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Veröffentlicht am 18.10.2022

Spannender Auftakt einer neuen Thriller-Trilogie

Rachejagd - Gequält
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Das war wieder ein Thriller, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Hier haben sich die Autoren Nica Stevens und Andreas Suchanek zusammengetan. Stevens war mir bisher noch kein Begriff. Suchanek kenne ...

Das war wieder ein Thriller, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Hier haben sich die Autoren Nica Stevens und Andreas Suchanek zusammengetan. Stevens war mir bisher noch kein Begriff. Suchanek kenne ich durch seine Fantasy-Jugendbuchreihe "Flüsterwald". Mit "Gequält" haben die beiden einen gelungenen ersten Teil der "Rachejagd"-Trilogie vorgelegt.

Darum geht’s: Vor drei Jahren ist die Journalistin Anna Jones ihrem Entführer entkommen. Ihre Freundin Natalie hat sie in seinen Fängen zurückgelassen. Jetzt scheint ihr Peiniger zurück zu sein. FBI-Agent Nick Coleman jagt den Mann, der es auf seine Jugendliebe abgesehen hat…

Der Leser geht mit auf die Jagd. Die Autoren schreiben flüssig und die Handlung entwickelt sich in einem rasanten Tempo. Dadurch fliegt man förmlich durch die Seiten. Es passiert jede Menge. Schlag auf Schlag. Ohne Atempause. Gerade als man glaubt, dem Täter endlich näher zu kommen, muss man aber erkennen, dass man sich geirrt hat. Es gibt immer wieder überraschende Plot-Twists. Eine Entwicklung ist mir letztendlich ins Gesicht geknallt, wie ein klatschnasser Waschlappen. Und der Cliffhanger sorgt dafür, dass einem gar nichts anderes übrigbleibt, als die Reihe fortzusetzen.

Einen Punktabzug gibt es dafür, dass die Protagonisten mir in Band 1 noch nicht so richtig nahe gekommen sind. Aber am Ende zeichnet sich bereits ab, dass sich das mit dem Wiedersehen in Band 2 ändern wird. Außerdem schwächelt das Setting für meinen Geschmack. Die Autoren siedeln ihren Thriller in den USA an. Richtig ausgearbeitet wird das aber nicht. Fürs US-Feeling wünsche ich mir in den weiteren Bänden mehr typische Landmarken und Beschreibungen, die nicht so beliebig austauschbar sind. Immerhin kommt der Showdon von "Gequält"mit viel Action aber noch sehr Hollywood-like rüber.

Fazit: Der Thriller hat was und kann was. Als Auftakt der Trilogie erfüllt er den Sinn und Zweck die Leser*innen zum Dranbleiben zu bewegen. Weiter geht's mit "Verraten" schon im Dezember und "Zerstört" im kommenden Februar.

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Veröffentlicht am 12.10.2022

Bittersüß wie das wahre Leben

Für immer im Dezember
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Bittersüß wie das wahre Leben ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
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Gerade habe ich die letzte Seite gelesen und das Buch zugeklappt. Eigentlich müsste ich jetzt erst mal meine Tränen trocknen und emotional runterkommen. Gleichzeitig ...

Bittersüß wie das wahre Leben ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
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Gerade habe ich die letzte Seite gelesen und das Buch zugeklappt. Eigentlich müsste ich jetzt erst mal meine Tränen trocknen und emotional runterkommen. Gleichzeitig möchte ich meine Gefühle aber auch ungefiltert aufschreiben. Denn dieser Roman hat etwas sehr Seltenes geschafft. Er hat mich zum Lachen und Weinen gebracht und tief berührt. So gut wie nie werde ich bei Büchern sentimental. Hier ist es passiert.
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Darum geht’s: Josie und Max krachen im weihnachtlichen London aufeinander - im wahrsten Sinne des Wortes. Sie verbringen fünf unbeschwert-schöne Tage miteinander. Dann verschwindet Max. Aber man sieht sich immer zweimal im Leben. Oder dreimal. Oder sogar viermal.
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Der Roman beginnt wie eine typische Hollywood-Liebeskomödie. Ich hatte direkt den Film "Weil es dich gibt" mit Kate Backinsale und John Cusack vor Augen. Das erste Viertel des Romans ist von der Anmutung her ähnlich, entwickelt aber seine ganz eigene Dynamik. Die Protagonisten und ihre Geschichte, ihre Gefühle und ihr Handeln sind so echt. Realistisch. Nachvollziehbar. Nicht verkitscht, sondern wie aus dem wahren Leben.
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"Für immer im Dezember" erzählt einfach eine wunderschöne Geschichte. Eine erwachsene Lovestory, die den Spagat zwischen Emotionalität und Rationalität schafft. Gibt es ein Happy End? Ja und Nein. Ich für meinen Teil bin glücklich und traurig zugleich aus der Geschichte rausgegangen. Mein Herz hüpft, obwohl es weint. Vom zuckersüßen Anfang bis zum bittersüßen Ende habe ich diesen Roman geliebt und inhaliert.
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Fazit: Es war sooo schön. Emily Stone hat mich mit "Für immer im Dezember" berührt. Sie schreibt einfach wundervoll. Sicherlich gibt es schon ähnliche Geschichten. Die von Josie und Max hat sich aber wie ein sanfter Kuss besonders tief in mein Herz geschlichen. Für mich war es einfach das richtige Buch zur richtigen Zeit.

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Veröffentlicht am 03.10.2022

Der perfekte Triller

Das Bernsteinkind
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Chapeau, Herr Bentow! Vor Ihrem neuen Thriller kann ich nur den Hut ziehen. Besser geht es nicht. „Das Bernsteinkind“ ist ein megaspannender Pageturner. Da gibt es nix zu meckern.
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Darum geht’s: Kommissar ...

Chapeau, Herr Bentow! Vor Ihrem neuen Thriller kann ich nur den Hut ziehen. Besser geht es nicht. „Das Bernsteinkind“ ist ein megaspannender Pageturner. Da gibt es nix zu meckern.
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Darum geht’s: Kommissar Nils Trojan bekommt es mit einer neuen Mordserie zu tun. Innerhalb weniger Tage gibt es mehrere grausam zugerichtete Opfer. Alle sind mit einem geheimnisvollen Buch in Berührung gekommen…
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Psychothrill at it’s best! Als Leser ist man unmitelbar drin im Geschehen. Der Plot ist megaspannend. Empfehlung von Arno Strobel auf dem Cover verspricht in diesem Fall nicht zu viel. Bentow liefert 100%. Die Geschichte hat mich total in ihren Bann gezogen. Hochspannung von Beginn an. Und das Beste: Die Spannung hält und hält und hält. Der Autor hat die Mega-Power-Batterie eingeworfen. Auf knapp 500 Seiten kommt man nicht eine Sekunde zur Ruhe. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Die Seiten haben sich wie von selbst umgeblättert und ich bin atemlos dem Mörder hinterhergejagt.
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„Nur mit einem Hauch von Wahnsinn kannst du als Ermittler erfolgreich sein.“ (S. 263)
„Das Bernsteinkind“ ist bereits der 10. Fall für Ermittler Nils Trojan – und wieder ein echter Kracher. Der Berliner Ermittler steigert sich in den Fall hinein, überschreitet Grenzen und bricht Regeln. Er hat aber auch eine verletzliche Seite, leidet unter Angststörungen und Panikattacken. Eine Ermittlerfigur wie ich sie mag.
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Der Fall ist mysteriös und gruselig. Bereitwillig bin ich einer ach so schlüssigen Spur gefolgt – und habe zur Hälfte des Buches dann erkannt, dass ich einer Finte aufgesessen bin. Die Lage hat sich immer weiter zugespitzt und mich bis zum großen Showdown in atemloser Spannung gehalten.
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Fazit: „Das Bernsteinkind“ ist für mich der perfekte Thriller. Ich habe das Buch fast in einem Rutsch durchgelesen. Meiner Meinung nach kann man hier nichts besser machen. Eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 20.09.2022

Kalpenstein in Bestform

Prost, auf die Singles
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Zum mittlerweile 5. Mal heißt es: Auf geht's nach Brunngries! In dem beschaulichen Örtchen herrscht doch eine erstaunliche kriminelle Energie. Aber Tischler, Fink und die Resi haben auch diesen Fall wieder ...

Zum mittlerweile 5. Mal heißt es: Auf geht's nach Brunngries! In dem beschaulichen Örtchen herrscht doch eine erstaunliche kriminelle Energie. Aber Tischler, Fink und die Resi haben auch diesen Fall wieder zu einem guten Abschluss gebracht.

Darum geht’s: Speeddating im KRAUSE - und Polizeiobermeister Felix Fink mittendrin. Am nächsten Morgen wird Tanja Kleinschmidt tot am Flussufer gefunden. Die Krankenschwester hatte sich bei dem Event mit ihrem zickig-arroganten Verhalten unbeliebt gemacht…

Es ist immer wieder schön, die liebgewonnen Brunngrieser wiederzutreffen. Die einen sind einem durchweg sympathisch. Andere sind einfach nur kauzig. Und einige sind ganz schön umtriebig. Zusammen sorgen sie beim Lesen für Spaß und Spannung. Und jedes Mal kann Autor Friedrich Kalpenstein noch eins draufsetzen.

Provinz bedeutet nicht platt. Das wird auch hier wieder unter Beweis gestellt. Friedrich Kalpenstein hat einmal mehr einen unterhaltsam-humorvollen Krimi vorgelegt. Der Abstecher nach Brunngries ist immer ein kleiner kriminalistischer Kurzurlaub. Das Wiedersehen mit den bekannten Figuren macht wieder Heidenspaß. Auch diesmal gibt es abseits der Ermittlungen tolle Entwicklungen. So hat Dackeldame Resi bei Hauptkommissar Tischler endlich freie Bahn und avanciert sogar zum waschechten Polizeihund. Fink verknallt sich tatsächlich beim Speeddating. Und Nori und Tereza bekriegen sich aufs Allerfeinste. Man kriegt das Schmunzeln während des ganzen Krimis nicht aus dem Gesicht. Das Gute: Der Humor kommt ohne derbe Schenkelklopfer aus. Und die Ermittlungen im aktuellen Fall werden darüber nicht vergessen, sondern wieder solide durchgezogen.

Fazit: Jeder Fall ein Treffer. Auch der 5. "Prost"-Krimi hat mir wieder richtig gut gefallen. Allen, die auch mal Krimis mit Augenzwinkern mögen, kann ich diese Reihe nur wärmstens empfehlen. Ich freue mich bereits auf den nächsten Fall.

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Veröffentlicht am 09.09.2022

Neue Krimireihe in alter Ohlsson-Stärke

Die Tote im Sturm - August Strindberg ermittelt
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Kristina Ohlsson gehört zu meinen Lieblings-Autorinnen, was Schweden-Krimis angeht. Ihr Erstling "Aschenputtel" hat mich begeistert. Und in der Folge habe ich auch alle weiteren Bände der Serie gelesen. ...

Kristina Ohlsson gehört zu meinen Lieblings-Autorinnen, was Schweden-Krimis angeht. Ihr Erstling "Aschenputtel" hat mich begeistert. Und in der Folge habe ich auch alle weiteren Bände der Serie gelesen. Die Brenner-Trilogie hat mich dagegen enttäuscht. Trotzdem war ich sofort Feuer und Flamme als ich gehört habe, dass Ohlsson eine neue Krimireihe startet. Mit "Die Tote im Sturm" zeigt die Autorin endlich wieder, was in ihr steckt.
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Darum geht’s: In einer Sturmnacht verschwindet die Lehrerin Agnes Eriksson spurlos. Der Stockholmer August Strindberg ist gerade erst nach Hovenäset gezogen, um dort einen Secondhandladen zu eröffnen. Sein Haus scheint bei Agnes' Verschwinden eine wichtige Rolle zu spielen. Er beginnt auf eigene Faust zu ermitteln…
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Kristina Ohlsson hat einen soliden Grundstein für ihre neue Krimireihe gelegt. Die Charaktere sind stark. August Strindberg ist ein rundum sympathischer Typ, den ich sofort gern hatte. Auch Kriminalkommissarin Maria Martinsson ist gut angelegt. Dazu schafft Ohlsson eine intensive Atmosphäre. Sie nimmt sich Zeit und beschreibt ausführlich. Das aber so leichtgängig, dass es nicht langatmig wird, sondern man einfach genussvoll liest. Die Auflösung mag nicht die überraschendste und innovativste sein. Sie ist aber gut umgesetzt und hat mich berührt. Das hat mir in dem Fall vollkommen genügt.
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Fazit: Mit "Die Tote im Sturm" findet Kristina Ohlsson zu alter Stärke zurück. Der Leser bekommt einen klassischen Krimi. Auf den Punkt erzählt und gut geschrieben. Für mich rundum stimmig. Der Reihen-Auftakt ist gelungen. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung.

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