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Veröffentlicht am 18.01.2023

Modernes spannendes Märchen, das Werte vermittelt

Der Hoffnungsvogel
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Kirsten Boie hat hier ein sehr schönes Märchen geschrieben, dass die Kinder zu einem besonderen Abenteuer mitnimmt und nebenbei wichtige Werte (Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Höflichkeit, Streitkultur) ...

Kirsten Boie hat hier ein sehr schönes Märchen geschrieben, dass die Kinder zu einem besonderen Abenteuer mitnimmt und nebenbei wichtige Werte (Freundschaft, Hilfsbereitschaft, Höflichkeit, Streitkultur) vermittelt.

Optisch und haptisch ist das Buch wunderschön, die kurzen Kapitel eignen sich super für Erstleser, aber auch zum Vorlesen.

Die freundlichen Menschen im glücklichen Land merken gar nicht, dass eine schleichende Veränderung sie in aggressive, ungeduldige und egoistische Menschen verwandelt. Die Gute Königin und der freundliche Prinz Jabu wollen den Prozess aufhalten, sie hoffen die Lage bessert sich, wenn der Hoffnungsvogel zurückkehrt. Jabu bricht auf, um den Vogel zu suchen. Unterstützung erhält er von Alva, der Tochter der Leuchtturmwärterin. Die Beiden erleben ein spannendes Abenteuer, dass mit einer märchenhaften Wendung endet, die sich jedoch ganz anders entwickelt, als in den altgedienten Märchen.

Boie nutzt hier eine besondere Erzählform, die Kinder werden direkt angesprochen und oft auch einbezogen, so entsteht eine schöne Einbindung, die zum Mitdenken und Hinterfragen anregt. Es gelingt ihr mühelos immer wieder nebenbei Werte zu vermitteln ohne zu belehren oder den erhobenen Zeigefinger zu erheben. Die Hinweise für die Kinder sind sehr nachvollziehbar.

Uns hat sehr gut gefallen, dass das typische klischeehaften Rollenverständnis hier aufgebrochen wurde, jeder kann jeden Beruf ergreifen, ohne Rücksicht auf Geschlecht oder Hautfarbe. Diese gelebte Gleichberechtigung wirkt in der Geschichte so authentisch, wie man es sich für die Realität wünscht.

Jabu und Alva haben hier eine schwere Aufgabe vor sich, sie werden alleine losgeschickt. Ihr Mut und ihre Zuversicht sind sehr hilfreich, sie treffen aber auch immer wieder auf hilfsbereite Menschen, die sie unterstützen. Ihr Gerechtigkeitsempfinden und ihre Beharrlichkeit zahlen sich letztendlich aus. Das Ende fand ich sehr schön, es wird gut vermittelt, dass man bereit sein sollte zweite Chancen zu geben, aber auch diese zu nutzen, wenn sie angeboten werden.

Die Welt wäre ein viel schönerer Ort, wenn alle hilfsbereit und freundlich wären, die Menschen im glücklichen Land haben es geschafft, sich diese Werte zu erhalten, wie schön wäre es , wenn man es außerhalb der Buchseiten auch hinbekäme.

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Veröffentlicht am 04.01.2023

Was Mattis Opa im Himmel erlebt

Mama, gibt’s im Himmel Dinos?
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Dieses Kinderbuch behandelt das Thema Tod auf eine sehr versöhnliche Weise ohne düster zu wirken. Die hellen Bilder und die Idee des Jungen , der seine Mutter trösten will, sind liebevoll.

Mattis Opa ...

Dieses Kinderbuch behandelt das Thema Tod auf eine sehr versöhnliche Weise ohne düster zu wirken. Die hellen Bilder und die Idee des Jungen , der seine Mutter trösten will, sind liebevoll.

Mattis Opa ist gestorben, seine Mutter ist seitdem sehr traurig und das ist für Matti schlimm. Er versteht nicht so richtig, was der Tod ist. Wenn es wie bei Dornröschen oder Schneewittchen ist, kann es eigentlich nicht so schlimm sein, findet er. Er fragt sich auch, wie es für Opa in dem dunklen Grab ist. Hauptsächlich möchte er seine Mutter endlich mal wieder lachen sehen, aber das passiert nicht und seine Fragen scheinen es nicht besser zu machen. Die Mutter versucht auf den Jungen einzugehen, aber es ist deutlich zu sehen, wie schwer es ihr fällt. Über ihre Erklärungen und die Betrachtung der Wolken am Himmel kommt Matti zu der Frage, ob auch alle Tiere in den Himmel kommen. Als die Mutter etwas Ruhe braucht, malt Matti lustige Abenteuer für seinen Opa im Himmel. Das entstehende Daumenkino lässt den Opa für einen Moment wieder lebendig werden, so kann die Mutter erstmals wieder lächeln.

Das Thema wird sehr einfühlsam umgesetzt. Der Verlag gibt hier die Zielgruppe ab 3 Jahren an und zum Selbstlesen ab 6 Jahren. Diese Einschätzung teile ich. Das Buch ist im Querformat mit festerem Papier ausgestattet und wirkt sehr hell und fröhlich. Die Bilder sind kindgerecht, sehr deutlich und nicht zu überladen, so dass Emotionen der Personen und die Einfälle des Jungen gut erkennbar sind und über den Text hinaus Gesprächsanlässe bieten. Das hier ein Junge die Hauptperson ist und es nebenbei auch um Dinosaurier geht, finde ich sehr schön. Häufig richten sich Bücher eher an Mädchen und deren Interessen. Dem Buch liegt ein Bastelbogen für ein Daumenkino bei, so wie Matti sich eines bastelt, zudem gibt es eine Internetanschrift zum Selbstausdrucken eines Daumenkinos.

Der kleine Matti versteht nicht wirklich was passiert ist und ist wegen der traurigen Mutter betrübt. Eine gute Darstellung, denn für Kinder dieses Alters ist das tatsächlich häufig der Fall, sie wollen verstehen, aber auch die Eltern wieder froh sehen. Auf den Bilder ist gut zu erkennen, wie sehr der Mutter die Fragen und die Antworten zusetzen, bis es zu einem hoffnungsfrohen Ende kommt. Mir gefällt die Umsetzung des Themas sehr und es ist bestimmt eine gute Unterstützung in einer Zeit, in der einem manchmal die richtigen Worte fehlen und man nicht weiß, wie man sein Kind auf das Thema Sterben und Tod vorbereiten bzw. ansprechen soll. Durch die fröhlichen Bilder und die Anregung zum Malen und Nachbastlen, die im Buch enthalten sind, ist es möglich mit Kindern gezielt ins Gespräch und Tun zu kommen.

Empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 04.01.2023

Abschied vom geliebten Opa

Opa hat seinen Hut vergessen
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Greta sagt: "Meine Oma ist auch schon tot. Jetzt ist sie im Himmel."

"Wie, im Himmel?" fragt Ida. "Fällt sie da nicht runter?"



Ida wird jeden Donnerstag von ihrem Opa aus dem Kindergarten abgeholt, ...

Greta sagt: "Meine Oma ist auch schon tot. Jetzt ist sie im Himmel."

"Wie, im Himmel?" fragt Ida. "Fällt sie da nicht runter?"



Ida wird jeden Donnerstag von ihrem Opa aus dem Kindergarten abgeholt, dann verbringen sie Zeit zusammen, am liebsten mit Schaukeln. Doch an diesem Donnerstag kommt stattdessen Idas Papa.

Wir erfahren wie Opa und die kleine Ida sich geliebt und wie sie die gemeinsame Zeit miteinander verbracht haben. Opas Glatze war immer mit einem Hut oder einer Mütze bedeckt, sie haben gemeinsam hoch geschaukelt und Opa hat Geschichten über Raben erzählt.

Ida erlebt, wie unterschiedlich die Menschen trauern, jeder auf seine Art und auch die Freundinnen im Kindergarten kennen verschiedene Erklärungen, was nach dem Tod mit der Seele geschieht. Idas Patentante ist Biologin und versucht sachlich mit ihr über das Thema zu sprechen. Dass Opa ohne seinen allgegenwärtigen Hut begraben wird, gefällt Ida nicht so gut, sie löst das Problem auf ihre Art.

Das großformatige Bilderbuch ist sehr hell gestaltet und mit zarten Aquarellzeichnungen illustriert, die sich auf das Wesentliche beschränken. Die wichtigen Elemente aus dem Text sind immer vorhanden und können klar zugeordnet werden. Die Menschen wirken durchweg sehr freundlich.

Der Autorin ist es gelungen das schwere Thema mit einer lebensbejahenden positiven Sichtweise darzustellen. Das Abschiednehmen fällt schwer und für jeden Menschen gestaltet es sich unterschiedlich. Da ist es gut, wenn man wie Ida wertvolle Erinnerungen hat, die fröhlich stimmen. Wie verscheiden Menschen auf den Verlust reagieren, zeigt sich bei den Eltern Idas und der Oma, jeder macht es anders. Hier wird nicht gewertet, sondern beobachtet. Im Kindergarten beim Spielen werden unterschiedliche Glaubenssätze für das "Danach" angedeutet, die jedoch vage bleiben, so dass individuell entschieden werden kann, was man seinem Kind hierzu erklären möchte. Idas Patentante, eine Biologin, erklärt das Geschehen sachlich als Kreislauf des Lebens.

Mit dem einfühlsamen Buch können Fragen zu Sterben und Tod mit Kindern besprochen werden. Eine schöne Unterstützung im Gespräch, mir gefällt, dass es hier kaum düstere Momente gibt.

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Veröffentlicht am 04.01.2023

Der Lauf des Lebens

Blätter
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Der noch junge von Hacht Verlag hat die Intention Bücher zu publizieren, die Kinder und Erwachsene zusammen bringen und Momente der Geborgenheit und des Glücks geben. In dem Buch "Blätter" ist dies vollends ...

Der noch junge von Hacht Verlag hat die Intention Bücher zu publizieren, die Kinder und Erwachsene zusammen bringen und Momente der Geborgenheit und des Glücks geben. In dem Buch "Blätter" ist dies vollends gelungen. Es erzählt von den Jahreszeiten und vom Lauf des Lebens. Ein alter Baum kümmert sich liebevoll um ein winziges Bäumchen, gemeinsam entdecken sie die Welt und erleben Vieles. Der alte Baum gibt seine Erfahrung und seine Liebe weiter. Als die Blätter des alten Baumes fallen, wird das kleine Bäumchen erwachsen, die beiden begeben sich auf einen letzten gemeinsamen Weg.

"Mach dir keine Sorgen, machmal muss man loslassen. Aber bewahre dir die schönen Augenblicke - denn die schönen Erinnerungen schützen dich vor Stürmen, und die schönsten halten dich warm."

Dieser Satz ist ein Erinnerungsschatz, der den kleinen Baum zurück ins Leben und zu einer neuen Aufgabe führt.

Das Geschichte ist mit wunderschönen gemalten Naturbildern in Szene gesetzt. Die Bäume haben freundliche Gesichter und die Farben sind warm und beruhigend. Die Texte auf den einzelnen Seiten sind sehr kurz, aber prägnant. Die Liebe, die die beiden Bäume füreinander empfinden ist spürbar und wirkt authentisch. Der ältere Baum hat sein Wissen geteilt und bereitet den kleinen Baum nun auf den Abschied vor, die liebevolle Zugewandheit und das Einfühlungsvermögen sind berührend. Am Ende schließt sich der Kreis und lässt die Leser*innen froh zurück.

Das Leben anhand dieses Kreislaufs zu erklären gelingt hier einfach und effektiv, es wird auf das Wesentliche heruntergebrochen. Ein bezauberndes Bilderbuch, das poetisch ist und mit eindringlicher Symbolik arbeitet, die sich auch Kindern erschließen können.

Der Einsatz dieses Buches ist vielseitig: Der Lebenskreislauf von Pflanzen kann nachvollzogen werden, Basteln, Naturbetrachtungen, Malen, Einpflanzen von Setzlingen und vieles mehr sind hier möglich. Die Jahreszeiten werden von den Bäumen durchlebt und auch dieses Thema kann auf vielfältige Weise mit den Kindern nachbesprochen und durch Tun erlebt werden. Das Entstehen und Vergehen, das gemeinsame Leben, Aufwachsen und Abschied nehmen, kann auf die Menschen übertragen werden und so Anlass für viele Gesprächsintentionen werden. Die Themen Abschied und Tod lassen sich hier besprechen, ohne dass es zu düster wird oder der Bezug zum eigenen Leben sich aufdrängt und belastet. Aber natürlich eignet sich das Buch auch einfach zum gemeinsamen Schmöckern und Ansehen.

Ein warmherziges Bilderbuch.

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Veröffentlicht am 03.01.2023

Bibelgeschichten zum Mitmachen

Die Kinder-Mitmachbibel. Bibelgeschichten erzählen und gestalten. Lesen, basteln, spielen – die Bibel und den Glauben kreativ entdecken: Kinderbuch ab 6, ideal für Grundschule & Gemeinde
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Hier werden 24 Bibelgeschichten sehr kindgerecht erzählt und bildlich ansprechend in Szene gesetzt.

Die Geschichten wurden chronologisch zur Bibel geordnet, beginnend mit der Schöpfungsgeschichte, geht ...

Hier werden 24 Bibelgeschichten sehr kindgerecht erzählt und bildlich ansprechend in Szene gesetzt.

Die Geschichten wurden chronologisch zur Bibel geordnet, beginnend mit der Schöpfungsgeschichte, geht es weiter mit Abraham, Mose, David und Jesaja bis zur Geburt Jesu und dessen Leben. Die letzten zwei Geschichten sind der Apostelgeschichte entlehnt.

Die Geschichten sind in der Regel zwei bis drei Seiten lang und sehr verständlich nacherzählt. Unter der Überschrift findet sich jeweils die Angabe zur Bibelstelle. Jede Geschichte wird mit Anregungen abgeschlossen, die zur Geschichte passen und Spaß machen. So kann die jeweilige Botschaft vertieft und erlebt werden. Die Ideen, die hierzu geliefert werden, sind sehr unterschiedlich: singen, spielen, malen, basteln, schreiben, backen u.a. bieten ein breites Spektrum, bei dem sicher jeder fündig wird und zu etwas Lust hat. Eine schöne Idee um am Textverständnis zu arbeiten.

Die Texte eigenen sich zum Vorlesen ebenso wie zum Selbstlesen für geübte Erstleser. Der Verlag gibt eine Altersempfehlung ab sechs Jahren an. Ich denke man kann auch etwas jüngeren Kindern gut daraus vorlesen, ohne diese zu überfordern. Die Seiten sind bunt gestaltet, die Illustrationen sind nicht zu überladen, eher reduziert, so dass man die Menschen und ihre Gesichter gut erkennen kann, alles Wesentliche aus den Geschichten findet sich aber an irgendeiner Stelle.

Die Idee Bibelgeschichten mit kreativen Aufgaben zum mitmachen anzureichern, gefällt mir sehr gut. Ein sehr ansprechendes Buch, das man sowohl in der Familie, in der Schule oder Kinderkirche gut einsetzen kann.

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