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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.10.2021

Ein spannendes und gelungenes Buch, das Lust auf mehr macht

Wenn die Sterne Schleier tragen
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Cecilia ist gerade mal 18 alt und schon muss sie heiraten - und nicht nur irgendwen: Noran, den Kronprinzen von Europa. Doch als sie zu ihm zieht und die beiden sich näher kennen lernen, merkt sie schnell, ...

Cecilia ist gerade mal 18 alt und schon muss sie heiraten - und nicht nur irgendwen: Noran, den Kronprinzen von Europa. Doch als sie zu ihm zieht und die beiden sich näher kennen lernen, merkt sie schnell, dass er nicht der einzige ist, der ihr Herz höher schlagen lässt: auch sein nicht weniger attraktiver Bruder Elias schleicht sich immer wieder in ihre Gedanken. Doch als wären ihre zwiegespaltenen Gefühle den beiden Prinzen gegenüber nicht schon genug, scheint hinter geschlossenen Palasttüren auch noch etwas gewaltig falsch zu laufen. Cecilia muss sich behaupten, und zwar nicht nur vor widerspenstigen Exfreundinnen und bösen Königinnen, sondern auch vor einem frechen Prinzen und sich letztendlich fragen: Für wen schlägt ihr Herz denn nun eigentlich?

Das Buch, welches der erste Band der `Cecilia`-Reihe ist, hat mir gut gefallen. Der Schreibstil war sehr angenehm und ich konnte mich sehr gut in die einzelnen Situationen hineinversetzen. Auch die Charaktere haben gut in die Geschichte gepasst und sie noch unterhaltsamer gemacht. Das einzige, was mich manchmal etwas gestört hat, war ihre Art gegenüber manchen Personen, wie zum Beispiel ihrer Schwester. Cecilia weiß, dass sie durch manche ihrer Handlungen die Gefühle ihrer Schwester verletzen würde, aber ihr scheint es egal zu sein und sie ändert ihr Verhalten nicht. Außerdem wirkt sie manchmal etwas unreif und egoistisch. Aber im Großen und Ganzen ist sie sympathisch und man kann sich gut mit ihr anfreunden. Die beiden Prinzen sind mir beide sehr sympathisch, besonders Elias :). Ich hatte viel Spaß beim Lesen und kann das Buch nur jedem empfehlen, besonders denjenigen, die gerne spannende Liebesbücher mit einer Dreiecksbeziehung und tollen Prinzen lesen ;).

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Veröffentlicht am 02.10.2021

Zwei süße Liebesgeschichten und ganz viele Tiere

Auf und mehr davon
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In dem Buch "Auf und mehr davon" von Lisa Keil, welches der dritte Band der Reihe ist, geht es um die beiden jungen Frauen Milli und ihre Mutter Cordula. Milli ist eine Tiermedizinstudentin und hat die ...

In dem Buch "Auf und mehr davon" von Lisa Keil, welches der dritte Band der Reihe ist, geht es um die beiden jungen Frauen Milli und ihre Mutter Cordula. Milli ist eine Tiermedizinstudentin und hat die Möglichkeit erhalten, für einige Zeit in der Rinderklinik ihrer Uni mitzuarbeiten, wo sie auf viele neue Gestalten, wie den anfangs mürrischen Tierpfleger Paul und den französischen Austauschstudenten Noé trifft. Cordula dagegen steckt in einer Krise und hat beschlossen, etwas Neues auszuprobieren und noch mal an die Uni zu gehen, um zu studieren. Sie trifft nicht nur ihre Tochter wieder, mit der sie ein angespanntes Verhältnis hat, sondern auch eine neue Person: Paul. Je länger Cordula allerdings in der Nähe ihrer Tochter bleibt, desto mehr merken beide Frauen nicht nur, wie wichtig sie einander sind, sondern auch, dass sie sich der Vergangenheit stellen müssen.

Das Buch ist abwechselnd aus der Sicht von Cordula und von Milli erzählt. Mit der Zeit konnte ich mich trotz anfänglicher Schwierigkeiten bezüglich ihres Charakters sehr gut mit den beiden Hauptcharakteren anfreunden- und nicht nur mit denen: auch die Nebencharaktere wie Isa und Kaya haben mir sehr gefallen, ganz besonders Isa mit ihrer fröhlichen Art. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und die Handlung zieht sich überhaupt nicht. Die beiden Liebesgeschichten im Buch waren süß und haben mir gut gefallen, genauso wie die Charakterentwicklung von Milli und Cordula. Auch wenn ich beide anfangs etwas unsympathisch fand, haben sie mich mit ihrer Art schnell positiv überzeugt. Auch das Cover vom Buch hat mir sehr gefallen, es ist wunderhübsch! Was ich auch toll fand ist, dass man etwas über die Arbeit als Tierarzt erfährt. Ich habe es sehr interessant gefunden, einen kleinen Einblick in deren Arbeit zu bekommen. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der auf Liebesgeschichten steht und Tiere liebt !

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Veröffentlicht am 24.12.2022

Eine unheimliche Geschichte über einen bösen „Fluch“, eine mutige Frau und magische Pilze im Mexiko der 50er Jahre

Der mexikanische Fluch
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In dem Hörbuch „Der mexikanische Fluch“ von Silvia Moreno-Garcia, welches in Mexiko in den 50er Jahren spielt, geht es um eine junge Frau namens Noemí Taboada, die für einige Zeit zu ihrer Cousine Catalina ...

In dem Hörbuch „Der mexikanische Fluch“ von Silvia Moreno-Garcia, welches in Mexiko in den 50er Jahren spielt, geht es um eine junge Frau namens Noemí Taboada, die für einige Zeit zu ihrer Cousine Catalina und dessen Ehemann Virgil samt seiner Familie nach High Place, ein mit der Zeit ziemlich herunter gekommenes Anwesen in den Bergen, reisen möchte, um nach ihrer Cousine zu sehen, nachdem diese ihrer Familie einen wirren und verzweifelten Brief schickt, in welchem sie davon erzählt, dass sie Geister sähe und dass ihr Ehemann sie vergiften wolle. Auf High Place angekommen merkt Noemi schnell, dass es dort nicht mit rechten Dingen zugeht. Stimmt es etwa doch, was Catalina in ihrem Brief behauptet hat? Sind Geister am Werk? Oder ist sie doch verrückt geworden? Und was hat es mit der merkwürdigen Familie von Catalinas Ehemann auf sich? Als Noemi der Wahrheit auf die Spur kommt, ist es schon fast zu spät –sie ist mitten drin in einem gefährlichen Strudel aus Familiengeheimnissen, Vertuschungen und bösen Plänen von noch böseren Menschen. Wird sie es schaffen, dem Wahnsinn zu entfliehen und die Menschen zu retten, die sie liebt?


Das Hörbuch, welches aus zwei mp3-CDs besteht und insgesamt 12 ½ Stunden lang ist, wird von der Sprecherin Julia Nachtmann vorgelesen. Mir gefiel die Sprecherin sehr gut. Ich fand ihre Sprechweise und Stimme sehr angenehm und passend für den Roman und es wurde auch überhaupt nicht langweilig, ihr für eine längere Zeit zuzuhören, was bei mir bei Hörbüchern nicht immer so ist.


Mir hat die Geschichte insgesamt generell gut gefallen. Schon nach wenigen Minuten des Hörens war ich in der Geschichte drin und obwohl es sich am Anfang stellenweise etwas gezogen hat, hat es ab der Mitte dann an Fahrt aufgenommen und wurde spannender und actionreicher und ich wollte unbedingt weiterhören.


Durch die vielen Beschreibungen konnte man sich die Umgebung und das alte Anwesen sehr gut vorstellen und es ist eine unheimliche Atmosphäre entstanden, die super zur Geschichte gepasst hat. Außerdem habe ich mich dadurch richtig in die Zeit und diesen Ort reinversetzt gefühlt.


Wirklich gruselig fand ich die Geschichte aber nicht, was ich irgendwie ein bisschen schade fand. Die unheimliche Atmosphäre war aber wie gesagt auf jeden Fall vorhanden. Düster war die Geschichte durch die behandelten Themen, bestimmte Geschehnisse und das Verhalten mancher Personen im Buch auf jeden Fall auch. Es wurden zum Teil wirklich ernste und bedrückende Themen und Ereignisse angesprochen und was manche Charaktere im Buch getan haben, war teilweise echt nicht leicht zu verdauen.


Die Charaktere im Buch fand ich gut gestaltet. Noemi, die Protagonistin, fand ich toll. Am Anfang fand ich sie ehrlich gesagt wirklich nervig und ihr Verhalten teilweise einfach nur kindisch, anstrengend und dumm. In der Mitte wurde es dann besser und gegen Ende hin mochte ich sie richtig gerne. Dort wirkte sie wie eine mutige, starke und selbstbewusste Person, die sich nichts mehr gefallen ließ. Francis, welcher ihr Love Interest ist, mochte ich dagegen nicht ganz so gerne und fand ihn die meiste Zeit eher langweilig. Virgil, Catalinas Ehemann, habe ich die meiste Zeit GEHASST, die restliche Zeit fand ich ihn einfach nur unsympathisch. Ich fand ihn schon am Anfang wirklich unangenehm mit seiner frauenfeindlichen und rassistischen Art und gegen Ende hin wurde es dann besonders schlimm. Ich habe ihn während des Hörens öfters verflucht als meine Mathehausaufgaben früher, und das muss schon was heißen, denn ich hasse Mathe. Die Autorin hat es also wirklich gut hinbekommen, einen so unsympathischen Bösewicht zu kreieren, dass in einem so starke Gefühle der Abneigung hervorgerufen werden. Ich habe ihn wirklich bis auf die Knochen verabscheut. Er war so ein Ekelpaket, genau wie auch sein Vater. Catalina, Noemis Cousine, fand ich toll, leider ist sie in der Geschichte aber nicht so oft aufgetaucht.


Zusammenfassend würde ich sagen, dass mir das Hörbuch gut gefallen hat, auch wenn es sich stellenweise etwas gezogen hat, ich mir mehr Grusel gewünscht hätte und ich die Charaktere, die teilweise so konzipiert waren, dass man sie eigentlich sympathisch finden sollte, nicht sooo toll fand. Die Atmosphäre und die Handlung fand ich aber toll.


Ich würde dieses Hörbuch vor allem Leuten empfehlen, die gerne unheimliche Bücher lesen, sich aber schnell gruseln und deshalb nichts zu gruseliges und verstörendes haben wollen, auch wenn „Der mexikanische Fluch“ teilweise echt düstere und leicht verstörende Themen enthalten hat. Deshalb würde ich übrigens auch jedem, der vorhat, das Buch zu lesen, empfehlen, erst die Triggerwarnungen anzuschauen.

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Das Konzept der Geschichte war an sich wirklich gut, aber die Umsetzung und die Protagonistin haben mir leider nicht so gut gefallen.

The Seoul Season
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2,5☆

Für Location-Scout Maya läuft das Leben wie ein perfektes Drehbuch: Im aufregenden Seoul fängt sie mit ihrer Kamera Schauplätze für eine vielversprechende Serie des Streaming-Giganten Cinemate ein. ...

2,5☆

Für Location-Scout Maya läuft das Leben wie ein perfektes Drehbuch: Im aufregenden Seoul fängt sie mit ihrer Kamera Schauplätze für eine vielversprechende Serie des Streaming-Giganten Cinemate ein. Dabei entdeckt sie die Galerie des aufstrebenden Künstlers Jae-ho, mit dem sie anfänglich noch Seoul erkundet und später auch die Seele des jeweils anderen. Doch als eine impulsive Lüge alles ins Wanken bringt, muss sich Maya zwischen Karriere und der Liebe entscheiden. Denn die Leinwand, auf die sie all ihre Träume projiziert hat, droht für immer zu zerreißen.

Der Klappentext klingt richtig interessant und auch die Aufmachung fand ich sehr hübsch und liebevoll gestaltet, weshalb ich mich unglaublich darauf gefreut habe, mit der Geschichte anzufangen. Leider hat mir das Buch aber nicht so gut gefallen. Der Schreibstil ist etwas gewöhnungsbedürftig, man fliegt durch die Seiten, was sehr gut ist, aber über manche Formulierungen bin ich öfter gestolpert. Szenen, in den davon gesprochen wird, dass seine Finger "Inches für Inches näher kommen" oder seine Lippen nur noch "wenige Inches von ihrem Gesicht entfernt sind", fand ich für den Lesefluss nicht so angenehm (kleine Erklärung: sie ist Amerikanerin "und aus Hollywood", was sie auch ja jedem auf die Nase bindet, der es hören will oder in den meisten Fällen eben auch nicht) und die ständigen Kommentare von Maya, egal ob sie sie ausspricht oder nur denkt, sind häufig ziemlich nervig, unreif, peinlich und teilweise auch echt problematisch (sie macht öfter mal sehr merkwürdige Kommentare über Koreaner und sie und ihre Freundin Liv sprechen auf sehr unangenehme Art von nakten Körpern fremder Menschen, was in mir ein unwohles Gefühl verursacht hat, außerdem hat Liv stolz davon erzählt, heimlich ihren Nachbar gestalkt und halbnakt fotografiert zu haben - wtf?) und dumm (im ersten Moment redet sie darüber, wie nachhaltig und gut für die Umwelt es doch wäre, irgendwelche Charakterkarten nur digital und nicht ausgedruckt anzubieten und wie gut diese Umweltfreundlichkeit für das Image von dem Streamingdienst, für das sie arbeitet, wäre, während sie ungelogen einen Satz davor noch ihre Idee rausgehauen hat, AI-gestützte Chats für die vielen Fans als Marketingidee anzubieten, wobei man doch mittlerweile weiß, dass AI nicht besonders umweltfreundlich ist...). Mich nervt es auch, wie Maya Jae die ganze Zeit hinterhergeiert, obwohl die beiden sich kaum gekannt haben. Ich hab das Gefühl gehabt, sie hat sich vor allem in seine Muskeln und das, was er für sie und ihren Job tun konnte und er sich in die Statue, die sie am Anfang in seinem Atelier gebastelt hat, und vor allem in die inspirierende Wirkung, die sie auf ihn hatte, verliebt. Sie mochten die jeweils andere Person gar nicht wegen der Persönlichkeit hatte ich den Eindruck und erst in den letzten 80 Seiten hat sich das geändert. Das Buch basiert an sich auf einer guten und interessanten Idee, aber die Umsetzung war leider nicht meins. Ich bin mit der Protagonistin Maya bis zum Ende hin leider überhaupt nicht warm geworden, ich empfand sie als sehr nervig und unreif und manchmal wie gesagt echt dumm und widersprüchlich. Außerdem hat sie ständig gekichert, auch wenn die Worte ihres Gesprächspartners nicht mal lustig waren und ihre eigenen Aussagen, die anscheinend "lustig" sein sollten, haben mich sehr häufig fremdschämen und das Gesicht verziehen lassen. Dafür war Jae, der Love Interest, mir mit seiner Art meistens aber relativ sympathisch, wobei dies auch nur bei den Kapiteln aus seiner POV der Fall war. Die Geschichte ist aus zwei Sichtweisen geschrieben, aus Mayas und Jaes. In ihren POVs ist er am Anfang sehr schroff, abweisend und unhöflich zu ihr und macht auch bis zum Ende hin (trotz nennenswerter Charakterentwicklung!) auf mich teilweise einen nicht besonders sympathischen Eindruck, was in völligem Kontrast zu seinen Kapiteln stand, in welchen er wie eine komplett andere Person wirkte, die ich um einiges (!!) lieber mochte. Ich glaube schon fast, es lag an der Erzählstimme von Maya, mit der ich aufgrund ihrer unreifen Art leider echt Probleme hatte. Es klang manchmal, als wäre sie eine vierzehnjährige Jugendliche und keine erwachsene Frau Mitte zwanzig, die mit beiden Beinen im Berufsleben steht. Ihre Kapitel mochte ich überhaupt nicht, während ich mich hingegen immer gefreut habe, wenn endlich Jaes Kapitel dran war. Jae hätte aber dringend Nachhilfe im Flirten nehmen sollen, manche Dinge, die er eiskalt rausgehauen hat, haben mich nur beschämt den Kopf schütteln lassen. Maya schienen die Sprüche aber beeindruckt zu haben, also vielleicht hat der ja doch alles richtig gemacht, ich weiß es nicht. Das klingt jetzt vielleicht ein bisschen fies, aber ich verstehe ehrlich gesagt auch nicht wirklich, was Jae überhaupt an Maya fand und warum die beiden sich ineinander verliebt haben. Ich habe keine Chemie zwischen den beiden gespürt. Der Geschichte und den Figuren hat finde ich auch die Tiefe gefehlt. Es gab einige wenige Stellen, wo die beiden tiefgründige Gespräche über ihre schwierige Vergangenheit miteinander geführt haben (dies waren die wenigen Stellen, die mir wirklich gut gefallen haben), diese wurden aber leider sehr schnell abgearbeitet. Auch die Liebesbeziehung der beiden hat sich sehr schnell entwickelt, ohne dass es nennenswerte Ereignisse gab, die ihre Gefühle zum Rollen hätten bringen können. Den Plot fand ich leider auch ein bisschen langweilig, von der Handlung her ist nicht viel passiert (ich weiß auch immer noch nicht wirklich, was es mit der "impulsiven Lüge" auf sich haben soll, von der im Klappentext geschrieben wurde), die Geschichte ist sehr schnell von einer Szene zur nächsten gesprungen und diese waren, besonders in der ersten Hälfte, nicht sonderlich ausführlich und in die Tiefe gehend, sodass es mir manchmal schwer fiel, richtig in die Welt und die Handlung einzutauchen, was schade ist, da das Setting ja gut war. Die beschriebenen Orte waren interessant, man hat ein bisschen was über Seoul und die schönen Orte dort gelernt, auch wenn dies häufig in den Kapiteln aus der Sicht von Maya geschah, die mit ihren Gedanken und Kommentaren dabei sehr genervt hat. Zwischendurch gab es tatsächlich immer mal wieder kurze Stellen, an denen mir die Geschichte ganz gut gefallen hat, aber dann kam die Protagonistin wieder mit Aussagen um die Ecke, bei denen ich mir echt nur dachte "Das hat sie jetzt nicht gesagt!?". Und zwar leider nicht im positiven Sinne. Die letzten 80 Seiten haben mir dafür überraschenderweise aber ziemlich gut gefallen - es wirkte wie ein komplett anderes Buch, der "Plot" mit der Locationsuche war endlich vorbei und es ging viel mehr um die persönliche Beziehung und die Gefühle und einzelnen Probleme der beiden Figuren. Maya wirkte plötzlich viel reifer und hatte eine ganz andere, viel wenige nervige, Persönlichkeit und die ganze Geschichte war plötzlich viel tiefgründiger. Auch die Handlung hat an Fahrt aufgenommen. Wenn das gesamte Buch so gewesen wäre, hätte es mir so viel besser gefallen.

Insgesamt wollte ich das Buch wirklich mögen, weil der Klappentext und das Konzept so gut klangen, die Aufmachung echt hübsch war und auch das Setting mit Seoul sich wirklich interessant anhörte. Für mich persönlich war das Buch insgesamt aber leider nichts. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass Fans von romantischen K-Dramen und Leser, die Romancebücher mit einem leicht zu lesenden und, besonders zu Beginn, nicht allzu tiefgründigen Plot suchen und vielleicht einmal vorhaben, nach Seoul zu reisen und Ausfluginspiration suchen, hier auf ihre Kosten kommen könnten.

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