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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.12.2022

Wundervoll emotionaler New Adult-Roman

Carry me through the night
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Von Leonie Lastella habe ich bisher zwei Bücher gelesen und auch beide regelrecht verschlungen. Ich liebe Ihren Stil, sie schreibt wunderbar locker, witzig, aber auch gefühlvoll und erzählt Geschichten ...

Von Leonie Lastella habe ich bisher zwei Bücher gelesen und auch beide regelrecht verschlungen. Ich liebe Ihren Stil, sie schreibt wunderbar locker, witzig, aber auch gefühlvoll und erzählt Geschichten von perfekt unperfekten jungen Menschen, die ihren Platz im Leben suchen und dabei die große Liebe finden.

Die Geschichte von Autumn und Ryan konnte mich vom ersten Moment an packen, was zum einen wahrscheinlich an der schönen College-Atmosphäre, aber zum anderen bestimmt auch an den Charakteren lag. Autumn wirkte anfangs etwas seltsam, aber auf eine sehr liebenswerte Weise. Herrlich, wie sie versucht, ihre Jugend "nachzuholen" und dabei immer wieder die skurrilsten Hobbys austestet. Ryan war vom ersten Moment an der perfekte Bookboyfriend - gerade bei ihm war schön nachzuvollziehen, wie überrumpelt er von der Tatsache war, dass da plötzlich mehr Interesse an Autumn als Person da war als nur an einem schnellen One-Night-Stand. Die Chemie zwischen den beiden war auf jeden Fall gut greifbar, auch wenn ich gestehen muss, dass ich bei der Hälfte des Buches kurzzeitig mal den Draht zu Autumn und ihren Entscheidungen verloren habe.
Nebenbei sei noch Nate zu erwähnen - was für ein cooler bester Kumpel! Kann er bitte noch ein eigenes Buch bekommen?

Die Handlung war nicht ungewöhnlich für einen New Adult-Roman und sie war auch in Teilen vorhersehbar. Trotzdem hat mir die Geschichte gut gefallen - ich mochte sehr gerne, dass die Protagonisten nicht 300 Seiten lang umeinander herumschleichen, sondern dass die Geschichte recht schnell Fahrt aufnimmt. Und auch an dieser Stelle muss ich noch einmal den tollen Stil der Autorin erwähnen, der den ein oder anderen Makel an der Geschichte gut wieder ausgebügelt hat.

Das Cover - naja, war jetzt nicht mein Geschmack. Zu eintönig die Farbe, dafür wenig Harmonie zwischen den verwendeten Schriftarten. Aber das nur am Rande.

Mein Fazit: Für mich ein fast perfektes Buch, in das ich mich schön reinfallen lassen konnte. Hierfür gibts 4,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 13.11.2022

Bisher der beste Teil der Reihe

Midnight Chronicles - Seelenband
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Der vierte Teil der Midnight Chronicles - "Seelenband" - hat mir bisher am besten gefallen. Darin wird die Geschichte der Soul Huntress Ella weiter erzählt, die nach Roxys und Shaws Abreise noch weiter ...

Der vierte Teil der Midnight Chronicles - "Seelenband" - hat mir bisher am besten gefallen. Darin wird die Geschichte der Soul Huntress Ella weiter erzählt, die nach Roxys und Shaws Abreise noch weiter in Prag bleibt, um das dortige Geisterproblem zu bekämpfen und nebenbei zu versuchen, einen Weg in die Geisterwelt zu finden, um sich dort von Owen und ihrem Vater zu verabschieden. Als plötzlich Wayne auftaucht, sieht sich Ella mit allem konfrontiert, vor dem sie aus Edinburgh geflohen ist.

Der ganze Roman hat eine leicht melancholische Unternote, da es - neben dem Hunter-Alltag - viel um Trauerverarbeitung und Verlust geht. Sowohl Ella, als auch Wayne haben am Tag des "Blutbads" etwas unwiederbringlich verloren und müssen nun lernen, mit der veränderten Situation klarzukommen. Die Chemie zwischen den beiden hat mir richtig gut gefallen - man konnte gut erkennen, dass die beiden eine tiefe Verbindung zueinander haben.

Auch die Handlung fand ich grandios. Es gab einen schönen Spannungsbogen und einige überraschende Plottwists. Die ganze Geschichte war gut durchdacht und ließ mich so sehr die Zeit vergessen, dass das Buch innerhalb eines Tages schon wieder beendet war.

Mein Fazit: Ich habe "Seelenband" geliebt! Und bin nun sehr gespannt, wie die Geschichte mit Roxy und Shaw weitergeht... Für "Seelenband" vergebe ich 4,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 21.10.2022

Naturerlebnis und Krimi in einem

Der Gesang der Flusskrebse
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Die Geschichte von Kya, dem "Marschmädchen", war für mich ein unglaublich intensives Erlebnis.
Einerseits das Erdige an der Geschichte: Kyas völlige Isoliertheit in der Marsch sorgt dafür, dass der Leser ...

Die Geschichte von Kya, dem "Marschmädchen", war für mich ein unglaublich intensives Erlebnis.
Einerseits das Erdige an der Geschichte: Kyas völlige Isoliertheit in der Marsch sorgt dafür, dass der Leser ungeahnt tiefe Einblicke in Flora und Fauna bekommt. Und gerade in unserer schnellen Zeit, in der man sich ein Leben ohne Handy, Internet oder sogar Strom und fließend Wasser nicht mal vorstellen kann, gibt einem die Ruhe, die von Kyas Leben in der Natur ausgeht, so viel.
Andererseits Kyas Einsamkeit, die einen von jeder Seite förmlich anspringt und die mich, gerade am Anfang, in Kyas Kindheit, das ein oder andere Mal zu Tränen gerührt hat. Wie stark musste dieses Kind sein, aber wie prägend war andererseits auch dieser holprige Start ins Leben, bei dem sie in erster Linie lernte, wie es sich anfühlt, verlassen zu werden.
Zu guter Letzt: Der Prozess. Das Buch erhielt durch die Zeitsprünge eine gute Dynamik, es wurde an keinem Punkt langweilig. Ganz im Gegenteil - durch dieses kriminalistische Element erhielt der Roman einen hervorragenden Spannungsbogen, der bis zum Ende nicht abebbte.

Mein Fazit: Der Hype um dieses Buch ist absolut berechtigt. Die Geschichte ist mitreißend geschrieben und wird sicherlich noch lange nachhallen. Gerne vergebe ich 4,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 10.10.2022

Tolles Thema und grandiose Umsetzung - ich bin sehr verliebt!

One Last Dance
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Mit "One last dance" hat mich Nicole Böhm von der ersten Sekunde an total abgeholt. Ich fand von Anfang an das Thema so spannend - ein quasi obdachloser, aber irrsinnig talentierter Streetdancer verliebt ...

Mit "One last dance" hat mich Nicole Böhm von der ersten Sekunde an total abgeholt. Ich fand von Anfang an das Thema so spannend - ein quasi obdachloser, aber irrsinnig talentierter Streetdancer verliebt sich in die Leiterin einer Tanzschule. Ein bisschen Cinderella-Story, nur umgekehrt. Auf jeden Fall eine Geschichte, die ich in dieser Form noch nie gelesen habe und die mich von Anfang an fasziniert hat.

Jaz war für mich seit langem der spannendste Charakter in einem Buch. Seine herausstechendste Eigenschaft war wahrscheinlich seine Genügsamkeit und die Fähigkeit, mit ganz wenig unglaublich glücklich zu sein. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass er mich Demut gelehrt hat und Dankbarkeit für alles, was wir im Alltag als selbstverständlich erachten.
Auch Gillian hat mir gut gefallen, auch wenn ich ihre Entwicklung als recht vorhersehbar empfand. Trotzdem ein sehr gelungenes Gegenstück zu Jaz.

Die Handlung war mitreißend und packend geschrieben. Wie auch bereits im ersten Buch der Reihe, habe ich auch hier ab und an ein wenig Authentizität vermisst, aber ich habe den Roman dann einfach als modernes Märchen interpretiert und mich von der schönen Geschichte mitreißen lassen.

Mein Fazit: Ein grandioses Buch mit einem ganz starken Protagonisten, das ich nur jedem ans Herz legen kann. Sehr nah an der Perfektion und damit 4,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 20.09.2022

Unfassbar ergreifend - ein Roman über Schuld und Vergebung

Be My Tomorrow
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Ich weiß gar nicht so recht, wo ich anfangen soll. "Be my tomorrow" arbeitet noch sehr stark nach, ich merke, dass Emma Scott mit diesem Roman etwas in mir berührt hat, das auch nach der letzten Seite ...

Ich weiß gar nicht so recht, wo ich anfangen soll. "Be my tomorrow" arbeitet noch sehr stark nach, ich merke, dass Emma Scott mit diesem Roman etwas in mir berührt hat, das auch nach der letzten Seite des Buchs noch nicht fertig ist mit Zelda und Beckett.

Was für großartige Protagonisten Emma Scott hier erschaffen hat! Beide gefangen in ihrer eigenen Art der Schuld - und beide auf der Suche nach Wiedergutmachung. Sowohl bei Zelda als auch bei Beckett fand ich besonders gelungen, dass die Tragödien, die diesem Buch vorausgegangen sind, nicht wirklich Thema waren - es ging in erster Linie darum, wie die unmittelbar Beteiligten das Erlebte verarbeiten und wie sie es schaffen, weiter zu leben. In Becketts Fall sogar mit der Vorverurteilung durch sein Umfeld - auch das hat mich sehr berührt.

Aus einer Zweckgemeinschaft wird im Laufe der 400 Seiten Liebe. Mir hat gut gefallen, wie sanft diese Liebe entstanden ist, sie kam auf ganz leisen Sohlen und war dadurch umso glaubwürdiger. Die Sexszenen haben nicht meinen Geschmack getroffen, aber alles andere dafür umso mehr.

Am Ende fügt sich alles, ohne ins Kitschige abzudriften - auch das ein Beweis für Emma Scotts Talent für Dramen, menschliche Tragödien und eigentlich "unschreibbare" Geschichten.

Mein Fazit: "Be my tomorrow" ist unfassbar ergreifend, schockierend und gefühlvoll. Ich habe die unkonventionelle Protagonistin Zelda sehr geliebt und fand, dass sie in Beckett einen würdigen Partner gefunden hat. Ein Buch, das nahe an der Perfektion ist - hierfür gibts 4,5 von 5 Sternen!