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Veröffentlicht am 14.01.2023

Und weiter geht die magische Reise durch die Kreise

Der 6. Kreis
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Quinn hat noch weitere 3 Kreise vor sich, bevor er sich an die Bekämpfung des Bannzaubers und der Obrigkeit machen kann. Dafür muss er weite Entfernungen zurücklegen und wie auch schon in Buch 1 die schwierigsten ...

Quinn hat noch weitere 3 Kreise vor sich, bevor er sich an die Bekämpfung des Bannzaubers und der Obrigkeit machen kann. Dafür muss er weite Entfernungen zurücklegen und wie auch schon in Buch 1 die schwierigsten Aufgaben meistern. Es wird alles von ihm abverlangt und mehr als einmal zweifelt Quinn an seiner Mission und vor allem auch an sich selbst. Zudem steht er bei der Prüfung für den 5. Und letzten Kreis vor der Entscheidung seines Lebens: will er weiterhin der weißen Magie folgen oder soll er sich für die so machtvolle, verlockende dunkle Seite entscheiden?

Buch 2 ist noch rasanter, bunter, fantasievoller als der Vorgänger. Die Welt, die Völker sind herrlich beschrieben und ich war mittendrin dabei. Vor allem das Wasservolk hat es mir angetan. Natürlich ist auf die kleine Trollfrau Maki wieder mit dabei und sorgte für manchen Schmunzler und Lacher. Diesmal ist die Spannung deutlich höher, gerade beim letzten Kreis bibbert man wirklich mit. Zwar hätte ich mir auch hier etwas mehr Tiefe bei den Figuren und ein paar mehr Erklärungen der Welt mit ihrer Obrigkeit gewünscht, doch ich konnte im Vergleich zum Vorgänger auch dort eine Steigerung erkennen.

Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es weitergeht. Den 3. Teil habe ich auch schon, bin bisher nur noch nicht dazu gekommen, ihn zu lesen. Für das gelungene, spannende, fantasievolle Buch 2 gibt es von mir auf jeden Fall wieder sehr gute 4/5 Sterne. Für Fantasyfans sicher eine Leseempfehlung. Und die Welt mit ihren verschiedenen Völkern und Wesen ist wirklich herrlich fantasievoll.

Vielen Dank an den Autor, der mir vor einigen Monaten in einer für mich sehr belastenden Zeit das Buch einfach so geschenkt hat – ohne die Erwartung, dass ich es lese oder gar rezensiere. Darüber habe ich mich sehr gefreut!

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Veröffentlicht am 13.01.2023

Die erste Etappe des Wegs vom Jungen zum Magier – fantasievolles, kurzweiliges Abenteuer

Der 6. Kreis
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Quinn wird an einen üblen Ort verbannt. Dort muss er sich gegen die Anfeindungen der zwielichtigen Bewohner schützen und wird zudem von seinem Arbeitgeber geschunden und geschlagen. Da lernt er Marten ...

Quinn wird an einen üblen Ort verbannt. Dort muss er sich gegen die Anfeindungen der zwielichtigen Bewohner schützen und wird zudem von seinem Arbeitgeber geschunden und geschlagen. Da lernt er Marten kennen, einen Magier, der in Quinn Potenzial entdeckt und ihn daher heimlich zum Magier ausbildet. Ziel soll sein, dass Quinn irgendwann alle 5 Magierkreise beherrscht und damit den Bannzauber mit der damit einhergehenden Dunkelheit besiegen kann. So lernt Quinn also alle möglichen Runenzauber und stellt sich den schwierigen Aufgaben, die gelöst werden müssen, um den 1. und 2. Kreis zu durchschreiten. Dabei lernt er neue Lebensräume und Wesen kennen und erlebt so allerhand Abenteuer. Und er findet auch seinen Seelenpartner, die kleine Trollfrau Maki, die ihn fortan begleitet.

Robert Deiss hat mit dieser Fantasyreihe eine komplette neue Welt erschaffen. Zusammen mit Quinn lerne ich diese Welt ein bisschen näher kennen und kann sie mir auch recht gut vorstellen – samt sehr fantasievoller Menschen, Wesen, Tiere und Pflanzen. Einerseits habe ich mit Quinn mitgelitten, macht er doch wirklich viel durch, erlebt viel Schreckliches auf seinem Weg zum Magier. Andererseits ist er für mich nicht wirklich greifbar gewesen. Dazu hat mir einfach die Tiefe gefehlt. Ich weiß nicht, warum er verbannt wurde, wo er herkommt, wer er ist. Ich springe mit ihm von Station zu Station, erlebe, wie er mit scheinbar unlösbaren Aufgaben hadert, um sie dann doch irgendwie sehr schnell zu lösen, lerne sehr viele andere Charaktere kennen, die jedoch alle ein bisschen blass bleiben und vermisse so ein bisschen den Tiefgang. Ich hätte mir mehr „zum Anfassen“ gewünscht, um richtig gefangen zu werden von der Story. Nichtsdestotrotz ist es ein fesselndes Buch, das ich fast in einem Rutsch durchgelesen habe. Mir gefällt der Schreibstil sehr gut, der schön zu lesen ist, auch wenn ich mir öfter detailreichere Beschreibungen der Umgebung und Figuren gewünscht hätte. Die Spannung hält sich gut und hat mich auch immer weiterlesen lassen. Und dann ist da natürlich noch Maki! Die kleine Trollfrau! Sie ist einfach zuckersüß und ich mag sie sehr! Sie bringt Humor und Leben in die Story und war als einzige für mich richtig greifbar.

Als ich mit dem Buch durch war, wollte ich eigentlich eine Pause machen und erst mal was anderes lesen. Das hat nicht geklappt! Ich wollte einfach direkt wissen, wie es weitergeht und habe direkt mit Buch 2 weitergemacht. Der 6. Kreis ist also auf alle Fälle fesselnd. Und sehr fantasievoll. Vor allem die verschiedenen, bisher kennengelernten Völker waren total interessant. Von daher gibt es natürlich sehr gute 4/5 Sterne und eine Leseempfehlung für all diejenigen, die sich gern in einer vollkommen neuen Welt herumtreiben und Gefahren bestehen wollen.

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Veröffentlicht am 06.01.2023

Serienmörder, der seine weiblichen Opfer nach Märchen arrangiert

Schrei
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Ein Serienmörder treibt sein Unwesen. Er hat es vor allem auf junge Frauen abgesehen. Er tötet sie mit Pfeil und Bogen und arrangiert sie dann nach einem Märchen in der Öffentlichkeit. In den Mündern der ...

Ein Serienmörder treibt sein Unwesen. Er hat es vor allem auf junge Frauen abgesehen. Er tötet sie mit Pfeil und Bogen und arrangiert sie dann nach einem Märchen in der Öffentlichkeit. In den Mündern der Opfer ein Zettel, auf dem die Märchenfigur steht. Als beim nächsten der Opfer auf dem Zettel der Name Lena steht, sind Kommissar Wagemut und seine Partnerin Lena Weiß sich sicher: sie soll das nächste Opfer sein. Gemeinsam gehen sie jeder Spur nach und bringen sich selbst und ihre Liebsten dabei in tödliche Gefahr. Wer ist der Serienmörder und aus welchem Grund hat er es auf Lena abgesehen?

Der Schreibstil ist wirklich gut und sehr flüssig zu lesen. Die Spannung wird immer ganz oben gehalten, so ist es ein leichtes, da Buch in kürzester Zeit durchzulesen. Es gibt allerhand Figuren, es passiert enorm viel und für meinen Geschmack sind es tatsächlich ein paar zu viele Figuren, die ich alle gar nicht so wirklich für die eigentliche Story benötigt hätte, die aber zuzugeben alles ein Stück weit actionreicher, angespannter und vielleicht auch interessanter machen. Teilweise etwas an den Haaren herbeigezogen, damit die Story auch funktioniert (z.B. frage ich mich, wie man in einer Großstadt wie Berlin sich sofort sicher ist, dass die Polizeikollegin Lena das nächste Opfer ist, nur weil auf dem Zettel der Name Lena steht? In Berlin gibt es schätzungsweise wie viele Lenas?). Aber egal, das alles hat dem Lesegenuss keinen Abbruch getan. Durchweg spannend, durchweg düster und mit einigen Psychoelementen gespickt und wohl auch nichts für ganz zarte Gemüter, werden hier schließlich Frauen gequält, geschlagen, erniedrigt und getötet. Das Cover passt übrigens perfekt zur Story!

Ich empfehle diesen Thriller jenen, die sich gerne mal für ein paar Stunden ohne besonderen Tiefgang aber sehr spannend unterhalten lassen wollen, Fans von amerikanischen Serienmörder-Thrillern und von Storys, über die man nicht lange nachdenken muss, die dennoch fesseln und einfach Spaß machen. 4/5 Sterne.

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Veröffentlicht am 30.12.2022

Skurril, verwirrend, lustig, seltsam – sicher ein besonderes Buch

Kafka und der Tote am Seil
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Franz Kafka ist von jetzt auf nachher geheilt und kann das selbst gar nicht so recht glauben. Zumal er sich in Begleitung einer mannshohen Kakerlake befindet, die auch noch spricht. Als dann ein seltsamer ...

Franz Kafka ist von jetzt auf nachher geheilt und kann das selbst gar nicht so recht glauben. Zumal er sich in Begleitung einer mannshohen Kakerlake befindet, die auch noch spricht. Als dann ein seltsamer Typ (Inspektor Beide, mal männlich, mal weiblich), Kafka als Ermittler für noch seltsamere Todesfälle in Wien rekrutiert, ist er sich sicher: das ist so abstrus, das kann sich kein Hirn ausdenken, also muss es echt sein. Und so begibt er sich mit Kakerlake Gregor Samsa nach Wien, wo er auf einen seltsamen Hängekünstler stößt und auf dessen seltsame Schwester und auf einen Seidenstrick, der an Seltsamkeit nicht zu überbieten ist. Der Hängekünstler erhängt sich jeden Abend vor Publikum, nur um wie von Zauberhand am nächsten Tag wieder auf der Bühne zu stehen. Dafür sterben täglich andere Menschen einen sehr mysteriösen Strangulationstod. Kafka will diesen Fall lösen! Auch wenn er sich dadurch selbst in Gefahr bringt.

Puh… seltsam ist der Oberbegriff für dieses Buch. Seltsam, absurd, irre, völlig gaga und total… ja… seltsam halt. Hier wird so viel mit Sprache gearbeitet, mit Wortwitz und Situationskomik, nur um dann wieder verwirrend und seltsam zu werden (Verzeihung, ich weiß, ich nutze dieses Adjektiv sehr oft). Ich liebe die Szenen, in denen die Kakerlake vorkommt, was leider im Mittelteil für meinen Geschmack deutlich zu wenig war. Dafür ging mir das lange Gerede von Inspektor Beide des Öfteren gehörig auf den Keks, weil ich am Ende des Satzes nicht mehr wusste, wie er anfing. Ich habe auch immer noch nicht kapiert, warum Kafka geheilt war – wenn er es denn war – und ob er das am Ende auch immer noch ist. Habe ich jetzt hier eine Geschichte miterlebt oder nur die Hirngespinste eines Todkranken oder Verrückten? Ich habe keine Ahnung. Das Buch hat mich verwirrt, mich super unterhalten, mich zwischendurch genervt, dann wieder zum Lachen gebracht und gleich darauf wieder zum Stirnrunzeln. Es wirkt auf jeden Fall nach und ich möchte nicht wissen, wie es im Kopf des Autors aussieht – wer so schreibt, muss ein paar mehr Hirnwindungen haben, vermute ich. Ich habe ein paar Tage vergehen lassen, bevor ich mich an die Rezension gesetzt habe. Einfach, weil ich nicht wusste, was ich von dem Buch halten soll. Gut? Sehr gut? Doof? Oder doch nur vor allem seltsam? Ich weiß es noch immer nicht so 100% – genau das bringt mich aber zu 4 Sternen. Denn wie gesagt: es wirkt nach, spukt noch in meinem Kopf herum und war letztlich halt doch sehr unterhaltsam. Seltsam, aber wahr. Wem ich es empfehlen würde? Ach, fragt mich doch was Leichteres!

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Veröffentlicht am 18.12.2022

Kleine, liebenswerte (Lese-)Reise in die Provence – Liebe, Zweifel, Freundschaft und ganz viel Lavendel

Lavendeltage in der Auberge de Lilly
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Helen, gestresst durch das viele Geld, dass sie für ihren beruflichen Traum in den Sand gesetzt hat, wird von ihrem Freund Leo kurzerhand in die Provence „entführt“. Doch statt Erholung, Zweisamkeit und ...

Helen, gestresst durch das viele Geld, dass sie für ihren beruflichen Traum in den Sand gesetzt hat, wird von ihrem Freund Leo kurzerhand in die Provence „entführt“. Doch statt Erholung, Zweisamkeit und Kräftetanken wird dieser Kurztripp eher zu einer Zerreißprobe für die Beziehung der beiden. So findet Helen Leos anfängliches so anziehendes Laissez-fair inzwischen eher unreif und ihr steht mehr der Sinn nach etwas Bodenständigem, Verlässlichen. Wie gut also, dass sie auf Marcel, den charmanten, erfolgreichen Besitzer des geschlossenen Lavendelladens trifft und er ihr ein scheinbar traumhaftes geschäftliches Angebot macht – und auch privat großes Interesse an Helen zu haben scheint. Als Leo eines Tages nach einem Streit einfach verschwindet, muss Helen sich eingestehen, dass sie sich wohl in einigem getäuscht hat… und sich entscheiden, was sie nun eigentlich in ihrem Leben will.

Nachdem ich in Band 1 „Das kleine Hotel in der Provence“ das Entstehen der Auberge de Lilly mitverfolgt habe, darf ich nun erneut nach Südfrankreich reisen und in diesem kleinen, hübschen Hotel einige bekannte Figuren wiedertreffen. Mit einer Leichtigkeit erzählt die Autorin Helens Geschichte und schafft es dabei, deren Zweifel und Sorgen so gut rüberzubringen, dass man fast Verständnis dafür bekommt, dass sie sich so hopplahopp quasi in die Arme eines anderen wirft. Es ist zwar keine hochüberraschende, wendungsreiche Story, dafür aber einfach ein Wohlfühlbuch. Ab aufs Sofa, vielleicht mit einem Pastis (oder noch besser: mit einem Gin Tonic mit Lavendelblüten, selbstgemacht natürlich, das Rezept liefert das Buch gleich mit) und dann nichts wie in die Provence, zu den Lavendelfeldern, wo die Hummeln summen, die Sonne brennt und sich alles wie Urlaub anfühlt.

Der Schreibstil ist super zu lesen, man fliegt durch die Seiten, wobei Figuren und Setting immer im Kopf sind, sehr gut vorstellbar und vor allem die Landschaft ist fast zum Greifen. Mir gefällt, dass Helen keine Überfliegerin ist, sondern auch sie Fehler macht, nicht immer durchblickt und mit ihren Sorgen und Ängsten hadert. Das macht sie „normal“.

Wer eine kleine Auszeit in der Provence haben möchte, mit leichter, luftiger Unterhaltung, ein wenig Liebe, ein wenig Intrige, viel Freundschaft und einer bezaubernden alten Dame (Marianne de Boyer), die einige Lebensweisheiten auf dem Kasten hat, dem sei „Lavendeltage“ ans Herz gelegt. 4/5 Sterne.

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