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Veröffentlicht am 22.03.2023

Ein toller Auftakt, der große Lust auf mehr macht!

Die Geschichtenwandler − Magische Tinte
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Als ich zum ersten Mal von „Die Geschichtenwandler“ hörte, war ich sofort Feuer und Flamme. Die Inhaltsangabe klang nach einer Story ganz nach meinem Geschmack und das Cover gefiel mir auf den ersten Blick ...

Als ich zum ersten Mal von „Die Geschichtenwandler“ hörte, war ich sofort Feuer und Flamme. Die Inhaltsangabe klang nach einer Story ganz nach meinem Geschmack und das Cover gefiel mir auf den ersten Blick unheimlich gut. Ich zögerte daher auch gar nicht lange und ließ das Buch bei mir einziehen.

Die 12-jährige Enna lebt gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrer Großmutter in London, wo ihre Mum eine Buchhandlung betreibt. Als Enna, die immer gerne in dem Buchladen aushilft, eines Tages eine seltsame Beobachtung macht, ahnt sie noch nicht, dass dies der Beginn eines unglaublichen Abenteuers ist. Ein ihr unbekannter Mann mit einem verrückten grünen Zylinder kritzelt mit einem Federkiel in einer seltenen Erstausgabe herum! Enna kann es nicht fassen. Aber nicht nur das: Auf einmal passieren lauter merkwürdige Dinge, aber irgendwie scheinen sie nur ihr aufzufallen. Und ihrer Grams. Diese scheint sogar mehr darüber wissen, kann aber sonderbarerweise nur noch in Zitaten sprechen. Was ist hier nur los? Hat das alles etwa mit dem mysteriösen Fremden zu tun? Enna findet schließlich heraus, dass der Mann mittels einer magischen smaragdgrünen Tinte das Ende des Buches umgeschrieben hat – und dies hat große Auswirkungen auf die reale Welt. Als Enna dann auch noch eine Einladung zur Aufnahmeprüfung in die Geheimgesellschaft „Emerald Ink“ in die Hände fällt, beginnen sich die Ereignisse erst recht zu überschlagen.

Auf diesen Trilogieauftakt war ich wirklich ungeheuer gespannt. London, Buchhandlungen, jede Menge Rätsel und Magie, eine toughe Protagonistin, die sich nicht unterkriegen lässt und das Lesen liebt – all das ist einfach genau mein Ding. Voll freudiger Erwartung begann ich also mit dem Schmökern.

Der Einstieg in das Buch gelang mir sehr leicht und ich war im Nu mittendrin im Geschehen. Bereits der Beginn kann mit viel Spannung aufwarten und entfaltet eine Sogwirkung, der man sich kaum mehr entziehen kann. Mir zumindest erging es so, mich hat die Story, bis auf wenige Ausnahmen, durchgehend in Atem halten können. Im Mittelteil gab es für mich vereinzelt kurze Passagen, die mich vergleichsweise nicht ganz so fesseln konnten, aber insgesamt habe ich die Handlung als äußerst temporeich und packend empfunden. Mir persönlich ging es stellenweise sogar schon etwas zu flott und hektisch voran. Ich habe den Ereignissen zwar jederzeit problemlos folgen können, aber manchmal hätte ich mir ein paar mehr Erklärungen und Verschnaufpausen gewünscht.
Auch bezüglich des Sprachstils kann ich mich nicht rundum positiv äußern. Bei einigen Worten habe ich mich gefragt, ob die Zielgruppe, sprich Leserinnen ab 11 Jahren, weiß, was sie bedeuten. Und die Ausdrucksweise unserer Hauptprotagonistin Enna war für mich manchmal nicht ganz stimmig, ich bin mir nicht sicher, ob sich eine Zwölfjährige wirklich so ausdrücken würde. (Schlau wie ich bin, habe ich mir beim Lesen keine Notizen gemacht, sodass ich euch nun leider keine Beispiele nennen kann.)

Bis auf diese zwei Punkte bin ich aber begeistert von dem Buch. Enna mochte ich auf Anhieb. Sie ist sympathisch, mutig, selbstbewusst und klug und dass sie eine Buchliebhaberin ist, macht sie wohl für jeden bibliophilen Menschen zu einer Verbündeten. Also ich habe unsere Ich-Erzählerin schnell in mein Herz geschlossen und mich auch als Erwachsene mühelos in sie hineinversetzen können.
Neben Enna dürfen wir im Verlauf des Buches noch lauter weitere interessante und teils recht schräge Charaktere kennenlernen, von denen viele nicht so sind wie sie auf den ersten Blick scheinen. Einige Figuren entpuppen sich als jemand ganz anderes als zunächst gedacht, was das Ganze enorm aufregend macht.

Auch settingmäßig kann das Buch absolut punkten. Mit London hat die Autorin den perfekten Schauplatz für eine derartige Story gewählt – London, Magie, Bücher, Bibliotheken, das passt einfach. Gleich auf den ersten Seiten wird eine wunderbare Atmosphäre geschaffen und da sämtliche Orte anschaulich beschrieben werden, fällt es einem spielend leicht in die Kulisse einzutauchen. Auf dem Vorsatzpapier befindet sich zudem noch eine detailreiche Karte von London, dank der man das Setting noch besser nachempfinden kann.
Sehr cool ist auch, dass die Schrift nicht in dem üblichen Schwarz gehalten ist, sondern in Grün gedruckt wurde. Eine echt geniale Idee, finde ich, schließlich spielt eine grüne Tinte eine wichtige Rolle in der Geschichte. Und da wir schon mal bei der Aufmachung des Buches sind: Helge Vogt, der uns auch dieses tolle Cover gezaubert hat, hat die Kapitelanfänge mit stimmungsvollen Vignetten versehen, die das Ambiente der Story hervorragend untermalen und alles nur noch magischer machen.

Was genau wir alles gemeinsam mit Enna erleben werden, werde ich euch hier nicht verraten, das müsst ihr schon selbst herausfinden. Euch erwartet jedenfalls ein turbulentes und unterhaltsames Abenteuer voller Fantasie, überraschender Wendungen und Rätselhaftigkeiten und mit ganz viel herrlicher Buchmagie. Letzteres war eines meiner Highlights. Es werden so einige bekannte Werke und Klassiker genannt und aus ihnen zitiert wie „Alice im Wunderland“ und „Peter Pan“. Fans der klassischen Kinderliteratur kommen hier definitiv auf ihre Kosten, aber auch Mythologie-Freunde haben Grund zur Freude, denn auch mythologische Elemente wurden gekonnt in die Handlung mit eingebunden.

Das Ende kommt zum Glück ohne einen fiesen Cliffhanger aus, macht aber dennoch sehr neugierig darauf wie es wohl weitergehen wird. Auch wenn mich das Buch nicht vollends überzeugen konnte, werde ich die Reihe auf jeden Fall weiterverfolgen. Auf den zweiten Band, der voraussichtlich dieses Jahr im Herbst erscheinen wird, freue ich mich schon sehr!

Fazit: „Die Geschichtenwandler – Magische Tinte“ ist ein gelungener Trilogieauftakt voller Überraschungen, Geheimnisse und Magie, der große Lust auf mehr macht und die ideale Lektüre für alle Fantasyfans und Buchliebhaber
innen ist. Ich kann das Kinderbuchdebüt von Kristen Perrin nur empfehlen. Es erzählt eine spannende, fantasievolle und magische Geschichte über Bücherliebe, Freundschaft, Mut und Vertrauen und fesselt von der ersten bis zur letzten Seite. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 12.03.2023

Ein herrlicher Lesespaß mit Lach-Garantie!

FING
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Endlich gibt es neues Lesefutter von David Walliams! Die Bücher des britischen Autors sind inzwischen absolute Must-Haves für mich, ich stehe einfach total auf seinen britischen Humor und seine verrückten ...

Endlich gibt es neues Lesefutter von David Walliams! Die Bücher des britischen Autors sind inzwischen absolute Must-Haves für mich, ich stehe einfach total auf seinen britischen Humor und seine verrückten Ideen. Auf „FING“ habe ich mich daher tierisch gefreut.

Mr. und Mrs. Milde sind zwei rundum nette und sanftmütige Menschen. Man könnte ja nun annehmen, dass ihre Tochter ebenso freundlich und reizend ist, aber nein, falsch gedacht, dem ist leider nicht so. Ganz im Gegenteil. Myrtle Milde ist seit ihrer Geburt der absolute Horror! Sie ist ein grässliches Kind, das alle stets herumkommandiert und fuchsteufelswild reagiert, wenn sie nicht das bekommt, was sie will. Und Mytle möchte eine Menge haben. Ihre Eltern erfüllen ihr jeden Wunsch, aber Myrtle ist nie zufrieden. Obwohl sich das ganze Zeug in ihrem Zimmer schon dermaßen auftürmt, dass sie kaum noch hinein- und herauskommt, will sie immer mehr, mehr und MEHR haben! Eines Tages verlangt sie von ihren Eltern, dass sie ihr ein FING beschaffen sollen. Jetzt stellt sich nur die Frage: Was ist bitte schön ein FING? Als Mr. Und Mrs. Milde herausfinden, dass es sich bei einem FING um ein schreckliches Monster und das wohl schlimmste aller Haustiere handelt, versuchen sie ihre Tochter vorsichtig davon zu überzeugen, sich doch lieber etwas anderes zu wünschen. Ohne Erfolg. Myrtle möchte unbedingt ein FING haben. So macht sich der Vater eben auf die Suche nach diesem grauenhaften Geschöpf, das im tiefsten, dunkelsten, dschungeligsten Dschungel haust...

Ich habe nun schon viele Bücher aus der Feder von David Walliams gelesen. Nicht alle waren Highlights für mich, aber enttäuscht hat mich bisher noch kein Buch von ihm. Auch mit „FING“ hat mir der Bestsellerautor wunderbare Lesestunden bereitet, wobei ich jedoch sagen muss, dass es für mich nicht zu seinen besten Werken zählt.
Mir persönlich hat es dieses Mal etwas an Tiefgang und Gefühl gefehlt. Wirklich tiefsinnige Geschichten darf man bei den Werken von David Walliams natürlich nicht erwarten, aber neben den ganzen amüsanten Verrücktheiten und Grauslichkeiten, mit denen seine Bücher stets angefüllt sind, beinhalten sie in der Regel durchaus auch wertvolle Botschaften und berührende Szenen. Das habe ich hier ein bisschen vermisst. Das Ende in „FING“ vermittelt zwar schon in gewisser Hinsicht eine wichtige Aussage, aber so richtig viel mitnehmen kann man daraus irgendwie nicht, finde ich.

Abgesehen davon ist „FING“ aber ein typischer Walliams, was heißt: Eine rasante, superlustige und genial-absurde Story, die vor schwarzem Humor nur so trieft und mit hinreißend überspitzt dargestellten Charakteren gespickt ist; viele witzige schwarz-weiß Illustrationen von Tony Ross, die das Ganze perfekt untermalen und eine kreative Gestaltung, mit Gratis-Beigabe inklusive. Und ja, auch Kioskbesitzer Ray ist natürlich wieder mit von der Partie. Ich bitte euch, ein Buch des britischen Autors ohne unseren geliebten Ray geht doch gar nicht. ;)

Auch der Beginn kommt in gewohnter David-Walliams-Manier daher: Ehe es mit der eigentlichen Handlung losgeht, werden uns erst einmal die wichtigsten Charaktere vorgestellt. In „FING“ ist die Menge an Personen allerdings sehr überschaubar.
Im Mittelpunkt steht die dreiköpfige Familie Milde, bestehend Mama und Papa Milde und ihrer Tochter Myrtle. Während die Eltern zwei herzensgute Menschen sind, ist ihr Sprössling ein echter Satansbraten und furchtbarer Tyrann. Myrtle ist einfach nur unausstehlich – da kann man sich ja schon fragen, wie zwei so liebenswerte Menschen wie Herr und Frau Milde nur so ein widerwärtiges Kind haben können. Wobei allerdings dazu gesagt sein muss, dass es auch mit ihre Schuld ist, dass ihre Tochter so ein verzogenes Gör ist, da sie ständig nach ihrer Pfeife tanzen und alles, wirklich alles für sie tun.
Neben den Mildes kommen in der Geschichte wirklich kaum weitere Figuren vor. Wer, bzw. was, aber natürlich ebenfalls noch eine große Rolle spielt, ist das FING. Was genau aber ein FING ist, werde ich euch hier nicht erzählen, das müsst ihr schon selbst herausfinden. Auf dem Cover könnt ihr es aber zumindest schon einmal sehen, dieses runde, fellige Etwas mit dem einen Auge, das ist ein FING.

Gemeinsam mit dem Vater, der insgesamt am meisten im Fokus steht, begibt man sich auf eine äußerst abenteuerliche und höchst vergnügliche Suche nach dem FING, die uns bis in den dschungeligsten Dschungel führen wird (wobei dieses Unterfangen wohl nur für uns Leser*innen vergnüglich ist, für den Vater eher nicht so, hihi).

Also ich habe mich beim Lesen einfach köstlich amüsiert. Jedermanns Sache wird dieses Buch wohl nur nicht sein, da der Humor von David Walliams wirklich very british und speziell ist. Bei mir trifft seine groteske Komik aber jedes Mal voll ins Schwarze und ich bin mir sehr sicher, dass sie auch bei der Zielgruppe punkten wird. Es wird gepupst, es wird manchmal haarsträubend und eklig (stets kindgerecht, versteht sich) – so etwas kommt bei Kindern in der Regel immer gut an.

Für Mädchen und Jungen ab etwa 9 Jahren ist „FING“ in meinen Augen prima geeignet. David Walliams ist ein einfach ein echter Könner im Schreiben von Kinderbüchern. Er nimmt seine junge Leserschaft ernst und findet stets genau die richtige Sprache, um sie zu fesseln und zu begeistern. Hier auch mal ein großes Lob an die Übersetzerin Martina Tichy, die den Text mit seinen vielen Wortneuschöpfungen so gekonnt ins Deutsche übertragen hat.

Auch dem Illustrator Tony Ross gebührt ein tosender Applaus. Seine humorvollen schwarz-weiß Illustrationen sind mal wieder rundum gelungen und verleihen der Story zusätzlich eine ordentliche Portion Witz und Originalität.
Neben den Zeichnungen sorgen dann auch die vielen Schriftspielereien für ein außergewöhnliches Leseerlebnis. Das Buch ist wirklich klasse aufgemacht und die ideale Lektüre für Lesemuffel. Man fliegt beim Lesen nur so durch die Seiten und ehe man es sich versieht, hat man die Geschichte auch schon durchgeschmökert.

Fazit: Ein herrlich abgedrehter Lesespaß für Jung und Alt mit jeder Menge Lach-Garantie!
Mit „FING“ beschert uns der britische Autor David Walliams eine weitere sehr fantasievolle, skurrile und urkomische Geschichte voller Überraschungen - großartig erzählt und kongenial von Tony Ross in Szene gesetzt. Auch wenn „FING“ für mich zu den etwas schwächeren Werken von David Walliams gehört, habe ich das Buch mit viel Vergnügen gelesen und kann es nur wärmstens empfehlen. Von mir gibt es sehr gute 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 12.02.2023

Ein cooler Mix aus Spannung, Humor und Grusel!

Crater Lake: Schlaf NIEMALS ein (Crater Lake 1)
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Als ich zum ersten Mal von „Crater Lake“ hörte, war ich augenblicklich Feuer und Flamme. Sowohl das Cover mit seiner düsteren Ausstrahlung als auch der Klappentext sprachen mich direkt an. Ich zögerte ...

Als ich zum ersten Mal von „Crater Lake“ hörte, war ich augenblicklich Feuer und Flamme. Sowohl das Cover mit seiner düsteren Ausstrahlung als auch der Klappentext sprachen mich direkt an. Ich zögerte daher gar nicht lange und ließ das Buch bei mir einziehen.

Für Lance und seine Klassenkameraden steht ein mehrtägiger Schulausflug in das kürzlich eröffnete Camp Crater Lake an. Zum Glück sind seine besten Freunde Katja, Big Mak und Chets mit von der Partie – das tröstet Lance etwas darüber hinweg, dass auch sein Erzfeind Trent dabei ist und die fiese Miss Hoche die Klassenfahrt leitet. Was aber eigentlich ein toller Trip in die Wildnis werden sollte, wird zu einem wahren Albtraum. Bereits die Hinfahrt ist ziemlich gruselig, als ein verletzter Mann vor den Bus stolpert und unverständliches Zeug brabbelt. Doch im Ferienlager geht der Horror erst so richtig los. Der Camp-Chef verhält sich äußerst seltsam, es gibt kein Handynetz und als sich Schülerinnen auf einmal in schlafwandelnde, zombieartige Wesen mit unheimlichen Wespen-Augen verwandeln, wird Lance und seinen Freunden schnell klar: Hier stimmt etwas ganz und gar nicht! Ob es ihnen wohl gelingen wird, hinter das Geheimnis von Crater Lake zu kommen?

Auf „Crater Lake“ habe ich mich wirklich sehr gefreut. Jede Menge Nervenkitzel, Horror und Mysterien; eine Klassenfahrt, die zum reinsten Albtraum wird; Aliens, Zombies, viel skurrile Komik – das klang einfach nach einer Story ganz nach meinem Geschmack. Ich war daher guter Dinge, dass mir das Buch gefallen wird und bin erwartungsvoll darin eingetaucht.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir spielend leicht. Der jugendliche, lässige Schreibstil und die kurzen Kapitel sagten mir auf Anhieb zu und die Handlung hat mich sofort packen und fesseln können. Langes Vorgeplänkel ist hier definitiv Fehlanzeige. Die ersten paar Seiten mögen noch vergleichsweise ruhig sein, da uns auf diesen erst einmal unser Hauptprotagonist Lance und die wichtigsten Charaktere ein wenig vorgestellt werden. Nach diesem kurzem Kennenlernen geht aber auch schon gehörig die Post ab, als ein blutüberströmter, zombiehafter Mann vor den Bus läuft. Die grausige Anreise ist allerdings nur ein Vorgeschmack darauf, was uns im Camp Crater Lake alles erwarten wird.

Ich sollte vielleicht lieber mal vorwarnen: Die Story kann nicht nur mit einem hohen Spannungsbogen aufwarten – sie ist auch ziemlich spooky und abgedreht und stellenweise auch etwas unappetitlich. Mich hat sie manchmal an die Gänsehaut-Reihe von R. L. Stine erinnert und auch an die Werke von Stephen King habe ich vereinzelt denken müssen. So heftig wie in Stephen Kings Büchern geht es hier natürlich nicht zu – das Buch ist schließlich an Leser
innen ab 10 Jahren gerichtet – aber man sollte es schon gruselig und eklig mögen und auf einen schrägen Humor stehen. Wenn man das tut und sich auf das Ganze einlässt, wird einem ein wirklich tolles und unterhaltsames Leseerlebnis geboten. So wie mir, auch wenn ich mit der Zeit feststellen musste, dass mir der Teil rund um die Aliens dann doch etwas zu abgehoben war. Keine Ahnung, irgendwie fand ich diesen Part der Geschichte ein bisschen komisch. Aber wie gesagt, mir hat das Buch echt gut gefallen und bis auf diesen Punkt kann ich mich auch nur positiv dazu äußern. So hat es mich sehr gefreut, dass einen die Erzählung nicht nur ordentlich mitfiebern lässt und angenehme Rückenschauer beschert, sondern auch wichtige Werte vermittelt und nachdenklich stimmt.
Lance und seine Freunde werden noch erkennen, wie wichtig es ist zusammenhalten, wenn sie diesen albtraumhaften Schulausflug überstehen wollen, und einander zu vertrauen. Es zeigt sich zudem noch, dass so manche von ihnen ihr Päckchen zu tragen haben, allen voran Lance, und es eine große Erleichterung sein kann, wenn man anderen davon erzählen kann. Ich fand es toll zu sehen, wie sich unsere Held*innen weiterentwickeln, wie sie zu einem unschlagbaren Team zusammenwachsen und ihre Geheimnisse miteinander teilen.

Die Figuren gefielen mir allesamt sehr. Lance, aus dessen Sicht alles in der Ich-Perspektive geschildert, war mir vom ersten Moment an sympathisch, er ist authentisch und witzig und obwohl er es nicht immer leicht hat, hat er stets einen schlagfertigen Spruch auf Lager.
Bei den weiteren Charakteren kann ich nun nicht behaupten, dass sie mir alle sympathisch waren, aber sie wurden gut ausgearbeitet und werden teils so schön überspitzt dargestellt. Ihre Dialoge sind zudem äußerst amüsant. Mich zumindest haben sie bestens unterhalten.

Auch settingmäßig bin ich auf meine Kosten gekommen. Mit dem Camp Crater Lake, das mitten in der Wildnis liegt, hat die Autorin einfach den idealen Schauplatz für einen Schauerschmöker geschaffen. Die Kulisse verströmt von Anfang an eine herrlich geheimnisvolle und bedrohliche Atmosphäre und da sämtliche Orte bildhaft beschrieben werden, kann man sich alles jederzeit ganz genau vorstellen.

Das Ende verschont uns vor einem fiesen Cliffhanger und ist erstaunlicherweise sogar abgeschlossen, obwohl es sich hierbei, soweit ich weiß, um den ersten Teil einer Dilogie handelt. Große Lust auf mehr macht der Ausgang der Geschichte aber natürlich dennoch. Auch wenn mich das Buch nicht vollends überzeugen konnte, möchte ich unbedingt wissen, wie es wohl weitergehen wird. Ich hoffe daher sehr, dass wir uns auf die deutsche Übersetzung von Band 2 nicht allzu lange gedulden müssen.

Fazit: Jennifer Killick hat mit „Crater Lake: Schlaf NIEMALS ein“ einen gelungenen Auftaktband geschrieben, mit welchem sie Jung und Alt ein rasantes Sci-Fi-Abenteuer beschert, voller Spannung, Spaß und Action und mit einer wohldosierten Portion Grusel. Ich kann das Buch nur empfehlen, allen voran Fans der Bücher von R. L. Stine. Die Story ist ein bisschen creepy und verrückt, zugleich aber auch ziemlich cool und einfallsreich und fesselnd bis zum Schluss. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 06.01.2023

Mystisch, magisch, queer & außergewöhnlich

Das verborgene Zimmer von Thornhill Hall
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Da mir „Rowan & Ash“ von Christian Handel so gut gefallen hat, war meine Neugier umgehend geweckt, als ich von seinem neuen Jugendroman „Das verborgene Zimmer von Thornhill Hall“ hörte. Cover und Klappentext ...

Da mir „Rowan & Ash“ von Christian Handel so gut gefallen hat, war meine Neugier umgehend geweckt, als ich von seinem neuen Jugendroman „Das verborgene Zimmer von Thornhill Hall“ hörte. Cover und Klappentext sprachen direkt an. Für mich stand daher schnell fest, dass ich das Buch lesen möchte.

Da sie ihn als kleinen Jungen bei seinem Vater zurückgelassen hat, ist der inzwischen 16-jährige Colin nicht allzu gut auf seine Mutter zu sprechen. Er reist daher nur sehr widerwillig nach Thornhill Hall, dem alten abgelegenen Herrenhaus seiner Mutter, wo er gemeinsam mit ihr und ihrer neuen Familie den Sommer verbringen soll. Kurz nach seiner Ankunft kommt es zu einem fatalen Ereignis: Colin wird von jemanden die Treppe hinuntergestoßen und erwacht als Geist wieder. Von den anderen Geistern des Hauses erfährt er, dass er nur in sein früheres Leben zurückkehren kann, wenn er innerhalb von drei Tagen das verborgene Zimmer findet. Colin ist fest entschlossen, es zu versuchen. Hilfe erhält er dabei von dem gleichaltrigen Theodore, der ihn nicht nur - bis auf auf die Geister - als Einziger sehen kann, sondern der Colins Gefühle auch ziemlich durcheinanderbringt.

Als ich mir damals zum ersten Mal den Klappentext durchlas, war ich wirklich sofort Feuer und Flamme. Geister und alte abgelegene Herrenhäuser sind einfach genau mein Ding und diese bunte Mischung aus mehreren Genres klang nach einer ziemlich coolen und originellen Geschichte. Und da mich Christian Handel bereits in „Ash & Rowan“ mit seiner Verknüpfung aus Fantasy und homosexueller Romanze begeistern konnte, war ich ausgesprochen guter Dinge, dass es ihm auch ein weiteres Mal gelingen wird. Ob ich damit wohl richtig lag?
Um es kurz zu machen: Gänzlich überzeugen konnte mich mein zweites Werk von Christian Handel leider nicht, aber viel Spaß beim Lesen hatte ich dennoch und ich kann das Buch auch nur empfehlen. Der deutsche Autor vereint auch dieses Mal gekonnt verschiedene Elemente miteinander und beschert uns mit „Das verborgene Zimmer von Thornhill Hall“ ein Buch, welches man in keine Kategorie stecken kann: Durch den Tod unseres 16-jährigen Hauptprotagonisten Colin kommt eine leichte Krimi-Spannung auf; die magische Geisterwelt sorgt für einen Fantasy-Anteil und verleiht dem Ganzen einen mystischen Touch; durch die queere Lovestory ist nicht nur die LGBTQ-Thematik vertreten, sondern auch eine ordentliche Portion Romantik vorhanden und dank der Kulisse handelt es sich bei dem Buch zudem auch noch um einen historischen Roman.

In die Geschichte habe ich mühelos hineingefunden. Christian Handels atmosphärischer und angenehmer Schreibstil sagte mir auch diesmal auf Anhieb zu und von dem Setting war ich von Beginn an ebenfalls ganz angetan. Mit dem einsam gelegenen Anwesen Thornhall Hill hat der Autor einfach den idealen Schauplatz für einen Geisterschmöker geschaffen und da er sich bestens darin versteht, Orte bildhaft und stimmungsvoll zu beschreiben, hat man beim Lesen förmlich das Gefühl selbst dort zu sein und kommt durchweg in den Genuss einer wunderbaren zauberischen Atmosphäre.

Auch unserer Romanheld Colin, aus dessen Sicht alles in der Ich-Perspektive geschildert wird, war mir vom ersten Moment an sympathisch. Er wirkt anfangs zwar noch etwas verschlossen, sodass ich zunächst eine gewisse Distanz zu ihm empfunden habe, allerdings hat sich das im Nu gelegt. Mir ist Colin sehr schnell ans Herz gewachsen und da seine Empfindungen und Gedanken authentisch veranschaulicht werden, habe ich mich ohne Probleme in ihn hineinversetzen können. Ich habe sein Denken, Fühlen und Handeln und seine innere Zerrissenheit hinsichtlich seiner Mutter jederzeit nachvollziehen können und fand es wundervoll seine Entwicklung mitzuverfolgen.

Mit den weiteren Figuren hat der Autor ebenfalls bei mir punkten können. Ob Mensch oder Geist – alle wurden sie facettenreich ausgearbeitet und sorgen mit ihren unterschiedlichen Eigenschaften für abwechslungsreiche und unterhaltsame Lesemomente. Besonders liebgewonnen habe ich Theodore, kurz Teddy, der unseren Protagonisten nach dessen Tod als einziger wahrnehmen kann. Die Liebesgeschichte der beiden wird einfach toll dargestellt. Ein wenig verwundert hat mich nur die Toleranz, die man den beiden entgegenbringt. Dafür, dass die Erzählung Ende des 19. Jahrhunderts spielt, geht man mit der Beziehung der zwei erstaunlich offen und aufgeschlossen um. Gestört hat mich das allerdings nicht. Ich mochte die Lovestory echt gerne. Sie ist gefühlvoll, berührend und zart und entwickelt sich in meinen Augen vollkommen glaubhaft.

Ansonsten muss ich jedoch sagen, dass mich das Buch plottechnisch nicht komplett abholen können. Obwohl die Handlung mit so einigen Geheimnissen und Unvorhersehbarkeiten aufwarten kann und auch der Humor nicht zu kurz kommt, hat sie mich nicht vollends packen können. Langeweile kam für mich zwar an keiner Stelle auf, aber da es recht lange dauert, bis die Story an Fahrt aufnimmt, blieben der erhoffte fesselnde Lesesog und das eifrige Mitfiebern bei mir leider größtenteils aus. Zudem habe ich etwas den Zeitdruck vermisst, unter dem Colin eigentlich stehen müsste. Ihm bleiben nur drei Tage Zeit, um in seinen Körper zurückzufinden und dafür, dass dieses Ultimatum ziemlich kurz ist, bleibt er für meinen Geschmack etwas zu ruhig und gelassen. Aber wie oben bereits erwähnt, habe ich die Geschichte trotzdem wirklich gerne gelesen und zum Ende hin haben mich die Ereignisse dannn schließlich doch noch völlig in ihren Bann ziehen können, sodass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen konnte. Und die Auflösung am Schluss fand ich richtig klasse. Sie ist überraschend, passend und magisch und schließt die Geschichte zufriedenstellend ab.

Fazit: Dies war mein zweites Werk aus der Feder von Christian Handel und auch mit diesem hat mir der deutsche Autor tolle Lesestunden bereiten können. „Das verborgene Zimmer von Thornhill Hall“ enthält einen faszinierenden Mix aus verschiedenen Genres und ist so erfrischend anders. Es ist geheimnisvoll, tiefgründig, queer, humorvoll, märchenhaft und romantisch, alles zugleich, und nicht nur ein Buch für Jugendliche ab 14 Jahren, sondern auch für Erwachsene. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 23.12.2022

Ein außergewöhnliches Debüt voller Herzschmerz und Emotionen!

Bleib bei mir, Sam
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Als ich zum ersten Mal von Dustin Thaos Debütroman „Bleib bei mir, Sam“ hörte, wusste ich sofort, dass ich ihn lesen muss. Beim Cover war es umgehend um mich geschehen, sieht es nicht bildhübsch aus? ...

Als ich zum ersten Mal von Dustin Thaos Debütroman „Bleib bei mir, Sam“ hörte, wusste ich sofort, dass ich ihn lesen muss. Beim Cover war es umgehend um mich geschehen, sieht es nicht bildhübsch aus? Was bin ich froh, dass man im Deutschen das Cover der englischsprachigen Ausgabe übernommen hat, ich bin total verliebt in diese Gestaltung. Auch der Klappentext sprach mich direkt an. Das Buch klang nach einer Story ganz nach meinem Geschmack und da es so dermaßen gehypt wird, musste ich es einfach bei mir einziehen lassen.

Die 17-jährige Julie steht kurz vor ihrem Schulabschluss und hat ihre Zukunft bereits sehr genau geplant. Sie will raus aus dem kleinen Ort Ellensburg und in eine große Stadt ziehen und dort studieren, gemeinsam mit ihrem Freund Sam, mit dem sie auch unbedingt im Sommer nach Japan reisen möchte. Doch dann kommt Sam bei einem tragischen Unfall ums Leben und alles ist auf einmal anders. Für Julie bricht eine Welt zusammen. Sie zieht sich vor ihren Freunden zurück, geht nicht zu Sams Beerdigung und wirft alles weg, was sie von ihm besitzt. Sie versucht Sam zu vergessen, doch als sie im Jahrbuch auf einen Eintrag von ihm stößt, kehren die Erinnerungen zurück. In Julie erwacht der verzweifelte Wunsch, noch einmal Sams Stimme zu hören. Sie ruft daher auf seinem Handy an, um sich seine Mailboxansage anzuhören. Zu ihrer großen Überraschung hebt Sam ab...

Auf dieses Buch war ich wirklich extrem neugierig. Viele lieben es, für manch andere war es jedoch eine ziemliche Enttäuschung. Ich war daher nun äußerst gespannt, wie es wohl mir gefallen wird. Meine Erwartungen waren durch den großen Hype jedenfalls äußerst hoch.
Langer Rede, kurzer Sinn: Komplett überzeugen konnte mich Dustin Thao mit seinem Debüt nicht, aber begeistert bin dennoch und ich kann auch durchaus verstehen, warum es von zahlreichen Leser*innen so sehr gefeiert wird. Der US-amerikanische Autor mit vietnamesischen Wurzeln hat mit seinem Erstlingswerk auf jeden Fall eine einzigartige Geschichte geschrieben, voller Herzschmerz und Emotionen und versehen mit einem besonderen übernatürlichen Touch. Was letzteres angeht, wären wir allerdings auch schon bei dem Punkt, der mir als einziger nicht so gut gefiel.
Das mit dem Übersinnlichem ist ja immer so eine Sache – erklärbar ist es eigentlich nicht. Man muss sich definitiv drauf einlassen können. Mir gelingt das normalerweise immer recht gut, aber hier bin ich mit diesem leichten Fantasy-Anteil nicht vollends warm geworden, mir ist das Ganze irgendwie etwas zu wirr geblieben…Ja, okay, ich meinte eben, dass man so etwas nicht logisch erklären kann, aber ich hätte mir trotz allem ein paar mehr Infos darüber gewünscht, warum unsere Protagonistin mit Sam telefonieren kann, obwohl dieser tot ist. Bis auf diesen Aspekt kann ich mich aber nur positiv zum Buch äußern.

In die Geschichte habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der bildhafte, nahezu poetische Schreibstil sagte mir auf Anhieb zu, für mich hat er sich angenehm lesen lassen, und die Handlung hat mich sofort in ihren Bann gezogen. Beginnen tut sie mit einem Prolog, der uns in die Vergangenheit mitnimmt, als Sam noch gelebt hat. Auch im Verlauf des Buches gibt es immer mal wieder kurze Rückblenden, was mir sehr gut gefallen hat, da sie die Beziehung zwischen Julie und Sam noch greifbarer machen. Dass die Wechsel zwischen dem Jetzt und dem Davor meist recht plötzlich kommen, hat mir persönlich keinerlei Schwierigkeiten bereitet, ich habe mich immer zurechtfinden können.

Auch die Charaktere mochte ich sehr. Unsere 17-jährige Hauptfigur Julie, aus deren Sicht alles in der Ich-Perspektive geschildert wird, habe ich schnell in mein Herz geschlossen. Da sie meine Leidenschaft für Bücher und fürs Schreiben mit mir teilt, habe ich mich mit ihr direkt verbunden gefühlt und dank der anschaulichen Beschreibungen ihrer Empfindungen und Gedanken habe ich mich mühelos in sie hineinversetzen können. Ich habe Julies Verzweiflung, ihren großen Kummer und Schmerz nur zu deutlich spüren können und richtig mit ihr gefühlt und mitgelitten.
Sam war mir um einiges ferner als Julie, aber sympathisch war er mir trotzdem. Mit den beiden hat der Autor zwei wunderbare Protagonisten erschaffen, die durchaus ihre Fehler haben und sich nicht immer logisch verhalten. Dass ich das Handeln der zwei, vor allem bezüglich Julie, nicht immer gänzlich nachvollziehen konnte, hat mich aber in keinster Weise gestört. Jeder Mensch geht anders mit einem schweren Verlust um, was in diesem Buch auch mehr als deutlich wird. Ich fand es daher nur realistisch, dass ich den Trauerprozess nicht bei allen Figuren nachempfinden konnte.

Also in meinen Augen hat Dustin Thao das Thema Trauerbewältigung gelungen und glaubhaft dargestellt. Er beschreibt auf eine schmerzliche, zugleich aber auch sehr feinfühlige und leichte Weise wie schwer es ist einen geliebten Menschen zu verlieren und von ihm Abschied zu nehmen. „Bleib bei mir, Sam“ ist ein wirklich tolles Werk über das Festhalten, Loslassen und Weitermachen, über das Leben und den Tod, über Liebe, Freundschaft und Neuanfänge. Die Grundstimmung ist aufgrund der Hauptthematik natürlich eine ziemlich melancholische, allerdings habe ich sie an keiner Stelle als zu bedrückend oder schwer wahrgenommen. Ich mochte diese gewisse Traurigkeit, die durchweg herrscht, und auch die unaufgeregte Handlung habe ich als absolut passend empfunden. Jede Menge Spannung oder actionreiche Wendungen darf man hier nicht erwarten. Die Geschichte beinhaltet nur wenige Überraschungen und wird sehr ruhig erzählt.

Das Ende fand ich ebenfalls zufriedenstellend. Es ist herzzerreißend, lässt einen gleichzeitig aber auch mit Zuversicht und Hoffnung zurück. Etwas zarter besaitete Menschen sollten bei dem Schluss nur besser eine Packung Taschentücher griffbereit halten. Wer sie bisher noch nicht gebraucht hat, wird sie höchstwahrscheinlich auf den letzten Seiten benutzen müssen. Bei mir sind keine Tränen geflossen, was aber vermutlich einfach daran lag, dass ich selten bei Büchern weinen muss. Tief bewegt und mitgenommen hat mich das Buch aber natürlich dennoch. „Bleib bei mir, Sam“ ist wahrlich die reinste Achterbahnfahrt der Gefühle.

Fazit: Emotional, mitreißend und ergreifend. Eine wunderschöne bittersüße Geschichte über zwei junge Liebende, die sich viel zu früh voneinander verabschieden müssen.
Dustin Thao ist mit „Bleib mir bei, Sam“ ein außergewöhnliches Debüt gelungen, in welchem er eine authentische Darstellung über Verlust und Trauer mit einem paranormalen Twist verknüpft. Ich kann diesen gefühlvollen und berührenden Roman nur empfehlen und vergebe sehr, sehr gute 4 von 5 Sternen!

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