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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.12.2022

Ein absolutes Must-Read für die Vorweihnachtszeit

Auf tapsigen Pfoten ins Glück
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Eine Adventszeit ohne Petra Schiers weihnachtliche Liebesromane mit Hund kann ich mir mittlerweile gar nicht mehr vorstellen. Immerhin gibt es diese zauberhafte Reihe schon seit sechzehn Jahren! Das Schöne ...

Eine Adventszeit ohne Petra Schiers weihnachtliche Liebesromane mit Hund kann ich mir mittlerweile gar nicht mehr vorstellen. Immerhin gibt es diese zauberhafte Reihe schon seit sechzehn Jahren! Das Schöne daran ist, dass man in jeder neuen Folge immer wieder „alte Bekannte trifft“. So ist es auch diesmal. In den letzten Jahren standen immer Mitglieder der Familie Sternbach im Vordergrund, und auch heuer sind die Sternbachs wieder mit vertreten, wenn auch diesmal nur in Gastrollen. Aber auch Jana, die Hauptperson, ist treuen Lesern schon lange bekannt, denn die Glaskünstlerin hat alljährlich ihr Zelt mit Glasobjekten auf dem Weihnachtsmarkt der kleinen Stadt in der Nähe von Köln, wo sich all die weihnachtlichen Geschichten ereignen. Auch Sicherheitsmann Oliver ist nicht ganz unbekannt, denn er hat im vergangenen Jahr das Weihnachtsfest bei der Familie Sternbach verbracht. Vieles greift immer wieder ineinander, und so wirkt die ganze Atmosphäre immer vertrauter, und man fühlt sich fast wie zuhause. Es ist eine ganz heimelige, schöne Stimmung, die Petra Schier mit ihren Weihnachtsromanen vermittelt. Man kann damit richtig schön abschalten und es sich gemütlich machen. Auch die Romantik darf nicht fehlen, und hier ist Klaus mit seinem nostalgischen Karussell eine wichtige Station auf dem Weihnachtsmarkt. Auch er ist ein „alter Bekannter“, und schon viele Paare haben sich bei seinen abendlichen Sonderfahrten für verliebte Erwachsene gefunden.

Diesmal scheinen die Protagonisten jedoch so gar nicht zueinander zu passen. Jana hat Oliver engagiert, denn in ihrem Geschäft und Lager wurde eingebrochen und viele schöne Stücke zerstört. Offiziell ist Oliver als Wachmann angestellt, aber der Privatdetektiv ermittelt undercover. Um die Nachforschungen einfacher zu gestalten und Jana ein Gefühl der Sicherheit zu vermitteln, zieht Oliver in ihr Gästezimmer. Seinen Hund, die Bordeauxdogge Scotty, bringt er mit. Nun passen Glasobjekte und Hunde nicht besonders gut zusammen, aber das ist nicht das größte Problem unserer Protagonisten, denn sie stellen beide fest, dass sie sich zueinander hingezogen fühlen, aber das darf ja nicht sein, denn genauer betrachtet sind sie so grundverschieden und passen überhaupt nicht zusammen. Außerdem hat Oliver Prinzipien, was private Beziehungen zu Kundinnen angeht. Die Geschichte entwickelt sich sehr fesselnd, noch dazu, weil diesmal, durch die eingebrachte Kriminalgeschichte, ein weiterer Spannungsbogen dazu kommt. Man darf also nicht nur gespannt sein, ob sich Jana und Oliver trotz aller Vorbehalte nahe kommen, sondern man kann auch miträtseln, wer es da auf Jana abgesehen hat, denn der Einbruch war nur der Anfang…

Natürlich erhält auch, wie gewohnt, der vierbeinige Protagonist eine Stimme. Die Passagen, in denen man Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt von Scotty bekommt, sind kursiv gedruckt und wie immer allerliebst.

Aber auch die Kapitel mit Santa Claus, seiner Frau und seinen Weihnachtselfen dürfen nicht fehlen. Sie geben dem Roman etwas Märchenhaftes und heben die Weihnachtsstimmung. Habe ich schon erwähnt, dass ich diese Romanreihe von Petra Schier liebe? Ja, habe ich, aber ich finde, das kann man gar nicht oft genug sagen!

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Veröffentlicht am 03.12.2022

Wunderschönes Hausbuch und ein wahrer Ideenfundus rund ums Jahr

Im Einklang mit dem Jahreskreis
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Das Buch beginnt mit dem November und bietet für jeden Monat des Jahres zahlreiche Impulse, Naturerfahrungen, DIY und vieles mehr. Es gibt Anregungen für Meditationen und lädt zum Innehalten ein. Achtsam ...

Das Buch beginnt mit dem November und bietet für jeden Monat des Jahres zahlreiche Impulse, Naturerfahrungen, DIY und vieles mehr. Es gibt Anregungen für Meditationen und lädt zum Innehalten ein. Achtsam und respektvoll kann man sich anhand der Inspirationen auf die Wunder, die uns in der Natur begegnen, einlassen und Kraft daraus schöpfen. Es ist ein ruhiges Buch, das rund ums Jahr die Sitten und Bräuche zu den verschiedenen Jahreszeiten und -festen erklärt und auch die alten Traditionen und Kulturen mit einbezieht. So erfährt man, was der Buß- und Bettag für uns bedeutet, was es mit den Raunächten auf sich hat oder wie man die Fastenzeit für sich individuell gestalten kann. Es ist ein spirituelles Buch, das zum Nachdenken und Beobachten einlädt. Man erfährt u.a., wie man einen Jahreszeitentisch gestalten kann und wie aus Schätzen, welche die Natur uns gibt, etwas Schönes entsteht. Das kann eine Lichterkette mit Herbstblättern sein, die unser Heim verschönert und ihr stimmungsvolles Licht verbreitet, eine selbst gemachte Räuchermischung oder ein aus Lehm geformtes Schälchen für das Osterwasser, aber auch Rezepte fürs körperliche Wohlbefinden, beispielsweise ein Nasenöl oder ein Kopfkissenspray und nicht zuletzt leckere Rezepte, die sich leicht umsetzen lassen und die ebenfalls die Jahreszeit widerspiegeln, so beispielsweise ein Sonnenbrot oder Apple Crumble, das leicht zuzubereiten ist und der ganzen Familie schmeckt.
Es ist ein reiches, sehr schön gestaltetes Buch, das sich übers ganze Jahr als Begleiter anbietet, denn ich werde immer wieder gerne hineinschauen, die Ideen aufgreifen und umsetzen.

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Veröffentlicht am 30.11.2022

Naturverbunden, ein klein wenig geheimnisvoll und wunderschön!

Das Licht in den Bäumen
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Nele ist mit einem ganz besonderen Auftrag unterwegs. Ihre Großmutter Vio hat sie gebeten, eine kleine, im Balkonkasten angeflogene Kiefer nach Rügen in den Geschichtengarten zu bringen. Diesen Geschichtengarten ...

Nele ist mit einem ganz besonderen Auftrag unterwegs. Ihre Großmutter Vio hat sie gebeten, eine kleine, im Balkonkasten angeflogene Kiefer nach Rügen in den Geschichtengarten zu bringen. Diesen Geschichtengarten und seine Protagonisten kannte ich bereits aus der Inselgärten-Reihe, und da mich der Schreibstil der Autorin sehr anspricht und ich ihre wunderbaren Natur- und Landschaftsbeschreibungen liebe, bin ich mit hohen Erwartungen an diesen ersten Band der Sehnsuchtswald-Reihe herangegangen, und ich wurde nicht enttäuscht! „Das Licht in den Bäumen“ erzählt eine bezaubernde Geschichte. Eigentlich will Nele ihrer Großmutter nur einen Gefallen tun und danach wieder zurückfahren, aber es kommt alles ganz anders. Die junge Frau ist nicht nur von dem Geschichtengarten fasziniert, sondern sie entdeckt auch ganz neue Seiten an sich. Auf den Spuren der Vergangenheit verliebt sie sich, wie schon vor vielen Jahren ihre Großmutter Vio, nicht nur in die Landschaft und die Wälder auf dem Darß, sondern auch in einen Mann, nur ist Timon nicht bereit für eine Beziehung, zu tief sitzt eine erfahrene Enttäuschung. Mit jedem Tag, den sie dort verbringt, wird ihr Wunsch stärker, mehr über ihren Großvater Joram zu erfahren und sein Werk fortzusetzen. Hilfe erhält sie dabei von Hella, die den Wald kennt wie keine andere. Von der alten Dame lernt und erfährt sie sehr viel Neues und beginnt, Vios Beweggründe und auch Joram immer besser zu verstehen.

Mit diesem Roman nimmt einen Patricia Koelle mit in die wunderbare und auch ein wenig geheimnisvolle Welt der Bäume. Dieses Buch ist Seelennahrung. Die lebendigen, gefühlvollen Schilderungen haben mich auch hier wieder gefesselt. Ganz nebenbei habe ich viel Neues dazugelernt, denn Patricia Koelle bietet viel Wissenswertes und Außergewöhnliches. So habe ich nicht nur etwas über Baumharfen erfahren, sondern auch gelernt, dass man aus einem bestimmten Pilz Tinte herstellen kann oder wie Kiefernnadeln genutzt werden können. Sehr schön finde ich an Patricia Koelles Romanen, dass die Protagonisten immer etwas ganz Besonderes in der Natur finden, das ihr Leben bereichert. Hier geht es aber auch um Freundschaft, um die wertvollen Beziehungen zwischen Jung und Alt, um den achtsamen Umgang miteinander und mit der Umwelt, um Wertschätzung und um künstlerische Freiheit. Mich hat die Autorin auch diesmal wieder verzaubert, und ich freue mich schon sehr auf den zweiten Band, der im kommenden Frühling erscheinen wird.

Am Ende des Romans gibt es auch diesmal wieder eine Szene, die so typisch für die Geschichten von Patricia Koelle ist, denn die Autorin stattet im Epilog ihren Protagonisten immer einen „persönlichen“ Besuch ab, um sich von ihrem Wohlbefinden zu überzeugen. Diese kleinen Begegnungen am Schluss zaubern mir immer noch ein Lächeln ins Gesicht.

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Veröffentlicht am 21.11.2022

Fesselnde Fortsetzung

Zeiten der Sehnsucht
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Der zweite Teil der Mallorca-Saga spielt in den Jahren von 1927 bis 1942. Wir erfahren, wie es den Delgado-Geschwistern ergeht und blicken dabei abwechselnd nach Kuba und Mallorca. In Kuba, wo die älteste ...

Der zweite Teil der Mallorca-Saga spielt in den Jahren von 1927 bis 1942. Wir erfahren, wie es den Delgado-Geschwistern ergeht und blicken dabei abwechselnd nach Kuba und Mallorca. In Kuba, wo die älteste Tochter der Delgados mit ihrer Familie lebt, herrscht Unzufriedenheit mit der Regierung, und es kommt immer wieder zu Aufständen. Die Tabak-Geschäfte von Antonias Mann sind schwierig geworden, aber das Paar tut alles, um unabhängig zu bleiben, und Antonia macht ihren Traum wahr, in den Weinanbau einzusteigen. Immer wieder ergeben sich neue Schwierigkeiten, die gemeistert werden müssen, und auch die Mafia ist im Spiel. Antonias und Fredericos Kinder werden erwachsen und gehen ihre eigenen Wege, mit denen die Eltern nicht immer einverstanden sind. Dazu kommt Antonias Sorge um ihre Familie auf Mallorca, denn sie weiß, dass in Europa Krieg herrscht.

Auch Carla und Leo, Antonias Geschwister, müssen einen stetigen Existenzkampf ausfechten. Leo gerät wieder einmal in Schwierigkeiten, unter denen die ganze Familie leidet. Aber mit Alba hat er eine Frau an seiner Seite, die nicht so leicht klein bei gibt und sich auch ihm gegenüber behauptet. Sie und die gemeinsamen Kinder geben ihm in seinen dunkelsten Stunden Lebensmut.

Mit seiner Mutter und seiner Schwester Carla hat er sich nicht ausgesöhnt, und an Carla ist es nun, den Familienbesitz zu sichern und zu halten. Im Spanischen Bürgerkrieg bleibt auch die friedliche Insel vom Kriegsgeschehen nicht verschont, die Nationalsozialisten machen sich dort breit, und die Menschen leiden Hunger. Auch im Privaten erleben Carla und ihr Mann Francisco viele Herausforderungen, sowohl im Guten wie im Schlechten. Es werden Träume wahr, es kommt zu unverhofften Aussöhnungen, aber es gibt auch viele schwere und traurige Momente.

Die Erlebnisse der verschiedenen Familienmitglieder sind so umfangreich, dass man alles nur schwer mit wenigen Sätzen auf den Punkt bringen kann, zu viel passiert. Man erfährt viel über die politische und wirtschaftliche Lage der damaligen Zeit, die Erlebnisse der Protagonisten reichen vom Börsenkrach in den USA bis hin zum zweiten Weltkrieg. Die Menschen in der Geschichte sind sehr detailliert und vielschichtig dargestellt, und ihre Schicksale sind plastisch und sehr lebendig beschrieben. Da gibt es keine Schwarz-Weiß-Malerei, sondern alle Charaktere haben ihre guten und auch ihre weniger guten Seiten.

Wer vielleicht gerade erst auf diese Reihe aufmerksam geworden ist, dem empfehle ich, mit dem ersten Band „Zeiten des Wandels“ zu beginnen, denn vieles, was im zweiten Teil passiert, kann man nur wirklich einordnen, wenn man die Vorgeschichte kennt.

Der zweite Band schließt mit einem Cliffhanger, der mich ungeheuer neugierig macht, wie es weiter gehen wird. Nur gut, dass der dritte Band bereits im kommenden Februar erscheint, und ich bin schon ungeheuer gespannt aber auch besorgt, ob sich meine Ahnung, die ich diesbezüglich habe, bewahrheiten wird.

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Veröffentlicht am 29.10.2022

Wieder ein großartiges Leseerlebnis

Drachenbanner
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„Drachenbanner“ ist der siebte Band der Waringham-Saga von Rebecca Gablé und schließt sich chronologisch ziemlich eng an den vorherigen Band „Teufelskrone“ an. Es ist die Regierungszeit von Henry III. ...

„Drachenbanner“ ist der siebte Band der Waringham-Saga von Rebecca Gablé und schließt sich chronologisch ziemlich eng an den vorherigen Band „Teufelskrone“ an. Es ist die Regierungszeit von Henry III. Von England, dem Sohn von John Ohneland, um den es im letzten Band ging. Nun lernen wir also seine Kinder kennen, denn neben Henry geht es auch um seine Schwester Eleanor Sie ist mit Simon de Montfort verheiratet, und dieses Paar spielt im Roman eine tragende Rolle.
Neben den historisch belegten Personen gibt es natürlich auch den fiktiven Ort Waringham, in dem der gleichnamige Earl mit seiner Familie lebt und die territoriale Herrschaft inne hat. Für ihn arbeiten zahlreiche Leibeigene, unter ihnen auch Bedric Archer und seine Familie. Bedric hat eine besonders innige Beziehung zu Adela of Waringham. Die beiden erblickten am gleichen Tag das Licht der Welt und sind wie Geschwister aufgewachsen, denn Bedrics Mutter war Adelas Amme. Als sie erwachsen werden, verwandelt sich die kindliche Freundschaft langsam in Liebe. Diese erscheint hoffnungslos, denn zu groß ist der Standesunterschied.
Adela wird zu Prinzessin Eleanor an den Königshof geschickt und findet in ihr eine Freundin und Vertraute. Bedric setzt alles daran, seinen Traum wahr werden zu lassen, denn er hofft, sich eines Tages aus der Leibeigenschaft frei kaufen zu können. Die Wege der jungen Liebenden trennen sich, und eine gemeinsame Zukunft scheint kaum möglich, denn Adela wird mit einem Ritter verheiratet. Und doch kreuzen sich ihre Wege immer wieder, und die kurzen Begegnungen lassen ihre Hoffnung neu aufflackern.
Einen Roman von Rebecca Gablé zu lesen, ist für mich immer etwas Besonderes, vor allem wenn es sich um einen Teil der Waringham-Saga handelt, da ist auch „Drachenbanner“ keine Ausnahme. Ich schätze die Art, wie die Autorin wahre Geschichte mit Fiktion verbindet. Da die Familie Waringham stets enge Verbindung zum englischen Königshaus hat, „erlebt“ man die historischen Ereignisse aus nächster Nähe sehr lebendig mit. Bei ihren Schilderungen hält sich Rebecca Gablé sehr nahe an der Realität, und ich bin immer wieder begeistert, wie großartig ihre Geschichten recherchiert und ausgearbeitet sind. In diesem Band ist unter anderem die Gleichberechtigung aller Menschen ein wichtiges Thema, und wir sehen nicht nur, wie der Adel lebt, sondern die Situation des Volkes wird sehr detailliert und authentisch dargelegt. Schwere Hungersnöte, ausgelöst durch Klimaveränderungen und Temperaturstürze wegen eines Vulkanausbruchs in Indonesien, bringen gerade die einfache Bevölkerung in schwere Existenznöte, sind für ausbrechende Seuchen verantwortlich und kosten viele Menschenleben.
Simon de Montfort setzte sich für gleiche Rechte aller ein. Sein Schicksal ist sehr eindrucksvoll dargestellt und hat mich letztendlich sehr berührt. Dass Bedric, der in Leibeigenschaft aufgewachsen ist, Simon de Montfort treu ergeben ist, verwundert nicht, denn er erlebt Montforts humanitäre Bemühungen aus nächster Nähe.
Ich gestehe, dass ich auch diesen Band wieder bewusst langsam und mit Genuss gelesen habe, um möglichst lange etwas von der Geschichte zu haben. Es ist faszinierend, mit welcher Leichtigkeit hier große Geschichte und ernste Themen sehr detailliert und fachlich kompetent, dabei aber verständlich und kurzweilig dargeboten werden.
Die Protagonisten konnten mich vom ersten Moment für sich einnehmen, denn Adela ist eine typische Waringham, pferdenärrisch, mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, mutig und nicht auf den Mund gefallen. Und auch Bedric hat mich fasziniert, denn er ist ein kritischer Geist, und wenn man bedenkt, was er schon in früher Jugend erleben und erdulden musste und was er dann aus seinem Leben gemacht hat, das ist der Stoff, aus dem die Helden sind. Und trotzdem wirken Adela und Bedric menschlich und glaubwürdig, denn sie sind nicht unfehlbar dargestellt, sondern haben beide auch ihre Macken und schwachen Seiten.
Alles in allem ist dieses Buch auf jeden Fall ein Jahreshighlight für mich, und ich hoffe sehr, auch in Zukunft noch mehr großartige Geschichten über weitere Generationen der Waringhams zu lesen.

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