Wie bekommt man, was man möchte? – Mit Hilfe von unerwarteten Seiten…😉
Das Geheimnis des DukeEine Frage zuerst:
Was würdest du unternehmen, wenn du in die Regency-Zeit reisen könntest?
Ich würde wohl in einem wundervollen Regency-Kleid durch den Park flanieren. Einen TeaRoom besuchen, vielleicht ...
Eine Frage zuerst:
Was würdest du unternehmen, wenn du in die Regency-Zeit reisen könntest?
Ich würde wohl in einem wundervollen Regency-Kleid durch den Park flanieren. Einen TeaRoom besuchen, vielleicht auch ein privates Konzert und hoffentlich auf einen der vielen Bälle eingeladen werden und tanzen 😍.
Der Escape-Roman:
Ich hatte bisher noch nicht das Vergnügen einen Escape-Roman zu lesen, da ich im Moment eher nicht im Thrill - Bereich unterwegs bin und solche Romane ja eher in diesem Genre zu finden sind.
Daher habe ich mich sehr gefreut, diese Chance zu bekommen, und habe sehnsuchtsvoll auf das Buch gewartet. Es war spannend, in einem meiner Lieblingsgenres (Regency), erste Erfahrungen damit zu machen und ich habe es dann auch am Stück durchgesuchtet.🥰
Die Optik des Buches:
Mich hat das Buch schon allein optisch angesprochen.
Es hat insgesamt etwas Künstlerisches, Kreatives an sich.
Das Cover und die Illustrationen passen unglaublich gut. Mit den Blumen, den Farben, der Verspieltheit, etc. weist das Cover schon etwas auf den Inhalt hin und die Illustrationen passen perfekt zum Genre bzw. dem Zeitgeist und sind auf die Geschichte abgestimmt.
Das Setting:
Das Setting ist toll: Herrenhaus mit großem Anwesen; prachtvoll in der Szenerie, den Roben, dem Flair. 19. Jahrhundert halt...
Die Rätsel :
Ich fand die Rätsel sehr ausgewogen; manche leicht, manche wiederum schwerer. Des Weiteren waren sie wunderbar differenziert in ihrer Art und Weise und haben sich sehr gut in die Geschichte eingefügt.
Die Bildschnipselsuche allerdings war zwar spannend, aber dennoch mühsam und man hatte ständig alle Bilder im Blick, die zwar schön sind, aber es wurde damit Manches verraten bzw. vorweggenommen. Sie führen einen nämlich auch ohne Lesen schon durch die Story...
Vielleicht hätte man die Seiten nummerieren sollen und sagen "weiter auf Seite...", damit dies nicht geschieht.
Die Geschichte:
Dadurch, dass die Geschichte recht knapp bemessen ist, wird natürlich nur eine kurze Episode / Zeitspanne beschrieben. Allerdings bekommt man durch Rückblenden in die Vergangenheit bzw. Kindheit trotzdem gute Einblicke in die Erzählung und deren Hintergrund. Der Epilog, der über den QR-Code lesbar ist, gibt auch nochmal mehr preis. Es ist schön und angenehm zu lesen und zeigt, natürlich nur in Kürze, die Entwicklung der Charaktere, z. B. wenn Erkenntnisse über bestimmte Dinge, Taten oder Aussagen zu Tage treten. Die Liebe und Verzweiflung, vor allem der beiden Protas, ist ebenfalls zu spüren.
Die Charaktere:
Ich habe beide Protas gleich gemocht. Jasper, der wohl im Stolz verletzt war, versuchte sich zu schützen, "das Richtige" zu tun und somit sich von Charlet fernzuhalten. Charlet ist in Liebe mit ihrer Familie verbunden und stellt deren Wohl und Glück über ihres. Beide sind emotionale Herzensmenschen. Sie versuchen das Beste aus ihrer jeweilig bestehenden Situation und ihren Gefühlen zu machen; sind aber der Hilfe anderer, wohlgesonnener Menschen nicht abgeneigt, um ihr Glück doch noch zu finden.
Arthur war mir am Anfang eigentlich sympathisch und tat mir fast, auf Grund der nicht gegenseitigen Liebe, leid. Dann hat es sich etwas gewandelt, als er sich intrigant und fast bösartig zeigte.
Im Epilog kommen einem aber Zweifel, ob er wirklich von Natur aus so ist, oder, ob es an seiner Mutter oder auch an der Ungleichbehandlung seines Vaters, z.B. Strafen betreffend, liegt.
Vielleicht fühlt er sich herabgesetzt, missverstanden und gezwungen so zu handeln, dass er wenigstens durch seine Mutter "vermeindliche" Liebe erfährt. Ein armer, verlorener Junge, der sich nicht traut er selbst zu sein und Gefühle zuzulassen und zu zeigen?...
Fazit:
Ich war mehr im Rätsel-/Geschichtsmodus, auch, weil es ja darin um die Möglichmachung der Liebe von Charlet und Jasper ging, so dass mir das Drumherum zwar auffiel (dazu machen die Bilder die Atmosphäre auch noch spürbarer und schöner), aber nicht ganz so präsent war.
Aber alles in Allem ist es sehr gelungen und wunderschön, sowohl in der Optik, den Rätseln, als auch in der Lovestory🥰.