Profilbild von sansol

sansol

Lesejury Star
offline

sansol ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit sansol über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2023

Düstere Stimmung in Island

Verschwiegen
0

Verschwiegen ist der erste Band einer neuen Reihe, die in der isländischen Kleinstadt Akranes spielt. Nach dem Ende ihrer mehrjährigen Beziehung und einem Leben in der 30 min entfernten Hauptstadt Reykjavik ...

Verschwiegen ist der erste Band einer neuen Reihe, die in der isländischen Kleinstadt Akranes spielt. Nach dem Ende ihrer mehrjährigen Beziehung und einem Leben in der 30 min entfernten Hauptstadt Reykjavik kehrt Elma in ihre Heimatstadt zurück. Zuerst verläuft das Leben dort so gemächlich und bekannt wie erwartet bis am Leuchtturm die Leiche einer Frau gefunden wird.
Die Charaktere sind gut und stimmig dargestellt und das Setting in Island ist sehr gelungen und authentisch beschrieben. Wirklich jeder duzt sich und die isländischen Namen sind gerade zu Beginn doch sehr gewöhnungsbedürftig, sobald man sich aber darauf einlässt, klappt es gut. Mir fiel es leider am Anfang recht schwer, in dem Krimi anzukommen, was an den vielen Handlungssträngen und dem eher flachen Spannungsbogen gelegen haben kann.
Wie in vielen nordischen Krimis ist die Grundstimmung eher düster. Die verschiedenen Erzählstränge finden in der heutigen Zeit und in Rückblenden statt. Für meinen Geschmack war die Story über weite Strecken zu langatmig, es dauerte, bis alle Personenkreise der aktuellen Handlung eingeführt wurden.
Der eigentliche Mord ist recht unspektakulär was nicht weiter tragisch ist. Die Ermittlungen werden überraschend „normal“ dargestellt, nicht alles läuft rund und manches dauert.
Die Fortsetzung ist für August 2023 angekündigt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.01.2023

Krimi aber sehr beziehungslastig

Die Töchter der Kälte
0

Auch der dritte Band der Falck-Hedström Reihe hat mehrere Handlungsstränge. Grundsätzlich hat mir die Story gefallen aber ich fand die Arbeit der Polizei oft erstaunlich naiv und undurchdacht. Vieles wurde ...

Auch der dritte Band der Falck-Hedström Reihe hat mehrere Handlungsstränge. Grundsätzlich hat mir die Story gefallen aber ich fand die Arbeit der Polizei oft erstaunlich naiv und undurchdacht. Vieles wurde "vergessen" und war schlicht unprofessionell. Die Ermittlungen im Mordfall an der siebenjährigen Sara wurden fast zur Nebensache, die Beziehungen und Gefühle der Hauptpersonen nahmen einen sehr großen, fast zu großen Raum ein.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.12.2025

Cosy Weihnachtsstory für Swifties

Schneeflockenfunkeln
0

Für Swifties in Weihnachtsstimmung genau das richtige...
Positiv:
nette, vorweihnachtliche Kleinstadtatmosphäre (auch wenn oft nicht allzu realistisch)
eigentlich sympathische Charaktere und ein zwar ...

Für Swifties in Weihnachtsstimmung genau das richtige...
Positiv:
nette, vorweihnachtliche Kleinstadtatmosphäre (auch wenn oft nicht allzu realistisch)
eigentlich sympathische Charaktere und ein zwar vorhersehbarer aber passender Plot
Cosy für zwischendurch in der Adventszeit

Nervig
Warum nimmt Taylor Swift solch einen großen Raum ein?? Lynn agiert als ein Teeniehaftes Fangirl hoch zwei
Mal agiert sie recht abgeklärt und wirkt lebenserfahren wie eine Dreißigjährige (sooo viele aber schlecht gelaufene Dates usw) ist aber erst Dreiundzwanzig! und benimmt sich oft wie 14 (okay, 16).
Taylor Swift ist erfolgreich, ich habe nichts gegen sie oder ihre Fans aber brauche keine Details über ihre Fandom, Kettchen basteln, seitenlange Analysen ihrer Lieder usw

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.12.2025

Achtsamkeit unter neuem Namen

Glimmer
0

Ich sag es mal wie es ist - auch dieser Autor hat das Rad nicht neu erfunden. Natürlich ist das nicht überraschend, gibt es doch gerade auf diesem Gebiet inzwischen viele Ratgeber.
Dieses Buch und seine ...

Ich sag es mal wie es ist - auch dieser Autor hat das Rad nicht neu erfunden. Natürlich ist das nicht überraschend, gibt es doch gerade auf diesem Gebiet inzwischen viele Ratgeber.
Dieses Buch und seine Ansätze gefallen mir grundsätzlich, gut empfinde ich die Ausrichtung auf die positiven Empfindungen und Erlebnisse.
Daher ist das Zauberwort eigentlich weniger Glimmer sondern eher Achtsamkeit. Gerade wer neu in der Materie ist, zieht also durchaus Ergebnisse aus diesem Buch egal welche Namen man diesen Taten gibt.
Wer sich ein wenig mit Psychologie beschäftigt weiß um die genaue Definition von Trigger - hier (wie leider in vielen Lifestyle Ratgebern) wird das Wort fast inflationär verwendet, in der Bedeutung von mich nervt/stresst etwas. Nein, das ist noch nicht triggern!
Der Autor schreibt in einem lockeren, gut verständlichen Stil - ergänzt mit vielen Erfahrungsberichten. Gestört hat mich dabei nur die häufige Eigenwerbung (Links zu Videos und zur kostenpflichtigen Hypnose App des Autors).
Mein Fazit ist daher durchwachsen. Zum einen die positive Ausrichtung auf Glimmer = Achtsamkeit, dagegen die vielen "Trigger" und die Eigenwwrbung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 29.09.2025

Ella bleibt leider recht farblos

Die Malerin im Birkenwald
0

Das wunderschöne Cover hat mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht. Dann noch der Klappentext – Worpswede… dieser Ort reizt mich schon lange, ein Besuch der Künstlerkolonie wird hoffentlich bald umgesetzt.
Ella, ...

Das wunderschöne Cover hat mich auf dieses Buch aufmerksam gemacht. Dann noch der Klappentext – Worpswede… dieser Ort reizt mich schon lange, ein Besuch der Künstlerkolonie wird hoffentlich bald umgesetzt.
Ella, eine junge ambitionierte Malerin Anfang 20 steht kurz vor ihrer Hochzeit. Da ihr als Frau 1899 der Besuch der Kunstakademie Düsseldorf verwehrt wird besucht sie einen Sommermalkurs in Worpswede. Allein die Tatsache ein „Malweib“ werden zu wollen, alleine nach Worpswede zu reisen und ja nicht ihren guten Ruf zu ruinieren bedeuten ein großes Wohlwollen und Unterstützung von Seiten ihrer Eltern und ihres Verlobten. Das was für uns als Frau heute selbstverständlich ist (trotz der immer noch in vieler Hinsicht geltenden gesellschaftlichen Unterschiede) war damals weitestgehend fernes Wunschdenken.
Die Autorin schafft es hervorragend die Stimmung jener Zeit und das im Gegensatz hierzu „freiere Leben“ in Worpswede darzustellen. Die realen Künstler werden sehr stimmig in die Geschichte eingebunden, ich persönlich liebe es parallel zum lesen ergänzend die Fakten zu den Personen, Orten und genannten Bildern nachlesen zu können.
Leider blieb mir die Protagonisten Ella absolut fern, mir fehlte bei ihrer Person die Tiefe, manches passte zeitlich nicht so ganz oder blieb absolut oberflächlich (z.B. die Zeiten zwischen den Besuchen in Worpswede). Der erst späte, sehr kurze Kontakt mit Luc – die Beziehung zwischen den beiden nehme ich ihr genauso wenig ab wie die leider kaum dargestellte Entstehung ihrer abschließenden Entscheidung.
Da mir die Schilderungen von Worpswede und der Künstlerkolonie dagegen sehr gut gefallen haben vergebe ich drei Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere