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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.09.2017

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Die Magie der Lüge
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Band 1, die Magie der Namen hat mir damals sehr gut gefallen und ich habe gehofft, es würde einen zweiten Band geben. So habe ich mich dann sehr über das Erscheinung von Magie der Lüge gefreut. Hatte aber ...

Band 1, die Magie der Namen hat mir damals sehr gut gefallen und ich habe gehofft, es würde einen zweiten Band geben. So habe ich mich dann sehr über das Erscheinung von Magie der Lüge gefreut. Hatte aber auch etwas Angst, dass ich nach dieser Zeit nicht mehr so in die Geschichte komme. Doch nach ein paar Seiten war ich wieder voll drinnen.

Es gib wieder eine tolle Karte und das Cover passt zu seinem Vorgänger. Das Glossar am Ende ist auch hilfreich, ich habe öfters dorthin geblättert.

Den Schreibstil von Nicole Gozdek fand ich wieder toll zu lesen. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen und auch wenn es manche kritische / gefährliche Situationen gibt, schwang für mich auch immer etwas positives mit.Ich kann gar nicht genau sagen, wo dies her kam. Aber für mich hatte das Buch einen sehr positiven Grundton. In ihrer erschaffenen Welt, konnte ich mich gleich wieder zurecht finden und mir alles gut vorstellen.

Die Geschichte wird dieses Mal aus der Perspektive von Anderta Passario erzählt. Darüber war ich erst etwas traurig, weil ich Tirasan aus Band 1 sehr gerne mochte. Aber er stößt später dann auch zur Gruppe dazu, wenn auch zunächst unfreiwillig. Mit Anderta und den anderen neuen Charakteren konnte ich mich dann auch anfreunden. Sie ist nicht unbedingt eine Sympathieträgerin, aber nach einer Weile mochte ich sie. Sehr schön fand ich, dass nochmal auf die Beziehung von Tirasan und Rustan eingegangen wurde. Und auch welche Entwicklung diese nahm. Allgemein hat mir sehr gefallen, wie die Charaktere sich weiterentwickeln. Und auch die Botschaft dahinter. Nicht vor seinem Problemen Weg laufen. Und auch, dass man nicht so viel auf die Meinung andere geben sollte, egal ob der eigenen Weg vermeintlich vorgezeichnet ist.

Die Idee mit der Magie und den Namen finde ich toll. Auch weil ich in diese Richtung noch nie etwas vergleichbares gelesen habe. Die Umsetzung hat mir auch sehr gefallen. Wie sich alles Entwickelt und wie die Charaktere reifen. Die Autorin hat es für mich geschafft, alles sehr greifbar zu beschreiben. Es gab einige Spannende Szenen, aber auch ein paar Passagen in denen nicht so viel passiert. Da der Schreibstil aber so locker und leicht ist, empfand ich diese weder als langweilig noch als zäh.


Fazit:
Magie der Lüge ist eine schöne Fortsetzung.
Nicole Gozdek schreibt auf eine lockere und leichte Art über die Auswirkungen der Geschehnisse aus Band 1. Diese Erleben wir aus der Sicht von Anderta, welche durch ihre Entwicklung einige Sympathie Punkte sammeln konnte, die zu Beginn gefehlt haben.
Doch keine Sorge, auch die Lieblinge ( zumindest meine) aus Band 1, Tirasan und Rustan kommen nicht zu kurz in der Handlung.
Doch der letzte Funke, der mich in Magie der Namen so begeistert hat, fehlte mir hier, deswegen 4,5 Weingummis.
Auf die nächsten Werke der Autorin bin ich sehr gespannt.

Veröffentlicht am 10.09.2017

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The Hate U Give
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The Hate U Give wurde im englischsprachigen Raum schon sehr gehypt, trotzdem hat es mich auf den ersten Blick nicht angesprochen. Umso mehr war ich überrascht, als ich anfing zu lesen und nicht mehr aufhören ...

The Hate U Give wurde im englischsprachigen Raum schon sehr gehypt, trotzdem hat es mich auf den ersten Blick nicht angesprochen. Umso mehr war ich überrascht, als ich anfing zu lesen und nicht mehr aufhören konnte / wollte. Die Geschichte an sich gehörte für mich nicht so in mein typisches Beuteschema, trotzdem bin ich sehr froh, sie gelesen zu haben.

Zuerst ganz wichtig, am Ende befindet sich ein Glossar. Normal schaue ich immer danach, aber da es sich hier weder um ein Historisches, noch um ein Fantasy Buch handelt, habe ich es dieses Mal nicht gemacht. Was zur Folge hatte, dass ich öfters Google zurate ziehen musste. Das Glossar ist echt Gold wert und auch so sehr informativ.

Ach, die Wahrheit kennen wir schon, die wollen wir nicht.
Wir wollen Gerechtigkeit.
Seite 65

Das Cover gefällt mir richtig gut. Es erscheint schlicht, viel weiß, so sticht das dunkelhäutige Mädchen heraus. Sie trägt ein Plakat, als wollte sie demontieren und der Titel des Buches, welcher auch in der Handlung immer wieder aufgegriffen wird, prangt darauf. Ein nettes Detail sind die Schuhe, die immer wieder im Buch erwähnt werden. Und die Rückseite ist ganz in schwarz.

So genug vom Cover geschwärmt, aber da hat sich jemand Gedanken gemacht und dies muss positiv erwähnt werden. Kommen wir zum Schreibstil. Dieser ist sehr angenehm zu lesen. Ich habe mit dem Buch begonnen und gut die Hälfte am Stück gelesen. Ich war ganz verblüfft, wie schnell ich durch die Seiten flog. Mit einigen Begriffen konnte ich nicht so viel Anfangen, aber diese werden im Glossar erläutert. Trotzdem stolperte ich immer mal wieder darüber. Erzählt wird aus der Ich-Perspektive von Starr. Dies hat mir gefallen, da man so die Gedanken und Gefühle von ihr sehr gut mitbekommt.

Starr muss mit ansehen, wie ein Mensch vor ihren Augen erschossen wird. Nicht das erste Mal. Sie lebt in zwei Welten, Privatschule und White Boyfriend auf der einen Seite und auf der anderen Gangs, Drogen und Gewalt. Diese zwei Welten versucht sie mit aller Macht zu trennen, doch funktioniert dies überhaupt auf Dauer? Nachdem sie Zeugin eines Verbrechens ? wurde, muss sie sich entscheiden. Wird sie schweigen oder ihre Stimme nützen. Denn nicht alle sind sich darin einig, dass es ein Verbrechen war, einen unbewaffneten dunkelhäutigen Jungen zu erschießen.

Genau da liegt das Problem.
Wir lassen zu, dass Leute solche Dinge sagen, und dann sagen sie die so oft,
dass es für sie total okay und für uns normal ist.
Wozu hat man eigentlich eine Stimme, wenn man in den entscheidenden Momenten schweigt?
Seite 288

Ich bin mit diesem Buch in eine andere Welt abgetaucht. Ich habe diese Thematik zwar schon in Filmen mitbekommen, doch durch das Buch und Starr ging es doch noch mal eine Schicht tiefer, als ein Film gehen würde. Alleine schon die Vorstellung, sich bei Schüssen vor dem Haus automatisch auf den Wohnzimmerboden zu werfen, weil man es gewöhnt ist. Ist für mich nicht wirklich greifbar, irgendwie absurd und trotzdem real. Und dieses Buch bringt diese Realität zu einem nach Hause, wenn man sicher auf seinem Sofa liegt.

Es zeigt auch sehr schön, wie zwiegespalten Starr ist. Wie sie versucht jeder Version von sich gerecht zu werden. Wie Rassismus immer noch allgegenwärtig ist, Vorurteile aber nicht nur auf der einen Seite bestehen. Aber es erzählt auch von dem Zusammenhalt von Familien und Gemeinschaften. Es werden einige Dinge zum Nachdenken aufgeworfen. Einen kleinen Abzug gab es für das Ende, ich empfand das Buch durchweg als realistisch, sofern ich dies beurteilen kann. Doch gegen Ende verlor ich diese Empfindung, ich möchte aber nicht spoilern, deswegen gehe ich nicht ins Detail.

Fazit:
Eine klare Leseempfehlung.
Den Hype kann ich zwar nicht so nachempfinden, aber ich denke in den USA, wird das Buch auch noch mal anderes wahrgenommen.
Aber trotzdem finde ich es wichtig, weil es viele Dinge behandelt.
So ist das zentrale Thema zwar Rassismus, aber es geht auch um Freundschaft, Familie, Loyalität, die Macht einer Gemeinschaft.
Und wie wichtig eine Stimme ist.
4,5 Sterne

Veröffentlicht am 09.08.2017

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Blutopfer
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Kurzmeinung
Nachdem ich vor kurzen Band 1 gelesen habe, musste ich sogleich auch Band 2 lesen. Und ich bin immer noch überrascht, wie gut mir die Reihe gefällt. Um ehrlich zu sein, haben mich die Cover ...

Kurzmeinung
Nachdem ich vor kurzen Band 1 gelesen habe, musste ich sogleich auch Band 2 lesen. Und ich bin immer noch überrascht, wie gut mir die Reihe gefällt. Um ehrlich zu sein, haben mich die Cover und der Klappentext schon etwas abgeschreckt.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm zu lesen, die Seiten fliegen nur so dahin. Durch ihre Beschreibungen konnte ich mir die Krieger und die Szenen sehr gut vorstellen, trotzdem beschreibt sie nicht zu viel. So gibt es eine schöne Dynamik. Allgemein geht vieles schnell, besonders in Sachen Liebe. Aber damit habe ich schon gerechnet. Trotzdem war ich überrascht, wie süß ich die beiden dann doch fand. In Band 1 fand ich die gemeinsamen Szenen noch etwas übertrieben, doch hier passten die beiden für mich einfach gut zusammen.

Ganz toll fand ich den Humor. Ich musste öfters Schmunzeln oder laut auflachen. Besonders wenn man sich dann die Szenen bildlich vorstellt, wird es noch witziger. Allgemein sind mir die Krieger schon etwas ans Herz gewachsen und ich bin gespannt, wie es mit ihnen weiter geht.

Sehr angenehm fand ich, dass die Perspektive öfters wechselt. So hat man einen guten Rundumblick und kann auch in die Köpfe der Bösen schauen so zu sagen.

Mein Fazit:
Die Reihe gefällt mir langsam richtig gut. Besonders der Humor und die skurrilen Charaktere haben mir gefallen. Es gab so einige Szenen, bei denen ich schmunzeln musste und ich bin sehr gespannt darauf wie es weiter geht.
4,5 Sterne

Veröffentlicht am 23.07.2017

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Der Kuss der Lüge
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Kurzmeinung

Auf das Buch Der Kuss der Lüge war ich lange gespannt, da ich es schon im Original vor einer ganzen Weile entdeckt habe. Als dann die Übersetzung raus kam, habe ich mich sehr gefreut. Doch ...

Kurzmeinung

Auf das Buch Der Kuss der Lüge war ich lange gespannt, da ich es schon im Original vor einer ganzen Weile entdeckt habe. Als dann die Übersetzung raus kam, habe ich mich sehr gefreut. Doch zu Beginn des Lesens hatte ich etwas Probleme in die Geschichte zu finden. Man begleitet gleich eine Zeremonie, damit konnte ich nicht so viel Anfangen. Weil ich vieles noch nicht zuordnen konnte. Mary E. Pearson hat eine sehr interessante magische Welt erschaffen, die man Stück für Stück kennenlernt. Und nach den ersten 20 Seiten habe ich dann auch besser in die Geschichte gefunden.

Ein Highlight war für mich, dass man nicht weiß, wer der Prinz und wer der Attentäter ist. Die Geschichte wird aus der Sicht von Lia erzählt. Wechselt aber immer mal wieder zum Prinzen und zum Attentäter, später kommen dann noch Kapitel mit den jeweiligen Namen der beiden dazu, Kaden und Rafe. Aber dies macht es nicht leichter. Am Anfang dachte ich, ich weiß wer wer ist. Doch dann habe ich mich um entschieden und wieder um entschieden und letztendlich lag ich doch falsch. Dies hat einen besonderen Reiz bei mir ausgemacht. Da man nie wusste, verliebt Lia sich da gerade in den Mann, vor dem sie geflüchtet ist oder in den, der geschickt wurde, um sie zu töten.

Denn Lia ist aus dem Palast geflohen um, einer arrangierten Ehe zu entgehen. Sie findet sich dann sehr gut in einem bürgerlichen Leben zu Recht. Besonders gefallen hat mir, dass sie nicht gleich alles super kann, sondern des Öfteren Fehler bei der Hausarbeit macht. Sie lernt dazu und entwickelt sich weiter.

Nachdem dann aufgedeckt wurde, wer der Prinz und wer der Attentäter ist, konnte ich mich voll und ganz auf den Weltenentwurf konzentrieren und dieser macht einen guten Eindruck. Vieles ist noch ungewiss bzw. der Leser weiß noch nicht so viel darüber. Aber ich bin sehr gespannt, was da noch alles aufgedeckt wird.

Mein Fazit:
Nach kleinen Start Schwierigkeiten wurde es richtig fesselnd. Es passiert zwar gerade in der Mitte nicht so viel. Aber dadurch, dass ich keine Ahnung hatte, wer der Prinz und wer der Attentäter war, konnte die Spannung für mich gehalten werden. Dies machte auch einen besonderen Reiz der Geschichte für mich aus.
Und ich bin sehr gespannt, wie es weiter geht.
4,5 Sterne

Veröffentlicht am 10.07.2017

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Love is War - Verlangen
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Love is War, Liebe ist Krieg. Unter diesem Motto steht die Liebesgeschichte von Scarlett und Dante. Nicht nur die Namen passen perfekt zueinander. Auch als sie sich als Kinder kennenlernten, waren sie ...

Love is War, Liebe ist Krieg. Unter diesem Motto steht die Liebesgeschichte von Scarlett und Dante. Nicht nur die Namen passen perfekt zueinander. Auch als sie sich als Kinder kennenlernten, waren sie direkt auf einer Wellenlänge. Doch irgendetwas lief schief, den heute ist da nicht nur Liebe, sondern auch Hass. Als Scarlett Dante in ihrem Flugzeug sieht, flippt sie fast aus und fährt schwere Geschütze auf, blutroten Lippenstift und 15 cm Absätze. Die Waffen einer Frau.

Das zwischen uns war schon immer eine Lüge.
Das weiß ich, weil es nicht zu Ende gegangen wäre, wenn es echt gewesen wäre.
Seite 197

Das Cover ist eher schlicht, finde ich. Trotzdem spricht es mich an und ich finde es gut, dass es so dezent gehalten ist. Und gegen den Trend, ein Gesicht oder Pärchen zu zeigen geht. Am Anfang jedes Kapitels gibt es ein Zitat zum Thema Liebe, ein schönes Detail.

Ich steckte in einer kleinen Leseflaute, als ich mit Love is War angefangen habe. Fesseln konnte mich die Geschichte ab der ersten Seite. Auch wenn ich Scarlett nicht gleich sympathisch fand, sogar jetzt bin ich mir immer noch nicht so sicher, ob ich sie mag. Dante hingegen mochte ich, bis er, ja dies kann ich euch nicht verraten, sonst spoiler ich euch zu sehr. Die beiden sind ganz unterschiedlich aufgewachsen. Scarlett in einem Wohnwagen am Rande der Gesellschaft und Dante in einer Villa, der Mittelpunkt der Gesellschaft, trotzdem haben sie perfekt zueinander gepasst.

Was passiert, wenn sich zwei schrecklich stolze Menschen ineinander verlieben?
Schreckliche Dinge.
Zerstörung. Chaos. Schmerz. Leid
Krieg.
Seite 309

Die Autorin erzählt die Geschichte in zwei Zeitebenen, im Hier und Jetzt und in der Vergangenheit. Gerade die Vergangenheit fand ich sehr interessant, wollte ich doch unbedingt wissen, was damals so total schief gelaufen ist. Außerdem liefert dieser Wechsel auch Abwechslung. Scarlett kann manchmal etwas anstrengend sein und erzählt wird die Geschichte nur aus ihrer Sicht.


Am Anfang erwähnt die Autorin, Anna Todd hätte sie zum Schreiben inspiriert und dies merkt man auch total. Zwischen Scarlett und Dante ist es immer wieder ein Hin und Her, sie stoßen sich ab und ziehen sich an. Und auch öfters aus. Also wer die After Reihe toll fand, wird vermutlich auch Love is War mögen. Die beiden haben mich zumindest stark an Tessa und Hardin erinnert. Außerdem hat das Buch bei mir genau so einen Sog entwickelt.

Fazit:
Auch wenn mich Scarlett öfters genervt hat, könnte mich die Geschichte so richtig fesseln.
Erinnert hat mich das Pärchen stark an Hardin und Tessa aus der After Reihe. Ein ständiges Hin und Her.
Erzählt wird die Geschichte auf zwei Zeitebenen, was mit sehr gut gefallen hat. Besonders die Vergangenheit fand ich sehr interessant.
Ich bin sehr gespannt auf den nächsten Band.
4,5 Sterne