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Veröffentlicht am 06.01.2023

Ein Reihenauftakt der Lust auf eine Fortsetzung macht

Fräulein Anna, Gerichtsmedizin (Die Gerichtsärztin 1)
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Äußerlich betrachtet zeigt das Cover sehr viel vom Inhalt. München, eine Frau und ein Mann, eine interessante Farbgestaltung ... kurzum, ich finde Erscheinungsbild des Buches sehr ansprechend. 

In der ...

Äußerlich betrachtet zeigt das Cover sehr viel vom Inhalt. München, eine Frau und ein Mann, eine interessante Farbgestaltung ... kurzum, ich finde Erscheinungsbild des Buches sehr ansprechend. 

In der Innenklappe finden wir dann die Frau und den Mann vom Cover wieder. Die gezeigten Personen sollen wohl Anna Zech und Fritz von Weynand darstellen. Beide werden kurz vorgestellt, so dass man schnell weiterlesen und mehr über die Beiden erfahren möchte.

Mit "Rund um Anna eilten Leute durcheinander" lädt die Münchner Autorin zu den Ermittlungsarbeiten bezüglich des Todes einer Schauspielerin ein.

Ich möchte gleich anmerken, dass es sich nicht um einen rasanten, actionreichen Krimi handelt in dem das Blut nur so spritzt, nein, es ist ein Krimi, dessen Handlung leicht und locker vor sich hinplätschert. Er ist deshalb nicht uninteressant oder gar langweilig. Nein, ganz im Gegenteil. Der Krimileser sollte sich nur auf eine leichte Kost einstellen, ohne viel Blutvergießen.

Die Protagonisten sind detailliert charakterisiert und harmonieren perfekt. Es ist ein Genuss, den beiden Hauptdarstellern, Anna und Fritz, bei ihren Ermittlungsarbeit zuzu"sehen" und zu erleben, wie sie sich immer besser kennenlernen. Nein, eine große Liebesgeschichte zwischen den Protagonisten sollte man nicht erwarten. Es ist eher eine Freundschaft, die im Laufe der Handlung sich verdichtet.

Mir hat dieser Reihenauftakt sehr gut gefallen, so dass ich voller Spannung auf die Fortsetzung warte, die für Juli 2023 geplant ist.

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Veröffentlicht am 10.12.2022

Ich warte gespannt auf die Fortsetzung

Erdschwarz
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Äußerlich betrachtet wirkt das Buch eher unscheinbar. Schwarz/Weiss ist nun nicht wirklich der Reißer. Allerdings passt es zum ersten Band, der auch nicht gerade ein Eye-Catcher war.


Dieser Band, der ...

Äußerlich betrachtet wirkt das Buch eher unscheinbar. Schwarz/Weiss ist nun nicht wirklich der Reißer. Allerdings passt es zum ersten Band, der auch nicht gerade ein Eye-Catcher war.


Dieser Band, der zweite der Reihe um Eira Sjödin knüpft unmittelbar an den ersten Band an. Ein paar Rückblenden erinnern an das vergangene Geschehen.

Und auch dieses Mal glänzt die Ermittlerin wieder in ihrer Rolle. Sie wirkt sympathisch, klug, vorausschauend, nur im Privatleben gibt es einige Stolpersteine. 

Und am Ende .. na ja, es ist ja nicht das Ende, da der dritte Band im Juli nächsten Jahres erscheinen soll. Ich denke, dass sich dann alles fügt und bin schon sehr gespannt, was sich die Autorin für den großen Showdown überlegt hat.

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Veröffentlicht am 10.12.2022

Ein süßer Tod

Bülent Rambichler und der verliebte Bulle
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Äußerlich betrachtet erscheint das Cover doch sehr tussenhaft. Dieses Rosa und dann noch der Bulle mit der Rose. Hm, kitschig, aber auch provinziel. Und da es sich um den dritten Band der Provinzkrimi-Reihe ...

Äußerlich betrachtet erscheint das Cover doch sehr tussenhaft. Dieses Rosa und dann noch der Bulle mit der Rose. Hm, kitschig, aber auch provinziel. Und da es sich um den dritten Band der Provinzkrimi-Reihe mit Hauptkommissar Bülent Rambichler handelt, dann auch wieder stimmig.

Mit "Die Liebe ist ein seltsames Spiel, sie kommt und geht von einem zu anderen, sie gibt uns alles, doch sie nimmt auch viel zu viel, die Liebe ist ein seltsames Spiel." (1. Satz -Seite 9) lädt die in München lebende Autorin, Anja Bogner, ihre Leser nach Strunzheim zum Fasching ein. Doch was war das? Eine Frau stürzt tot in Rambichlers Arme. Was war passiert? Wer war die Tote?

Nach dem ereignisreichen, aber auch fragenaufwerfenden Prolog, trifft der Leser schnell auf alte Bekannte. Damit verbindet die Autorin sehr gekonnt die beiden Vorgängerbände an das vorliegende Geschehen. 

Wir befinden uns als nun zum dritten Mal in Strunzheim, einem fränkischen Dorf, oder doch lieber Kleinstadt. Hier scheint jeder jeden zu kennen, und auch deren Eigenarten. Da waren zum Beispiel die Walder-Zwillinge, von denen man sagte, dass ihr Mundwerk präziser schoss als die Waffe von John Wayne  und sie hörten die Nachtigall furzen, bevor die überhaupt wusste, dass sie Blähungen hatte. (Seite 16)

Aber natürlich darf auch der Hauptprotagonist Bülent Rambichler nicht fehlen. Er gilt im Allgemeinen eher als faul, und war in den vorangegangenen Fällen lieber hinter seinem Schreibstisch zu finden. Dieses Mal hatte die Autorin ihm jedoch mehr Aktionismus zugeschrieben. Wer Bülent noch nicht kennt, hier ein kurzer Überblick. Er trinkt gerne Kaba mit viiiel Pulver, vornehmlich aus einer Batman-Tasse (Seite 32), ist in Strunzheim aufgewachsen und hat ein sehr inniges Verhältnis zu seinen Eltern. Leider hat es bei der Liebe noch nicht so richtig gefunkt. Astrid, in die er zwar verliebt ist, hat ihn gerade verlassen. "Sie ist halt Veganerin, und das geht schon rein kühlschranktechnisch nicht zusammen." (Seite 36)

Ich wusste beim Lesen oft nicht, ob es sich nun hauptsächlich um einen Krimi handelte, oder ob die Liebesgeschichte im Vordergrund stand. Die Autorin wollte bestimmt beides vermischen, aber leider war das Mischungsverhältnis nicht ganz stimmig, so dass gerade im Mittelteil die Geschichte mit Astrid im Vordergrund stand.  Der Krimianteil liegt bei etwa zweidrittel. Aber nichtsdestotrotz war es eine witzige Fortsetzung mit sehr gelungenen Sprüchen und Weisheiten. "Man sollte wirklich einen Menschen nicht nach seinem Verhalten beurteilen, denn man weiß nie, was für ein Schicksal dahintersteckt." (Seite 112)

Und so endet dieser dritte Band mit einem Happy End. Ob wir noch weitere Geschichten von Rambichlers erfahren werden? Das bleibt zu hoffen! 

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Veröffentlicht am 07.12.2022

Tolle Fortsetzung

Kinderklinik Weißensee – Tage des Lichts (Die Kinderärztin 3)
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Äußerlich betrachtet fügt sich dieses Cover in die Reihe perfekt ein. Während auf dem Cover des ersten Bandes nur ein kleiner Junge und auf dem zweiten Band ein kleines Mädchen  im Vordergrund zu sehen ...

Äußerlich betrachtet fügt sich dieses Cover in die Reihe perfekt ein. Während auf dem Cover des ersten Bandes nur ein kleiner Junge und auf dem zweiten Band ein kleines Mädchen  im Vordergrund zu sehen war, erkennt man nun ein Junge und ein Mädchen, die auch älter sind. Das Kinderkrankenhaus im Hintergrund hat sich ebenfalls entwickelt und zeitgemäß auch verändert. Noch immer finde ich das Cover sehr ansprechend und auch farblich stimmig. 

Mit ​"Es war einer dieser letzten Sommertage mit besonders weichem Licht, das Marlenes Gesicht streichelte und angenehm wärmte." (1. Satz Seite 5) lädt die Autorin, deren Namen ein Pseudonym eines deutschen Geschwisterpaares ist, ihre Leser wieder nach Lübars ein. Der Prolog spielt Ende September 1919 und beschreibt das Wiedersehen der beiden Schwestern, Marlene und Emma, mit ihrem Vater. Es werden viele Fragen aufgeworfen wie zum Beispiel, wo Joseph solange war, weshalb sich die Mutter von ihm getrennt hatte usw. Auf jeden Fall ein spannender Einstieg, der jedoch als Voraussetzung hat, dass man die beiden Vorgängerbände und somit auch den Werdegang der beiden Frauen kennt.

In 31 Kapiteln umreist die Autorin die Zeit vom 1. Oktober 1929 bis zum 24. Dezember 1931. Die Hauptprotagonisten  haben sich weiterentwickelt, sowohl beruflich als auch privat. Emma ist inzwischen Oberschwester in der Kinderklinik und wird mit Arbeit überhäuft. Marlene ist Ärztin und bereitet sich auf ihre Habilitation vor. Sie führt ein luxuriöses Leben mit schicker Villa, teurem Auto, jedoch zeigt sich ihr Kinderwunsch unerfüllt. Auch Maximilian sehnt sich nach Nachwuchs. Beide verstecken ihre Gefühle in der Arbeit, bis ein Unfall dann eine Kehrwende in den Gedanken beschert. Wie in den Vorgängerbänden, so ist es der Autorin auch hier wieder gelungen, die Stimmung der damaligen Zeit sehr gut umzusetzen. Kleine politische Szenen, die jedoch den Plot keinesfalls unterbrechen, sondern nur der Zeit entsprechen, wurden eingeflochten. 

Interessant fand ich auch die Beschreibungen der Operationen, hier die Mandelentzündung, sowie die Heilmethoden. 

Wer sich fragt, woher der Titel " Tage des Lichts" kommt, wird auf Seite 67 fündig werden.

Abschließend kann ich sagen, dass mir auch dieser dritte Band sehr gut gefallen hat. Sowohl Spannung als auch Unterhaltung wurden weiter fortgeführt, so dass ich beim Lesen das Gefühl hatte, zu Gast zu sein. Ich freue mich schon auf eine weitere Fortsetzung und bin gespannt, wie sich die Kinder entwickelt haben und ob sie in die Fußstapfen der beiden Schwestern getreten sind bzw. treten werden.

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Veröffentlicht am 03.11.2022

Der Kampf um Anerkennung

Die Tochter der Hungergräfin
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Da ich bereits "Die Kannenbäckerin" von Annette Spratte gelesen, nein, geradezu verschlungen habe, war ich ziemlich gespannt, was sich unter diesem Roman nicht verbergen würde.
In bildhaften Beschreibungen ...

Da ich bereits "Die Kannenbäckerin" von Annette Spratte gelesen, nein, geradezu verschlungen habe, war ich ziemlich gespannt, was sich unter diesem Roman nicht verbergen würde.
In bildhaften Beschreibungen (z.B. wie ein Rest Schnee in einem Moosbett) treibt die Autorin den Prolog voran. Man spürt, dass etwas unbeschreibliches geschehen war: Der Erbgraf war im Alter von nur sieben Jahren gestorben. Was sollte nun aus allen werden? Denn von nun an gab es nur noch Frauen im Grafhaus zu Sayn.
Der erste Abschnitt des historischen Roman spielt in der Zeit von Juli 1636 bis August 1637 und umfasst somit ein komplettes Jahr. Auffällig ist auch die stilvolle Zeichnung der Burg Freusburg zu Beginn des ersten Kapitels, der den reißerischen Namen "Verrat" trägt und eine Fortsetzung des Prologs ist. Mit einfühlenden Worten beschreibt die Autorin nun die Beisetzung ihres geliebten Sohnes, neben seinem Vater. Man spürt die Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Kaum kommt die Familie etwas zur Ruhe, kommt die unausweichliche Nachricht, dass der Kurfürst von Köln die Grafschaft Sayn zum erloschenen Lehen erklärt und sie Franz Wilhelm von Wartenberg, dem Bischof von Osnabrück, übertragen hat.
Der Roman wird aus Sicht von Ernestine Salentine, Tochter von Ernst Salentin geschildert.

Man erlebt die Ängste und Sorgen der Damen, hofft und bangt mit ihnen.
Wer historische Romane mag, wird hierin eine ansprechende Lektüre finden.

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