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Veröffentlicht am 11.11.2022

Absolutes Wohlfühlbuch

Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten
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Mit entsetzlicher Lautlosigkeit riss der Himmel auf.
Und verschluckte sie.
Rosemary blickte aus dem Fenster, und ihr wurde klar, dass sie noch nie zuvor eine derartige Schwärze gesehen hatte.
S. 83/Tolino

Inhalt
Die ...

Mit entsetzlicher Lautlosigkeit riss der Himmel auf.
Und verschluckte sie.
Rosemary blickte aus dem Fenster, und ihr wurde klar, dass sie noch nie zuvor eine derartige Schwärze gesehen hatte.
S. 83/Tolino

Inhalt
Die junge Rosemary heuert auf der Wayfarer an, um ihrer Vergangenheit zu entfliehen. Als Sekretärin des Kapitäns Ashby rechnet sie damit, kaum grosse Abenteuer zu erleben, aber Hauptsache sie kommt ganz weit weg von Zuhause. Doch allein das Leben auf einem Raumschiff, das Wurmlöcher in das All bohrt, ist schon recht abenteuerlich. Und dann nimmt Ashby auch noch einen sehr lukrativen aber auch gefährlichen Auftrag in das Hoheitsgebiet der kriegerischen Toremi an... und plötzlich ist Rosemarys Herkunft ihr geringstes Problem.

Meine Meinung
Wow, ich bin verliebt. In das Buch, in die Geschichte, aber vor allem in die Charaktere. Alles ist wunderbar detailliert und sorgfältig gezeichnet, der Titel ist Programm (wortwörtlich befindet sich die Crew der Wayfarer auf dem langen Weg zu einem kleinen zornigen Planeten), und ja, es ist trotz den alltäglichen und nicht alltäglichen Dramen ein totales Wohlfühlbuch. Woran das liegt? Nun, vor allem daran, dass die Charaktere einfach vielfältig und vielschichtig sind und mit ihrer Toleranz zeigen, wie schön ein Zusammenleben sein kann.

Als Crew haben wir eine bunte Mischung aus menschlichen und nicht-menschlichen Charakteren, unter anderem die polyamoröse echsenartige Sissix (ich mochte sie sehr), den Mechaniker Jenks, der in eine KI verliebt ist, und Ohan, ein Siamatpaar, das von einem Parasiten befallen ist. Alle Mitglieder der Crew - sogar der mürrische Corbin - haben sich früher oder später in mein Herz geschlichen. Sie sind ein wunderbares Beispiel für eine "Found Family", eine gefundene (und nicht genetisch bedingte) Familie. Ich bin ganz ehrlich ein bisschen traurig, dass Band 2 nicht mehr auf der Wayfarer spielt.

Die Story folgt einem roten Faden, ist aber in Episoden aufgebaut und beleuchtet unterscheidliche Charaktere und Szenen. Mir hat diese Erzählart sehr zugesagt, auch wenn ich manchmal lieber eine Szene weiterverfolgt hätte, als wieder zu wechseln. Auch gibt es eine tolle Mischung aus Gescchichte, Charakterentwicklung, Spannung und Entspannung, Tragik und Komödie. Für mich war es rundum gelungen.

Ich habe das Buch abwechslungsweise gelesen und als Hörbuch gehört - und der Sprecherin Martha Kindermann gebührt grosses Lob, sie spricht die Figuren wunderbar und abwechslungsreich und hat mein Kopfkino noch mehr beflügelt als das Buch allein (normalerweise schweife ich bei Hörbüchern schnell ab).

Fazit
Ein absolutes Wohlfühlbuch, das aufzeigt, wie schön ein Zusammenleben sein könnte, wenn alle mehr Toleranz zeigen würden. Eine Space Opera die viel Abwechslung bietet, wunderbare Charaktere, eine spannende Story - für mich ein Highlight.

#lieblingsbuch

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Veröffentlicht am 07.10.2022

Jahreshighlight 2022

The Atlas Six
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"Nicht jeder kann mit dem Wissen im Archiv umgehen. Es ist seltenes Wissen, das unglaubliche Macht und unvorstellbare Selbstbeherrschung voraussetzt. Es werden aus gutem Grund nur sechs ausgewählt."
S. ...

"Nicht jeder kann mit dem Wissen im Archiv umgehen. Es ist seltenes Wissen, das unglaubliche Macht und unvorstellbare Selbstbeherrschung voraussetzt. Es werden aus gutem Grund nur sechs ausgewählt."
S. 206/Tolino

Inhalt
Alle zehn Jahre werden die sechs mächtigsten Magier in die alexandrinische Geheimgesellschaft zum Studium eingeladen. Fünf von ihnen werden nach einem Jahr geführtem Studium Tür und Tor zu Macht und Wissen geöffnet. Für die aktuellen Studenten beginnt damit ein faszinierendes aber auch gefährliches Jahr voller Irrungen und Wirrungen und der Möglichkeit, Unmögliches zu schaffen.

Meine Meinung
Anhand des Klappentextes kann man unmöglich erahnen, was für ein Buch einen hier erwartet. Denn "The Atlas Six" ist anders, als alle Bücher die ich bisher gelesen habe. Es wird praktisch nur mit Dialogen, (inneren) Monologen, Gedankenspielen und viel (magischer) Theorie erzählt. Was vielleicht etwas langweilig klingt, ist unglaublich komplex und faszinierend aufgebaut. Der Fokus liegt auf den Hauptcharakteren (sechs an der Zahl) und ganz wenigen Nebencharakteren, und auf der Entwicklung besagter Charaktere - sowohl sie selbst betreffend als auch derjenigen als Gruppe und einzelne Gruppierungen. Wem so etwas nicht liegt, der wird mit "The Atlas Six" seine Schwierigkeiten haben. Ich jedoch, die grossen Wert auf Charakterentwicklumg legt, habe hier nun - tadaaaa und Trommelwirbel - mein Jahreshighlight 2022 gefunden.

Die sechs Hauptcharaktere sind
- Libby und Nico, zwei Physiomagier die mächtiger kaum sein könnten
- Parisa, eine Telepathin, die wirklich jeden noch so gut versteckten Gedanken lesen kann
- Callum, ein Empath, der Gefühle liest und gerne auch manipuliert
- Tristan, der Illusionen durchschauen kann und
- Reina, eine Naturmagierin
Sie alle lernt man sehr intensiv kennen, sowohl als Einzelpersonen als auch als Teamplayer (oder eben nicht). Die Autorin schafft es, dass man einen Charakter hasst und im nächsten Kapitel versteht und mag man ihn. Ausser Callum. Der ist ein A%&@€.

Als Nebenfiguren fungieren u.a. Atlas, der Kurator der Geheimgesellschaft, Dalton, dessen rechte Hand, Ezra, Freund von Libby, und Gideon, Mitbewohner von Nico (und noch eim paar wenige andere).

Vorallem die Dynamik zwischen Libby und Nico, Tristan und Libby, Nico und Gideon sowie Parisa und Dalton hat mich packen und nachhaltig faszinieren können.

Aber schlussendlich schaffe ich es kaum, meine Gefühle und Bewunderung für dieses Buch in irgendeiner verständlichen Form niederzuschreiben und ich könnte dem auch nie gerecht werden.

Fazit
Wer ein Buch sucht, das von seinen Charakteren lebt, das voller Irrungen und Wirrungen ist, Spannung bietet und philosophische Grundsatzdiskussionen in magischem Kontext, der sollte sich "The Atlas Six" holen und sich überzeugen lassen. Für mich ist es mein Jahreshighlight und ich bin regelrecht geflasht <3

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Veröffentlicht am 27.07.2022

Ich wünsche mir, dass die Reihe niemals endet

Hidden Legacy - Smaragdfeuer
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Ich wollte ihn. Nicht den Alessandro in meinem Kopf, der mich verlassen hatte, sondern diesen hier, gefangen in all seiner Finsternis. Ich wollte ihn umarmen, ihn aus diesen Abgrund herausziehen, in den ...

Ich wollte ihn. Nicht den Alessandro in meinem Kopf, der mich verlassen hatte, sondern diesen hier, gefangen in all seiner Finsternis. Ich wollte ihn umarmen, ihn aus diesen Abgrund herausziehen, in den er gestürzt war, und ihn alles vergessen lassen außer mir.
S. 143/Tolino

Inhalt
Catalyna Baylors neuester Auftrag: Den Mörder eines Hochbegabten finden. An sich nichts Aussergewöhnliches, bis auf die Tatsache, dass es plötzlich ein gefährlicher Attentäter auf sie und ihr Haus abgesehen hat. Und dass ausgerechnet Alessandro Sagredo zu ihrem Schutz abgestellt wird. Der Alessandro, der ihr vor Monaten das Herz gebrochen hat. Aber vielleicht ist es ganz gut, einen Mann mit seinen Fähigkeiten an der Seite zu haben, wenn plötzlich etwas überaus gefährliches magisches in Houston vor sich geht...

Meine Meinung
Klasse! Einfach epische, unglaublich geniale Klasse! Es gibt keine anderen Bücher, die an diese Reihe herankommen, keine einzigen. Tolle Charaktere, ein grandioses Worldbuilding, Spannung, Humor, Prickeln - das alles und noch viel mehr bietet die Hidden Legacy-Reihe. Und nach diesem diesen Cliffhanger erwarte ich den nächsten Band sehr sehnsüchtig.

Für mich hatte dieser Band ein bisschen zu viele Erklärungen und ein bisschen zu wenig Baylors drin, deshalb reicht es nicht ganz zum #Lieblingsbuch und "nur" für 5 Sterne. Aber actiontechnisch wars dafür wild - als würde man einen Marvel-Film lesen. Ganz große Liebe!

Fazit
Ich will mehr mehr mehr und immer mehr davon!

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Veröffentlicht am 25.09.2021

Omnia <3

Dark Heart 2: Omnia
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Achtung, Band 2 von 2 !!!

Ich bewegte mich auf einem sehr zerbrechlichen schmalen Grat zwischen zwei Leben. Die Heaven vor Levi existierte nicht mehr und die Heaven nach Levi musste sich erst wieder in ...

Achtung, Band 2 von 2 !!!

Ich bewegte mich auf einem sehr zerbrechlichen schmalen Grat zwischen zwei Leben. Die Heaven vor Levi existierte nicht mehr und die Heaven nach Levi musste sich erst wieder in einer Welt ohne ihn zurechtfinden. 
S. 71 / Tolino


Inhalt
Nach den Ereignissen in Port Hardy und Levis Geständnis kehrt Heaven mit ihrem Onkel zurück nach Lincoln, wo sie versucht, das Geschehene zu vergessen und irgendwie weiterzuleben. Zu allem Übel verdonnert ihr Onkel sie auch noch dazu, an einem Sommercamp teilzunehmen. Dort trifft sie nicht nur auf eine alte Bekannte, sondern auch auf einen unausstehlich attraktiven Typen, der ein seltsames Interesse an ihr zeigt. Und plötzlich steckt sie mitten in einem gefährlichen Machtkampf bei dem sie eine größere Rolle spielt, als sie sich vorzustellen vermag. 

Meine Meinung
Nach dem fiesen Cliffhanger von Band 1 setzt dieser zweite und finale Teil direkt an der Geschichte an. Heaven kehrt mit ihrem Onkel Sam und besten Freund Orlin nach Lincoln zurück und versucht irgendwie wieder ein normales Leben zu führen. Doch Levi dominiert ihre Gedanken. Der Autorin gelingt es einfach wieder und wieder, die Gefühle ihrer Protagonistin authentisch rüberzubringen. Heaven ist verletzt, verzweifelt, tieftraurig, und versucht doch, nach vorne zu blicken. Ich habe mit Heaven mitgelitten - und wie!

Wer jetzt denkt, es handelt sich hier um ein schnulzig-schönes Teenie-Drama, der irrt sich. Denn rasch schreitet die Geschichte voran, nimmt unerwartete Wendungen und es geht Schlag auf Schlag. Geheimnisse werden aufgedeckt, Gefahren lauern, und Heaven muss einiges mitmachen. Spannend, packend, faszinierend - aber dennoch immer mit gaaanz viel Gefühl. Wirklich, so wie Anja Tatlisu schaffen es nicht viele, die Gefühle darzustellen. Mein Herz war mal schwer, mal leicht, aber immer voll mit bei der Sache. Bei Heaven und Levi. Schmaaacht!

Die Protagonisten aus Band 1 haben auch hier wieder ihren Platz. Es gibt also viel Onkel Sam, der kopfnussähnliche Küsse verteilt, viel volltättowierten Orlin (sabber) und natürlich auch viel Levi. Dazu kommen noch die ein oder andere neue Person. Die Beziehungen zwischen den Darstellern der Geschichte sind einfach toll umschrieben, auch das kann die Autorin einfach wahnsinnig gut.

Ich habe die Geschichte inhaliert - und immer noch nicht ganz verdaut. 'Bittersüss' passt auch hier wieder perfekt. So viele Geheimnisse, so viele Gefühle, da braucht man etwas Zeit, sich davon zu erholen (man nennt das glaube ich auch Bookhangover...).


Zeit heilte wahrscheinlich viele Wunden. Es gab allerdings auch jene, die davon unberührt blieben, unheilbar waren, weil sie tief in die Seele hineinreichten, sich dort unsichtbar, aber mit jedem Atemzug spürbar ausbreiteten.
S. 71 / Tolino

Fazit
Die bittersüsse Liebesgeschichte zwischen Heaven und Levi geht weiter - und wird überschattet von Geheimnissen und grosser Gefahr. Spannend, rasant und mit unglaublich viel Gefühl. Ein absolutes Lesehighlight!

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Veröffentlicht am 08.08.2021

Reread: Die zweite Legion

Die Zweite Legion
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Bessarein, das erste der sieben Königreiche - und das Erste, was wir davon sahen, waren Ruinen, Mörder und jetzt ihre Opfer. [...] Wir waren vor einem Krieg geflohen, um Hilfe zu suchen, und nun das.

Achtung, ...

Bessarein, das erste der sieben Königreiche - und das Erste, was wir davon sahen, waren Ruinen, Mörder und jetzt ihre Opfer. [...] Wir waren vor einem Krieg geflohen, um Hilfe zu suchen, und nun das.

Achtung, Band 2, kann Spoiler enthalten

​Inhalt
Der Krieger Havald und die Maestra Leandra machen sich mit ihren neu gewonnenen Freunden und Gefährten auf in die Donnerfeste, wo sie ein magisches Tor in das sagenumwobene Reich Askir zu finden erhoffen. Dort wollen sie um Hilfe gegen die Bedrohung des Kriegsfürsten Thalak ersuchen. Doch die Reise verläuft anders, als erwartet, und die Gefährten landen im gefährlichen Wüstenreich Bessarein und werden getrennt.

Meine Meinung
10 Jahre nachdem ich die Reihe zum ersten Mal gelesen hatte, habe ich mich nun an einen Reread gewagt. Nachdem Band 1 eher ein Prequel zur eigentlichen Geschichte ist und mit Krimicharakter aufwartet, geht es in Band 2 nun richtig los mit dem Abenteuer.

Die Freunde und Gefährten zieht es zur Donnerfeste, einer Festung hoch oben in den Bergen. Durch Eis, Schnee und Dunkelheit kämpfen sie sich, nur um dann im heissen und gefährlichen Wüstenreich Bessarein zu landen. Worldbuilding und Setting haben mich wieder vollkommen packen können. Schon beim ersten Mal lesen hatte ich mir gewünscht, die goldene Stadt Gasalabad besuchen zu können und Honigkuchen zu naschen - dieser Wunsch ist auch dieses Mal wieder aufgekommen. Mir gefällt die Art, wie der Autor Orte beschreibt, wahnsinnig gut. Nicht zu viel/ausführlich, und doch genau richtig, damit man mitten vor Ort ist.

Auch die Charaktere konnten überzeugen. Vor allem Havald wächst sehr an seinen Aufgaben und gewinnt nach und nach an Sympathie. Mein liebster Charakter ist und bleibt aber Zokora, das wird sich wohl nie ändern. Aber auch der Rest der Truppe ist mir ans Herz gewachsen. Sie alle haben helle und dunkle Seiten an sich, Geheimnisse und Erlebnisse, die sie verändert haben. In Band 2 kommen ein paar neue Charaktere hinzu, die man erst nach und nach kennenlernt. Allen voran Armin, von dessen losem Mundwerk ich immer wieder erheitert wurde.

Fazit
Das Abenteuer geht los - durch eisige Berglandschaften, dunkle Höhlen bis in die trocken-heisse Wüste. Worldbuilding/Setting und Charaktere überzeugen. Ein fesselndes, spannendes Abenteuer, magisch und exotisch, aber teilweise auch blutig und brutal.

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