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Nishi

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.03.2025

Tolles Konzept

Timelock, Band 1 - Zeitrebellen
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Timelock wird als Mystery Thriller bezeichnet, für mich hat es sich ziemlich nach Dystopie angefühlt.
Eine Welt, die im Grunde eine andere Zeitlinie darstellt, in der verschiedene, wichtige historische ...

Timelock wird als Mystery Thriller bezeichnet, für mich hat es sich ziemlich nach Dystopie angefühlt.
Eine Welt, die im Grunde eine andere Zeitlinie darstellt, in der verschiedene, wichtige historische Ereignisse nicht oder verändert stattgefunden haben. Mammuts im Zoo, eine Sprache für die ganze Welt, ein Autokrat, der eben diese Welt beherrscht.
Finde ich wirklich sehr spannend, spielt toll mit der Idee von Zeitreisen und berücksichtigt dabei auch die Physik und so manches Paradoxon, das mit Zeitreisen einher kommen kann.
Die Personen und Schauplätze haben mir grundsätzlich gut gefallen, es blieb jedoch recht oberflächlich. Der Schreibstil wirkte auf mich manchmal fast infantil oder comichaft, viele beschriebene Sachverhalte enden mit einem Ausrufezeichen, das ich in Romanen eigentlich nur in der direkten Rede kenne.
Nichtsdestotrotz ein solides Buch.
Ich hätte lieber ein dickes Buch statt 3 geplanter eher dünner Bücher gehabt.

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Veröffentlicht am 19.07.2024

Beeindruckendes Erstlingswerk

Das Schicksal der Fluchträger - Teil 1: Träume und Erinnerungen
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Das Schicksal der Fluchträger ist ein echter Schmöker. Knapp 500 Seiten umfasst dieser erste Teil und ich bin sehr positiv überrascht, denn das Buch ist das erste des Autors.

Im ersten Moment war ich ...

Das Schicksal der Fluchträger ist ein echter Schmöker. Knapp 500 Seiten umfasst dieser erste Teil und ich bin sehr positiv überrascht, denn das Buch ist das erste des Autors.

Im ersten Moment war ich ganz schön eingeschüchtert, denn ca 10% des Buchs sind Erklärungen, Glossar und Informationen zu dieser unglaublich detaillierten Welt, von der wir im ersten Teil nur einen Bruchteil überhaupt kennen lernen.

Entsprechend ist der Einstieg gar nicht so easy und man muss sich wirklich darauf einlassen, dass man mit einer Flut von Orten, Charakteren, Handlungssträngen und Mysterien konfrontiert wird.

Dabei wirkt alles sehr wohl durchdacht und ist insgesamt wirklich faszinierend und interessant.



Das einzige, was ich hier zu bemängeln habe, ist dass durch diesen großen Anteil Worldbuilding manche Handlungsstränge aktuell noch überflüssig wirken. Die Zusammenhänge fehlen noch, man weiß nicht, inwiefern manche Charaktere denn mit der eigentlichen Story zutun haben.

Solch ein Werk anzugehen ist auf jeden Fall ambitioniert, man spürt auch, dass große Namen wie Tolkien oder Martin hier als Vorbild gedient haben.



Auch wenn mir an manchen Stellen der rote Faden etwas gefehlt hat, bin ich gespannt, wie es mit Fionn, Kellen und allen anderen weiter geht.

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Veröffentlicht am 10.04.2023

Sparen auf Japanisch

3000 Yen fürs Glück
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3000 Yen fürs Glück - wie auch kleine Ausgaben unsere komplette Einstellung gegenüber Finanzen ändern können.

An sich finde ich die Prämisse dieses Buchs, das irgendwo zwischen Familienroman und Finanzsachbuch ...

3000 Yen fürs Glück - wie auch kleine Ausgaben unsere komplette Einstellung gegenüber Finanzen ändern können.

An sich finde ich die Prämisse dieses Buchs, das irgendwo zwischen Familienroman und Finanzsachbuch angesiedelt ist, wirklich spannend.

Erzählt wird die Perspektive vierer Frauen aus einer Familie über drei Generationen (Großmutter, Mutter, zwei Schwestern). Gerade die weibliche Sicht auf die Dinge finde ich dabei spannend. Beim Lesen merkt man dann schnell einige kulturelle Unterschiede, besonders im Hinblick auf die Rolle der Frau und die starke Fokussierung auf den äußeren Eindruck.

Etwas befremdlich wirkt auch die japanische Distanziertheit, die auch zwischen den Mitgliedern der Familie herrscht. Generell kommt es immer wieder zu Problemen in der Kommunikation, weil die Frauen sich ein Scheitern oder Probleme nicht eingestehen wollen und Angst vor dem Gesichtsverlust haben.

Leider konnte ich auch im Hinblick auf das eigentliche Thema, Geld bzw Finanzen, nur kaum etwas aus dem Buch mitnehmen, was wohl auch am Setting liegt. In Deutschland habe ich doch andere Bedürfnisse als ein Japaner, der im Großraum Tokio lebt. Dass sich die Großmutter am Ende über 1% Zinsen auf ihr Guthaben freut, zeigt auch, dass das Buch nicht viel mit dem aktuellen Weltgeschehen zutun hat. Einzig das Konzept des Haushaltsbuchs finde ich sehr spannend, ist aber natürlich auch nicht neues.

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Veröffentlicht am 08.03.2023

Jugend Pferde - Fantasy

Die Seelenpferde von Ventusia, Band 1 - Windprinzessin
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Fiona ist eine ganz normale Jugendliche mit großer Liebe zu Pferden. Dass sie adoptiert ist, stört sie nicht weiter, ihre Adoptiveltern sind liebevoll und lassen ihr viele Freiheiten.

Die Sommerferien ...

Fiona ist eine ganz normale Jugendliche mit großer Liebe zu Pferden. Dass sie adoptiert ist, stört sie nicht weiter, ihre Adoptiveltern sind liebevoll und lassen ihr viele Freiheiten.

Die Sommerferien verbringt sie zum Großteil der Zeit am Reitstall - was mich an meine eigene Kindheit und Jugend erinnert.

Dann tauchen besondere Pferde in der Gegend auf und stellen ihr Leben auf den Kopf.

In Ventusia, dem Land hinter den Winden, bangt Riana um ihre Heimat. Die Menschen in Ventusia sind den Pferden sehr verbunden, dort geht jeder Mensch einen Seelenbund mit einem Pferd ein.

Wie sich die Geschichten der beiden jungen Mädchen kreuzt, ist wirklich nett erzählt. Der Schreibstil ist flüssig und die Handlung zügig und ohne große Längen.

Aufgrund des jungen Alters der Protagonistinnen sind deren Gedanken und Handlungen für den erwachsenen Leser nicht immer gut nachvollziehbar, ich war auch zwischendurch leider echt genervt - daher würde ich das Buch für Erwachsene nicht unbedingt empfehlen.

Als fantasievolle Pferdegeschichte für Jugendliche finde ich das Buch sehr gelungen.

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Veröffentlicht am 10.12.2022

Langatmig, historisch interessant

Die Siegel des Todes
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Die Siegel des Todes erzählt die Geschichte von Elias, der eines Tages ohne Wissen um seine Herkunft im Schwarzwald von einem Schinder aufgenommen wird. Er hat ein kupfernes Medaillon, der einzige Hinweis ...

Die Siegel des Todes erzählt die Geschichte von Elias, der eines Tages ohne Wissen um seine Herkunft im Schwarzwald von einem Schinder aufgenommen wird. Er hat ein kupfernes Medaillon, der einzige Hinweis auf seine Herkunft.

Der Klappentext verspricht, dass wir die Suche nach Elias' Herkunft begleiten. Das ist am Anfang auch immer wieder präsent, dann driftet die Geschichte aber irgendwie ziemlich ab.

Elias weiterer Werdegang wird beschrieben, die verschiedenen Stationen, die er durchlebt. Dabei werden interessante Einblicke in das Leben im 14. Jahrhundert gegeben und eine zweite Perspektive, die einer jungen Frau, wird ebenfalls dazu genommen. Das ist per se nicht schlecht, ich als Leserin habe mich aber sehr oft gefragt, wo die Geschichte nun hin möchte.

Auf den letzten 100 Seiten (von insgesamt 700!) geht es dann Schlag auf Schlag, das Mysterium löst sich auf, die Relevanz des zweiten Handlungsstranges erklärt sich und am Ende steht der Leser da und denkt sich... Joa, eigentlich hätte man sich das ja denken können. Denn ohne genau diese Auflösung hätten viele viele Kapitel komplett ohne Zusammenhang da gestanden. Es hinterlässt mich ein wenig ratlos und alles in allem würde ich sagen : "war OK"

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