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Veröffentlicht am 13.01.2023

Eine besondere Fantasygeschichte abseits des Mainstreams

Die Waldläuferin
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Cover
Das Cover finde ich wirklich beeindruckend, ich mag es wenn man mehrmals hinschauen muss, um alle Details zu entdecken. Und nach dem Lesen ergibt es noch viel mehr Sinn. Wirklich ein schönes Cover.

Inhalt ...

Cover
Das Cover finde ich wirklich beeindruckend, ich mag es wenn man mehrmals hinschauen muss, um alle Details zu entdecken. Und nach dem Lesen ergibt es noch viel mehr Sinn. Wirklich ein schönes Cover.

Inhalt (Klappentext)
Ein Mörder. Eine Gestaltwandlerin. Ein Schicksal, das sie verbindet.
Nach sieben Jahren Strafarbeit in den Asrenerz-Minen des Nordens erlangt Mitja die Freiheit zurück. Jetzt will er nur eins: Die Vergangenheit hinter sich lassen. Aber das ist leichter gesagt als getan, denn noch immer hält man ihn für einen Mörder. Als er auf seine Freunde von damals trifft, geraten seine guten Vorsätze ins Wanken. Und dann ist da noch eine geheimnisvolle Waldläuferin, deren Augen Mitja nicht vergessen kann. Warum will der Fürst die junge Frau um jeden Preis in seine Gewalt bekommen? Mitjas Vergangenheit droht ihn einzuholen. Er muss sich entscheiden, wem seine Treue gilt und wie weit er gehen wird, um seine neu gewonnene Freiheit zu bewahren.

„Sie dürfen dich nicht sehen! Niemals!“ Diese Warnung ihrer Mutter hat Neri nie vergessen. Viele Jahre nach der grausamen Ermordung ihrer Eltern lebt sie versteckt in den Wäldern und wagt sich nicht in die Welt der Menschen. Nur einer alten Frau hilft sie bisweilen heimlich. Doch Neris verborgenes Leben ändert sich, als ein Fremder bei dieser Frau einzieht. Plötzlich ist er überall: in ihrem Wald, in ihrem Tal und in ihren Gedanken. Aber kann sie einem Menschenmann vertrauen? Und was würde geschehen, wenn er erführe, wer sie wirklich ist?

Eine berührende Geschichte um einen zu Unrecht verurteilten jungen Mann und eine verfolgte Gestaltwandlerin, deren Schicksale miteinander verbunden sind, ohne dass sie es ahnen.

Meine Meinung
„Wandelblut“ ist eine einzigartige Fantasygeschichte, die so ganz anders ist als die High Fantasy Bücher, die ich normalerweise lese. Daran musste ich mich auch erstmal gewöhnen. Die Handlung ist ähnlich gut durchdacht, wie das Cover und beides wurde von Janis Nebel erschaffen. Der Schreibstil ist flüssig und gerade in der ersten Hälfte arbeitet sie mit vielen Rückblenden, die mehrere Jahre zurückreichen. Stück für Stück entschlüsseln sich so die Geheimnisse, um die eine Nacht, die das Leben von Neri & Mitja für immer verändert hat. Auch wenn sie voneinander erst einmal nichts wissen.
Janis Nebel schafft eine realistische, düstere und harte Welt. Sie nimmt sich viel Zeit, um die tragischen Geschichten der beiden Protas zu erzählen. Neri und Mitja mussten einiges in ihrem Leben durch machen und ich habe wirklich beim Lesen mit ihnen mitgelitten.
Richtig spannend wurde es für mich aber erst als die beiden Protas das erste Mal auf einander treffen. Leider gibt es gar nicht allzu viele Interaktionen der Beiden und als wirklich interessant wird, hört das Buch dann auch schon auf. (Warnung vor einem fiesen Cliffhanger an dieser Stelle)
Natürlich gibt es auch einen fiesen Bösewicht (den ich natürlich nicht verraten kann), der mir wirklich zutiefst unsympathisch war.
Meines Erachtens hätte es etwas weniger Rückblenden und dafür mehr (Inter-)aktionen in der Gegenwart sein dürften, einfach weil das für mich persönlich interessanter war. Umso gespannter bin ich auf die Fortsetzung, da auch noch längst nicht alle Fragen geklärt sind und Mitja & Neri hoffentlich mehr miteinander zu tun haben werden.

Fazit
„Wandelblut“ ist ein ganz besonderes Buch, was ich allen empfehlen kann, die gerne eine interessante Fantasygeschichte abseits des Mainstreams lesen wollen.

Info: Ich durfte dieses Buch als Teil einer Leserunde lesen und habe es als Rezensionsexemplar erhalten. Dabei konnte ich auch die wirklich sympathische Autorin Janis Nebel kennenlernen. Wir haben einige interessante Zusatzinfos erhalten. Aber all das beeinflusst nicht meine ehrliche Meinung zu meinem Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 15.12.2022

Eine spannende Fortsetzung

DAS BRENNEN DER STILLE - Silbernes Schweigen (Band 2)
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Das ist Band 2, daher kann die Rezension Spoiler enthalten.

Cover:
Ich mag total die vielen Details, die eingearbeitet wurden. Sowohl die Gebärdensprache (finde ich eh sehr interessant) als auch die Stichworte, ...

Das ist Band 2, daher kann die Rezension Spoiler enthalten.

Cover:
Ich mag total die vielen Details, die eingearbeitet wurden. Sowohl die Gebärdensprache (finde ich eh sehr interessant) als auch die Stichworte, die man erst nach dem Lesen wirklich einordnen kann. So wird eine ganz besondere Verbindung zwischen Cover und Geschichte hergestellt.

Inhalt:
Nachdem am Ende des ersten Teils Liv und Kyle getrennte Wege gehen, müssen sie sich nun in ihren jeweiligen Welten zurecht finden. Liv muss ihren Platz in der Oberschicht der „stummen Fische“ behaupten, ohne zu wissen wem sie überhaupt vertrauen kann. Kann sie etwas zu verändern?
Derweil sitzt Kyle bei den Rebellen rund um Jeff fest, immer in Sorge um Liv, denn solange Mason frei herumläuft, ist sie nicht sicher. Aber auch er selbst muss vorsichtig sein. Es kommen neue Fragen auf und die Lage in Tudor spitzt sich immer mehr zu – können sie einen „Bürgerkrieg“ verhindern? Gibt es überhaupt einen gemeinsamen Ausweg für die beiden?

Meine Meinung:
Zurück in Tudor müssen Liv und Kyle im Verborgenen für ihre gemeinsame Zukunft kämpfen. In diesem Band ist es eher ein politischer Kampf, eine Suche nach Verbündeten und Lösungen, während im ersten Teil das körperliche Überleben in der Wüste im Fokus stand. Ab der ersten Seite ist die Anspannung für uns Leser:innen spürbar. Man ist die ganze Zeit am Miträtseln, rechnet auf jeder Seite mit einem Hinterhalt. Tatsächlich haben sich einige meiner Befürchtungen und Gedanken bestätigt, andere Wendungen kamen dafür sehr überraschend.
Der Schreibstil der Autorin führt einen wieder flüssig durch das Buch und die Idee von einer Welt, Sprechen etwas „Schlechtes“ ist, fasziniert mich immer noch.
Kyle und Liv sind genauso authentisch und charakterstark wie im ersten Band. Die Beiden müssen jeweils ihre eigenen Konflikte lösen, trotzdem halten sie immer zueinander. Das hat mir besonders gut gefallen. Denn ihre Beziehung wird nicht künstlich dramatisiert oder in Frage gestellt.
Während ich Band 1 fast in einem Rutsch gelesen habe, war das bei Band 2 etwas anders. Es lag aber nicht am Schreibstil oder fehlender Spannung, sondern eher daran, dass mir die Anspannung manchmal zu viel wurde und ich Angst davor hatte was als nächstes passiert, wissend, dass nicht alles funktionieren kann (schließlich gibt es einen dritten Teil). Zum Glück konnten die Szenen mit Jeff das alles etwas auflockern.
Letztendlich zeigt diese (auch eher subjektive) Empfindung meinerseits aber auch, wie sehr ich mit den Figuren mitgefühlt habe und wie sehr mich ihre Geschichte packen konnte.

Fazit
Ich kann den zweiten Teil wirklich allen empfehlen (und vor allem – wer will nach Band 1 nicht wissen, wie es weitergeht?) Sandy Brandt legt in diesem Fortsetzungsband nochmal einen anderen Fokus und zeigt damit andere Facetten der dystopischen Welt. Ich konnte wieder voll in die Geschichte eintauchen und bin schon sehr gespannt auf den finalen Teil.

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Veröffentlicht am 04.12.2022

Eine gelungener Reihenauftakt

Synchronik
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Ich war sehr gespannt auf diese neue Geschichte von Anna Brocks, da ich auf Instagram schon einige interessante Posts dazu gesehen habe.

📖 Meine Meinung
Eine Sache, die mir wirklich gut gefallen hat, ...

Ich war sehr gespannt auf diese neue Geschichte von Anna Brocks, da ich auf Instagram schon einige interessante Posts dazu gesehen habe.

📖 Meine Meinung
Eine Sache, die mir wirklich gut gefallen hat, ist das Worldbuilding. Da es eine Dystopie ist, gibt es typische postapokalyptische Strukturen. Die Welt wurde Stück für Stück aufgebaut, so dass man sie gut kennenlernen konnte. Es gibt immer wieder Ortswechsel durch die man schnell merkt, dass West aus vielen kleinen Gegenden besteht, die ihre ganz eigenen Gesetze haben. Und ich bin mir sicher, dass man längst noch nicht alles gesehen hat.
Hinzu kommt ein spannender Einstieg, denn Leila ist eine Ermittlerin und muss direkt eine Reihe kaltblütiger Morde im Ödland aufklären. Diese "Krimielemente" haben mir super gefallen und kenne ich auch sonst nicht so aus dystopischen Settings.
Allgemein muss ich sagen, dass Annas Plotideen mir gut gefallen und ich gerne immer noch mehr darüber wissen will. Das war schon bei ihrem Buch "Amelia" so und ist hier auch wieder der Fall. Langeweile kommt beim Lesen eigentlich nicht auf und die Konstellation von Sync und Master finde ich besonders gelungen.
Einzig die menschlichen Beziehungen waren für mich etwas schwer zu fassen, da ist der "Funke" nicht immer zu mir übergesprungen und ich konnte auch nicht alle Handlungen zu 100% nachvollziehen. Gerade wenn es um romantische Gefühle geht.
Außer der taffen Prota Leila (Verto) gibt es eine vielfältige Mischung von Nebencharakteren, die alle ihre eigene Geschichte erzählen. Bisher wurde aber vieles nur angedeutet und manche Charakter erscheinen auch (noch) zu "gutmütig". Aus sicherer Quelle weiß ich aber, dass sich das in den Folgebänden noch ändern wird und auch die offenen Fragen geklärt werden 😉

📝 Fazit:
Die Idee der Geschichte finde ich wirklich gelungen, man merkt einfach anhand der vielen Details, wie gut Anna das alles durchdacht hat 😄 Meine Neugierde wurde auf jeden Fall geweckt und ich bin gespannt darauf, wie sich die Geschichte in den Folgebänden weiterentwickelt.
Bei den Charakteren und ihren Beziehungen ist für mich noch etwas Luft nach oben, aber ich bin optimistisch, dass da in den nächsten Bänden noch einiges passiert. Wen das also nicht allzu sehr stört, dem kann ich auf jeden Fall eine Leseempfehlung aussprechen ☺️

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Veröffentlicht am 10.09.2022

Dieses Buch ist anders - anders schön

Das Fragment des Schicksals
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Cover
Das Cover gefällt mir wirklich gut und hat mich direkt neugierig gemacht. Ich mag die Farbe und wenn man genauer hinschaut, kann man viele kleine Details entdecken, die nach dem Lesen total viel ...

Cover
Das Cover gefällt mir wirklich gut und hat mich direkt neugierig gemacht. Ich mag die Farbe und wenn man genauer hinschaut, kann man viele kleine Details entdecken, die nach dem Lesen total viel Sinn ergeben.

Inhalt
»Wo bei allen drei Höllen bist du?
Die Antwort ist mir natürlich klar: unterwegs, wie immer. Auf Schatzsuche, auf Abenteuer, versteckt zwischen den Fugen dieser Stadt, in Hinterzimmern und Ballsälen.«

Seit du verschwunden bist, lebe ich dein Leben, und niemand, weder Prinz noch Verbrecherboss, ahnt, wer ich bin. Bis ich ihr begegne - der Frau mit Silber in den Augen. Sie führt mich auf deine Spur, in unsere Vergangenheit und quer durch Tiara, diese schrecklich schöne Stadt am Meer. Hier hat sich der Aberglaube auch nach eintausend Jahren gehalten. Hier, so heißt es, sei die Macht der Fragmente noch real.
Hier gibt es noch Geister, und sie warnen mich: Der Preis für Zauberei wird in Blut gezahlt.

Meine Meinung
Aus dem Klappentext wird man nicht wirklich schlau und beim Lesen (zumindest am Anfang) geht es einem ähnlich, denn dieses Buch ist anders. Man wird direkt in die Geschichte von Osian reingeworfen, ohne viele Erklärungen zu bekommen. Hinzu kommt ein etwas anderer Erzählstil. Osian erzählt die Geschichte seinem Bruder Amian, der seit einer Weile verschwunden ist.
Die Stadt Tiara hat ihre eigenen Regeln und alles dreht sich um die geheimnisvollen „Fragmenten“. All das lernen wir als Leser Stück für Stück kennen, genau wie den Prota Osian, der sich immer weiter in Probleme verstrickt. Es herrscht meist eine düstere, drückende Atmosphäre, die durch Nebencharaktere, wie Tempest, an den richtigen Stellen aufgeheitert wird.
All das zeigt, dass dieses Buch besonders ist, aber auch anders. Daher hatte ich anfangs meine Schwierigkeiten wirklich in die Geschichte reinzukommen und auch mit Osian bin ich nicht so wirklich warm geworden. Es gibt viele Rätsel und immer wieder neue Fragen, die sich bis zum Ende nur teilweise auflösen.

Fazit
Ich kann das Buch jedem empfehlen, der gerne mal ein etwas anderes Buch lesen will, abseits der Standardromane. Isabel Aust hat einen besonderen Erzählstil und die Geschichte zieht einen langsam Stück für Stück in ihren Bann. Immer wieder gibt es Überraschungen und unvorhergesehene Twists und das bis zur letzten Seite. Zwischendurch hat mir etwas der „rote Faden“ gefehlt, da kein „Buchziel“ zu erkennen war, aber ich glaube auch das zeichnet dieses Buches aus. Nach dem Ende denkt man sich jedenfalls nur: WOW – das wars?
Ich persönlich möchte unbedingt wissen, wie Osians Geschichte weitergeht.

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Veröffentlicht am 05.08.2022

Eine romantische Regency Geschichte

Die Ladys von London - Lady Prudence und der verwegene Lord
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Cover:
Das Cover hat mich direkt angesprochen, vor allem die Farbwahl und die Blumen. Man sieht auch sofort, dass es sich um einen Regency Roman handeln muss und darauf hatte ich echt Lust. Ich persönlich ...

Cover:
Das Cover hat mich direkt angesprochen, vor allem die Farbwahl und die Blumen. Man sieht auch sofort, dass es sich um einen Regency Roman handeln muss und darauf hatte ich echt Lust. Ich persönlich bin kein großer Fan von „realen“ Personen auf Covern, hier ist es aber sehr passend.

Inhalt:
Prudence lebt am liebsten in der Welt ihrer Liebesromane und erwartet die große Liebe auch für ihr eigenes Leben. Als sie dann herausfindet, dass ihre Schwester den „verwegenen“ Lord Knave heiraten will, obwohl sie sich nicht lieben, geschweige denn überhaupt kennen. Prudence muss handeln, sie will den beiden helfen sich zu verlieben. Doch dabei hat sie nicht mit ihren eigenen Gefühlen gerechnet…

Meine Meinung:
Schon der Klappentext und die Leseprobe haben mich an eine Mischung aus Jane Austen und Bridgerton erinnert und genau das bekommen wir Leser:innen.
Die Geschichte spielt in einer kleinen englischen Lordschaft nicht unweit von London. Es gibt einige spezielle Charaktere, Dorftratsch, liebevolle Familienbindungen und langsam wachsende Gefühle.
Die beiden Protagonisten, Prudence und Lord Knave, gefallen mir sehr gut. Vor allem Lord Knave ist verständnisvoll und offen, wodurch einige unangenehme Situationen verhindert werden können. Die etwas „naive“ Prudence entwickelt sich innerhalb des Buches weiter, wird „erwachsener“. Vor allem das Einbauen ihres Schreibhobbys fand ich sehr gut.
Meine einzigen Kritikpunkte: Die Handlung war relativ vorhersehbar, es gab keine großen Überraschungen. Und das Ende war vielleicht zu schnell und zu perfekt. Aber das hat mich persönlich nicht stark gestört, da ich trotzdem sehr gut unterhalten wurde und einfach in die lockerleichte Geschichte abtauchen könnte.

Fazit:
Ein wirklich gutes und unterhaltsames Regency Buch, denn Prudence ist offen, erfrischend, hoffnungslos romantisch und ehrlich. Ein Muss für alle Fans von Jane Austen und Bridgerton.

Ich freue mich auf die Fortsetzungsbände mit den anderen „Ladys von London“.

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