Platzhalter für Profilbild

Steffi58

Lesejury Profi
offline

Steffi58 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Steffi58 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.02.2024

Kunst und Literatur gemeinsam

Die Entflammten
0

Das Cover des Buches hat mich sofort an van Gogh denken lassen , unschwer kann man sein allgegenwärtiges Sonnenblumenmotiv erkennen.
Interessiert hatte mich von Anfang an die Verknüpfung von Kunst und ...

Das Cover des Buches hat mich sofort an van Gogh denken lassen , unschwer kann man sein allgegenwärtiges Sonnenblumenmotiv erkennen.
Interessiert hatte mich von Anfang an die Verknüpfung von Kunst und Literatur . Erleichternd, dass die gefundenen Figuren zur näheren Erklärung an den Anfang gestellt wurden. Der Roman spielt natürlich in Frankreich mit den durch van Gogh und seinen malenden Zeitgenossen bekannten Orten Paris, Arles und Auvers-sur-Oise und in den Niederlanden in Bussum , Laren und Amsterdam.
Uns begegnen Jo und Gina; zwei Frauen in zwei verschiedenen Epochen. Die Eine ist verheiratet mit Theo van Gogh , dem Bruder von Vincent, die Andere Kunsthistorikerin .
Das Buch ist durchaus informativ und die Autorin beschreibt unterhaltsam das leidenschaftliche Leben der Jo van Gogh-Bonger. Gelungen erscheint mir die Mischung aus Roman und Doku-Fiktion. Der Schreibstil ist sehr klar, passt aber nicht so ganz zur dargestellten Farbigkeit des Themas. Das liegt vielleicht auch daran, dass Simone Meier nicht nur Autorin ist , sondern auch Journalistin. Die Kenntnisse im Bereich Kunstgeschichte sind jedenfalls unterhaltsam umgesetzt.


  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.10.2022

Lustig wie immer, aber nicht wie gewohnt einfallsreich

Der Tag, an dem Tiffany das Wasser aus der Wanne geschaukelt hat
0

Ich finde es ganz toll, dass Marc-Uwe Kling auch Kinderbücher schreibt, die ja eigentlich ein Spaß für die gesamte Familie sind. Deshalb bin ich ein großer Fan seiner Kinderbücher . Nicht zu vergessen ...

Ich finde es ganz toll, dass Marc-Uwe Kling auch Kinderbücher schreibt, die ja eigentlich ein Spaß für die gesamte Familie sind. Deshalb bin ich ein großer Fan seiner Kinderbücher . Nicht zu vergessen die tollen Illustrationen von Astrid Henn. Die Beiden arbeiten wirklich mit tollen Ergebnissen zusammen.
Aus der Reihe um Tiffanys Familie kennen wir schon die Bände zu Oma und Opa und selten hatte ich so viel Spaß beim Vorlesen. Auch diesmal machten uns Titel und Bilder schon neugierig , klar war sofort, dass es wieder allerhand passieren wird.
Ich erwartete wieder genialen Wortwitz und spitzfindigem Humor. Dementsprechend war ich schon enttäuscht, dass die Geschichte so oberflächlich daher kam. Ich hatte das Gefühl , dass der Autor diesmal nicht wirklich bei der Sache war , sondern eher mit einer wenig einfallsreichen Fortsetzung zufrieden war.
Noch kritischer sehe ich die nicht kindgerechten Kommentare der Erwachsenen, die meine Enkel trotz meiner Hinweise nicht wirklich nachvollziehen konnten. Sie haben diesmal , wohl auch deshalb, viel weniger Spaß gehabt.
Dieses Mal haben mich die Bilder mehr überzeugt als die Geschichte selbst. Schade eigentlich.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.01.2021

Überraschend

Ich und der Andere
0

Jim Morrisons Musik ist eigentlich nicht so meine, aber das Cover in ungewohntem Gelb mit Wiedererkennungswert weckte meine Neugier. Ich erinnere mich noch gut , dass ich vor mehreren Jahren mit meinen ...

Jim Morrisons Musik ist eigentlich nicht so meine, aber das Cover in ungewohntem Gelb mit Wiedererkennungswert weckte meine Neugier. Ich erinnere mich noch gut , dass ich vor mehreren Jahren mit meinen Schülern auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise sein Grab suchten.
Morrison starb am 3. Juli 1971 im Alter von 27 Jahren. Und sofort stellte ich mir die Frage - wie so oft bei zu früh verstorbenen Personen- wie wäre sein Leben verlaufen? Unspektakulär? Im Drogensumpf? Als Bohemien und gefeierter Dichter? Oder lebt er noch unerkannt auf den Seychellen?
Eine interessante Sache , uns den Musiker mit einem wahrlich fiktiven Roman näher zu bringen. Die Umstände, unter denen Morrison ums Leben kam, haben immer wieder zu Diskussionen unter Anhängern geführt, zumal es nach seinem Tod keine weiteren Tests an dem Leichnam gegeben haben soll und sein Sarg stets verschlossen blieb. Der Autor ,der österreichische Schriftsteller Jürgen Kaizik, nutzt diese Unklarheiten und baut darauf die Grundidee seines Buches auf.
Jim Morrison erzählt in Ich-Form von seinem Leben , auch mit den „Doors“, wir nehmen Anteil an seinen , manchmal von Drogen erweiterten , Gedanken.
Der Andere ist ein erfundener Lehrer und Dichter, den Morrison "Hölderlin" nennt und der zu Morrisons Muse und Phantom wird.
Kaiziks Roman ist zwar Fiktion , dennoch trifft er den Zeitgeist der späten 60er-Jahre und der Hippie-Bewegung.
Lässt man sich ein auf die Lektüre, verschwimmen Sänger und Lehrer immer mehr , vieles wird undeutlich , aber die wichtige Momente in Jim Morrisons Leben werden psychologisch glaubhaft erzählt.

Veröffentlicht am 15.11.2020

Neuling für mich

Die Djurkovic und ihr Metzger
0

Bisher kenne die Reihe um Metzger bisher nicht. Die LP war etwas kurz , um mir einen echten Eindruck zu verschaffen, aber sehr humorvoll, die Figuren wirklich skurril. Ich war gespannt, wie es weiter geht ...

Bisher kenne die Reihe um Metzger bisher nicht. Die LP war etwas kurz , um mir einen echten Eindruck zu verschaffen, aber sehr humorvoll, die Figuren wirklich skurril. Ich war gespannt, wie es weiter geht und ob ich Fan dieser Reihe werde.
Mein Fazit: Ein netter Krimi für kurzweilige Leseabende. Aber ich bin kein Fan von Thomas Raab geworden. Vielleicht sollte ich aber noch andere Bücher von ihm lesen.
Die Geschichte an sich ist recht nett , aber ich fand sie nicht überragend. Sie beginnt ganz banal mit dem Kauf des Hochzeitsanzuges von Willibald Metzger. Dabei trifft er seinen verhassten Sandkasten– und Schulkameraden. Das ist kein guter Anfang für den Metzger, aber es kommt noch schlimmer…
Mehr möchte ich zum Inhalt nicht verraten, außer dass die Djurkovic seine Zukünftige ist und plötzlich verschwindet.
Thomas Raab schreibt witzig und kurzweilig, lässt einen oft schmunzeln. Gewöhnungsbedürftig ist allerding die Verwendung der deutschen Sprache. Vollständige Sätze – oft Fehlanzeige.
Sein Krimi liest sich schnell mal zwischendurch. Mir fehlt etwas Tiefgründigkeit.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 29.06.2020

atmosphärisch

Halligmord (Ein Minke-van-Hoorn-Krimi 1)
0

An die erste Kostprobe der neuen Reihe um die junge Kommissarin Minke van Hoorn hatte ich nach der LP große Erwartungen.
Die neue Kommissarin Minke van Hoorn tritt ihren Dienst in an und gleichzeitig ...

An die erste Kostprobe der neuen Reihe um die junge Kommissarin Minke van Hoorn hatte ich nach der LP große Erwartungen.
Die neue Kommissarin Minke van Hoorn tritt ihren Dienst in an und gleichzeitig in die Fußstapfen ihres Vaters. Sie hat vorher als Meeresbiologin gearbeitet und sucht eine neue berufliche Perspektive in ihrer alten Heimat Nordfriesland.
Das Buchcover ist sehr atmosphärisch gestaltet und macht sofort Lust auf diesen Fall an der idyllischen Nordseeküste: Eine Hallig ist abgebildet und scheint voller Geheimnisse.
Die Nordseestimmung und die Umgebung werden denn auch im Krimi hervorragend dargestellt.
Der Krimi lässt sich leicht lesen und ist kurzweilig – gerade die richtige Lektüre für einen sonnigen Urlaubstag.
Wer allerdings einen fesselnden, spannenden Nordseekrimi erwartet, wie wir das von anderen Regionalkrimis kennen, wird enttäuscht sein.
Ich hoffe, dass Minke weitere Fälle aufdecken wird und sich die Krimireihe noch weiter entwickelt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere