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Veröffentlicht am 26.10.2022

Eine Geschichte, die gar nicht mal so fremd vom heutigen Geschehen ist

The Hate U Give
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Das Geschehen in diesem Buch spielt sich einige Jahre nach „Concrete Rose“ ab, wobei Maverick etwas in den Hintergrund gerückt ist und dennoch eine zentrale Rolle spielt.
Das Hauptgeschehen dreht sich ...

Das Geschehen in diesem Buch spielt sich einige Jahre nach „Concrete Rose“ ab, wobei Maverick etwas in den Hintergrund gerückt ist und dennoch eine zentrale Rolle spielt.
Das Hauptgeschehen dreht sich um Starr, die durch den Mord an Khalil schon den zweiten wichtigen Menschen in ihrem Leben verloren hat.

Im Zentrum steht das Viertel, wo Starr und Khalil aufgewachsen sind und was als verarmtes Viertel oder Ghetto bezeichnet wird. Immer wieder wird verdeutlicht, wie es ist dort zu Leben und welche Hürden es zu meistern gilt. Gerade wenn man seine Zukunft plant und oftmals das Geld nicht ausreicht oder man Angst haben muss, wenn man zu bestimmten Uhrzeiten das Haus verlässt. Auch spielen Gangs und deren Einfluss weiterhin eine sehr große Rolle.

Was mich neben der Hintergrundstory so bewegt hat, war das Geschehen an sich:
Ein weißer Cop, der einen schwarzen Jungen erschießt. Obwohl er nichts getan hat. Einfach so. Vor den Augen einer Zeugin und das nur, weil er Angst hatte.
Die beiden 16-Jährigen hatten nichts weiter getan, als am Abend mit dem Auto von einer Party nach Hause zu fahren. Wurden angehalten und weil sich Khalil Sorgen um seine Freundin gemacht hatte und sie fragen wollte, ob es ihr gut geht, hat der Cop geschossen…und dann die Waffe auf das Mädchen gerichtet… und ist damit freigekommen….

Für uns ist es vielleicht eine unvorstellbare Sache.
Woanders jedoch (bitte entschuldigt diesen Ausdruck) „normal“.

Definitiv ist das eines der Romane, die man gelesen haben sollte und die einen noch lange in Erinnerung bleiben und zum Nachdenken anregen.

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Veröffentlicht am 18.10.2022

Was wählst du: Gang-Leben oder die Perspektivlosigkeit?

Concrete Rose
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Die Geschichte spiegelt das Leben des jungen Maverick wieder, der mit gerade mal 17 Jahren erfährt, dass er ungeplant Vater wird. Er entschließt sich, für sein Kind da zu sein und das Gangleben hinter ...

Die Geschichte spiegelt das Leben des jungen Maverick wieder, der mit gerade mal 17 Jahren erfährt, dass er ungeplant Vater wird. Er entschließt sich, für sein Kind da zu sein und das Gangleben hinter ihm zu lassen.
Doch leider scheint nicht alles so zu verlaufen, wie geplant. Schnell erkennt er, dass er auf legalem Wege und ohne Schulabschluss nicht das nötige Geld besitzt, um sich um seine Familie zu kümmern und für seinen Sohn da zu sein.

Das Buch greift sehr gut aktuelle Themen auf, die seit den 60er Jahren präsent sind:
Die Lebenserhaltungskosten sind weitaus höher, als man auf legale Art und Weise verdienen kann. Ohne Schulabschluss, Ausbildung und weitere Unterstützung ist es schwer, überhaupt einen geeigneten Job zu finden.
Es gibt ganze Schulen und weitere öffentliche Einrichtungen, die nur von bestimmten Bevölkerungsgruppen besucht werden. Andernfalls erfährt man das Gefühl ausgegrenzt zu sein oder wird gemieden.
In bestimmten Vierteln haben Gangs das Sagen und wenn man sich selbst nicht versteckt (so die Aussage aus dem Buch), sollte man besser selbst in eine eintreten, um Schutz zu erhalten.

Was mir besonders an dem Buch gefallen hat, waren neben dem Schreibstil die Erzählperspektive. Der Leser erhält hierbei sehr gute Einblicke in die Welt von Maverick, was ihn bewegt und warum er so handelt. Auch wenn ihm sein Nachbar oder Cousine verschiedene Perspektiven aufweisen und ermöglichen, wird immer wieder verdeutlicht, warum ihn gerade das Gangleben und der Drogenhandel so anziehen.

An der einen oder anderen Stelle wird sich der Leser an den Kopf greifen, darf man eines hierbei nicht außer Acht lassen: Es handelt sich immer noch um Kinder, die auf dem Weg sind erwachsen zu werden, ihren Platz in der Welt zu finden und denen mitunter keine Perspektiven anschaulich dargestellt werden.

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Veröffentlicht am 20.05.2025

Der bislang beste Band der Reihe

Die Schlange von Hamburg
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Falls ihr noch nicht die Hamburg-Reihe von #JürgenEhlers kennt, dann wäre jetzt der ideale Zeitpunkt, um noch auf den Zug aufzuspringen 😉

Auch diesmal befinden wir uns an der Seite von Hauptkommissar ...

Falls ihr noch nicht die Hamburg-Reihe von #JürgenEhlers kennt, dann wäre jetzt der ideale Zeitpunkt, um noch auf den Zug aufzuspringen 😉

Auch diesmal befinden wir uns an der Seite von Hauptkommissar Bernd Kastrup und seinem Team, wo es diesmal um Morde in der Hamburger S-Bahn geht, die alle mit einem ‚seltsam‘ geformten Messer begangen wurden.
Doch treffen wir nicht nur auf sein Team, sondern auch weitere alte Bekannte, wie Sylvia, Gesa und einige zwielichtige Gestalten aus den vorangegangenen Büchern. Um wen es sich hierbei genau handelt, verrate ich aber nicht.

Die Geschehnisse spielen im Jahre 2016, was sich für den einen oder anderen vielleicht schon wie eine halbe Ewigkeit anfühlen mag. Wird aber der Kontext betrachtet, in dem das Buch entstanden ist, wurden Politik und Weltgeschehen sehr passend in die Geschichte mit eingewoben und hat die damaligen Umstände nochmals etwas näher beleuchtet.

Die Erzählungen werden aus der Sicht von Bernd, Sylvia und auch einigen aus Bernds Team wiedergegeben. Ich mag die Charaktere wirklich sehr, über die in jedem Buch etwas mehr verraten wird. Einzig und allein mit Gesa werde ich nicht warm, aber man muss auch nicht jeden mögen 😉

Für mich handelt es sich bei diesem Buch um das bislang gelungenste aus der gesamten Reihe, da hier auch wunderbar die Entwicklung beobachtet werden kann und auch ‚alte Geschichten‘ abgeschlossen werden.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Wenn der Traumort zum Alptraum wird

The Surf House
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Stellt euch folgendes vor:
Ihr seid umgeben von einem traumhaften weißen Strand, bei dem der Sand eine angenehme Wärme abstrahlt. Die Sonne scheint hoch am Horizont, hell und klar und ihr könnt die Strahlen ...

Stellt euch folgendes vor:
Ihr seid umgeben von einem traumhaften weißen Strand, bei dem der Sand eine angenehme Wärme abstrahlt. Die Sonne scheint hoch am Horizont, hell und klar und ihr könnt die Strahlen förmlich auf der Haut spüren. Der Wind streicht zart über euren Körper und trägt neben einigen kleineren Sandkörnern eine kalte Meeresbrise zu euch heran. Wenn ihr die Augen öffnet seht ihr zudem auf einen seichten Wellengang, der an einigen Stellen etwas stärker ist und dazu einlädt, in das kalte Nass zu springen. Als plötzlich aus den Wellen eine Leiche zu euch herangetragen wird.

Der erste Teil klang doch traumhaft, oder nicht? Bis die Leiche auftauchte und das ganze Idyll zerstörte.
Genau so erging es mir auch beim Lesen. So sehr war ich gefangen in dieser wunderschönen Umgebung und fand die neue Welt, die mir da eröffnet wurde einfach traumhaft. Doch als es einer der Gäste tot aufgefunden wird, fängt die eigentliche Spannung erst so richtig an.

Bea und ihre Entscheidungen konnte ich nicht immer vollständig nachvollziehen und hätte mir manchmal gewünscht, sie würde mehr hinterfragen, statt blind zu vertrauen. Zwar hat sie öfters auf ihr Gefühl vertraut, hat sie aber auch in den vergangenen Jahren weniger mit Menschen zu tun gehabt, die ihr wirklich etwas Gutes wollten.

Die Auflösung des Falles fand ich wiederum sehr raffiniert. Nie im Leben hätte ich damit gerechnet. Es gab zwar verschiedene Verdachtsmomente auf die eine oder andere Person, aber die Hinweise waren so gut platziert, dass diese in eine andere Richtung führten und nicht nur Bea, sondern auch mich getäuscht haben.

Den Schreibstil mochte ich auch unglaublich gern. Denn obwohl ich noch nie in Marokko war und manche Orte der Phantasie der Autorin entsprangen, hatte ich ein genaues Bild von Land und Leuten vor Augen. Gleiches gilt für die Empfindungen, die die Umgebung zurücklasst, sodass es mich beim Lesen wirklich in seinen Bann gezogen hat.

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Veröffentlicht am 04.09.2024

Ein MUSS für jeden Hogwarts-Fan

Jenseits der Magie
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Um wen es sich bei diesem Gesicht handelt, muss ich glaube nicht großartig erklären. Denn spätestens nach seinem Auftritt als Draco Malfoy sollte das allen klar sein.

Auf diesen rund 315 Seiten beschreibt ...

Um wen es sich bei diesem Gesicht handelt, muss ich glaube nicht großartig erklären. Denn spätestens nach seinem Auftritt als Draco Malfoy sollte das allen klar sein.

Auf diesen rund 315 Seiten beschreibt Tom Felton sehr viel über seine jungen Jahre, wie er zur Schauspielerei gekommen ist und welche Hürden, Tiefpunkte und Erfolge er dabei durchlebt hat.
Bei dem Buch handelt es sich nicht um meine erste gelesene Biographie, doch diese war die bislang Fesselndste. Denn mit jedem gelesenen Kapitel wurde mir die Person die sich hinter diesem Namen verbirgt sympathischer und nahbarer.

Das Buch ist super witzig geschrieben und auch der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, sodass man förmlich über sie Seiten fliegt und der Leser dennoch ein gutes Bild über die beschriebene Situation erhält, die auch mich das eine oder andere Mal hat schmunzeln lassen.

Ich möchte dieses Werk auch gar nicht großartig Werten, denn das würde mir auch gar nicht zustehen. Denn das käme eine Wertung eines andren Lebens gleich, was ich mir nicht anmaßen will.
Jedoch hätte ich mir am Ende ein klein wenig mehr Einblicke in sein jetziges Leben gewünscht und wie er mit der wohl schwierigsten Situation zurechtgekommen ist.

Ein weiteres Detail möchte ich hier außerdem noch sehr hervorheben: Nämlichen die tieferen Einblicke in die Welt von Hogwarts, den Schauspielern und den Filmen. Man merkt, wie viel Herzblut seitens Tom in diesen Filmen steckt, wie es ihn verändert hat, welche Erfahrungen machen durfte und auch, wie viel Arbeit sich dahinter verbirgt.
Ebenfalls ist es sehr spannend zu lesen, wie die andren Darsteller mit dem ganzen Trubel umgegangen sind und den Kindern das Leben am Set doch versüßen konnten.

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