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Veröffentlicht am 01.11.2022

✎ Christine Paxmann - Superleser Leseprofis 21 Angela Merkel

SUPERLESER! Angela Merkel Die erste Bundeskanzlerin
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Dieses Werk bietet einen spannenden und informativen Einblick in das Leben und Schaffen der Angela Merkel und in die deutsche Geschichte.

Die Informationen sind gut und klar herausgearbeitet und in einen ...

Dieses Werk bietet einen spannenden und informativen Einblick in das Leben und Schaffen der Angela Merkel und in die deutsche Geschichte.

Die Informationen sind gut und klar herausgearbeitet und in einen verständlichen Text gepackt.
Anfangs wurde mir die Tatsache, dass man als Pfarrerstochter unter besonderer Beobachtung stand, zu oft wiederholt. Das nervte irgendwann richtig. Alle anderen Fakten werden anschaulich dargelegt.
Teils großformatige Bilder und Einschübe lockern den Fließtext auf. Außerdem werden bedeutende Aussagen der ehemaligen Kanzlerin besonders hervorgehoben.
Zudem gibt es immer wieder Zeitleisten, die bereits angeeignetes Wissen nochmals gebündelt darstellen.

Biografie und Historie in einem. Überzeugend für die Nachwelt aufgearbeitet.
Ich hoffe, dass sich viele Kinder an Angela Merkel ein Beispiel nehmen und ihren Weg gehen.

Die Altersgruppe ab 8 ist für mich ein wenig niedrig gewählt. Ich neige eher dazu, es Kindern ab der 4. Klasse anzubieten. Einfach, weil es sehr umfangreich ist und Lesende geübt sein müssen. Manche Kinder sind mit 8 erst in der 2. Klasse und haben sicher noch nicht so viel Leseerfahrung.

Von uns gibt es eine Leseempfehlung für alle Interessierten.

©2022 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 01.11.2022

✎ Erik Axl Sund - Victoria Bergman 3 Schattenschrei

Schattenschrei
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Ich bin erstaunt..

Mir fehlen erstmal die Worte, um meine Rezension einzuleiten, da ich nicht weiß, was ich von dem Ganzen halten soll. Nachdem mich "Krähenmädchen" absolut geflasht hatte, "Narbenkind" ...

Ich bin erstaunt..

Mir fehlen erstmal die Worte, um meine Rezension einzuleiten, da ich nicht weiß, was ich von dem Ganzen halten soll. Nachdem mich "Krähenmädchen" absolut geflasht hatte, "Narbenkind" nicht mehr ganz so gut mithalten, mich dennoch in seinem Bann gefangen nehmen konnte, bin ich wirklich hin- und hergerissen, was den letzten Teil der Victoria-Bergman-Trilogie betrifft..

An sich war die Geschichte super: Sie verwirrte, führte auf falsche Spuren, spielte mit der Psyche, fesselte, erstaunte, beklemmte, überraschte, lies mich leiden, aber auch hoffen,.. Sie beinhaltete einfach alles, was einen guten Psychothriller ausmacht. Und trotzdem bin ich nicht 100%ig überzeugt. (oder doch?) Für meine Begriffe war sie nämlich ein bisschen lang. Und teilweise hatte man so viele Handlungsstränge, dass ich mich schon manchmal fragte, ob das, was ich jetzt verstanden habe, wirklich richtig ist. (leider lässt sich ein Hörbuch nicht zurückblättern)

Der erste Teil endet mit einem sehr miesen Cliffhanger - daran erinnere ich mich noch sehr gut. Der zweite Teil? Keine Ahnung.. Im dritten Teil werden die meisten Fragen, die so nach und nach entstehen, beantwortet - und trotzdem fühl ich mich, als hätte ich irgendwas vergessen, als wäre irgendwas auf der Strecke geblieben.. Aber vielleicht liegt das auch einfach nur an mir, weil für mich am Ende von "Narbenkind" alles klar schien und ich in "Schattenschrei" komplett aufs Glatteis geführt wurde - und gefallen bin.

Es ist schon krass, was Erik Axl Sund hier geleistet hat. Und ich kann diese Trilogie all denen empfehlen, die zum einen ein gutes Durchhaltevermögen haben, vor Grausamkeit nicht zurückschrecken und einen Psychothriller wollen, der nicht auf Happy Ends aufbaut.

©2015 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 01.11.2022

✎ Erik Axl Sund - Victoria Bergman 2 Narbenkind

Narbenkind
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Der 2. Teil einer Trilogie hat es ja bekanntlich am schwersten, da er den Anfang und das Ende verbinden muss, ohne langweilig daherzukommen, ohne zu viel zu wiederholen und ohne zu viel vorwegzunehmen.

Bei ...

Der 2. Teil einer Trilogie hat es ja bekanntlich am schwersten, da er den Anfang und das Ende verbinden muss, ohne langweilig daherzukommen, ohne zu viel zu wiederholen und ohne zu viel vorwegzunehmen.

Bei "Narbenkind" hatte ich da so meine (kleinen) Probleme: Anfangs war ich Feuer und Flamme, weil mich der erste Teil total fasziniert hat, aber ziemlich schnell merkte ich, dass ich nicht so konzentriert bei der Sache war wie bei "Krähenmädchen". Auch hatte ich das Gefühl, dass doch einiges wiederholt wurde, was meiner Meinung nach nicht nötig gewesen wäre. (auch, wer die Bücher bei Erscheinen gelesen hatte, wird keine Probleme beim Erinnern gehabt haben, schließlich sind sie immer innerhalb von 2 Monaten erschienen, was kein großer Zeitraum ist)

Trotzdem hat mich dieser Teil auf seine Art und Weise auch wieder mit- bzw. gefangengenommen - genau wie sein Vorgänger.

Man muss aber immer an der Geschichte dran bleiben, denn hier tauchen sooo viele Namen und Menschen auf, dass es definitiv keine Geschichte für Zwischendurch ist. Durch die kurzen Kapitel lässt sich das aber super bewerkstelligen, da man immer denkt "eins kannst du noch"..

Die nüchterne Erzählweise gefällt mir ebenso hier ganz gut. Auch die Hinweise, die man immer wieder bekommt, regen zum Nachdenken an, auch wenn ich weiß / vermute, dass sich meine Gedanken garantiert am Ende als falsch herausstellen werden. (zumal bereits hier schon was gesagt wurde, was ich so absolut nicht vermutet hätte)

Ich bin absolut gespannt auf den dritten Teil und vor allem auf die Auflösung, denn ich denke, Erik Axl Sund wird es mir nicht so leicht machen, wie ich gerne glauben würde..

©2015 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 31.10.2022

✎ Stephen King - Bill Hodges 2 Finderlohn

Finderlohn
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Nachdem mir 'Mr. Mercedes', der erste Teil der Bill-Hodges-Trilogie, so gar nicht zugesagt hat, hatte ich meine Erwartungen für diesen zweiten Teil echt runtergeschraubt. Ich wurde aber positiv überrascht, ...

Nachdem mir 'Mr. Mercedes', der erste Teil der Bill-Hodges-Trilogie, so gar nicht zugesagt hat, hatte ich meine Erwartungen für diesen zweiten Teil echt runtergeschraubt. Ich wurde aber positiv überrascht, denn dieser Teil gefiel mir recht gut.

'Finderlohn' ist in meinen Augen so ganz anders als der erste Teil. Auch würde ich diesen hier zu den Krimis zählen, was ich bei 'Mr. Mercedes' definitiv nicht getan habe.

Anfangs war ich echt noch skeptisch, zumal etwas aus dem ersten Roman aufgegriffen und quasi aus einer anderen Sicht nochmal erzählt wurde. Hat mich nicht wirklich interessiert, denn das kannte ich ja schon und ich fragte mich, was genau das zu bedeuten hätte.

Dann jedoch war ich erstaunt, dass die Geschichte doch einen anderen Handlungsablauf nimmt und da war dann auch meine Neugier geweckt. Denn genau dieser Anfang war es, den es brauchte, um diese beiden Geschichten zu verbinden. Zwar stehen beide Handlungen für sich, aber ich würde trotzdem sagen, dass man den ersten Teil vorher lesen / hören sollte, sonst entgeht einem so einiges.

Wer die Storys von Stephen King kennt, weiß, dass er irgendwie (fast) immer Themen benutzt, die die Gesellschaft kritisieren oder zumindest in einem kritischen Licht erscheinen lassen. Das ist auch hier nicht anders und ich finde, das Cover sagt echt viel, wenn nicht sogar alles, aus. Es geht darum, was Literatur mit den Menschen macht - wie viel Einfluss sie auf unser Leben haben kann oder auch wie viel Einfluss wir vielleicht auf sie haben. Für mich ein wirklich sehr interessantes Thema! Und vor allem vom Schriftsteller in meinen Augen sehr gut umgesetzt.

Nur ein wenig zu konstruiert fand ich manchmal die Ermittlungen, aber in dieser Sparte sag ich mir dann auch öfter, dass es halt Fiktion und daher ok ist, wenn es denn nicht zu sehr aus der Reihe tanzt.

Dieser Krimi ist definitiv nichts für Zartbesaitete, denn auch hier geht es manchmal echt zur Sache - aber das ist ja nichts Neues bei dem Autor.

Nun bin ich gespannt, was der dritte Teil dieser Serie beinhaltet. Das Ende lässt zumindest vermuten, dass es ein runder Abschluss wird. (ich hoffe, ich muss nicht zu lange darauf warten)

©2016 Mademoiselle Cake

Veröffentlicht am 25.10.2022

✎ Saskia Hödl & Pia Amofa-Antwi - Steck mal in meiner Haut!

Steck mal in meiner Haut!
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Als ich das Werk das erste Mal in den Händen hielt und begann zu lesen, war ich begeistert. So viel Wissen auf einem Haufen, so wunderschön illustriert.

Nachdem ich dann jedoch begann, mit meiner 4 1/2 ...

Als ich das Werk das erste Mal in den Händen hielt und begann zu lesen, war ich begeistert. So viel Wissen auf einem Haufen, so wunderschön illustriert.

Nachdem ich dann jedoch begann, mit meiner 4 1/2 Jährigen darüber zu sprechen, weil sie selbst danach fragte, was das alles für Menschen sind, merkte ich bald, dass wir schnell an unsere Grenzen stoßen.
Die Texte auf jeder einzelnen Seite sind sehr lang und teilweise voll von komplizierten Begriffen. Natürlich werden diese Begriffe erklärt, doch die Aufnahmefähigkeit bei einem so komplexen Thema muss sehr hoch sein. Und die ist meiner Erfahrung nach im Kindergarten so noch nicht gegeben.
Ich habe mir also ein paar wichtige Stichpunkte auf jeder Seite gemacht und diese dann nach und nach mit meinem Kind besprochen.

Man wird langsam an die Materie herangeführt. Es wird zuerst darauf eingegangen, dass keiner ist wie eine andere*r. Dann wird das Wort 'Rassismus' erklärt.

Es werden äußerst viele Gesichtspunkte des Rassismus dargestellt.
Die, deren Worte uns direkt einfallen, wenn wir den Ausdruck hören: Kolonialismus, Holocaust, Sklaverei.
Doch auch jene, mit denen unsere Kinder tagtäglich in Berührung kommen: Namen, Lieder, Kostüme, Essen.

Es wird ihnen dargestellt, wie sie Fremdenhass begegnen können und was manche Erwachsene dagegen tun. Sie lernen, dass niemand alleine ist.

Bei den Illustrationen hätte ich mir vereinzelt noch ein bisschen mehr Diversität gewünscht. Ganz besonders bei der Doppelseite über Familien. Im Text werden sehr viele Familienkonstellationen genannt, die auf den Bildern leider keinen Platz finden.

Was manche zu irritieren scheint: Behinderte Menschen bekommen in diesem Buch - außer auf den Zeichnungen - keinen Raum. Das ist verständlich, denn sie werden diskriminiert, aber sie erfahren keinen Rassismus - und um den geht es in diesem Werk schließlich. (es sein denn natürlich, sie gehören einer Gruppe an, die Rassismus erfährt und sind zudem behindert)

Der Verlag vergibt eine Altersempfehlung ab 5 Jahren. Dem kann ich leider, wie bereits oben erwähnt, nicht zustimmen. Mir ist die Lektüre für die Zielgruppe zu textlastig und zu komplex. Außerdem gibt es auf fast jeder Doppelseite Hinweise für Erwachsene. Auch das Glossar gehört nicht zum Wortschatz der Kinder.

Von mir gibt es daher an dieser Stelle eine absolute Leseempfehlung an Kinder im Grundschulalter und an alle Interessierten. Ein Buch, welches aufklärt und empowert!

©2022 Mademoiselle Cake