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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.12.2022

Drum prüfe wen du einstellst

Die Haushälterin
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So düster und gruselig wie das Cover, geht es auch im Inneren dieses Buches zur Sache. Jodi ist eine erfolgreiche Immobilienmaklerin. Privat ist sie jedoch weniger erfolgreich. Zumindest nach Meinung ihres ...

So düster und gruselig wie das Cover, geht es auch im Inneren dieses Buches zur Sache. Jodi ist eine erfolgreiche Immobilienmaklerin. Privat ist sie jedoch weniger erfolgreich. Zumindest nach Meinung ihres narzisstischen Ehemannes und herrschsüchtigen Vaters. Während sie sich zwischen Geldverdienen, Kindern, Haushalt und ihrer Rolle als Ehefrau und Tochter förmlich zerreißt, kritisieren alle an ihr herum. Um den Spagat zu schaffen, beschließt sie eine Haushälterin für ihre Eltern anzustellen. Ihre Mutter ist schwer pflegebedürftig und ihr Vater benötigt dringend Unterstützung hat jedoch auch hohe Ansprüche. Auf ihrer Suche nach einer geeigneten Angestellten trifft sie auf Elyse. Eine robuste, taffe Frau Anfang 60. Was zu Beginn als nahezu perfekt anmutet, zerbröselt nach und nach und offenbart ein perfide gesponnenes Netz aus Lügen, Täuschungen und Gier. Joy Fielding ist eine Meisterin in diesem Genre. Aber dieses Buch hat für mich alle bisherigen in den Schatten gestellt. Ich war völlig geschockt und überrascht von den Wendungen und Kniffen. Wie ein Gewitter, baut sich die Story langsam auf. Man sieht schon die dunklen Wolken am Horizont, hat aber überhaupt keine Vorstellung davon was und wie heftig da auf einen zukommt. Alle Anzeichen stehen auf Drama ohne Ausweg. Für mich war dieser Thriller perfekt. Genauso wie ich mir einen Thriller vorstelle: voller Spannung, einer Prise Grusel, Raffinesse und Genialität. Dieses Buch war eines meiner absoluten Highlights in diesem Jahr.

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Veröffentlicht am 07.12.2022

Reich und berühmt 2.0

Gregs Tagebuch 17 - Voll aufgedreht!
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Auch im 17. Band von „Gregs Tagebuch“ geht es wieder turbulent zu. Greg denkt mal wieder über seine Zukunft nach. Eigentlich wollte er ja immer reich und berühmt werden, doch ihm fällt auf, dass das für ...

Auch im 17. Band von „Gregs Tagebuch“ geht es wieder turbulent zu. Greg denkt mal wieder über seine Zukunft nach. Eigentlich wollte er ja immer reich und berühmt werden, doch ihm fällt auf, dass das für ihn viel zu viel Stress bedeutet. Also entschließt er sich, ein Familienmitglied eines berühmten Menschen zu werden. So hat er selbst keinen Stress und kann trotzdem das Leben mit Reichtum genießen. So muss sein älterer Bruder Rodrick herhalten. Denn der hat ja schließlich bereits seine eigene Band namens „Folle Vindl“. Von nun an spielt Greg den Assistenten der Band, hilft bei den Auftritten oder hält sich einfach nur in der Nähe der „Heavy Metall Band“ auf, um mit ihnen in Verbindung gebracht zu werden. Ständig muss er dabei zusehen, wie alles schief geht. Alles endet wie üblich in einem Desaster. Der gewohnt witzige Comic-Stil von Gregs Tagebüchern konnte uns auch in diesem Band wieder total begeistern. Leider haben wir seinen Freund Rupert etwas vermisst. Aber auch wenn es hier mal nicht nur um Gregs Alltag ging, war es eine sehr gelungene Story, die uns mal wieder zum Lachen gebracht hat.

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  • Thema "Gregs Tagebuch - Voll aufgedreht"
  • Cover "Gregs Tagebuch - Voll aufgedreht"
  • Bastelspaß
Veröffentlicht am 30.11.2022

Tief bewegend

Das letzte Versprechen
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Nach dem ich diese Geschichte wieder zwischen den Buchdeckeln eingeschlossen habe, bin ich immer noch tief bewegt, erschrocken und schockiert. Ich weiß nicht wie oft ich in meiner Schullaufbahn das Thema ...

Nach dem ich diese Geschichte wieder zwischen den Buchdeckeln eingeschlossen habe, bin ich immer noch tief bewegt, erschrocken und schockiert. Ich weiß nicht wie oft ich in meiner Schullaufbahn das Thema des Nationalsozialismus gelehrt bekommen habe, wie viele Bücher und Filme ich darüber gesehen habe. Immer war es schrecklich und hat mich betroffen und ratlos gemacht im Angesicht solcher Unmenschlichkeit. Aber noch nie habe ich etwas über die Geschichte der Donauschwaben gehört., die im Banat in Südosteuropa lebten. Der Roman von Hera Lind erzählt die wahre Geschichte der Familie Pfeiffer. Nachdem Europa in den letzten Kriegsjahren nach und nach aus den Zwängen Hitlerdeutschlands befreit wurde, mussten die Donauschwaben für die Gräueltaten der Nazis büßen. Weihnachten 1944 wurde die junge Mutter der kleinen 5-jährigen Anni in ein Zwangsarbeitslager nach Sibirien verschleppt. Mit ihr alle jungen Frauen aus dem Banat. Viele Familien wurde gefoltert und ermordet andere kamen in Vernichtungslager. Selbst die Kinder erführen keine Gnade. Sie sollten in Lagern verhungern. Doch Anni hatte ihre tapfere Großmutter an ihrer Seite, die der Schwiegertochter das Versprechen gegeben hat, das Kind nicht aus den Augen zu lassen. Wie sie verzweifelt versucht das kleine Kind an Körper und Seele zu erhalten, ist einfach herzzerreißend und von der Autorin einfühlsam und fesselnd geschrieben. Diese Geschichte musste dringend erzählt werden, denn sie darf nicht in Vergessenheit geraten. Für mich war es das emotionalste Buch dieses Jahres und ich werde diese Lebensgeschichte bestimmt nicht mehr vergessen können.

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Veröffentlicht am 25.11.2022

Das Herz von Paris

Melodie des Bösen
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Bereits als das menschliche Herz auf Chopins Grabstätte gefunden wurde war klar, diese Geschichte wird kein seichter Cosy Crime, hier verdunkelt sich der Pariser Himmel. Der ehemalige Besitzer des Herzens ...

Bereits als das menschliche Herz auf Chopins Grabstätte gefunden wurde war klar, diese Geschichte wird kein seichter Cosy Crime, hier verdunkelt sich der Pariser Himmel. Der ehemalige Besitzer des Herzens ist schnell gefunden. Es gehörte einem aufstrebenden Jazz-Pianisten. Britta Habekost katapultiert uns zurück ins Paris von 1925 und mitten hinein in die pulsierende Jazz-Szene. Und so lebenshungrig und ekstatisch die Menge in den Clubs feiert, so düster und unheilschwanger werden wir in den Sog der Pariser Gewaltexzesse gezogen. Vertrauensvoll klammern wir uns an den unerschütterlichen Ermittler Julien Vioric, der durch seinen Spürsinn und klaren Verstand unser sicherer Hafen ist. Und die mutige und umtriebige Journalistin Lysanne hält uns die erleuchtende Fackel in den dunklen Pariser Straßen. Dennoch trudeln wir mitten zwischen die Fronten von Ewig-Gestrigen, Modernen und denen die Menschen (auch damals schon) nach äußeren Merkmalen einteilen und verurteilen. Und während ein Serienmörder in den Gassen lauert, hält sich die Pariser Gesellschaft noch mit verschrobener Attitüde auf. Der Kriminalroman lebt von der beindruckenden, ausdrucksstarken und bildhaften Sprache. Szenen sind so fantastisch ausgestaltet, dass sie wie in einem Film vor meinem inneren Auge vorbeizogen- mehr noch: als wäre man mittendrin! Hat mich schon der erste Band dieser Reihe begeistert, so bin ich nun vollends entflammt!

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Veröffentlicht am 20.11.2022

Magie fliegt durch die Luft

Flora Flitzebesen (Leseanfänger, Bd. 3)
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Die kleine, mutige Hexe Flora freut sich riesig auf den Jahrmarkt im Hexenrosenstädtchen. Mit ihren magischen Freunden erlebt sie viele schöne Dinge. Doch dann verschwindet plötzlich ihr Freund Felix der ...

Die kleine, mutige Hexe Flora freut sich riesig auf den Jahrmarkt im Hexenrosenstädtchen. Mit ihren magischen Freunden erlebt sie viele schöne Dinge. Doch dann verschwindet plötzlich ihr Freund Felix der Feux. Flora begibt sich auf die Suche. Doch was eine richtige Hexe ist, die sucht nicht auf zwei Beinen. Nein- der magische Hexenkessel wird befragt, um den Feux zu finden. Eine super-niedliche Geschichte, in der es um Freundschaft und Zusammenhalt geht. Aber auch darum, dass vielleicht nicht immer alles ist, wie es scheint. Die Geschichte ist sehr fantasievoll und spannend. Die Figuren sind einfach zum Liebhaben und genau das richtige für meine Tochter. Die Erzählung wird durch viele sehr liebevoll geschaltete Illustrationen umrahmt. Großartig haben uns auch die Rätsel am Ende eines Kapitels gefallen. Meine Tochter steht am Anfang der dritten Klasse. Für sie war die Schriftgröße und die Satz- und Textlänge genau richtig. So hatte sie Spaß am Lesen und hat sich über ihren Erfolg gefreut. Das bleibt garantiert nicht das einzige Flora Flitzebesenbuch in unserem Bücherregal.

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