roman und doch erzählt es. Es geht der Protagonistin um "etwas zu finden was ihr fehlt" - in diesem Fall würde man vermutlich vermuten wäre der Stil tiefgehend und wartend, aber das Gegenteil ist der Fall - die Stilistik ist oberflächlich, wenn auch beobachtend und immer aus dem Moment. Es ist wie ein Sinnbild der modernen Konsumgesellschaft, die schnelllebig ist und den Moment nutzt und lebt, bis der nächste Impuls kommt. Figuren kommen und gehen ohne einen Eindruck zu hinterlassen. Es ist diesbezüglich ein sehr interessantes und irgendwie künstlerisch poetisches Werk, das eine ganz eigene Note hat.

Meinem Eindruck nach muss man sich bei diesem Buch auf die Stilistik einlassen und darf keinen klassischen erzählenden Roman erwarten, um dann in diesem Buch ein "spannendes" Lesevergnügen zu erhalten. Einen Versuch ist es wert!

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Veröffentlicht am 05.05.2022

Feel good Roman

Der Duke und die unbeugsame Witwe
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Der Duke und die unbeugsame Witwe von Freda MacBride ist ein wunderschöner Roman aus der Regency Epoche.

Helena ist 27 Jahre alt, Mutter eines kleinen Sohnes, bereits Witwe, und soll nach dem Willen der ...

Der Duke und die unbeugsame Witwe von Freda MacBride ist ein wunderschöner Roman aus der Regency Epoche.

Helena ist 27 Jahre alt, Mutter eines kleinen Sohnes, bereits Witwe, und soll nach dem Willen der Familie, schnellstmöglich wieder standesgemäß heiraten. Charles Duke of Elmsley, ist auf der Suche nach einer Gemahlin, die den Titel und das Ansehen der Familie Elmsley durch die Geburt eines Erben sichert. Die Verbindung scheint perfekt und beide gehen die Ehe auf Basis von Vernunft ein, ...
bis die Dinge ihren Lauf nehmen und Herzen in Bewegung setzen.

Der Roman ist durch kurze Kapitel und einem Perspektivwechsel zwischen Helena und Charles gestaltet. Der Schreibstil ist sehr harmonisch. Was diesen Roman im Besonderen ausmacht, sind zum einen die Charaktere mit ihrer Vergangenheit und diesbezüglich ihrer weiteren Entwicklung. Zum anderen die charmante und liebevolle Interaktion der Charaktere miteinander. Dies degradiert dieses Buch zu einem richtigen "feeling good" Buch, das man gerne liest und in einem Zug durchlesen kann.

An mancher Stelle hätten es für mich gerne noch ein paar Seiten mehr sein dürfen um der Entwicklung und der Interaktion mehr Raum zu geben und die Szenerie mehr auszuschmücken. Das war mir an manchen Stellen zu kurz und dadurch nicht 100 Prozent rund.

Ich empfehle das Buch gerne weiter und freue mich auf die Fortsetzung.

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