Profilbild von I_read_the_World

I_read_the_World

aktives Lesejury-Mitglied
offline

I_read_the_World ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit I_read_the_World über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.12.2022

Touch me Forever wird den Themen leider nicht gerecht

Touch me forever
0

Touch me Forever der Autorin Amy Baxter ist der dritte Teil der Now and Forever Reihe und somit auch der Abschlussband. Allerdings ist es nicht unbedingt notwendig die vorherigen Bände gelesen zu haben, ...

Touch me Forever der Autorin Amy Baxter ist der dritte Teil der Now and Forever Reihe und somit auch der Abschlussband. Allerdings ist es nicht unbedingt notwendig die vorherigen Bände gelesen zu haben, man kann alles auch so verstehen und hat nicht das Gefühl, das einem etwas fehlt. In diesem Buch geht es um die Geschichte von Hunter und Skye. Beide haben mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Skye oder auch Ivy kehrt zurück in das idyllische Örtchen, in dem sie viele Sommer ihrer Kindheit verbracht hat, um das Haus ihrer verstorbenen Tante zu renovieren. Allerdings wird sie durch einen Schneesturm davon abgehalten und trifft stattdessen ihre Jugendliebe Hunter wieder. Alte Gefühle kommen wieder an die Oberfläche, langsam nähren sich die beiden wieder an, doch Ivy kann Hunter ihre schmerzhafte Vergangenheit nicht erzählen und es stellt sich die Frage, fliehen oder kämpfen?

Der Schreibstil der Autorin macht es leicht, in die Geschichte zu finden. Es wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten erzählt, was mir sehr gut gefällt. Zuerst scheint es ein lockerer Liebesroman zu sein, aber die behandelten Themen sind doch sehr schwer. Detailreich werden sämtliche Handlungen beschrieben, durch die schöne Landschaft fühlt man sich geborgen und kann sich alles genau vorstellen. Geschickt schafft die Autorin es, dass man die Charaktere besser kennenlernt, ohne das Gefühl zu bekommen, dass alles zu schnell geht. Die Charaktere waren mir alle sympathisch und wie es sich gehört, werden auch noch mal die Charaktere der vorherigen Bände in die Geschichte eingebaut.
Dennoch muss ich aber auch sagen, dass die Themen Trauer und Sucht, wie sie schon auf dem Klapptext angedeutet werden und hier eine wichtige Rolle spielen, etwas vergessen werden. Sie werden Richtung Ende behandelt, allerdings viel zu schnell und wenig realistisch. Es ist mir leider so vorgekommen, als würde die Autorin das Buch so schnell wie möglich zu Ende bringen wollen. Daher sind mir die Kernpunkte zu kurz gekommen, weswegen ich rückblickend etwas enttäuscht bin. Die Autorin erklärt dies auch noch mal im Nachwort, jedoch finde ich, wenn man solche Themen in sein Buch einbaut, sollte man es richtig machen. Das ist aber sehr individuell und was mir zu wenig ist, kann anderen vielleicht schon zu viel sein.

Abschließend kann ich sagen, dass ich die Story sehr gut finde, nur an der Umsetzung ist es für mich gescheitert. Diese Themen sind aber auch nicht leicht. Für mich war es eher ein Buch für zwischendurch. Der Schreibstil ist wirklich einzigartig und rundet die Geschichte ab. Mir fehlt bloß leider die Tiefe und darüber kann ich einfach nicht hinwegsehen, obwohl es nur das Ende betrifft, ansonsten ist das Buch toll.
(Auch wenn ich sage, dass mir die Themen Trauer und Sucht zu kurz gekommen sind, empfindet das nicht jeder so. Bitte macht euch klar, dass sie im ganzen Buch eine Rolle spielen und die Geschichte nicht für jeden geeignet ist. Lest nur bis zu dem Punkt, an dem ihr euch noch wohl fühlt.)

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.01.2023

Story, mit viel ungenutztem Potenzial

Sand Castle Ruins - The Boys of Sunset High
1

„Sand Castle Ruins“ von Vivien Summer ist der Auftakt der The-Boys-Of-Sunset-High-Reihe. In diesem Buch geht es um Connor und Kit, die bereits eine gemeinsame Vergangenheit haben und sich bis auf die Knochen ...

„Sand Castle Ruins“ von Vivien Summer ist der Auftakt der The-Boys-Of-Sunset-High-Reihe. In diesem Buch geht es um Connor und Kit, die bereits eine gemeinsame Vergangenheit haben und sich bis auf die Knochen hassen. Kit kümmert sich um die ganze Familie und hält diese über Wasser, während ihre Eltern immer noch mehr Probleme verursachen und sie hat sich geschworen Connor Quinn nie wieder in ihr Leben zu lassen. Connor kämpft mit seinen Dämonen aus der Vergangenheit und darf diesen Kampf nicht verlieren. Obwohl sie sich hassen, sind die alten Gefühle der zwei nicht verschwunden und als Kit dringend Hilfe braucht, nutzt Connor diesen Vorwand, um wieder mehr Zeit mit Kit verbringen zu können, doch Kit hat eigentlich ganz andere Sachen, um die sie sich kümmern muss. Können sie gemeinsam ihre Vergangenheit überwinden oder werden sie daran zerbrechen?

Das Cover ist wirklich wunderschön und das gesamte Buch ist sehr detailreich gestaltet, es wird wirklich auf jede Kleinigkeit geachtet. Dies kann man auch zu dem einzigartigen Schreibstil von Vivien Summer sagen, man fühlt jede einzelne Emotion von den Protagonisten. Das Buch ist aus den Perspektiven von Connor und Kit geschrieben und sogar in den einzelnen Kapiteln kann man allein durch die Sprache die Charakterzüge der beiden kennen lernen. Nach und nach erfährt man durch Abschnitte, die in der Vergangenheit spielen, was die beiden durchgemacht haben und warum sie jetzt so sind, wie sie sind.
Der generelle Plot hat mir ganz gut gefallen, es gibt viele unerwartete Wendungen und man fühlt mit den Charakteren. Vivien Summer spricht viele verschiedene wichtige Themen an, wodurch es nicht nur ein „einfacher“ New-Adult-Roman ist. Auch die beiden Charaktere wirken wie aus dem Leben gegriffen und man kann sich gut in sie hineinversetzen, sie sind mir beide sympathisch und ans Herz gewachsen.
Leider gibt es aber auch Punkte, die mich sehr enttäuscht haben. Wie schon auf dem Klappentext angedeutet, verlangt Connor von Kit, dass sie seine Freundin spielt. Obwohl ich anmerken muss, dass das Buch das nur ganz kurz anschneidet, hat es für mich einfach einen bitteren Beigeschmack, weil es dadurch sehr in Richtung einer toxischen Beziehung geht und das setzt sich durch das ganze Buch fort. Deswegen hat es mit einfach nicht das Gefühl davon vermittelt, dass es „echte Liebe“ ist. Mich haben manche Szenen einfach sehr gestört, weil sie sehr erniedrigend waren und ab dann fand ich das Buch nicht mehr so schön. Es gibt aber auch andere Themen, die eher Mittel zum Zweck waren und viel zu schnell abgehandelt, wodurch sie auch einfach falsch dargestellt werden.

Abschließend habe ich durchmischte Gefühle bei dem Buch. Die Story hat viel Potenzial, aber für mich wurde zu wenig davon genutzt. Außerdem romantisiert es toxische Beziehungen und verherrlicht noch weitere Themen. Dennoch ist der Erzählstil bis zur Hälfte des Buches große Klasse und das Buch ist sehr detailreich gestaltet. Leider wird Connor mir im Verlauf der Handlung immer unsympathischer und auch frauenverachtend. Mir hat die Handlung nicht gefallen, was natürlich nur mein persönlicher Eindruck ist und andere das sicherlich anders sehen, dennoch finde ich, dass manche Grenzen trotz der Charakterzüge von Charakteren nicht überschritten werden sollten. Leider ist das für mich hier geschehen und es wurde eher ein Kampf durch die Seiten zu kommen, weil ich mich nicht wohl gefühlt habe.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl