Kennen nur die Toten die ganze Wahrheit?
Tod und kein ErbarmenKriminalhauptkommissar Erik Donner ist in das sächsische Pöhla gefahren - aber nicht, um sich dem nächsten Fall zu widmen, sondern um seinen Kummer im Alkohol zu ertränken. In der ortsansässigen Kneipe ...
Kriminalhauptkommissar Erik Donner ist in das sächsische Pöhla gefahren - aber nicht, um sich dem nächsten Fall zu widmen, sondern um seinen Kummer im Alkohol zu ertränken. In der ortsansässigen Kneipe trifft er neben dem ein oder anderen Bürger und dessen Geschichte auch auf Linda Groß. Diese ist die Cousine der seit 10 Jahren vermissten Violetta Hartwig. Mit einer Nachricht und einem Foto auf ihrem Handy, die angeblich von Violetta stammen sollen, bittet sie Donner, Nachforschungen zu betreiben. Dieser ist aber nicht im Dienst und fühlt sich nicht sonderlich für den Vermisstenfall zuständig. Bis er am nächsten Morgen blutverschmiert wach wird ... und an den letzten Abend keine Erinnerungen mehr hat. Und es kommt noch schlimmer - die Leiche von Linda Groß wird gefunden und sofort steht Donner auf Platz 1 der Tatverdächtigen. Wer aus Pöhla versucht, Donner den Mord unterzuschieben? Und noch viel wichtiger ist die Frage: Wo ist Violetta Hartwig bzw. was ist mit ihr passiert?
Dieses war mein erster Thriller von Elias Haller und seiner Erik-Donner-Reihe. Das es sich hierbei schon um den 7.Teil handelt, habe ich am Anfang nicht gemerkt. Man kam sofort super rein in die Geschichte und ich war schon nach dem Prolog von der Story gefesselt. Durch den sehr flüssigen, einfachen Schreibstil und den witzigen Dialogen zwischendrin, lesen sich die Kapitel nur so in einem Rutsch weg. Auch die Sprünge in die Vergangenheit ("Von vor 10 Jahren") lockern das Geschehen immer wieder auf. Am Anfang muss ich gestehen, dass ich ein paar Probleme hatte, die ganzen Personen ihren Rollen zuzuordnen. Auch merkte ich dort, dass mir eventuell der ein oder andere Hinweis aus vorherigen Teilen fehlt (wie zum Beispiel der Tod seiner Lebensgefährtin). Aber das tat dem Buch keinen Abbruch. Es ist eine in sich geschlossene Geschichte mit unterschiedlichen Charakteren. Donner an sich hat mich jetzt nicht so berührt. Dagegen waren mir Vogel und Winter schon weitaus sympathischer bzw. fand ich Vogel's Charakter einfach nur zum "Piepen". Seine Art zu ermitteln und mit seinen Kollegen zu sprechen ... einfach nur herrlich. Es war definitiv nicht mein letzter Thriller von Elias Haller - aber ich werde dann mit dem 1.Band der Reihe beginnen :)