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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.10.2022

Ein Drama

Die Vergessene
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Ich habe zu spät bemerkt, dass dieser Thriller von Karin Slaughter der zweite Teil der Andrea-Oliver-Serie ist. Es geht darum, dass herausgefunden wird, wer die schwangere Emily Vaughn getötet hat. Es ...


Ich habe zu spät bemerkt, dass dieser Thriller von Karin Slaughter der zweite Teil der Andrea-Oliver-Serie ist. Es geht darum, dass herausgefunden wird, wer die schwangere Emily Vaughn getötet hat. Es gibt zwei Handschlussstränge: 1980er Jahre und die Gegenwart.

Karin Slaughter kann sehr gut schreiben und wahrscheinlich war es einfach nicht mein Beuteschema. Denn es war seltsam, dass es damals so viele Probleme wegen einer solchen Schwangerschaft gegeben haben soll. Aber ok, vielleicht ist ja die USA und Europa anders. Aber so ein Heckmeck. Insgesamt fand ich, dass das ganze mehr einem Drama (zumindest war das im Vordergrund) glich, als einem Kriminalroman. Für mich war das ganze zäh und langweilig. Eigentlich schade. Wahrscheinlich muss man Teil 1 kennen, um Teil 2 zu verstehen? Auf der anderen Seite sollte – meiner Meinung nach - jeder Krimi abgeschlossen sein, von daher dürfte das nicht das Problem gewesen sein.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
3 Sterne und nur eine Empfehlung für Menschen, die Dramas lieben und der Krimi eher nebensächlich ist.

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Veröffentlicht am 05.10.2022

Ein Soft-Thriller

Dunkle Tiefen
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Eine der vier rothaarigen Schwestern kommt ums Leben. Nach 20 Jahren treffen sie sich an Weihnachten in dem Cottage. Jess hat sie eingeladen, hat die Einladung allerdings mit verschiedenen Namen unterschrieben, ...

Eine der vier rothaarigen Schwestern kommt ums Leben. Nach 20 Jahren treffen sie sich an Weihnachten in dem Cottage. Jess hat sie eingeladen, hat die Einladung allerdings mit verschiedenen Namen unterschrieben, weil sie mit ihrer Mutter – die jahrelang verschwunden war – herausfinden wollte, was passiert ist. Die nächste Tragödie bahnt sich somit ihren Weg.

Es sind sehr kurze Kapitel, die immer aus der Sicht von Jess, Lydia und Ella beschrieben sind. Marianne, die Nachbarin kommt auch ab und an zu Wort und zum Schluss Bernadette, die Mutter der Schwestern. Ein Mal ist der 23., dann der 24., dann der 25., dann der 26. Dezember 2017. Oder aber 20 Jahre zuvor. So nach und nach erfährt und ahnt man was geschehen ist und wer die Schuldige ist.

Eigentlich sind die 410 schnell ausgelesen, an drei Abenden, aber irgendwann ist es ein heilloses Durcheinander und es wird auch ziemlich langweilig, zumindest für mich. Als Psychothriller ist das Buch voll durchgefallen.

Die Charaktere sind gut beschrieben. Besonders gut gefällt mir Jess, mit der ich am wärmsten geworden bin. Aber irgendwie finde ich auch Bernadette und Marianne interessant und ich kann beider Tun und Handlungen nachvollziehen.

Der Ort kann eigentlich überall sein. Es muss nur eine Steilküste im Spiel sein. Das Cover ist schön und passt eigentlich gut zum Buch, allerdings hab ich es immer wieder versucht „sauber“ zu machen, weil die Tropfen, Tupfen, dazu eingeladen haben. Eine 2 Minus.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Ein Soft-Thriller, der durchaus spannender und nicht ganz so verwirrend sein könnte. Dadurch, dass ich wusste, wer das ganze verursacht hat, und mir das Ende nicht so ganz gefallen hat, vergebe ich drei Sterne.

PS: Und jetzt such ich mal das Rezept von Seite 121 im Internet. Denn es ist leider nur eine Andeutung.

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Veröffentlicht am 22.07.2022

Interessante Serie

Die Mörderinsel
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Doro Kargel fühlt sich schuldig, wegen eines Artikels über eine Gerichtsverhandlung. Die Frau des Angeklagten spricht sie darauf an, weil sie nach dem Freispruch erwartet, dass ein weiterer Artikel geschrieben ...

Doro Kargel fühlt sich schuldig, wegen eines Artikels über eine Gerichtsverhandlung. Die Frau des Angeklagten spricht sie darauf an, weil sie nach dem Freispruch erwartet, dass ein weiterer Artikel geschrieben wird. Doch Doro Kargel weigert sich. Erst als sie einen weiteren Anruf bekommt, der einem Hilferuf gleicht, und 4 Menschen verbrannt sind, geht sie der Sache nach.

Also erst mal sind da die Zeitsprünge und die vielen Perspektiven, von diversen Charakteren. Es war ein wildes Durcheinander. Bis ich erst festgestellt habe, WER da alles verbrannt war, das hat erst mal gedauert.

Der Schluss das Highlight, fand ich dann gut. Der Schreibstil gefiel mir auch. Der Lokalkolorit war, rückblickend, etwas dürftig. Das mit den Haikus und deren Auflösung fand ich sehr spannend und eine gute Idee.

Aus irgendeinem Grund fand ich das Cover nicht Ostseeinseltypisch, trotz des Hauses, das vielleicht ein Friesenhaus ist. Irgendwie hab ich auch den hügeligen Eindruck und gleichzeitig denk ich eher an Südsee oder an den Süden.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Doro Kargel ist ein sehr interessanter Charakter. Die Serie gefällt mir, auch wenn es jetzt ein wildes Durcheinander war. So dass ich die Toten von Fehmarn lesen möchte, nur deshalb habe ich mir dieses Buch besorgt. 3 Sterne und eine Empfehlung.




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Veröffentlicht am 01.06.2022

Stay curios – bleiben Sie neugierig

Affenhitze (Kluftinger-Krimis 12)
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Kluftinger ist Interimspolizeipräsident. Er muss nun auch repräsentative Aufgaben bewältigen. Blöderweise findet er dabei in einer Tongrube einen Toten bzw. Langhammer.

Der Krimi ist unwahrscheinlich ...

Kluftinger ist Interimspolizeipräsident. Er muss nun auch repräsentative Aufgaben bewältigen. Blöderweise findet er dabei in einer Tongrube einen Toten bzw. Langhammer.

Der Krimi ist unwahrscheinlich langatmig. Wäre es kein Kluftinger gewesen, hätte ich ihn nicht fertig gelesen. Es kamen so viele kleine, sinnlose, aufgebauschte Nebensächlichkeiten vor, dass es einfach nervte. Auf Seite 186 konnte ich dann lächeln, von da an ging es etwas flotter. Das Ende wurde auch flüchtig abgehandelt und dann war das Buch aus. DAS nervt mich auch, denn am Schluss möchte ich noch einen Moment mit meinen Protagonisten verbringen. Das war hier aber nicht wirklich der Fall.

Nachdem Strobl nicht mehr da ist, werden andere Mitarbeiter ein bisschen mehr beleuchtet. Ist jetzt Richie schwul oder was? Oder bleiben diese seltsamen Andeutungen jetzt in der Luft, wie in anderen Kluftinger Krimis, die nicht so ganz abgeschlossen sind? Das mag ich einfach nicht. Man kann sich schon was für andere Fälle übrig lassen, aber hier wurde dann doch zu viel darüber angedeutet und geschrieben, als dass man das jetzt – für diesen Krimi – unter den Tisch fallen lässt. Es gab nämlich schon mal eine Serie, bei der nie rauskam, was wirklich passiert ist und die sich damit selber „abgeschafft“ hat. Es wäre schade um den Klufti.

Der „Babysitterin“ mit dem „großen Knall“ zum Schluss würde ich meine Kinder nicht anvertrauen. Es ist unwahrscheinlich, dass es Kluftis Kinder, seine Frau und seine Eltern machen würden. Das wurde jetzt hinsichtlich der Familie auch nicht aufgeklärt und ich find das nicht wirklich lustig. Auch nicht die „Parkszene“, auch wenn die in diesem Fall „harmlos“ ist, geht das gar nicht.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Es wäre echt wünschenswert, wenn die Kluftis wieder dünner wären und mehr auf den Punkt kommen würden. Ausschweifend lustig ist ok, aber nicht 185 Seiten pure Langeweile-Einleitung. 3 Sternchen, die auf schwachen Beinchen stehen.

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Veröffentlicht am 20.03.2022

Das Gegenteil von Darm mit Charme

Hirn to go
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Julia Reichert Hirn to Go Ueberreuter 2022

Hier steh ich nun, ich armer Thor und muss ne Rezi schreiben! Das Buch habe ich bei Lesejury gewonnen, weil ich Depp mich beworben habe. Ich dachte 157 Seiten ...

Julia Reichert Hirn to Go Ueberreuter 2022

Hier steh ich nun, ich armer Thor und muss ne Rezi schreiben! Das Buch habe ich bei Lesejury gewonnen, weil ich Depp mich beworben habe. Ich dachte 157 Seiten schaffe ich locker. Nun ja, hab ich geschafft, aber die Rezi schreiben, die schafft mich.

Es war Lockdown und eh, jeder schreibt grad ein Buch und da schreibt die Julia Reichert auch eins. Und gerade der Name sprach mich an, theoretisch könnten wir verwandt sein. Und da fällt es mir besonders schwer eine Rezi zu schreiben!

Aber ich bin ja immer ehrlich, das wurde mir so beigebracht, daher muss es sein. Und auch deshalb, was wären denn meine 5 Sterne Bewertungen wert, wenn ich nicht differenzieren würde. Mein Hirn macht das nicht mit!

Es fängt schon damit an, dass ich die Schrift nicht mag. Sonst hat die Autorin versucht das Buch liebevoll und übersichtlich zu gestalten. Einiges, was sie so erzählt ist ja ok, aber das wissenschaftliche (ich gehe jetzt mal davon aus, dass alles stimmt), das hat sie nicht wirklich gut rüber gebracht. Hab ich schon gesagt, die Seitenzahl, die gefällt mir am besten? Auch das Cover ist wunderschön. Und der Rückentext hat mich auch angesprochen. Durch den Zusatz zum Buchtitel: „Was wir von listigen Hirnforschern und smarten Prostituierten lernen können!“ wurde mir ein lustiges Buch suggeriert.

Ich möchte jetzt nicht auf die Einzelheiten eingehen, aber ehrlich gesagt, wenn man „Darm mit Charme“ gelesen hat, denkt man „Hirn to go!“ muss der Knaller werden, das dachte sich wohl auch die Autorin. Blöderweise ist die Umsetzung nicht gut. Wie schon eine andere Rezentin schrieb: Das Buch hätte NIE so geschrieben werden dürfen. Oder besser gesagt nicht gedruckt werden. Nicht, dass ich es besser könnte. Nee, ich kenn mich mit dem Gehirn nicht aus. Mit meinem schon ein bissle, aber nicht wissenschaftlich, NEIN. Ich habe volle Hochachtung vor einer Hirnforscherin. Bestseller wirken nicht nur vom Einband lustig, innen sollte auf lustig-leichte und gleichzeitig informative Art und Weise das Gehirn nahegebracht werden. Manchmal denke ich, mit Testlesern würde das Buch anders geschrieben werden und dann hätte man in einer Leserunde nicht so ein Problem! Zu mal einiges schon bekannt ist und es – für mich – auch nicht viele Neuigkeiten gab.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Wenn man Darm mit Charme gelesen hat und nun das, dann ist das nicht nur vom Thema her, sondern auch vom Inhalt das glatte Gegenteil. Ich vergebe trotzdem 3 wohlwollende Sterne.

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