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Veröffentlicht am 03.12.2022

Quirliges Kita-Kinderleben!

Löre & Luc – Unser lautes Leben (6). Folge 11: Wir feiern Weihnachten / Folge 12: Ich verkleide mich
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Folge 11: Wir feiern Weihnachten: Kribbelige Aufregung liegt in der Luft als Oma Granate die zwei Berliner Gören, besten Freunde und Nachbarn Löre und Luc aus der Kita abholt, ist eines ganz klar: sie ...

Folge 11: Wir feiern Weihnachten: Kribbelige Aufregung liegt in der Luft als Oma Granate die zwei Berliner Gören, besten Freunde und Nachbarn Löre und Luc aus der Kita abholt, ist eines ganz klar: sie wollen Weihnachtsgeschenke für Ihre Familien besorgen! Mama Marlene liebt Glitzer, aber keinen aus Kunststoff! Da hat Granate gleich schon eine nachhaltige Idee, denn sie kennt die größten Glascontainerinsel der Stadt an der die Leute auch ganz viele andere Dinge wie Sperrmüll abstellen. Die Kinder staunen, was die Leute alles für Schätze weggeben! Doch als sie von einem aufregenden Tag nach Hause kommen lernen sie vor dem Haus die obdachlose Helena kennen. Löre und Luc beschließen, dass niemand an Weihnachten frieren, hungern oder allein sein darf! Sonst wird es doch kein schönes Fest!

Folge 12: Ich verkleide mich: In der Kita wird nächste Woche Fasching gefeiert und „alle“ Kinder wollen als Sparkle das Glitzereinhorn verkleidet kommen! Als Erzieher Sercan Papa an das Fest erinnert, verspricht er Löre, dass sie sich aussuchen darf, als was sie sich verkleiden möchte und ahnt nicht, was er damit anrichtet. Natürlich möchte Löre nun auch als Sparkle, das Glitzereinhorn gehen! Doch für Mama kommt so ein Kostüm aus Kunststoff nicht in Frage! Was für ein billiger Schrott! Ihre selbstgenähte Alternative kann Löres Erwartungen leider nicht Stand halten. Zum Glück kommt Luc vorbei und will seiner besten Freundin sein aufregendes selbst zusammengestelltes Kostüm zeigen. Löre ist Feuer und Flamme und gemeinsam haben sie die besten Verkleidungsideen und erleben ein großartiges erstes Faschingsfest!

Das Hörspiel ist wieder sehr liebevoll gestaltet und enthält ein Poster von Löres und Lucs, Haus in welchem alle wichtigen Hausbewohner mit ihren Wohnungen oder Läden eingezeichnet sind und sogar das Dosentelefon, das von Löres Zimmer im Vorderhaus über den Hof bis zu Lucs Zimmer im Hinterhaus gespannt ist, kann man erkennen. Nur Helena ist noch nicht eingetragen, aber vielleicht sitzt sie ja gerade im Treppenhaus? Viele namenhafte Sprecher wie Illja Richter als Erzähler lassen diese Reihe frisch und fröhlich klingen. Das Leben von Löre und Luc ist laut, aber vor allem vor Kinderlachen und ganz viel Spaß und nicht von stumpfen Lärm! Dabei werden immer wieder sensible Alltagsthemen angesprochen, die auch Kleine schon interessieren. Zum Beispiel als Löre hört, wie ein Mädchen beim Bäcker stottert. Was ist das und warum redet es so? Was bedeutet behindert zu sein? Darf man das sagen? Ist jeder der anders ist auch gleich behindert?
Muss man wirklich alles neu kaufen oder kann man sich auch über gebrauchte Dinge freuen? Ist ein Kostüm schöner, nur weil es alle haben? Ist es nicht viel wichtiger, dass man sich in einem Kostüm wohl fühlt? Was macht den Zauber der Weihnacht und des Schenkens aus? In diesem Band gibt es gleich zwei Feste, die absolute Höhepunkte im Jahr von Kindern darstellen. Dabei wird es absolut laut und fröhlich, aber nicht ohne auch über andere Menschen und Kinder nachzudenken. Es macht einfach Spaß mit Löre und Luc das Großstadtleben zu erkunden, selbst wenn man die Kleinstadt genießt! Mit Kindern ist einfach immer was los!

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Veröffentlicht am 23.11.2022

Für kleine Nachdenker

Apfelsaftgedanken
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Upps, als Jule nicht aufpasst, fällt ihr Becher Apfelsaft (mal wieder um) und es gibt eine Sauerei! Mama ist nicht begeistert, aber Jule fragt sich, warum zieht es Becher und Saft nach unten? Mama meint, ...

Upps, als Jule nicht aufpasst, fällt ihr Becher Apfelsaft (mal wieder um) und es gibt eine Sauerei! Mama ist nicht begeistert, aber Jule fragt sich, warum zieht es Becher und Saft nach unten? Mama meint, das habe etwas mit der Schwerkraft zu tun. Muss das so sein? Wäre es nicht auch irgendwie witzig, wenn alles nach oben fiele? Dann könnten wir wie Spinnen ganz entspannt an der Decke laufen und dann müsste auch.... Hey, ohne die Schwerkraft, wenn alles andersherum wäre, hätte das eine Menge Konsequenzen und Jule denkt ganz intensiv darüber nach, was dann so alles bei uns los sein könnte!

Jule ist ein pfiffiges, aufgewecktes Kind, solange sie sich nicht von ihren eigenen Gedanken ablenken lässt... so ein Becher ist aber auch zu schnell mal verkleckert, wenn man gerade völlig woanders ist. Was ist denn nun die Schwerkraft? Gibt es auch die Leichtkraft? Was könnte die denn so machen? Typische Kindergedanken von einem Mädel, mit dem sich viele Kinder identifizieren können, auch Jungs. Sie sieht nämlich auch gar nicht aus, wie ein klassisches Mädchen mit pinkem Kleidchen und ordentlichen Zöpfen... Nein, so einfach lässt sie sich nicht in einem Schublade stecken, aber wozu auch. Sie sieht nett aus und hat jede Menge originelle Ideen. Ihre Gedanken fangen geradezu an zu tanzen und einer reicht dem anderen die Hände, denn sie kommen vom Hölzchen auf's Stöckchen und eigentlich fragt man sich: Warum habe ich da eigentlich noch gar nicht drüber nachgedacht? Na klar!

Sehr originell finde ich die Idee, das wir, egal was passiert, immer unten links auf jeder Doppelseite eine kleine Jule entdecken. Hä? Wieso ist das so? Ganz einfach, es ist ein kleines Daumenkino, wenn man also alle linken Seiten schnell durch die Daumen flutschen lässt, sieht man, wie Jule... na? Das müsst Ihr schon selbst ausprobieren, da will ich Euch nicht vorweg greifen! Wie auch der Rest der Geschichte ist das Daumenkino sehr liebevoll illustriert. Jule ist ein kleiner Krauskopf, nicht nur was ihre Gedanken betrifft, sondern auch ihr unbändiges Haar. Sie sieht sich alles genau an und denkt drüber nach. Was sie sich so alles anschaut, kann man hier auf den Seiten auch entdecken. Sie sind absolut detailreich und bieten immer wieder neue Möglichkeiten Kleinigkeiten zu entdecken, die einem das letzte Mal beim Lesen oder Anschauen doch glatt entgangen sind!

Ein witziges Gedankenspiel ab 5 Jahren für Träumer und Denker, die auch gerne mal alles um sich herum in Frage stellen, einfach so aus Spaß! Mit fröhlichen, farbigen Illustrationen von Mele Brink.

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Veröffentlicht am 21.11.2022

Hinreißend!

Glücksfisch: Mein allerschönstes Adventskalenderbuch
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Nicht nur die Menschenkinder freuen sich auf Weihnachten, nein auch im Winterwald ist die Aufregung groß! Es wird der Baum geschmückt, Plätzchen gebacken, Geschenke verpackt und auf den Weihnachtsmann ...

Nicht nur die Menschenkinder freuen sich auf Weihnachten, nein auch im Winterwald ist die Aufregung groß! Es wird der Baum geschmückt, Plätzchen gebacken, Geschenke verpackt und auf den Weihnachtsmann gewartet! Doch zum Glück hat alles Warten auch mal ein Ende und der große Tag ist da! Damit die Kleinen sich die Wartezeit besser vorstellen können, gibt es neben der kurzen Waldtierweihnachtsgeschichte an Ende des Buches noch einen Bildkalender zum Aufklappen und Hinstellen. Jeden Tag können dann die Kleinsten ein neues Türchen öffnen! Ab 1 Jahr.

Die Seiten sind aus extra dicker, abwischbarer Pappe. Gerade durch die Drehscheibenmechanismen Müssen sie auch besonders stabil sein, damit sie bei der Altersgruppe für erste Bilderbücher auch tatsächlich eine Weile halten. Dafür ist es aber umso spannender, wenn die kleinen Kinderhände versuchen das für bessere Griffigkeit geriffelte Rad zu drehen und zu bestaunen, wie sich die Bilder im Buch von ihnen verändern lassen. So können Sie den Häschen beim Schmücken des Weihnachtsbaums helfen und dabei die Farben der Kugeln und Tropfen am Baum varrieren oder aber sie helfen den kleinen Dachsen beim Plätzchen backen. Naschen ist den Jüngsten hier leider nicht möglich, aber dafür können sie mit nur einem Dreh immer wieder andere Plätzchensorten auf den Tisch zaubern. Während die Tierkinder aus dem Fenster schauen und auf den Weihnachtsmann warten, kann wieder durch einen Dreh an der Scheibe der Weihnachtsmann mit seinem Rentierschlitten vorbeiflitzen oder aber eine Sternschnuppe vom Himmel fallen. Solche Gestaltungsmöglichkeiten haben meine Töchter früher immer geliebt und ich bin ganz sicher, dass mein Neffe (1,5) es ebenso lieben wird, zu sehen, wie sich durch ihn das Bild im Buch verändert.

Da das Bilderbuch an die Allerkleinsten ab 1 Jahr richtet, umfasst es nur 10 Seiten mit wenig Text. An einer Stelle hätte man sich noch einfacher ausdrücken können und z.B. statt „Weihnachtsschmauss“ leckeres Weihnachtsessen schreiben können, aber da die Geschichte ja vorgelesen wird, können die Vorlesenden selbst entscheiden, welche Wörter ihr Kind bereits kennt und welches nicht. Die Geschichte als solche ist sehr schlicht und einfach gehalten, immerhin richtet es sich ja auch an Kinder, die quasi alles das erste Mal machen. Das Schönste ist allerdings der am Ende des Buches aufklappbare Adventskalender. Wenn man ihn Aufklappt, kann das Buch stehen und bildet quasi eine Waldlichtung mit einem großen, zum Festmahl deckten Tisch, umgeben von Winterbäumen und jede Menge aufgeregten Tierkindern. In der farbenfrohen Illustration verstecken sich dann die kleinen Türchen aus Pappe mit den 24 Zahlen darauf. Jeden Tag können die kleinen nun ein neues Türchen öffnen und ein neues Bild dahinter bestaunen. Die Aufklappfunktion zum Hinstellen finde ich sehr gelungen und sieht auch wunderschön aus. Die Farben sind schön leuchtend und alle Tierkinder sehen glücklich und freundlich aus. Man bekommt direkt schon gute Laune und Weihnachtsstimmung, wenn man dieses Buch vorliest oder es durchblättert. Auf allen Doppelseiten gibt es eine Menge zu entdecken, ohne überfrachtet zu sein, um die Kleinsten nicht optisch zu überfordern. Ich bin ganz verliebt. Es ist ein wunderschönes Geschenk für die jüngsten Bilderbuchfans und kann dank der robusten Verarbeitung sicherlich auch nächstes Jahr wieder entdeckt werden!

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Veröffentlicht am 17.11.2022

Spannend, witzig, geheimnisvoll, romantisch

#London Whisper – Teil 2: Als Zofe tanzt man selten (aus der Reihe)
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Die Fortsetzung setzt unmittelbar am Cliffhanger des 1. Bandes an: Die Zeitreisenden Hayden und Zoe haben die Verfolgung der Diebe des Mondscheinspiegelsplitters von Lady Arlington gemeinsam auf Haydens ...

Die Fortsetzung setzt unmittelbar am Cliffhanger des 1. Bandes an: Die Zeitreisenden Hayden und Zoe haben die Verfolgung der Diebe des Mondscheinspiegelsplitters von Lady Arlington gemeinsam auf Haydens Pferd bei Vollmond aufgenommen. Nicht gerade schicklich und aufgrund des verräterischen Mondlichts auch nicht ganz ungefährlich. Doch gerade der Vollmond dessen Licht die Zeitreisemagie des Mondscheinspiegels zu erwecken vermag, macht ihre Mission um so dringlicher. Sie müssen unbedingt den Splitter zurück nach Arlington House bringen und natürlich mehr über dessen Funktion und die der Geheimen Gesellschaft in Erfahrung bringen. Bei ihren Nachforschungen wird ihnen klar, dass ein Splitter alleine ihnen wenig nützt, sie benötigen noch ein Gegenstück. Das vermuten sie in dem unzugänglichen Herrenhaus von Honoré de Beauchamps, ihrem ebenso undurchsichtigen, wie bedrohlichen Widersacher. Einzig der alljährliche Winterball könnte ihnen in nächster Zeit die Türen des Hauses öffnen, doch haben Zofen keinen Zugang zu solchen gesellschaftlichen Großereignissen. Da bedarf es schon einer ausgeklügelten List der WhisperWhisper-Kettenbriefe und ihrer Herrin und Freundin Miss Lucy, um ihr die Ballteilnahme inkognito zu ermöglichen.

Auch wenn Zoe als Zofe der Zutritt zu Bällen verwehrt ist, genießt sie dennoch die Freiheiten die ihr der Mangel an Etikette gegenüber Miss Lucy gewährt. Das finde ich äußerst erfrischend, wünscht man sich doch sonst bei Regencylektüre bloß keine Hausangestellte zu sein. Als Zeitreisende aus der Zukunft stellt Zoe mit ihren aus der Zeit gefallenen Ideen noch immer den Haushalt und die Gesellschaft auf den Kopf. Das gefällt nicht jedem männlichen Mitglied des Haushalts und der gehobenen Gesellschaft. Natürlich ist es erfreulich, dass Miss Lucy endlich ihr Zimmer verlässt, Freundschaften schließt und freudig erregt Bälle und andere gesellschaftliche Ereignisse besucht, aber dass sie nun selbstständig beginnt zu denken und Ideen in die Tat um zu setzen, erscheint insbesondere ihrem ebenso bornierten wie tradierten Bruder Arthur bedrohlich. Herrlich wie hier die Frauen des Hauses zusammenhalten und somit Arthurs Pläne vereiteln. Frauen sind wohl doch raffinierter, als er ahnt. Mit Witz, Magie und Spannung nimmt Aniely Ley uns mit in das beginnende 19. Jahrhundert und stellt dieses mit weiblicher Freude auf den Kopf. Mit leichter Feder fragt sie beschwingt: „Was wäre wohl aus dem Frauenwahlrecht und dem Minirock geworden, hätte es die deutsche Austauschschülerin Zoe nicht um 200 Jahre zurück in die Vergangenheit verschlagen?“ Zum Glück hat sie es irgendwie auch geschafft, den jungen französischen Studenten mit in den Zeitstrudel zu reißen. So hat sie in der Vergangenheit einen Verbündeten, den sie nicht schockieren kann, der sie aber bei ihren Plänen zuverlässig unterstützt, nicht ohne dieses verräterische Kribbeln in ihrer Magengegend... und immer dieses lästige Erröten! Ein herrliches Paar geben diese beiden ab, wenn auch absolut nicht gesellschaftsfähig. Das scheint die junge Zofe allerdings auf den Geschmack zu bringen, denn auch andere junge Damen anno 1816 könnten ein paar Glücksgefühle nur allzu gut vertragen.

Dagmar Bittner mit ihrer jungen und quirligen Stimme passt sich wunderbar Zoes Stimmungsspiel an. Immerhin erzählt die junge Zeitreisende aus der Ich-Perspektive. Das lässt das Herzklopfen umso unmittelbarer erscheinen, wenn uns die Sprecherin scheinbar spielerisch mit durch geheime Gänge oder in Teehäuser im shabby chic nimmt. Geheimnisvoll wird es nachts zwischen den Mauern von Ruinen und lustig wenn Miss Lucys Hund mit Starallüren mit Zoe um Gefälligkeiten feilscht. Und wieder lässt sie den Spannungsbogen fast ins Unermessliche steigen, nur um zu offenbaren, dass es erst in Band 3 weitergeht. Ganz fieser Cliffhanger der mich nun bis Mai 23 warten lässt!

Beschwingt hurmorvolle Romantasy ab 12 Jahren!

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Veröffentlicht am 16.11.2022

Weihnachtlich schön!

Drei Weihnachtswunder für Lena Engel
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Lena (36) ist immer busy! Das stört Weihnachten einfach nur! Der Arbeitsalltag wird völlig durcheinandergebracht nur weil alle schon von den Feiertagen, mind. 3 Gänge runterschalten! Nicht mit ihr! Sie ...

Lena (36) ist immer busy! Das stört Weihnachten einfach nur! Der Arbeitsalltag wird völlig durcheinandergebracht nur weil alle schon von den Feiertagen, mind. 3 Gänge runterschalten! Nicht mit ihr! Sie weiß gar nicht was alle anderen haben. Ihre Eltern erwarten sie zum Fest, ihr Freund Berat möchte mit ihr sonnige Feiertage bei seiner Familie in der Türkei verbringen, dabei hat sie ja noch nicht einmal Lust auf ihre eigene! Versteht denn keiner, dass sie sich am liebsten zu Hause einigeln würde, auf den ganzen Kitsch pfeifen und weiter arbeiten? Doch als sie sich gerade bei ihrem letzten Online-Meeting ausloggen will, geschieht das schier Unglaubliche: ihre beste Freundin aus Kindertagen entführt sie mit einem Film zurück in die Weihnachtsfeste ihrer Kinder- und Jugendtage und Lena wird schmerzlich bewusst, wie sehr sie Weihnachten einst liebte. Doch als die letzten Erinnerungsbilder über den Bildschirm flackern, wir Lena etwas anderes noch viel schmerzhafter bewusst... In 24 Kapiteln erleben wir Lenas Rückkehr unter die Weihnachtsfans und wie sie ihr Herz wiederendeckt!

Lena ist ein Workaholic und Menschenfeind und geizig eigentlich noch dazu, denn selbst zu Weihnachten kann sie sich nicht überwinden etwas zu spenden oder zu verschenken, noch nicht einmal ein kleines Lächeln für die alten Nachbarn. Selbst Berat scheint mehr Establishment als Partner zu sein und dabei ist sie so plump in ihrer Abweisung, dass auch er die Augen nicht davor verschließen kann. Hinter ihrem Rücken wird über sie getuschelt, denn auch in ihrer Firma ist sie nicht beliebt mit ihrer schroffen Unnachgiebigkeit – sie ist ein echter Scrooge! Wirklich nicht sympathisch, aber das soll sie ja auch gar nicht sein, erst die 3 Geister der Weihnacht sollen sie zurück ins Leben holen und ihr Herz erwärmen. Dabei leisten die dreii Geister ganze Arbeit!

Schön leicht und humorvoll erzählt Ulrike Herwig die Geschichte, wie Lena wieder Weihnachten und ihre Mitmenschen lieben lernte. Es gibt hier anders als bei Dickens nicht Tiny Tim, aber doch die netten Kinder von nebenan, denen ihr ständig arbeitender Vater fehlt und weiß der Geier, wo ihre Mutter steckt! Lena lebt in der Großstadt und hielt diese für anonym, doch auch hier irrte sie. Tatsächlich geht es in ihrem Mehrparteienhaus ganz schön wuselig zu und mit Lena lernen wir sie alle kennen und lieben. Da gibt es herrliche Aufregmomente und nicht an allen ist Lena schuld. Ihr Gespür für Ungerechtigkeit wächst und sie ist nicht mehr gewillt passiv wegzuschauen. Manchmal kommt es für Lena knüppeldick, da hat sie mir schon leid getan, auch wenn sie anfangs so unausstehlich war. Doch sie nimmt ihr Leben selbst in die Hand und gibt ihm neuen Schwung und endlich wieder die nötige Prise Glück!

Das Buch hat 24 Kapitel – man kann es also als Adventskalenderbuch lesen, denn die Kapitel haben auch eine ausreichende Länge, muss es aber nicht! Allerdings ist mir leider die Schrift zu klein.

Ein richtiger weihnachtlicher Wohlfühlroman mit Glitzer-Sternchen-Wohlfühl-Ende auch wenn Lena mit auf Anhieb unsympathisch war und mit ihrem eigenen Herzen auch meines erwärmte.

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