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Veröffentlicht am 27.11.2022

Der Teufel ruft ...

Teufelskreuz
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Ursprung ist ein kleiner Ort in Österreich mit nur 69 Seelen. Als der alte Pfarrer stirbt, kommt ein junger und sehr moderner als Ersatz - Mano Urian. Von nun an gibt es keinen Gesang mehr im Gottesdienst, ...

Ursprung ist ein kleiner Ort in Österreich mit nur 69 Seelen. Als der alte Pfarrer stirbt, kommt ein junger und sehr moderner als Ersatz - Mano Urian. Von nun an gibt es keinen Gesang mehr im Gottesdienst, Einsatz-Predigten und viele mysteriöse Todesfälle. Die alte Hildgard steht ihm offen feindlich gegenüber und sieht in ihm den Teufel, den es zu bekämpfen gilt.

Ich liebe Krimis und ich mag schwarzen Humor, aber dieses Buch hatte von beidem wenig zu bieten. Sicher - es geschehen kriminelle Taten, bei deren Aufklärung die örtliche Polizei keinerlei Chance hat. Es gab auch viele Boshaftigkeiten, spitzfindig dargestellt - wahrscheinlich muss man Österreicher sein, um das zu würdigen zu wissen.

Die Einheimischen sind gut gezeichnet, ebenso wird das Landleben sehr genau und gut beschrieben. Jeder weiß alles über jeden, wer mit wem und warum, auch die alte, heruntergekommene Dorfwirtschaft samt Publikum wird genauestens dargestellt. Es herrscht durchgängig eine düstere und morbide Atmosphäre. Zudem gibt es sehr viele Leichen und einige Dorfbewohner, die in der Psychiatrie enden.

Das hat leider nicht so ganz meinen Geschmack getroffen, aber das Buchcover hat mir gut gefallen, auch der rote Buchschnitt.

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Veröffentlicht am 01.10.2022

Ein Sparvereins-Roadtrip!

Kalamitäten im Sparverein
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Der Bürgermeister von Gramakirchen, einer sehr ländlichen, österreichischen Gemeinde, ist verstorben. Seine Tochter gibt bekannt, dass ihr Gatte als neuer Kassier des örtlichen Sparvereins, der im Dorfwirt ...

Der Bürgermeister von Gramakirchen, einer sehr ländlichen, österreichischen Gemeinde, ist verstorben. Seine Tochter gibt bekannt, dass ihr Gatte als neuer Kassier des örtlichen Sparvereins, der im Dorfwirt "Zum goldenen Bock" ansässig ist, bestimmt wurde. Darüber ist die dörfliche Bevölkerung nicht sehr angetan, denn der Magister Peter ist ein Eingeheirateter und hat nicht viel mit den Einheimischen gemein. Doch als der Auszahlungsabend kommt, ist der Peter verschwunden und mit ihm das antike Feuerwehrauto der örtlichen Feuerwehr sowie ein größerer Betrag Geld, das der hiesige Bauunternehmer im Sparverein eingezahlt hatte.

Eine Task Force wird gebildet und die Verfolgung des Flüchtigen wird aufgenommen. Die ländlichen Granden halten zusammen, die Polizei bleibt - auch auf Wunsch des Bauunternehmers - aus dem Spiel.

Dieses Büchlein ließ sich schnell lesen, ich würde es aber eher nicht als Krimi bezeichnen, eher als ein Schelmenstück. Das dörfliche Landleben und die Mauscheleien, die dort vorkommen, werden sehr gut beschrieben. Nach dem Motto: Eine Hand wäscht die andere, wird Geld gewaschen und dafür Feiern gesponsert usw. Am besten hat mir die Fahrt mit der alten Barbara - so heißt das Feuerwehrauto - durch den Balkan gefallen und der mutige Fahrer Peter dazu.

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Veröffentlicht am 23.09.2022

Viele Lügen!

Nur du und ich
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Eigentlich sollte es ein romantisches Wochenende werden, doch irgendwann schlug es in das genaue Gegenteil um. Ein einsames Haus am Meer, ein Schneesturm, viel Zeit füreinander - doch dann geht es um Geheimnisse ...

Eigentlich sollte es ein romantisches Wochenende werden, doch irgendwann schlug es in das genaue Gegenteil um. Ein einsames Haus am Meer, ein Schneesturm, viel Zeit füreinander - doch dann geht es um Geheimnisse und Lügen und die Machtverhältnisse werden neu verteilt. Wer gewinnt am Ende?

Dieser Thriller besitzt alle Voraussetzungen für einen Horror-Roman, denn nur einer wird überleben! Wer das ist, diese Frage wird erst ganz am Ende beantwortet. Bis dahin erfahren wir in Kapiteln, die abwechselnd aus der Sicht der beiden Hauptpersonen, dem Professor Steven und seiner jungen Freundin und Studentin Ellie, erzählt werden, wie sie die Dinge sehen. Daneben gibt es noch, nur mit Datum versehene Einblenden einer anderen Person aus der Vergangenheit der zwei, die eine große Rolle spielt.

Spannung war vorhanden, hätte gerne noch mehr sein können. Die Story dahinter hat mich jetzt nicht so ganz überzeugt, da war einiges für mich nicht glaubwürdig. Die Stimmung im Buch fand ich recht düster und beklemmend.

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Veröffentlicht am 29.08.2022

Ein unheimliches Schloss und viele Tote!

72 Stunden - Fürchte die Stille
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Die junge Fernseh-Moderatorin Bea ist mit den Nerven am Ende - seitdem ihr kleiner Sohn spurlos verschwunden ist, kann sie sich auch nicht mehr richtig auf ihren Job konzentrieren und patzt in einer Livesendung. ...

Die junge Fernseh-Moderatorin Bea ist mit den Nerven am Ende - seitdem ihr kleiner Sohn spurlos verschwunden ist, kann sie sich auch nicht mehr richtig auf ihren Job konzentrieren und patzt in einer Livesendung. Daher beschließt sie, an einem Schweige-Retreat in einem Schloss unter der Leitung einer Psychologin teilzunehmen. Doch in diesem alten Gemäuer geschehen seltsame Dinge. Immer wieder tauchen Sachen auf, die ihrem Sohn gehört haben, dann wird auch noch jemand umgebracht. Wer will sie hier so quälen?

Anfangs plätschert dieser Thriller noch so dahin, erst am Ende wird es richtig spannend. Es gibt jede Menge Leichen, wobei hier manchmal weniger etwas mehr wäre. Die Handlung fand ich teils recht verwirrend, es blieben noch Fragen offen. Bea war mir nicht sehr sympathisch und ich konnte ihre Handlungen nicht alle nachvollziehen. Am besten hat mir noch der unheimliche Ort des Geschehens gefallen - das mysteriöse Schloss mit den Mönchen und den gruseligen Geheimgängen.

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Veröffentlicht am 10.08.2022

Tödliche Verstrickungen!

Mörderische Masche
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Der 35-jährige Henri wurde sehr jung Witwer, seine Frau Maike hatte einen tödlichen Zusammenstoß mit einem Bullen. Was soll er nun nur mit ihrem Handarbeitsgeschäft anfangen? Von Wolle und Handarbeiten ...

Der 35-jährige Henri wurde sehr jung Witwer, seine Frau Maike hatte einen tödlichen Zusammenstoß mit einem Bullen. Was soll er nun nur mit ihrem Handarbeitsgeschäft anfangen? Von Wolle und Handarbeiten aller Art hat er keine Ahnung. Die Angestellte Edda, genannt Frollein, möchte einen Verkauf auf jeden Fall verhindern, denn sie liebt ihren Beruf. Und sie kann Henri sogar dazu bewegen, das Häkeln zu lernen und an den Treffen des Häkel-Clubs im Laden teilzunehmen. Dort wird aber nicht nur gehäkelt, sondern auch ermittelt!

Ehrlich gesagt hatte ich mir mehr Krimi von diesem Cosy Crime-Buch erwartet. Leider kam die Spannung zu kurz, auch hatte ich mir mehr Nachforschung und Aufklärung zum Fall gewünscht. Stattdessen stand mehr das Geschehen im Handarbeitsladen im Mittelpunkt, was ich trotzdem ganz interessant fand, aber nicht viel mit einem Krimi zu tun hat. Am besten hat mir das Frollein gefallen, das listig die Geschicke des Geschäfts in die richtige Richtung lenkte, ohne dass es Henri mitbekam. Henri kam mir manchmal mehr wie ein Rentner vor, als wie ein junger Mann.

Der Schreibstil war humorvoll und hat mir ganz gut gefallen - mehr Spannung wäre sehr wünschenswert gewesen!

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