Thomas Halliday erweckt auf ganz besondere Art und Weise längst vergessene Welten sowie die darin beheimatete Flora und Fauna zum Leben und bringt uns damit unsere eigene Erdgeschichte näher
Urwelten"Back to our roots" könnte wohl auch der Titel dieses grandiosen Buchs des Paläontologen und Evolutionsbiologen Thomas Halliday sein.
Besser veranschaulicht das folgende Buchzitat die bevorstehende Safari ...
"Back to our roots" könnte wohl auch der Titel dieses grandiosen Buchs des Paläontologen und Evolutionsbiologen Thomas Halliday sein.
Besser veranschaulicht das folgende Buchzitat die bevorstehende Safari durch längst vergangene Zeiten.
"Das vorliegende Buch ist eine Erkundung der Erde, wie sie einst war, der Veränderungen, denen sie im Laufe ihrer Geschichte unterworfen war, und der Formen, die das Leben entwickelte, um sich anzupassen - oder auch nicht."
Nicht durch weniger als 500 Millionen Jahre nimmt uns Halliday mit auf eine sehr spannende und vor allem lehrreiche Zeitreise durch unsere eigene Erdgeschichte.
Die äußerst bildhafte Sprache des Autors vermochte es, mich sehr schnell für das Buch und das Thema zu begeistern. Einmal tief ins Buch eingetaucht fliegen die Millionen Jahre nur so dahin.
Halliday lässt längst vergessene Zeitalter zu alter Größe wieder auferstehen und gibt dem geneigten Leser auch einen kleinen Einblick in die damalige Flora und Fauna. Ich fühlte mich persönlich etwas an den Film Jurassic Park zurückerinnert beim Lesen.
Wenn ich an meine eigene Schulzeit an das Fach Erdkunde bzw. Geschichte zurückdenke, hätte ich mir wohl als Schüler damals dann Halliday als Lehrer gewünscht. Besser und vor allem bildhafter kann man unser aller Erdgeschichte nicht beschreiben und vermitteln. So macht Wissensvermittlung auf alle Fälle sehr viel Spaß und ist kein Stückchen öde oder trocken.
Die kurzweiligen Texte werden aufgegriffen von vereinzelten beispielhaften Illustrationen und Übersichtskarten. Von den durchweg gelungenen Illustrationen hätten es nach meiner Ansicht gerne etwas mehr sein dürfen. So spielt allerdings bei mir das Kopfkino beim Lesen die wichtigste Rolle und führt durch das ganze Buch dann auch komplett Regie.
Beim Lesen bekommt man einen kleinen Eindruck, wie zerbrechlich unser noch lebenswerter Planet eigentlich ist. Im ganz normalen Alltag wollen diesen Umstand wohl sehr viele Menschen nicht wahr haben, hier im Buch wird das ständige Werden und Vergehen dann sehr anschaulich präsentiert. Und damit schlägt Thomas Halliday nach meiner persönlichen Meinung dann die Brücke in unsere aktuelle sehr prekäre Lage. Wir sind mitten im Auge des vom Menschen gemachten Klimawandels. Was wohl über uns dann in tausenden von Jahren übrig bleiben bzw. von uns berichtet wird? Wie wird die Story rund um das Anthropozän dann wohl fortgeschrieben werden oder vielleicht auch in einem Kollaps der Ökosysteme enden?