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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.05.2025

Ein Raubüberfall

Ein ungezähmtes Tier
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Ein ungezähmtes Tier war mein erstes Buch von Joel Dicker, und insgesamt hat es mir gut gefallen. Der Einstieg in die Geschichte rund um einen Juwelierraub war spannend und vielversprechend. Besonders ...

Ein ungezähmtes Tier war mein erstes Buch von Joel Dicker, und insgesamt hat es mir gut gefallen. Der Einstieg in die Geschichte rund um einen Juwelierraub war spannend und vielversprechend. Besonders positiv hervorheben möchte ich die überraschenden Wendungen, die die Handlung immer wieder in eine neue Richtung gelenkt haben – vieles war nicht vorhersehbar und hat mich als Leser gut unterhalten.

Im Zentrum der Geschichte stehen zwei Ehepaare, deren Leben enger miteinander verknüpft sind, als es zunächst scheint. Die Handlung spielt sich in den Tagen vor dem Raubüberfall ab und wird immer wieder durch Rückblenden ergänzt. Dieser Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit gibt der Geschichte Tiefe und erlaubt einen spannenden Blick hinter die Fassaden der Figuren.

Stellenweise fande ich die Handlung leider zu langatmig wodurch etwas an Spannung verloren ging. Ein schnelleres Tempo hätte der Geschichte gut getan.

Nichtsdestotrotz war es insgesamt unterhaltsamer Kriminalroman mit gelungenen Twists. Wer ruhige, vielschichtige Erzählungen mit überraschenden Twists mag, wird hier fündig.

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Veröffentlicht am 22.04.2025

Ein Schwestern Roman

Mickey und Arlo
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Mickey wird durch das Testament ihres verstorbenen Vaters zu einer Therapie gezwungen – nur wenn sie sich darauf einlässt, darf sie ihr Erbe antreten. Doch was sie nicht ahnt: Ihre Therapeutin ist niemand ...

Mickey wird durch das Testament ihres verstorbenen Vaters zu einer Therapie gezwungen – nur wenn sie sich darauf einlässt, darf sie ihr Erbe antreten. Doch was sie nicht ahnt: Ihre Therapeutin ist niemand geringeres als ihre Halbschwester, von deren Existenz sie bislang nichts wusste.

Damit ist der zentrale Plot im Grunde schon erzählt. Im Mittelpunkt stehen vor allem zwischenmenschliche Beziehungen und Interaktionen.

Ein leiser, stets präsenter Humor durchzieht die Erzählung und verleiht ihr eine Leichtigkeit. Besonders gefallen hat mir der Perspektivwechsel der Schwestern. Der Roman überzeugt durch zwischenmenschliche Interaktionen, doch vieles bleibt vage. Insgesamt kratzt die Geschichte stellenweise zu sehr an der Oberfläche und einige Aspekte wirken nur angerissen wodurch wichtige Hintergründe leider unbeantwortet bleiben.

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Veröffentlicht am 25.02.2024

Solide, aber habe mehr erwartet

Leuchtfeuer
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Das farbenfrohe Cover des Buches vermittelt den Eindruck eines fröhlichen und lebhaften Werkes, doch die Geschichte, die sich dahinter verbirgt, ist überraschend ruhig und sicherlich kein Page Turner. ...

Das farbenfrohe Cover des Buches vermittelt den Eindruck eines fröhlichen und lebhaften Werkes, doch die Geschichte, die sich dahinter verbirgt, ist überraschend ruhig und sicherlich kein Page Turner.

Leider bleibt die Darstellung der Charaktere ziemlich oberflächlich und es fehlt teilweise an Tiefe. Im Klappentext heißt es: "Zwei Familien. Eine Nacht. Eine Entscheidung, die ihr Leben für immer verändert.". Doch leider kommt die Auseinandersetzung mit dieser Nacht und der getroffenen Entscheidung viel zu kurz und es werden eher viele unterschiedliche Themen von Alzheimer über Alkoholsucht angerissen. Daher hatte ich leider etwas ganz anderes von der Geschichte erwartet. Auch durch die vielen Zeitsprünge war es teilweise schwierig der Geschichte zu folgen.

Der Schreibstil ist angenehm und das Buch lässt sich dadurch schnell weglesen. Auch wenn es traurige Passagen gab, konnte es mich emotional leider nicht berühren und wird mir nachhaltig nicht im Gedächtnis bleiben. Insgesamt eine nette Geschichte für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 01.01.2023

Harte Kost

Nachtschwärmerin
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Dieses Buch ist keine leichte Kost. Die 17-jährige Kiara muss ihre Familie ernähren und kämpft dabei ums überleben. Alles scheint ausweglos und so bleibt nur noch der Weg in die Prostitution. Die Geschichte ...

Dieses Buch ist keine leichte Kost. Die 17-jährige Kiara muss ihre Familie ernähren und kämpft dabei ums überleben. Alles scheint ausweglos und so bleibt nur noch der Weg in die Prostitution. Die Geschichte thematisiert viele aktuelle Themen wie Rassismus, Diskriminierung, Armut und zeigt dabei die Missstände unserer Gesellschaft auf. Denn auch heute noch haben weiße Männer in Uniform eine privilegierte Stellung.

Insgesamt werden vielen wichtige Themen aufgeworfen, aber leider konnte mich die Geschichte nicht vollends packen. Der Schreibstil ist sehr nüchtern und transportiert nur schwer die Emotionen. Dadurch fällt der Zugang zur Protagonistin und den anderen Charakteren schwer. Zudem sind auch einige Längen vorhanden, sodass ich das Buch ziemlich oft weggelegt habe und es nur schleppend beenden konnte.

Somit konnte mich der Debüt Roman von Leila Mottley leider nicht vollends überzeugen. Nichtsdestotrotz ist es eine tolle Leistung von einer gerade mal 20-jährigen Autorin einem gesellschaftskritischen Roman mit einer wichtigen und aktuellen Message zu verfassen. Hut ab!

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Veröffentlicht am 06.06.2022

Wirr

Vielleicht habe ich dich nur erfunden
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Ein Buch, das sich nur sehr schwer in eine Schublade einsortieren lässt. In episodenhaften Kapiteln begleiten wir Alex auf ihrer Reise zum Erwachsenwerden. Dabei wird sie von Emotionen und dem Gefühlschaos ...

Ein Buch, das sich nur sehr schwer in eine Schublade einsortieren lässt. In episodenhaften Kapiteln begleiten wir Alex auf ihrer Reise zum Erwachsenwerden. Dabei wird sie von Emotionen und dem Gefühlschaos übermannt. Sie verliebt sich in die selbstbewusste und unnahbare Sheela. Zunächst scheint es, dass auch sie sich für Alex interessiert, doch Sheela besteht darauf ein freier Vogel zu sein und lässt sich nicht binden. Es entwickelt sich eine on-off Beziehung zwischen den beiden. ZehnJahre später begegnen die beiden sich wieder. Sollte man meinen sie hätten sich weiterentwickelt und wären reifer geworden, so täuscht man. In Rückblenden erfährt man was in der Zwischenzeit passiert ist. Daraufhin folgt ein weiter Zeitsprung von sieben Jahren. Obwohl wir die Charaktere über einen langen Zeitraum begleiten, entwickeln sie sich leider kaum weiter.

Die größte Schwäche des Romans sind die Charaktere, die die meiste Zeit anstrengend und nervig sind. Sie kommen alle wenig sympathisch daher und lassen sich getrost als kaputt beschreiben. Sprachlich punktet das Buch mit einem flüssigen und teilweise poetischen Schreibstil, der sich schnell lesen lässt. Auch humorvolle und philosophische Ansätze sind vorhanden.

Insgesamt ein Buch, das man entweder lieben oder gar nicht mögen wird.

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