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Veröffentlicht am 20.01.2020

Kennen nur die Toten die ganze Wahrheit?

Tod und kein Erbarmen
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Kriminalhauptkommissar Erik Donner ist in das sächsische Pöhla gefahren - aber nicht, um sich dem nächsten Fall zu widmen, sondern um seinen Kummer im Alkohol zu ertränken. In der ortsansässigen Kneipe ...

Kriminalhauptkommissar Erik Donner ist in das sächsische Pöhla gefahren - aber nicht, um sich dem nächsten Fall zu widmen, sondern um seinen Kummer im Alkohol zu ertränken. In der ortsansässigen Kneipe trifft er neben dem ein oder anderen Bürger und dessen Geschichte auch auf Linda Groß. Diese ist die Cousine der seit 10 Jahren vermissten Violetta Hartwig. Mit einer Nachricht und einem Foto auf ihrem Handy, die angeblich von Violetta stammen sollen, bittet sie Donner, Nachforschungen zu betreiben. Dieser ist aber nicht im Dienst und fühlt sich nicht sonderlich für den Vermisstenfall zuständig. Bis er am nächsten Morgen blutverschmiert wach wird ... und an den letzten Abend keine Erinnerungen mehr hat. Und es kommt noch schlimmer - die Leiche von Linda Groß wird gefunden und sofort steht Donner auf Platz 1 der Tatverdächtigen. Wer aus Pöhla versucht, Donner den Mord unterzuschieben? Und noch viel wichtiger ist die Frage: Wo ist Violetta Hartwig bzw. was ist mit ihr passiert?

Dieses war mein erster Thriller von Elias Haller und seiner Erik-Donner-Reihe. Das es sich hierbei schon um den 7.Teil handelt, habe ich am Anfang nicht gemerkt. Man kam sofort super rein in die Geschichte und ich war schon nach dem Prolog von der Story gefesselt. Durch den sehr flüssigen, einfachen Schreibstil und den witzigen Dialogen zwischendrin, lesen sich die Kapitel nur so in einem Rutsch weg. Auch die Sprünge in die Vergangenheit ("Von vor 10 Jahren") lockern das Geschehen immer wieder auf. Am Anfang muss ich gestehen, dass ich ein paar Probleme hatte, die ganzen Personen ihren Rollen zuzuordnen. Auch merkte ich dort, dass mir eventuell der ein oder andere Hinweis aus vorherigen Teilen fehlt (wie zum Beispiel der Tod seiner Lebensgefährtin). Aber das tat dem Buch keinen Abbruch. Es ist eine in sich geschlossene Geschichte mit unterschiedlichen Charakteren. Donner an sich hat mich jetzt nicht so berührt. Dagegen waren mir Vogel und Winter schon weitaus sympathischer bzw. fand ich Vogel's Charakter einfach nur zum "Piepen". Seine Art zu ermitteln und mit seinen Kollegen zu sprechen ... einfach nur herrlich. Es war definitiv nicht mein letzter Thriller von Elias Haller - aber ich werde dann mit dem 1.Band der Reihe beginnen :)

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Veröffentlicht am 02.08.2025

Ihr werdet sie nicht finden ... oder doch?

Ihr werdet sie nicht finden
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Jonas, ehemaliger Polizist und Familienvater, verliert vor 7 Jahren seine Tochter Isabell. Von einer Party kam das junge Mädchen nicht mehr nach Hause. Schnell ist für Jonas klar, wer für dieses Verbrechen ...

Jonas, ehemaliger Polizist und Familienvater, verliert vor 7 Jahren seine Tochter Isabell. Von einer Party kam das junge Mädchen nicht mehr nach Hause. Schnell ist für Jonas klar, wer für dieses Verbrechen nur in Frage kommen kann und übt Selbstjustiz aus. Für diese Tat muss er schließlich büßen - er muss für 6 Jahre ins Gefängnis.

Ein weiteres junges Mädchen ist verschwunden - Franka, Privatdetektivin, wird von der Großmutter mit der Suche beauftragt. Silvia ist Autistin und war früher mit Isabell befreundet. Schnell stößt Franka während ihren Ermittlungen auf die Geschichte von damals und somit auch auf Jonas. Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Verschwinden der beiden Mädchen? Und welche Rolle spielt Jonas? Ist er Opfer oder Täter?



Dies war mein erster Thriller von Andreas Winkelmann und ich habe voller Begeisterung mit dem Lesen begonnen. Das Buch mit dem grünen Farbschnitt ist einfach ein Hingucker. Bereits nach den ersten Seiten war ich Feuer und Flamme für die Geschichte und wollte unbedingt wissen, was damals geschehen ist. Wer steckte hinter der Tat bzw. warum hat er Isabell das angetan? Durch die kurzen Kapitel, den flüssigen Schreibstil des Autors und die Perspektivwechsel rast man nur so durch das Buch. Leider muss ich jedoch sagen, dass es zum Ende immer mehr an Spannung abgenommen hat. Auch die letzten Seiten haben mich eher unzufrieden zurückgelassen. Alles in allem kann ich sagen, dass die Thematik und die Charaktere mich immer wieder zum Weiterlesen animiert haben. Jedoch fehlte es mir an dem gewissen "WOW"-Moment. Netter Thriller für den verregneten Sommer :)

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Veröffentlicht am 02.02.2023

Das Leben hält viele überraschende Kapitel parat

Das Buch - Schreib um dein Leben!
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Kara Bender ist eine erfolgreiche Schriftstellerin, die sich mit ihrem neuen Buch erhofft, endlich auf der Bestsellerliste zu landen. Das wird sie auch, nur durch welchen Preis? Der in den Medien bekannte ...

Kara Bender ist eine erfolgreiche Schriftstellerin, die sich mit ihrem neuen Buch erhofft, endlich auf der Bestsellerliste zu landen. Das wird sie auch, nur durch welchen Preis? Der in den Medien bekannte "Puppenmörder", der seit 12 Jahren und 10 Opfern immer noch nicht von der Polizei geschnappt wurde, hat bereits einen neuen Plan. Er möchte, dass sein Leben in einem Buch festgehalten wird. Und wer eignet sich für diese Aufgabe besser als Kara Bender? Er entführt die junge Frau und hält sie in seinem Keller gefangen - solange, bis das Buch fertig geschrieben ist. Dann lässt er sie frei - das jedenfalls erhofft sich Kara mit jedem neuen Tag und geschriebenen Kapitel.

Zunächst möchte ich mich bei Patricia Walter bedanken, dass sie mir ihr neustes Werk als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Vielen lieben Dank! Wie auch bei ihren anderen Büchern wollte ich nur mal kurz in die Geschichte reinlesen - und war nach wenigen Seiten so von der Story gepackt, dass ich erstmal jede freie Minute mit dem "Puppenmörder" und seiner Story verbringen wollte. Der wieder einmal packende und fesselnde Schreibstil und die Idee zu diesem Buch haben dazu geführt, dass ich es mit einem Rutsch weggelesen habe. Grad die Kapitel von "Dem Buch", das Kara für den Puppenmörder schreiben muss, fand ich sehr interessant, da wir dort als Leser die ganzen Hintergründe über die Morde und das junge Leben erfahren. Auch das die Kommissarin Nadine Herfurth, die bereits bei "Blutroter Schatten" die Ermittlungen geführt hat, hier wieder auftaucht, hat mir gefallen. Leider muss ich aber auch zugeben, dass ich mit Kara nicht wirklich warm geworden bin und ich sogar mehr Sympathie für den Mörder hatte. Das Ende kam dann für mich sehr plötzlich und auch etwas "Hollywood-Action-mäßig" daher - ganz zu schweigen von dem "Echt jetzt?" auf der letzten Seite. Auch die Ermittlungsarbeit der Polizei wird recht spärlich erwähnt. Die etwas andere Danksagung von der Autorin hat mich dann wieder zum Schmunzeln gebracht. Alles in allem muss ich sagen, handelt es sich bei "Das Buch" um einen spannenden, kurzweiligen, an der Oberfläche kratzenden Thriller für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 13.12.2022

Das Morden beginnt live im Fernsehen.

Stille blutet
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Die Nachrichtensprecherin Nadine Just verkündet wie immer die aktuellen Ereignisse live vor der Kamera. Doch plötzlich liest sie ihren eigenen baldigen Tod vom Teleprompter ab. 2 Stunden später liegt sie ...

Die Nachrichtensprecherin Nadine Just verkündet wie immer die aktuellen Ereignisse live vor der Kamera. Doch plötzlich liest sie ihren eigenen baldigen Tod vom Teleprompter ab. 2 Stunden später liegt sie mit aufgeschlitzter Kehle tot in ihrer Garderobe. Ihr Ex-Freund Tibor Glaser hat sie dort gefunden. Kurze Zeit später wird auch der Blogger Gunther Marzik nach der selben Ankündigung im Internet tot aufgefunden. Die Morde häufen sich und schnell wird klar, dass es nicht die letzten Leichen sein werden. Der Täter handelt mit Bedacht und hat ein Schema, nachdem er vorgeht. Für die Ermittlerin Fina Plank ist Eile geboten, denn aufgrund der Medienpräsenz kann es auch zu Fake-Nachrichten oder Nachahmern kommen. Steckt vielleicht Tibor Glaser hinter den Morden ... denn seine DNA wurde nicht nur bei seiner Exfreundin sichergestellt ... auch bei Gunther Markig war sie zu finden. Und während die Suche nach Beweisen immer mehr voranschreitet, gibt es schon die nächste Leiche.

Als ich den Klappentext des neuen Thrillers "Stille blutet" von Ursula Poznanski gelesen habe, war ich echt auf die Geschichte gespannt. Der Beginn war rasant, der erste Mordfall schon nach wenigen Seiten. Die Beschreibungen der einzelnen Personen sorgten bei mir sofort für die Gliederung in Sympathisch und "Kotzbrocken" ... während die Ermittlerin Fina Blank mit ihrer Unperfektheit sofort Sympathiepunkte bei mir hatte, weil sie halt mit ihrer etwas mündlichen Figur und dem Eigenbrötlerischen mal etwas anderes ist, waren mir ihr Partner Oliver und der Verdächtige Tibor sofort unsympathisch. Diese Meinung hat sich auch im Verlauf der Geschichte nicht geändert. Die Spannung nahm leider auch immer mehr ab und zum Schluss wollte ich einfach nur noch schnell wissen, wer der Täter ist - die Auflösung hat mich etwas überrascht. Die Kapitel des "Unbekannten" haben die Geschichte zwar etwas aufgelockert, aber auch hier fragte man sich zum Schluss "Was soll das" ... vor allem werden wir in den nächsten Bänden auch noch Besuch von ihm bekommen.

Alles in allem eine interessante Geschichte, aus der Mann meiner Meinung mehr hätte rausholen können. Ich bin trotzdem auf den 2.Band gespannt.

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Veröffentlicht am 18.08.2022

Ein Sprung in die Vergangenheit

Sommerglück zum Frühstück
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Drue Campbell erbt nach dem Tod ihrer Mutter das kleine Cottage ihrer Großeltern. Genauso wie das Haus ist auch ihr Leben renovierungsbedürftig. Ihre sportliche Karriere als Surferin musste sie aufgrund ...

Drue Campbell erbt nach dem Tod ihrer Mutter das kleine Cottage ihrer Großeltern. Genauso wie das Haus ist auch ihr Leben renovierungsbedürftig. Ihre sportliche Karriere als Surferin musste sie aufgrund eines Unfalls auf Eis legen. Und auch sonst hält sie sich mit Kellnerjobs über Wasser. So kommt das Angebot ihres Vaters, ein Staranwalt, wie gerufen. Er bietet Drue an, in seiner Kanzlei zu arbeiten. Widerwillig nimmt Drue sein Angebot an, denn schließlich muss sie jetzt mit ihrem Vater, von dem sie jahrelang nichts gehört hat und ihrer Stiefmutter, die grad mal ein paar Jährchen älter ist als sie, eng zusammenarbeiten. Um auf andere Gedanken zu kommen, schwelgt sie im Cottage in alten Erinnerungen ... und stößt auf dem Dachboden auf alte Akten zu einem Fall, den ihr Vater im Jahr 1976 als Polizist geleitet hat. Auch auf Arbeit stößt sie auf einen mysteriösen Fall, bei dem einer Mutter nach dem Tod ihrer Tochter nicht die Schadenssumme ausgezahlt wurde. Drue beginnt zu recherchieren ... und je tiefer sie in den Fällen vorankommt, desto mehr Ungereimtheiten deckt sie auf.

Mary Kay Andrews steht für mich als Autorin von sommerlicher Lektüre mit ein bisschen Humor und Liebe. Von dem Cover und dem Titel angelockt, habe ich mich hierbei für das Hörspiel entschieden. Ich muss gestehen, es hat mich leider überhaupt nicht überzeugt. Die Story fand ich an einen Stellen echt langatmig. Zwischenzeitlich wird die Geschichte aus dem Jahr 1976 erzählt - dies hat etwas zum Spannungsaufbau beigetragen, auch wenn mich die Auflösung des Falls nicht wirklich überrascht hat. Warum das Buch "Sommerglück zum Frühstück" heißt, erschließt sich mir nicht ganz, denn dafür wurde darüber einfach zu wenig geschrieben. Überwiegend geht es in dem Buch über die 2 Fälle, die Drue versucht zu lösen. Liebe Fehlanzeige. Für mich war es diesmal leider nichts mit sommerlicher Lektüre von Mary Kay Andrews.

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