Profilbild von LinsBuchwelt

LinsBuchwelt

Lesejury-Mitglied
offline

LinsBuchwelt ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit LinsBuchwelt über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.03.2023

Irgendwie hatten sie doch immer gewusst, dass Peter Pan sterben musste.

Der Immerjunge
0

Rezension:
„Der Immerjunge“ beginnt lange nach der bekannten Erzählung von Peter Pan. Wendy und Hook sind Geschichte, Peter wurde in ein London unserer Zeit verbannt und fristet dort seit einigen Jahren ...

Rezension:
„Der Immerjunge“ beginnt lange nach der bekannten Erzählung von Peter Pan. Wendy und Hook sind Geschichte, Peter wurde in ein London unserer Zeit verbannt und fristet dort seit einigen Jahren schon ein Leben ohne Erinnerungen an alles, bevor er in London zu sich kam.
So weiß er auch nicht, warum auf einmal ein Mädchen auftaucht und ihn töten will.
Während Topsannah zu Beginn sehr entschlossen wirkt, als Hermia und Tinkerbell ihr ihren Plan offenbaren Peter zu ersetzen, merkt man im Verlauf doch, wie viel Verzweiflung und Angst um ihre Heimat hinter ihrer Bereitschaft zu töten stehen. Leider kam die Tiefe hier ein wenig zu kurz und es blieb immer wieder eher angedeutet, bevor Topsannah wieder sehr kühl und entschlossen wirkte.
Statt dem jungen Mädchen gefiel mir dafür zunehmend Peters Entwicklung, die (unter anderem aber nicht allein) zu einem Ende geführt hat, das ich so nicht erwartet habe und auf das ihr absolut gespannt sein dürft.
Romys Schreibstil lädt absolut zum Lesen (oder Hören) ein und konnte mich sofort überzeugen und auch Ramon Klein, der Sprecher des Hörbuchs hat die Welt wunderbar zum Leben erwecken können.

Fazit:
Auch wenn mir stellenweise ein bisschen Tiefe gefehlt hat, hat mir das Buch ein paar schöne spannende Stunden bescheren können.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.01.2023

Spannend mit originellem Schreibstil

Dämmerlicht
0

Die Geschichte von Dämmerlicht konnte mich schnell in ihren Bann ziehen. Die fehlenden Erinnerungen der Protagonistin versprechen nicht nur Geheimnisse und Twists, sie laden auch zum spekulieren ein, was ...

Die Geschichte von Dämmerlicht konnte mich schnell in ihren Bann ziehen. Die fehlenden Erinnerungen der Protagonistin versprechen nicht nur Geheimnisse und Twists, sie laden auch zum spekulieren ein, was ich immer total gerne mache.
Im Klappentext erfahren wir ja bereits, dass Drayke nicht gerade auf wohlwollen stößt, was daran liegt, dass sie kein Mensch ist, denn die Autorin arbeitet mit verschiedenen Völkern in einer fantastischen Welt. Bis zum Schluss konnte mich die Geschichte fesseln und ich bin sehr gespannt, wie es um Drayke im nächsten Band weiter geht.
Der Schreibstil der Autorin hat mich zunächst überrascht und ich musste mich ein wenig mehr eingewöhnen. Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass sie mehr mit dem Klang der Sätze spielt oder experimentiert, was ihre Ausdrucksweise sehr originell macht und sie von anderen Büchern, die ich im vergangenen Jahr gelesen habe deutlich abhebt. Dabei steckt auch viel Liebe zum Detail, sodass man sich wunderbar einfühlen konnte.
Ein kleines Manko möchte ich dennoch anmerken: Ich hatte stellenweise das Gefühl, dass einige Aspekte unnötig oft wiederholt werden und im späteren Teil des Buches, als die Protagonistin es sehr schwer hat, die Kapitel sehr gleich anfingen, also immer damit, weshalb sie es gerade so schwer hat. Durch diese Wiederholung konnte ich später auch schlecht einschätzen wie viel Zeit vergangen war, weil mich der Kapitelanfang ein wenig ins Vorherige zurückgeworfen hat.
Nichtsdestotrotz bin ich gespannt darauf, wie Draykes Geschichte weitergehen wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.12.2022

Spannendes Ende mit dem Versprechen von mehr?

Book of Night
0

𝑹𝒆𝒛𝒆𝒏𝒔𝒊𝒐𝒏:
In „Book of Night“ finden wir uns in einer Art Parallelwelt wieder, die unserer sehr ähnlich, jedoch voll von Schattenmagie ist. Schatten können belebt, zur Unterhaltung oder um Macht zu gewinnen ...

𝑹𝒆𝒛𝒆𝒏𝒔𝒊𝒐𝒏:
In „Book of Night“ finden wir uns in einer Art Parallelwelt wieder, die unserer sehr ähnlich, jedoch voll von Schattenmagie ist. Schatten können belebt, zur Unterhaltung oder um Macht zu gewinnen modifiziert oder sogar an neue Besitzer genäht werden. Manche sind sogar in der Lage, ohne ihren Menschen weiterzuleben.
Die Protagonistin Charlie hat keinen belebten Schatten und möchte im Gegensatz zu ihrer Schwester auch keinen haben. Sie arbeitet als Barkeeperin und versucht ihre Vergangenheit als Trickbetrügerin hinter sich zu lassen, auch wenn das gar nicht so einfach ist, da der eine oder andere noch weiß, wie gut sie darin ist.
Im Verlauf der Geschichte erhalten wir immer wieder Einblicke in Charlies Vergangenheit und wie sie zur Betrügerin wurde, während in der Gegenwart ihr Leben immer mehr aus den Fugen gerät.
Mir fiel der Einstieg in die Geschichte offen gesagt eher schwer, ohne dass ich recht sagen kann, warum. Vielleicht war der Anfang für mich einfach zu lang, vielleicht musste ich auch mit Charlie erst warm werden, die mir in vielen Teilen eher kühl und distanziert vorkam und eben nicht die klassische Heldin darstellt, sondern moralisch eher grau ist. Dennoch war die Geschichte am Ende doch spannend und die Auflösung hat mich überraschen können. Außerdem hat es mir das Gefühl gegeben, dass da noch was kommen muss.
Die Sprecherin hat ihre Arbeit gut gemacht und hat sowohl den kühleren distanzierten Ton als auch die gefühlvolleren Momente gut treffen können. Insgesamt hat sie mir als Charlie sehr gut gefallen.

𝑭𝒂𝒛𝒊𝒕:
Ich bin froh, dass ich mich durch den für mich etwas zähen Anfang gebissen und das Hörbuch dennoch durchgezogen habe. Für mich hat es sich auf jeden Fall gelohnt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.12.2022

Bereit für die Nautilus?

Tochter der Tiefe
0

Rezension:
In Tochter der Tiefe erzählt uns Ana in Gegenwartsform, wie sich ihr Leben mit einem Schlag verändert hat. War sie gerade noch auf dem Weg zu einem Schulausflug den die neunte Klasse der Meeres-Akademie ...

Rezension:
In Tochter der Tiefe erzählt uns Ana in Gegenwartsform, wie sich ihr Leben mit einem Schlag verändert hat. War sie gerade noch auf dem Weg zu einem Schulausflug den die neunte Klasse der Meeres-Akademie „HP“ unternehmen wollten, fliegt selbige auf einmal in die Luft und sie selbst soll plötzlich die wichtigste Person sein. Denn sie ist die letzte Nachfahrin von Kapitän Nemo und als solche die Einzige, die die Nautilus wieder startklar machen kann.
Wir befinden uns hier in einer Welt, die unserer sehr ähnlich ist, doch Jules Vernes „20.000 Meilen unter dem Meer“ basiert auf wahren Begebenheiten und Nemo war seiner Zeit und selbst Anas im 21. Jahrhunder weit voraus. Die jugendlichen Arbeiten mit Technik, von der wir noch nie gehört haben und sind bestens ausgebildet auf See zurecht zu kommen, sei es mit einem Schiff oder auch U-Boot.
In weiten Teilen habe ich die Tatsache, dass die Charaktere alle nur etwa 15 Jahre alt sind ausgeblendet, da sie für mich in ihrem Fachwissen und dem Verhalten oft erwachsener gewirkt haben. Da wir hier aber davon ausgehen, dass sie von kleinauf an einer Spezialschule waren, an denen ihnen auch anderes (oder zusätzliches) Wissen vermittelt wurde habe ich das einfach so hingenommen und nicht als störend empfunden, ich war nur immer mal wieder irritiert, wenn beispielsweise erwähnt wurde, dass die Protagonistin kurz vor ihrem 15-ten Geburtstag steht.
Die Geschichte selbst fand ich interessant und auch spannend. Das Buch an sich ist ausgelegt ab 12 Jahren, weshalb die Sprache, von den verschiedenen technischen Begriffen relativ einfach gehalten ist. Ich glaube trotzdem, dass das die Geschichte auch Erwachsene gut unterhalten kann, zumindest war es bei mir so.

Sprecherin:
Zur Sprecherin habe ich gar nicht viel anzumerken. Ich habe weder etwas zu meckern, noch etwas, dass mir im besonderen aufgefallen wäre. Das Hörbuch habe ich im gesamten als sehr angenehm gelesen empfunden.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.10.2022

Spannend bis zum Schluss

Der Funke der Götter
0

Rezension:
In „Der Funken der Götter“ lernen wir Sam kennen, die anstelle von Jungs nur Tiere im Kopf hat. Sie selbst hat mehrere Katzen und Nager und verbringt ihre Freizeit hauptsächlich im Tierheim, ...

Rezension:
In „Der Funken der Götter“ lernen wir Sam kennen, die anstelle von Jungs nur Tiere im Kopf hat. Sie selbst hat mehrere Katzen und Nager und verbringt ihre Freizeit hauptsächlich im Tierheim, wo sie ehrenamtlich mit ihrer besten Freundin Daphne arbeitet. Kurz bevor sie und ihr Zwillingsbruder 18 Jahre alt werden, passieren jedoch seltsame Dinge. Sie entwickelt Kräfte und nicht einmal ihr Bruder scheint ihr glauben zu wollen.
Ich konnte mich in der Geschichte sehr gut einfinden. Sam und Daphne waren mir mit ihrer Tierliebe gleich sympathisch, dazu kommt, dass mich Sams Gedankengänge doch mehr als einmal schmunzeln ließen, insbesondere, wenn sie sich mal wieder zu Raison rufen musste.
Aber, wer das Buch gelesen hat wird mir sicher zustimmen: Der Held der Geschichte ist doch irgendwie Kami. Ich liebe den kleinen süßen Racker.
Zu Beginn haben sich nicht nur bei Sam immer mehr Fragen aufgetan, auch ich habe hin und her überlegt und war mir bis zum Schluss nicht sicher wem wir noch trauen können. Ich liebe es, wenn mich Autoren mit den offenen Fragen in den Wahnsinn treiben.
Tini hat einen angenehmen Schreibstil, mit dem die Seiten nur so dahin fliegen. Das Worldbuilding ist die meiste Zeit über schlicht gehalten, was ich allerdings für ein Buch, dass in unserer Welt und Zeit spielt (London) absolut ausreichend finde. Dafür hat sie andere Dinge, die ich nicht spoilern möchte wunderschön ausgeschmückt und auch den Holland Park definitiv zu einem Reiseziel erklärt. Während die Geschichte also immer weiter Fahrt aufgenommen hat, wollte ich das Buch eigentlich gar nicht mehr aus der Hand legen.



Fazit:
Eine gelungene Fantasygeschichte mitten in London, die einen in die griechische Mythologie entführt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere