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Veröffentlicht am 12.10.2022

Ein gelungener Auftakt

Morgana
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„Es gibt schlimmere Schicksale als den Tod. Zum Beispiel ohne jene weiterleben zu müssen, die einem alles bedeuten.“

Der junge Magieschüler Parzival wird Nacht für Nacht von Visionen gequält, in denen ...

„Es gibt schlimmere Schicksale als den Tod. Zum Beispiel ohne jene weiterleben zu müssen, die einem alles bedeuten.“

Der junge Magieschüler Parzival wird Nacht für Nacht von Visionen gequält, in denen er auf einem Schlachtfeld steht, dass übersät ist mit Leichen.
Als seine Heimat Avalon von dunkeln Kräften angegriffen wird, begegnet er in einer Seitenstraße Morgan le Fay, der Tochter des Lords. Gemeinsam gelingt ihnen die Flucht aus der brennenden Stadt.
Doch die schwarzen Reiter sind ihnen immer dicht auf den Fersen und nur mit der Hilfe des alten Ritters Ector gelingt es ihnen, den Männern zu entkommen.
Gemeinsam machen sie sich auf den Weg nach Camelot, denn dort sind sie laut Ector in Sicherheit vor ihren Verfolgern.
Doch auch in Camelot lauern Gefahren auf die Beiden, denn Arthur Pendragon will alle Magier vernichten und darf deshalb nicht hinter Parzivals Geheimnis kommen.
Wie soll der junge Magier verhindern, dass die Visionen, die ihn immer noch Nacht für Nacht quälen, wahr werden und gleichzeitig Morgana schützen?
Und was haben Merlin und die unheilvolle Prophezeiung eines Drachen damit zu tun? Wird es Perzival gelingen, sein Schicksal zu beeinflussen?

Wow, was für ein Auftakt der sechsteiligen Reihe und was für ein Debüt!
Ich finde es immer toll, wenn neue Autoren, den Buchmarkt mit einer tollen Story erobern und auffrischen.
Auch wenn uns in dieser Geschichte viele Figuren begegnen, die uns von der Arthur-Saga bekannt sind, ist die Handlung eine völlig andere.
Es ist schon mutig, so ein Thema für einen Debütroman zu verwenden, denn es bleibt nicht aus, dass Vergleiche zu anderen Büchern oder Filmen gezogen werden.
Doch ich bin immer offen für neues und Cora ist es gelungen, die Geschichte aus einem völlig anderen Betrachtungswinkel zu erzählen.

Ihr Schreibstil ist leicht und flüssig und es ist der Autorin gelungen, die atmosphärische Stimmung wunderbar einzufangen.
Auch das Worldbilding ist bildhaft und malerisch gestaltet und lässt dennoch genügend Raum für meine eigene Fantasie. Es fiel mir nicht schwer, mir die Schauplätze der mittelalterlichen Welt vorzustellen.
Obwohl es immer wieder überraschende Wendungen gab, hatte ich jedoch zwischendurch manchmal das Empfinden, dass sich die Handlung phasenweise etwas in die Länge zog und so dem Plot die Spannung etwas nahm.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Perzival und Morgana.
Wir verfolgen die Handlung aus der Perspektive des jungen Magiers. Es fiel mir nicht schwer, mich in ihn hineinzuversetzen und seine Ängste, seine Unsicherheit und die Visionen, die ihn jede Nacht quälen, nachempfinden.
Auch wenn sein Herz in seiner Heimat Avalon und bei seinen Freunden geblieben ist, durchläuft Perzival schon im Laufe des ersten Teils eine große Wandlung und seine Zeit als Knappe prägt ihn sehr.

Morgana ist unumstritten eine sehr mutige, abenteuerlustige junge Frau und das perfekte Gegenstück zu Parzival, aber nachdem sie auf Camelot eingetroffen sind, veränderte sie sich immer mehr zu ihrem Nachteil und wurde mir unsympathisch. Ich bin gespannt, wie ihre Entwicklung im zweiten Teil weitergeht.

Von den Nebencharakteren fand ich Lancelot und Mordred am interessantesten, aber auch alle anderen Figuren sind sehr komplex gestaltet und haben für die Handlung eine große Bedeutung. Sie wurden von der Autorin sehr schön ausgearbeitet und authentisch und glaubwürdig dargestellt.

Cora Garlin hat mich mit ihrer epischen Fantasy-Story in eine Welt voller Geheimnisse, Intrigen und interessanter Charaktere entführt und ich bin gespannt auf die Fortsetzung. Für den ersten Teil gibt es 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.08.2022

Eine tolle Fantasy Story für jugendliche Leser

Dark Forest Coven. Elsterschatten
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Nachdem ihr Freund sie mit ihrer besten Freundin betrogen hat, will Nora nur noch weg aus Berlin. So beschließt sie, den Sommer vor ihrem geplanten Studium bei ihren Tanten zu verbringen und ihre Wunden ...

Nachdem ihr Freund sie mit ihrer besten Freundin betrogen hat, will Nora nur noch weg aus Berlin. So beschließt sie, den Sommer vor ihrem geplanten Studium bei ihren Tanten zu verbringen und ihre Wunden zu lecken.
Die Schwestern ihrer Mutter, Alma und Franka wohnen in Tannenburg, einem kleinen Dorf im Harz. Dort bieten sie in einem kleinen Laden allerlei für die Touristen an. Da ihre Großmutter Ida sich nach einem Herzinfarkt gerade in der Reha befindet, können sie ihre Hilfe gut gebrauchen. Nora wundert sich nicht sonderlich darüber, dass dort auch esoterisches Zubehör wie Tarotkarten und Kristalle verkauft werden, denn so was wird in der Großstadt auch überall angeboten.
Allerdings ist sie sehr erstaunt über die Ablehnung der Dorfbewohner und über die Gerüchte, dass Alma und Franka Hexen sein sollen. Und dann ist da noch Adrian, der bei Nora für Schmetterlinge im Bauch sorgt. Allerdings sind ihre Tanten und auch Adrians Familie, alles andere als begeistert davon, dass die beiden sich angefreundet haben.
Neugierig geworden, versucht sie, gemeinsam mit Adrian und Karla, mehr über die Vergangenheit ihrer Familie herauszufinden und stößt dabei nicht nur auf einen uralten Reim, sondern erkennt auch, dass die Welt der Hexen wirklich existiert.

Das schöne Cover mit seinen mystischen Elementen hat mich sofort magisch angezogen und ich glaube, man muss eigentlich nichts mehr viel dazu sagen, oder?!
Auch der Klappentext macht sofort neugierig auf die Romantasy-Geschichte.

Der Schreibstil ist sehr leicht und flüssig und so bin ich sehr schnell in die Story eingetaucht.
Wir verfolgen die Geschichte aus der Perspektive von Nora. Allerdings wäre es bestimmt auch interessant gewesen, die Handlung ab und zu mal aus anderen Sichtweisen zu betrachten. Es wäre mir dann auch etwas leichter gefallen, mich in die anderen Charaktere hineinzuversetzen.

Nora ist eine sympathische, wissbegierige und neugierige Protagonistin.
Ich konnte ihre Gedanken und Gefühle gut nachvollziehen. Allerdings hat sie sich meiner Meinung nach, etwas zu schnell mit Adrian und Klara angefreundet und ihnen zu schnell vertraut.
Bei den beiden hat es auch etwas länger gedauert, bis ich mit ihnen warm wurde und sie richtig einschätzen konnte.
Gut gefallen haben mir auch Noras Tanten Alma und Franka. Sie sind sehr authentisch und gestalten den Plot wunderbar mit.
Die Liebesgeschichte, die sich im Laufe der Handlung entwickelt, drängt sich nicht zu sehr in den Vordergrund, sondern rundet den Plot perfekt ab.
Einzig die magischen Elemente hätten gerne etwas mehr Raum einnehmen dürfen.

Die Handlung ist gut durchdacht und die Schnitzeljagd und die Verbindung zur Hexenverfolgung im 19. Jahrhundert sorgen dafür, dass es während der ganzen Zeit spannend bleibt.
Der Autorin ist es wunderbar gelungen, die mystische und manchmal etwas düstere Atmosphäre, die im Dorf herrschte, gekonnt einzufangen.

Richtig gut hat mir gefallen hat mir auch das Setting, dass von der Autorin sehr bildhaft beschrieben und vor meinen Augen zum Leben erweckt wurde. Die Geschichte spielt in Deutschland, genauer gesagt, in einem kleinen Dort im Harz und ich finde, die Gegend passt einfach perfekt zu einer Hexengeschichte.

Fazit
“Dark Forest Coven – Elsterschatten“ ist eine tolle Geschichte, die besonders die jugendlichen Leser begeistern wird. Von mir gibt es dafür gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 19.08.2022

Eine toller Start in die Fantasy-Reihe

Das Schicksal im Schmiedefeuer: Feuerauge
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Die achtundzwanzig-jährige Jalradeema besitzt etwas, was in ihrem Volk seit vielen Jahren verboten ist – Magie. Ihr ganzes Leben lang, versucht sie schon, niemanden nah an sich heranzulassen, aus Angst ...


Die achtundzwanzig-jährige Jalradeema besitzt etwas, was in ihrem Volk seit vielen Jahren verboten ist – Magie. Ihr ganzes Leben lang, versucht sie schon, niemanden nah an sich heranzulassen, aus Angst davor, irgendwann die Beherrschung zu verlieren. Das Feuer lodert in ihrem Inneren dicht unter der Oberfläche und Wut oder Angst genügen, um es hervorbrechen zu lassen.
Als sie auf einem Markt einen verbotenen Edelstein bei einem Händler entdeckt, reagiert plötzlich ihre Magie darauf. Sie muss ihn unter allen Umständen bekommen und obwohl sie weiß, dass der Besitz von Edelsteinen bei ihrem Volk unter Strafe verboten ist, kann sie nicht widerstehen.
Doch dann bricht ihre Magie eines Tages aus und sie findet sich ausgepeitscht von den Dorfbewohnern und verstoßen von der Familie, auf dem Götterfelsen wieder.

Shándala, der König der Schneealben ist währenddessen auf der Suche nach einem seltenen Metall. Laut einer Weissagung kann sein Volk daraus Waffen herstellen, um im Kampf gegen übermächtige Feinde eine Chance zu haben. Doch das Metall kann nur mit einer speziellen magischen Feuermagie geschmiedet werden.
Als Shándala eines Tages in einer Vision die Frau sieht, die diese Feuermagie beherrscht und in der Lage ist, ihnen zu helfen, macht sich der Thronfolger auf die Suche nach ihr.

„Das Schicksal im Schmiedefeuer - Feuerauge“ ist der Auftakt einer Trilogie.
Ich bin auf Instagram auf das Buch aufmerksam geworden. Ich liebe Fantasy und der Klappentext hat mich sofort neugierig auf die Geschichte gemacht.
Das Cover ist sehr farbenfroh gestaltet und ein richtiger Blickfang. In der Mitte befindet sich das „Feuerauge“, dass die Magie von Jalradeema spiegelt.
Auf den ersten Seiten gibt es wunderschöne Illustrationen, auf denen wir das Worldbilding etwas kennenlernen.

Das Debüt von Jamie Enderlein ist wirklich gelungen und man wird von der lebhaften Erzählweise der Autorin schnell gefangen genommen. Der Schreibstil ist sehr angenehm, unglaublich leicht und eigentlich auch sehr flüssig zu lesen.
Eigentlich bedeutet hier, dass ich normalerweise nur so durch die Seiten geflogen wäre, wenn die vielen komplizierten Namen der Protagonisten es mir nicht so schwer gemacht hätten. Sie störten meinen Lesefluss schon sehr.
Aber das ist auch schon mein einziger Kritikpunkt bei diesem Debüt.

Wir verfolgen die Geschichte, unterbrochen von 4 Zwischenspielen, aus unterschiedlichen Perspektiven. Durch den Wechsel der Sichtweisen und der Schauplätze entsteht eine tolle Dynamik und wir bekommen von mehreren Seiten Einblicke in diese magische Welt von Silánduril.
Die Autorin bringt durch ihre bildhafte und detaillierte Beschreibung das Worldbilding regelrecht zum Erblühen.
Die vielen unterschiedlichen Protagonisten, die alles andere als stereotypisch sind, lernen wir nach und nach immer besser kennen.
Besonders gut hat mir die Hauptprotagonistin Jalradeema gefallen. Sie ist eine starke und sehr mutige junge Frau.
Es machte Spaß, ihre Entwicklung im Laufe der Geschichte zu beobachten. Doch auch alle anderen Figuren sind sehr individuell und facettenreich gestaltet. Es gibt viele sehr unterschiedliche Völker. Zum Beispiel die Sanuekh, die vom Urgeschlecht und somit weder Mann noch Frau sind. Sie sind alle mit viel Liebe zum Detail beschrieben und fügen sich wunderbar in die Handlung ein.
Eine latente Spannung sorgte dafür, dass keine Langeweile aufkommt.

Mir hat der erste Teil der Reihe sehr gut gefallen und ich bin schon gespannt auf die Fortsetzung. Für „Das Schicksal im Schmiedefeuer –Feuerauge“ gibt es von mir 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 09.08.2022

Schöne Romantasy-Story

Schattensiegel
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Nachdem an Alienor Mercier verbotene Experimente durchgeführt wurden, die gefährliche Schattenkräfte hervorgerufen haben, ist sie eine unberechenbare Waffe und somit eine Gefahr für die Menschen. Seit ...

Nachdem an Alienor Mercier verbotene Experimente durchgeführt wurden, die gefährliche Schattenkräfte hervorgerufen haben, ist sie eine unberechenbare Waffe und somit eine Gefahr für die Menschen. Seit mehr als einem Jahr fristet sie deshalb in einem magischen Gefängnis ihr Dasein.
Doch dann wird ihre Hilfe benötigt. Sie soll mit ihrer dunklen Magie und der Unterstützung des königlichen Zauberwebers Thierry Poitiers, den Schattenfluch bekämpfen.
Aber wie soll Alienor ausgerechnet dem Mann vertrauen und mit ihm zusammenarbeiten, der sie verraten und dafür gesorgt hat, dass sie in dieser dunklen Zelle gelandet ist?
Leichter wird die Situation auch nicht dadurch, dass in seiner Nähe jedes Mal ihr Herz heftig zu klopfen beginnt.
Wird Alienor das Land von einem Fluch, der seit fast einhundert Jahren die Menschen heimsucht, befreit oder bleibt sie das Monster, das von allen gefürchtet wird und verbringt den Rest ihres Lebens in einem dunklen Verlies?

Das wunderschöne Cover hat mich sofort begeistert und der Klappentext machte mich neugierig auf die Geschichte.
Es hat so auch nicht lange gedauert, bis ich in die Handlung eingetaucht bin. Der Schreibstil von Isabel Clivia hat mich sofort angesprochen und in den Bann gezogen. Sie punktet dabei mit ihrer lebendigen, flüssigen und sehr anschaulichen Schreibweise und die Seiten flogen nur so dahin. Ich wurde wie in einem Sog durch das Buch gezogen.

Alle zehn Jahre wird das Land von einem Fluch heimgesucht, den der Zauberweber Gauthier vor fast einhundert Jahren erschaffen hat. Die finstere Magie setzt sich in den Körpern der Menschen fest und bringt das Schlechte in ihnen zum Vorschein.
Die einzige Möglichkeit, um ihn für zehn Jahre zurückzudrängen, besteht darin, ein Mitglied der Königsfamilie zu opfern, denn aus irgendeinem Grund, ist Gauthiers Fluch an königliches Blut gebunden.

Wir verfolgen die Geschichte aus der Perspektive von Alienor. Sie ist eine starke Protagonistin, die mit dem Hass und der Angst, die die Menschen ihr entgegenbringen, leben muss.
Im Laufe der Handlung erfahren wir nach und nach immer mehr von ihr und über die Umstände, die zu ihrer Verurteilung geführt haben.
Neben vielen unvorhersehbaren Wendungen und Überraschungen, sorgte es dafür, dass es während des ganzen Plots spannend blieb und ich das Buch kaum zur Seite legen konnte.
Auch Thierry ist ein toller Protagonist, der sich innerhalb der Geschichte wunderbar weiterentwickelt und sich auch die Fehler, die er macht, eingestehen kann.
Gut gefallen hat mir auch die Beziehung zwischen Alienor und Thierry. Die Autorin verliert sich nicht im Gefühlschaos, denn das würde auch nicht zu den beiden Hauptprotagonisten passen.
Die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam weiter und ist authentisch beschrieben, während parallel die Handlung weiter vorangebracht wird.
Doch auch die anderen Figuren sind von der Autorin sehr lebendig und facettenreich gestaltet worden. Jeder Charakter bringt etwas Spezielles mit sich, dass sie einzigartig macht! Besonders Giselle und Rafael habe ich schnell ins Herz geschlossen.
Etwas gefehlt hat mir beim Worldbilding. Ich fand es etwas schade, das die Autorin die Welt nicht etwas ausführlicher und komplexer geschildert hat.

Trotzdem hat mir die Story sehr gut gefallen und ich habe Alienor und Thierry gerne bei ihrem Abenteuer begleitet.
Für mich eine wunderschöne Romantasystory, die 4 von 5 Sternen bekommt.

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Veröffentlicht am 28.07.2022

Schöne Liebesgeschichte

Music in my Heart
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„Music in my heart“ von Julie Fraser

Bianca hat immer versucht den Männern in ihrem Leben zu gefallen – vielleicht, weil ihr Vater sie schon vor ihrer Geburt verlassen hat - aber damit ist nun Schluss. ...

„Music in my heart“ von Julie Fraser

Bianca hat immer versucht den Männern in ihrem Leben zu gefallen – vielleicht, weil ihr Vater sie schon vor ihrer Geburt verlassen hat - aber damit ist nun Schluss. Gerade hat sie ihr Studium in der Veterinärmedizin abgeschlossen und will sich ihr Leben neu einrichten, als der Anruf aus der Anwaltskanzlei kommt. Sie hat von ihrem Vater Simon, den sie nie kennengelernt hat, in Montana einen Teil seines Hauses geerbt.
Doch die Sache hat einen Haken, denn ihr Stiefbruder Aaron, der in New York ein gefeierter Musicalstar ist, bekommt die andere Hälfte.
Die beiden müssen sich während der Renovierungsarbeiten arrangieren, aber das ist leichter gesagt, als getan, beide haben einen ziemlichen Dickkopf und machen sich gegenseitig das Leben schwer. Doch dann ändert Aaron sein Verhalten plötzlich und Bianca weiß nicht so recht, wie sie damit umgehen soll.

Das Cover ist wunderschön und der Klappentext hat mich sofort angesprochen und neugierig auf die Geschichte gemacht.
Den Schreibstil der Autorin ist unbeschwert und locker. Sie führt ihre Leser mit einer lebendigen und humorvollen Ausdrucksweise durch die Seiten.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht des personalen Erzählers, der zwischen den Protagonisten wechselt. Ich habe etwas gebraucht, um mich daran zu gewöhnen, denn für mich ist dies eine recht ungewohnte Erzählweise, die meinen Lesefluss etwas gestört hat.

Doch schon auf der ersten Seite brachte mich die Autorin zum Schmunzeln, als Bianca sich Gedanken darüber macht, womit sie die Zahl 5 verbindet. Sie weiß nicht nur, dass die Fünf eine Primzahl und Wirbeltiere fünffingrig sind, sondern auch, dass es fünf platonische Körper gibt und der Mensch fünf Sinne hat. Außerdem ist sie seit 5 Jahren Single und hat fünf vorangegangene Episoden mit den Herren der Schöpfung hinter sich.
Bianca ist eine interessante Protagonistin, die gerade eine schwierige Zeit hinter sich hat. Nachdem sie ihren Professor wegen sexueller Belästigung gemeldet hatte, wies dieser alle Vorwürfe zurück und unterstellte ihr, sich ihm, im Austausch für ein gutes Zeugnis, angeboten zu haben.
Kein Job und kein Selbstvertrauen mehr, so sieht der aktuelle Status quo aus, als der Anruf aus der Kanzlei kommt und sie über ihr Erbe informiert wird.

Ihr Stiefbruder Aaron hingegen, hat Probleme den Tod seines Adoptivvaters zu verarbeiten. Er macht sich Vorwürfe, dass er in seinen letzten Stunden nicht an seiner Seite war, sondern in New York in einem Musical auf der Bühne stand.
Bereits beim ersten Aufeinandertreffen spürt der Leser, dass mit Beiden nicht gut Kirschen essen ist.
Bianca reagiert sehr aggressiv, als Aaron nicht sofort springt und dementsprechend lässt seine Reaktion nicht lange auf sich warten.

Zu Beginn hat mich das Verhalten der beiden Hauptprotagonisten ziemlich genervt und ich habe, vor allem Biancas Benehmen, als sie sich zum ersten Mal gegenüberstehen, nicht nachvollziehen können.
Doch mit der Zeit wurde es besser. Beide haben sich wunderbar weiterentwickelt und fanden einen Weg miteinander umzugehen, für den ich Verständnis hatte und den ich akzeptieren konnte.

Richtig gut gefallen hat mir auch, dass Julie Fraser sich in ihrem Buch nicht an den üblichen Stereotypen bedient, sondern dass Bianca keine Modelmaße hat und nicht die Qualitäten einer Schönheitskönigin besitzt.
Die Liebesgeschichte entwickelt sich langsam und Bianca und Aaron sind nicht gleich vom ersten Moment an Feuer und Flamme voneinander.

Fazit
„Music in my Heard“ ist ein leichter, kurzweiliger und amüsanter Liebesroman, der mir ein paar schöne Lesestunden bereitet hat. Dafür gibt es gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung.

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