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Veröffentlicht am 09.02.2023

Würdiger Abschluss der True-Crime-Reihe

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Meine Meinung:

Würdiger Abschluss der True-Crime-Reihe

Ich muss gestehen, mich hat die Thematik Anfangs total überfordert. Ich kenne die Reihe fast komplett und weiß sie sehr wohl zu schätzen. Da im ...

Meine Meinung:

Würdiger Abschluss der True-Crime-Reihe

Ich muss gestehen, mich hat die Thematik Anfangs total überfordert. Ich kenne die Reihe fast komplett und weiß sie sehr wohl zu schätzen. Da im Moment aber weltweit nichts mehr so ist wie es sein sollte, war mir dieser Thriller stellenweise zu viel. Das mag der Tatsache geschuldet sein, dass sich dass das Buch auf wahren Tatsachen beruht. Und dennoch, Tsokos hat mich auch dieses mal wieder abholen können. Ab einem bestimmten Zeitpunkt war es mir nicht mehr möglich, diesen Schmöker zur Seite zu legen.



Der letzte Band dieser Reihe hat es wirklich in sich. Berlin wird von einem Serienmörder attackiert. Er lauert seinen Opfern in Fahrstühlen auf und rammt ihnen ein Messer in den Hals. Geschickt weicht er Videokameras aus. Bleibt insgesamt unsichtbar. Fred Abel löst hier seinen letzten Fall. Er wird Vater und möchte keinen Job mehr ausüben, der sein Kind zum Halbwaisen machen könnte. Sein bester Freund Lars Moewig muss sich zeitgleich Sorgen um seine Exfrau machen. Sie ist Zeugin eines brutalen Mordes. Dieses Mal möchte der Privatdetektiv für seine Ex da sein. Viel zu oft hat er in der Vergangenheit versagt. Einige Ereignisse lassen darauf schließen, dass sich im BKA ein Maulwurf befindet. Abel muss unbedingt herausfinden, ob die Verbrechen von ein und dem selben Täter verübt werden. Oder ob ein Zusammenhang mit früheren islamistischen Anschlägen besteht.

Man merkt bei jedem Wort, dass Tsokos weiß wovon er schreibt. Der Rechtsmediziner beschreibt sehr deutlich den Zustand der Leichen. Auch am Seziertisch lässt er die Leserschaft detailgetreu teilhaben. Bei einer Szene kamen meine Magensäfte voll zum Einsatz. Wie schon erwähnt, konnte mich dieser Thriller nicht von Anfang an begeistern. Viel zu viel Realität ist im Moment nicht unbedingt meine Lieblingslektüre. Der tolle Schreibstil und das Tempo der Geschichte haben mich jedoch schon bald eines besseren belehrt. Das Buch zur Seite zu legen war mir nicht mehr möglich. Ich habe sehr viel mitgerätselt und bin in einer Sache sogar richtig gelegen. Es gab auch eine Szene, bei der ich sehr um etwas Mitleid von Seiten eines Täters gehofft habe. Deutlich wurde auch, dass so mancher Täter selber traumatische Erlebnisse in seiner Kindheit hatte.

Fazit:

Der letzte Fall von Fred Abel macht der True-Crime-Reihe alle Ehre. Blutig, voller Gewalt und realistisch, machte er es mir unmöglich, das Buch zur Seite zu legen. Das wird auch DIR nicht anders ergehen, wenn du anfängst zu lesen. Ob DU willst oder nicht!



Danke Michael Tsokos. Wir lesen uns dann bei Sabine. Okay?

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Veröffentlicht am 29.01.2023

Poetisch und absolut authentisch

Gleich unter der Haut
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Meine Meinung:

Poetisch und absolut authentisch

Auf Instagram habe ich dieses Buch mehrfach entdeckt. Die begeisterten Bewertungen haben mich überzeugt. Habe mir das Buch umgehend im Buchladen bestellt. ...

Meine Meinung:

Poetisch und absolut authentisch

Auf Instagram habe ich dieses Buch mehrfach entdeckt. Die begeisterten Bewertungen haben mich überzeugt. Habe mir das Buch umgehend im Buchladen bestellt. Mit zwei weiteren Bücherfreundinnen hatte ich ein Buddy Read. Das war richtig toll, da die Geschichte keine leichte Kost ist.

Zwei jungen Menschen hat das Leben übel mitgespielt. Einmal haben wir Niklas, dessen Eltern bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen sind. Zum anderen die geheimnisvolle Lou. Die junge Frau macht für Niklas das Leben wieder lebenswert. Bei ihr braucht er sich nicht zu verstellen. Für Niklas ist Lou eine Seelenverwandte. Doch jedes mal wenn er das Gefühl hat, Lou erzählt ihm ihre Geschichte, läuft sie davon. Niklas hört oft tagelang nichts mehr von ihr. Vermisst sie mit jedem Atemzug. Möchte ohne sie nicht mehr sein.

Ich bin ehrlich gesagt froh, die Geschichte nicht alleine gelesen zu haben. Sie kommt düster daher und dennoch voller Hoffnung. Ich hatte beim Lesen so viele Wünsche für die Beiden. Habe mir das Ende ausgemalt. Den Austausch sehr genossen.


Die Story behandelt sehr viele schwierige Themen. Zum einen ist da die weit fortgeschrittene Demenz von Niklas Oma. Zum anderen die Essstörungen seiner Schwester. Was mit Lou wirklich los ist, konnte ich nur erahnen. Immer wenn ich dachte, jetzt weiß ich es genau, ist sie wieder davon gelaufen. Dieses Drama geht tief unter die Haut. Im Fokus stehen unverarbeitete Traumas. Dinge die überall passieren. Vor denen Menschen gerne die Augen verschließen. Über Betroffene gerne voreilig ein Urteil fällen. Mir war beim Lesen oftmals richtig kalt. Auch die Protagonisten setzen sich gerne der Kälte aus. Sei es in der freien Natur oder in ihren Herzen.


Fazit:

Dies ist keine Geschichte, bei der man es sich vor dem Kamin gemütlich macht. Vielmehr behandelt sie Themen, die einen auffordern sich damit auseinanderzusetzen. Mehr möchte ich Euch nicht verraten.

Der Schreibstil mutet poetisch an. Wunderbare Zitate steigern den Lesegenuss. Die Personen kommen absolut authentisch rüber. Das Ganze spielt sich im wunderschönen Konstanz ab. Ich bin absolut begeistert und gratuliere Berthe Obermanns zum genialen Debüt.

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Veröffentlicht am 22.01.2023

Happy new Year

Happy New Year – Zwei Familien, ein Albtraum
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Meine Meinung:

Malin Stehn hat hier einen Thriller geschaffen, der seinesgleichen sucht. Eine Silvesterparty, bei der die Gäste sich untereinander eigentlich gar nichts zu sagen haben. Ich konnte die ...

Meine Meinung:

Malin Stehn hat hier einen Thriller geschaffen, der seinesgleichen sucht. Eine Silvesterparty, bei der die Gäste sich untereinander eigentlich gar nichts zu sagen haben. Ich konnte die gekünstelte Feierlaune zwischen den Zeilen spüren. Wollte eigentlich selbst die Party schnellst möglichst verlassen, und ein Gläschen Sekt zuhause genießen. Aber manchmal läuft es halt anders ….


Nina hat kein gutes Gefühl dabei, ihrer Tochter das Haus zu überlassen, um mit deren Freunden Silvester zu feiern. Die Party bei ihrer Freundin Lolo, die sie mit ihrem Mann Frederic besucht, trinkt sie sich schön. Am nächsten Morgen kommt dann das böse Erwachen. Lolos Tochter Jennifer war unter den Partygästen ihrer Tochter. Sie ist spurlos verschwunden.


Die Autorin drängt einem förmlich eine falsche Fährte auf. Ich war mir zeitweise nicht sicher, ob es tatsächlich wirklich die Richtige ist. Wollte nicht glauben, dass es so einfach sein soll. Die verschiedenen Partygäste offenbaren im Lauf der Geschichte ihre dunklen Seiten. Richtig sympathisch kommen die wenigsten rüber. Die Suche gestaltet sich sehr schwierig. Lolo ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Steinreich und stets anderen überlegen, kommt sie normalerweise daher. Ihren Mann Max scheint das Ganze nicht so nahe zu gehen. Die Tochter wird vermisst, und er geht weiterhin seinen Geschäften nach. Ninas Mann ist ein Nervenbündel und legt ein sehr seltsames Verhalten an den Tag. Ich habe sehr viel mitgerätselt. Konnte das Ende gar nicht richtig fassen. Darauf wäre ich im Leben nicht gekommen.


Fazit:

Wann bin ich das letzte Mal bei einem Thriller dermaßen überrascht worden? Silvester! Ich wünsche Euch ein gutes neues Jahr. Packt Eure Koffer. In Schweden findet eine Silvesterparty statt. Papier ist geduldig. Ihr könnt auch jetzt noch feiern …..

Danke Malin Stehn. Happy new Year!

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Veröffentlicht am 18.01.2023

Erschreckende und düstere Dystopie

Unsre verschwundenen Herzen
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Meine Meinung:


Erschreckende und düstere Dystopie


Unsere verschwundenen Herzen erzählt von einem Amerika in der Zukunft. Für mich sehr erschreckend, da ich es nicht für unmöglich halte. Menschen asiatischer ...

Meine Meinung:


Erschreckende und düstere Dystopie


Unsere verschwundenen Herzen erzählt von einem Amerika in der Zukunft. Für mich sehr erschreckend, da ich es nicht für unmöglich halte. Menschen asiatischer Herkunft werden diskriminiert. Alle wissen was läuft. Keiner spricht es offen aus. Kinder asiatischer Eltern, oder einem asiatischen Elternteil, werden Pflegeeltern zugewiesen, um ihr Gedankengut Amerika-tauglich zu machen. Nach einer Wirtschaftskrise soll PACT, (ein Gesetz, welches die amerikanische Kultur erhalten soll,) die Menschen beschützen und ihren Wohlstand erhalten.


Aus der Sicht von Noah erfährt man über verbotenen Bücher. Über seine asiatische Mutter, die, als er noch ein kleiner Junge war, spurlos verschwunden ist. Immer wieder träumt er von ihr. Sein Vater darf seinen Beruf als Linguist nicht mehr ausführen. Er lebt mit ihm in einer kleinen Zweizimmerwohnung auf dem Campus in Harvard. Der Vater ist dort für die Bibliothek zuständig. Noah darf seine Mutter nicht erwähnen. Nachdem er von ihr eine versteckte Nachricht erhalten hat, möchte Noah, (seine Mutter nannte ihn stets Bird,) sich auf die Suche nach ihr machen. Noahs beste Freundin verschwindet spurlos ….


Der Schreibstil ist sehr flüssig zu lesen. Die Thematik wirklich nicht ungewöhnlich. Mich hat das Ganze stellenweise an den Nationalsozialismus erinnert. Viele Menschen schauen einfach weg, statt zu helfen. Doch auch im fernen Amerika gibt es Menschen, die gegen dieses ungerechte Regime ankämpfen. Die Geschichte wird aus der Sicht von zwei Personen erzählt. Sie kommt ruhig daher und bringt dennoch den schrecklichen Inhalt ohne Weichzeichner rüber.


Fazit:


Diese Dystopie könnte Realität in der fernen Zukunft sein. Ich hoffe ich liege falsch. Erschreckend und düster beschreibt die Autorin Geschehnisse, die die mich stark an den Nationalsozialismus erinnert haben. Trotz Längen kann ich dieses Buch empfehlen. Ich habe auch das Hörbuch genossen. Britta Steffenhagen transportiert mit ihrer tollen Erzählerstimme die düstere Atmophäre und die Gefühle der Menschen.

Danke Celeste Ng

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Veröffentlicht am 09.01.2023

*Niemand ist unschuldig. Nicht auf dieser Welt.*

Prison Healer (Band 2) - Die Schattenrebellin
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Meine Meinung:

Niemand ist unschuldig. Nicht auf dieser Welt.

Im zweiten Teil geht es nahtlos weiter. Kiva und Jaren konnten von dem brutalsten Gefängnis in ganz Wenderall fliehen. Doch frei ist Kiva ...

Meine Meinung:

Niemand ist unschuldig. Nicht auf dieser Welt.

Im zweiten Teil geht es nahtlos weiter. Kiva und Jaren konnten von dem brutalsten Gefängnis in ganz Wenderall fliehen. Doch frei ist Kiva nicht wirklich. Der erste Kontakt mit ihren Geschwistern ist mehr als enttäuschend. Ihre Schwester Zuleeka und Bruder Tor haben sich zu unerbittlichen Rebellen entwickelt. Sie wollen das Königshaus in Vallenia zurück erobern. Doch Kiva hat die gesamte Königsfamilie nun kennen gelernt. Die Herzenswärme und das Vertrauen, welches man Kiva entgegenbringt, lassen Zweifel in ihr aufkommen. Dennoch fühlt sie sich ihren Geschwistern gegenüber verpflichtet. Sie soll das Königshaus ausspionieren.
Obwohl ich die innere Zerrissenheit von Kiva verstehen konnte, hätte ich sie manches mal am liebsten geschüttelt. Jaren liebt sie abgöttisch. Er weiß nicht wer sie wirklich ist und das ihre Geschwister die größte Gefahr für das Königshaus bedeuten. Ich habe stellenweise ihre Handlungen nicht nachvollziehen können. Es gab Situationen, da hätte sie einfach anders agieren müssen. Ich war wieder von der Geschichte verzaubert. Viel Magie und Action haben mich auch dieses Mal nur so durch die Seiten rasen lassen. Anders als im ersten Band kam mir Kiva manchmal etwas unreif vor. Ich weiß, es ist sehr schwer, in ihrer Situation die richtige Entscheidung zu treffen. Aber wenn sie im Gefängnis Zalindov sich genauso verhalten hätte, würde sie nicht mehr leben. Sämtliche Warnsignale hat sie nicht wahrgenommen. Den falschen Menschen Vertrauen geschenkt, obwohl diese leicht zu durchschauen gewesen wären. Der eine oder andere jedoch konnte auch mich hinters Licht führen. Die Autorin hat die Gabe, ihre Leser an der Nase herumzuführen. Ungeahnte Wendungen und Ereignissen rauben einem schier den Atem. Das wundervolle Setting spiegelt das Königshaus wider. Ich habe die märchenhafte Atmosphäre sehr genossen. Die eingesetzte Magie konnte mich regelrecht verzaubern. Der Cliffhanger am Ende hat mich auch dieses mal wieder fassungslos zurück gelassen.

Fazit:

Noch nie habe ich den Abschluss einer Trilogie so sehr herbeigesehnt. Wer Magie und rasante Geschichten mag, sollte diese Reihe nicht an sich vorbeiziehen lassen. Auch der zweite Teil konnte mich wieder auf der ganzen Linie überzeugen. Das Ende hätte ich so nicht erwartet. Das hat mich total erschüttert.
Danke Lynette Noni. Ich bin begeistert.

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