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Veröffentlicht am 03.11.2022

Der mexikanische Fluch

Der mexikanische Fluch
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Glaubt ihr an Flüche? Unsere Protagonistin Noemi tut es nicht. Sie ist eine junge Frau aus gutem Hause, lebt in Mexico City und genießt ihr Leben. Sie feiert gerne und weiß wie sie ihren Willen bekommt, ...

Glaubt ihr an Flüche? Unsere Protagonistin Noemi tut es nicht. Sie ist eine junge Frau aus gutem Hause, lebt in Mexico City und genießt ihr Leben. Sie feiert gerne und weiß wie sie ihren Willen bekommt, ist willensstark und intelligent. Zunächst war sie mir nicht so sympathisch, doch mit der Zeit mochte ich sie.

Die Geschichte ist düster und es herrscht eine besondere Atmosphäre, faulig und vernebelt. Man merkt, als die Noemi auf dem Anwesen ihrer Cousine eintrifft, dass etwas nicht stimmt. Doch um zu erfahren, was es ist, darauf muss man eine Weile warten. So wird sehr viel Spannung aufgebaut, die sich auf den letzten ca. 40 Seiten entlädt. Doch auch davor konnte mich die Geschichte fesseln.

Besonders mochte ich das Setting, ich habe wohl noch nie ein Buch gelesen, welches in Mexiko spielt, so wird etwas Geschichte transportiert und auch Themen wie Rassismus und Kolonialismus finden ihren Platz. Der Autorin ist es vortrefflich gelungen, die Leserschaft in die 50er Jahre zu entführen, da der Schreibstil dem angepasst ist.

Fazit: Eine starke POC-Protagonistin, die in den 50er Jahren in Mexiko versucht hinter das Geheimnis eines Spukhauses zu kommen, um ihre Cousine zu retten. Atmosphärisch und bedrückend, ganz ohne brutal oder eklig zu sein, ein subtiler Horror. 4,5/5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.12.2021

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Tale of Magic: Die Legende der Magie 2 – Eine dunkle Verschwörung
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Als großer Fan der Land of Stories Reihe von Chris Colfer musste ich natürlich auch seine neue Reihe lesen. Band 1 der Tale of Magic Reihe hat mir schon sehr gut gefallen. Wieder eine magische Welt, aber ...

Als großer Fan der Land of Stories Reihe von Chris Colfer musste ich natürlich auch seine neue Reihe lesen. Band 1 der Tale of Magic Reihe hat mir schon sehr gut gefallen. Wieder eine magische Welt, aber mit sozialkritischen Ansätzen, die mitschwingen, aber nicht die Geschichte dominieren. Außerdem fand ich das Zusammenspiel der Charaktere gelungen.

Meine Erwartungen an Band 2 waren dementsprechend hoch und konnten leider nicht völlig gehalten werden. Zum einen hat mir das besondere Etwas in der Geschichte gefehlt, ein Highlight. Es gab durchaus einen roten Faden und eine schlüssige Handlung. Aber irgendwie fehlte mir da noch etwas, für mich ein Problem, welches oft bei zwischen bzw. zweiten Bänden auftaucht. Die Geschichte hat ein bisschen ihren Schwung verloren.


Aber dies ist nur ein kleiner Kritikpunkt und vermutlich waren meine Erwartungen auch viel zu hoch, wofür das Buch ja nichts kann. Flüssig zu lesen war es wie gewohnt bei Chris Colfer und es entstand wieder ein wunderbares Kopfkino. Der Autor schafft es einfach, dass man sich seine magischen Welten vortrefflich vorstellen kann. Besonders gut haben mir die Szenen bei den Hexen gefallen, teilweise etwas gruselig und bedrohlich, da lag so eine Spannung in der Luft. Besonders da man nicht wusste was als nächstes passiert und eine unterschwellige Gefahr gelauert hat.

Schön fand ich auch das Zwischenspiel zwischen Lucy und Brystal, der guten Fee. Was die eine zu viel hat, hat die andere zu wenig, so ergänzen sie sich super. Nur einzeln fand ich sie manchmal etwas anstrengend in ein paar Szenen. Lucy sorgt einfach gerne für Ärger und Brystal will es allen recht machen und ist so ein Übermensch, okay, sie ist auch die gute Fee. So fand ich es erfrischend, als sich bei ihr negative Gedanken eingestellt haben, das verlieh ihrem Charakter etwas Menschlicheres.

Fazit:
Auch wenn ich den zweiten Teil von Tale of Magic in der Summe etwas schwächer als seinen Vorgänger fand, so hat mir das Lesen trotzdem große Freude bereitet.
Chris Colfer konnte mich wieder vortrefflich in seine magische Welt entführen und ich hatte ein grandioses Kopfkino.
Ich freue mich nun auf den Abschluss der Reihe und kann die Tale of Magic Reihe auch allen Fans der Land of Stories Bände empfehlen.

Veröffentlicht am 10.09.2021

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Bloom
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Vor über einem Jahr habe ich Band 1 von Bloom gelesen und war schwer angetan von der Geschichte. Nach einem Regen spießt plötzlich komisches Gras überall. Es wächst unheimlich schnell und hoch und lässt ...

Vor über einem Jahr habe ich Band 1 von Bloom gelesen und war schwer angetan von der Geschichte. Nach einem Regen spießt plötzlich komisches Gras überall. Es wächst unheimlich schnell und hoch und lässt sich einfach nicht bekämpfen. Nein, ganz im Gegenteil, es schlägt zurück. Gegen Ende gab es dann ein paar schöne WFT Momente. Alleine schon wegen der coolen Idee und Umsetzung, so wie den Überraschungen kann ich euch Band 1 ans Herz legen.

Nun aber zu Band 2, dieser hat mir genauso gut gefallen wie Band 1. Und wer diesen noch nicht gelesen hat, sollte nun nicht weiter lesen, denn nun folgen Spoiler zum Vorgänger.

Ich mochte auch hier wieder die Ideen des Autors und in welche Richtung er die Geschichte weiter entwickelt hat. So wird das Alien Thema weiter ausgeschöpft und es gibt wirklich interessante Entwicklungen. Und die Atmosphäre des Buches wurde beim Lesen gut transportiert, bei all den Dingen, die Geschehen, war es bisweilen erdrücken und auch gruselig. Man mag sich wirklich nicht vorstellen in so einem Szenario zu leben.

Die Charaktere waren mein Kritikpunkt in Band 1 und ich muss leider sagen, dass mich auch in Band 2 besonders Petra genervt hat. Ich glaube, darauf ist ihr Charakter auch angelehnt. Aber alles in allem fand ich sie trotzdem zu eindimensional dargestellt. Und ich bleibe dabei, dass der Autor die weiblichen Charaktere zu flach darstellt und zu klischeehaft.

Doch ist dies nur ein kleiner Kritikpunkt, da die Geschichte ansonsten sehr spannend und actiongeladen ist. Auch in Band 2 ist deutlich, dass der Fokus mehr auf der Handlung liegt. Wobei die Charaktere hier doch auch mehr Entwicklung durchmachen, dies aber oft eher körperlich durch ihre Hybriden Eigenschaften. Die Geschichte wird wieder rasant und dynamisch erzählt. So gab es zwar Szenen, in denen die neuen Entwicklungen mehr im Fokus stehen, doch konnte für mich die Spannung auch in diesen eher ruhigen Szenen gehalten werden.

Nun bin ich sehr gespannt auf den Abschluss (?) der Reihe und hoffe, dass wir ihn auch bald auf Deutsch lesen können. Denn auch dieser Band endet so, dass man sehr neugierig auf den Folgeband ist.

Veröffentlicht am 17.06.2021

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Das unsichtbare Leben der Addie LaRue
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Dies war mein erstes Buch von V. E. Schwab und ich bin schwer angetan von Das unsichtbare Leben der Addie LaRue, sodass ich nun auch Lust habe ihre anderen Bücher zu lesen.

Addie wächst in einem kleinen ...

Dies war mein erstes Buch von V. E. Schwab und ich bin schwer angetan von Das unsichtbare Leben der Addie LaRue, sodass ich nun auch Lust habe ihre anderen Bücher zu lesen.

Addie wächst in einem kleinen Dorf in Frankreich auf, es ist 1714 und als Frau ist es ihre Aufgabe zu heiraten und Kinder zubekommen. Aber sie will mehr, sie will selbst über ihr Leben entscheiden und so schließt sie in einer schicksalsschweren Nacht einen Pakt mit dem Teufel. Aber wie schon jedes Kind weiß, sollte man Vorsicht mit dem sein, was man sich wünscht.

So bekommt Addie zwar ihre Freiheit, diese hat aber einen hohen Preis, denn sie wird nie Spuren in der Welt hinterlassen, da jeder den sie trifft, sie wieder vergessen wird und das Augenblicklich, es ist als hätte es sie nie gegeben.

Allein schon diese Grundidee fand ich höchst interessant. Unweigerlich stellt man sich beim Lesen vor, wie so ein Leben wohl wäre. Würde man seine Seele vielleicht auch für so ein langes und selbstbestimmtes Leben eintauschen? Ihr könnt euch vorstellen, dass es sehr belastend ist, wenn man ständig vergessen wird, ein Job? Unmöglich, Freundschaft, wie wenn die anderen dich vergessen, sollten sie kurz aufs WC gehen.

Die Geschichte wird über zwei Zeitebenen erzhält und aus der Sicht von zwei Protagonisten. Zunächst lernen wir nur Addie kenne, doch im Verlauf kam noch Henry hinzu. Diesen fand ich sehr interessant und ich habe seine Kapitel wirklich gerne gelesen. Wenn ich aber noch faszinierender fand, war Luc, tatsächlich hätte ich gerne auch ein paar Kapitel über ihn gehabt und fände eine Side Story über ihn genial.

Ich möchte natürlich nicht spoilern, aber das Ende hat mir richtig gut gefallen. Es war anders, überraschend und hat dem Buch einem würdigen Abschluss gegeben. In der Summe eine sehr interessante Geschichte mit tollen und authentischen Charakteren. Leider gab es für mich die eine oder andere Länge in der Vergangenheit von Addie, sodass es letztendlich 4,5 Weinlachgummis werden.

Veröffentlicht am 17.05.2021

Dunkelheit im Spiegelland

Die Chroniken von Alice - Dunkelheit im Spiegelland
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Da mir die zwei Bände über Alice von Christina Henry sehr gefallen haben, wollte ich auch unbedingt die Kurzgeschichten lesen. Wobei ich eigentlich nicht so der Fan von Kurzgeschichten bin. Da mir in diesen ...

Da mir die zwei Bände über Alice von Christina Henry sehr gefallen haben, wollte ich auch unbedingt die Kurzgeschichten lesen. Wobei ich eigentlich nicht so der Fan von Kurzgeschichten bin. Da mir in diesen häufig aufgrund der kürze, etwas fehlt, da man hier aber in ein bereits bekanntes Universum abtaucht, war dem hier nicht so.

Ich muss einfach den Buchschnitt mit den Details und das wunderschöne Cover erwähnen, die Optik passt vortrefflich zu den anderen Teilen und grundsätzlich sind die Bücher ein Hingucker im Regal.

In der ersten Geschichte lernen wir Elizabeth kennen, schnell merkt man welcher Zusammenhang zu Alice besteht. Elizabeth lebt in der Neuen Stadt und lebt dementsprechend gut behütet, dort wird sie aus ihrem sicheren Zuhause gelockt und nun wird es brenzlig. Ich mochte die erste Geschichte um Elizabeth, sie ist für ihr Alter ziemlich weit und es hat Spaß gemacht sie zu begleiten. Die Atmosphäre ist wie gewohnt genial, so bedrohlich und düster.

In der zweiten Geschichte geht es mit Alice und Hatcher weiter mit einem fließenden Übergang. Sie träumt immer wieder von dem grünen Land und bricht dann mit Hatcher auf, der leider keine so große Rolle hier spielt. Er ist und bleibt mein Lieblingscharakter. Auch diese Geschichte mochte ich, es geht Actionreich zu und die Spannung wird gut gehalten.

Und nun mein Highlight, die Kurzgeschichte über die Vergangenheit von Hatcher. Ihr könnt euch vorstellen wie gerne ich diese Geschichte gelesen habe und ich möchte gar nicht zu viel verraten, wobei man ja leider schon weiß, was kommen wird.

In der vierten Geschichte geht es dann wieder mit Alice und Hatcher weiter. Ich fand die Kurzgeschichten allesamt gelungen, manche ein bisschen mehr als andere, aber ich denke das ist bei einer Sammlung völlig normal. Ich mag einfach diesen düsteren Stil der Autorin und wie sie die Märchen darin einbringt.

Fazit:
Kann man lesen, muss man aber nicht.
Die Geschichten sind alles andere als schlecht.
Sie sind eine nette Ergänzung zu Band 1 und 2, aber nun kein muss, um die Reihe abzuschließen.
Wenn man sich aber für dieses Buch entschiedet, erwarten einen vier spannende und wie gewohnt auch düstere Geschichten im Alice Universum.