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Veröffentlicht am 15.01.2018

Kummerspeck ade!

Fa(t)shionista
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Das Besondere an diesem Buch ist Magda Albrechts offene und ehrliche Art mit ihrem Gewicht umzugehen. Sie erzählt aus ihrem Leben, und der Leser hat das Gefühl einer Freundin gegenüber zu sitzen. Man erfährt ...

Das Besondere an diesem Buch ist Magda Albrechts offene und ehrliche Art mit ihrem Gewicht umzugehen. Sie erzählt aus ihrem Leben, und der Leser hat das Gefühl einer Freundin gegenüber zu sitzen. Man erfährt wie sie als Kind langsam entdeckte, dass sie kräftiger als viele der anderen Kinder war, und was das für sie bedeutete. Sie wurde in ein Diät Camp geschickt. Sie versuchte gut gemeinte Ratschläge von Autoritäten „zu verdauen“. Sportunterricht war ihr unangenehm. Als Jugendliche und Erwachsene suchte sie mehr und mehr Bereiche, in denen sie sich entfalten konnte, z.B. die Musik. Mit der Zeit wuchs in ihr die Erkenntnis, „Ich bin okay, so wie ich bin.“ Sie lernte ihren Körper zu akzeptieren und setzte sich gegen Gewichtsdiskriminierung ein. So wendet sie sich vehement gegen die Diätindustrie, dem BMI, zu enge Plätze im Flugzeug und fehlende, modische Kleidung in große Größen. Offen berichtet sie über Schwierigkeiten der „Dicken“ beispielsweise beim Kauf des richtigen BHs, beim Schwimmbadbesuch oder beim Sex.

Es ist beeindruckend und bereichernd die Welt mit den Augen Magda Albrechts zu sehen. Es gehört viel Mut dazu die Schwierigkeiten von dicken Menschen zur Sprache zu bringen. Beim Lesen hat man jedoch den Eindruck, dass sie immer wieder und wortreich ihre Überzeugung es ist in Ordnung dick zu sein verteidigt; vielleicht, weil sie doch immer wieder darunter leidet, z.B., wenn sie zugibt, dass sie noch keinen Frieden mit ihrem Doppelkinn geschlossen hat. Ich stimme zu, dass es wichtig ist sich anzunehmen, aber es macht sicher trotzdem Sinn auf eine gesunde Lebensweise und Ernährung zu achten. Obwohl Magda einen angenehmen Schreibstil hat, könnte das Buch leicht um einiges kürzer sein, ohne an Wirkung zu verlieren.

„Es ist okay, dick zu sein, aber dann bitteschön auch selbstbewusst und mit einer großen Portion Selbstliebe.“ So lässt sich vielleicht am besten Magda Albrechts Anliegen zusammenfassen.

Veröffentlicht am 20.07.2017

Selbstmitleid

Gegen alle Regeln
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In dieser autobiographischen Erzählung beschreibt Ariel Levy den größten Verlust ihres Lebens. Auf einer Reise, die sie als Journalistin wegen einer Reportage unternimmt, verliert sie in einem ...

In dieser autobiographischen Erzählung beschreibt Ariel Levy den größten Verlust ihres Lebens. Auf einer Reise, die sie als Journalistin wegen einer Reportage unternimmt, verliert sie in einem Hotelzimmer ihr ersehntes Baby. Vor dem Beschreiben von diesem Erlebnis, erzählt sie aus ihrem Leben. Es geht um ihre Kindheit, um ihre Beziehungen zu Männern und zu Frauen, um den Wunsch nach einem Baby, und um die Alkoholprobleme ihrer Partnerin.

Ich finde den Schreibstil flüssig und gelungen. Im ersten Teil des Buchs gibt es aber viele Sprünge in den Erzählungen, das ist beim Lesen manchmal etwas verwirrend. Der Schluss dagegen zieht sich lange hin. Es geschieht kaum noch etwas, es dominiert das Selbstmitleid der Autorin wegen dem Verlust ihres Babys. Ich kann mir vorstellen, dass das ein sehr schlimmes Erlebnis war, aber viele Menschen erleben Tragisches, und wachsen daran. Das sehe ich bei der Autorin nicht. Es kommt mir so vor, als würde sie in erster Linie danach fragen was ihr gut tut, und was sie haben möchte. Es ist wenig Fürsorge für andere zu erkennen.

Traurig finde ich, ehrlich gesagt, auch die Vorstellung, dass ein Kind mit zwei Müttern aufwachsen soll, und das "Mannsein" am Beispiel der "männlicheren" Mutter erlernen soll. Da halte ich mich lieber an das wunderschöne Modell der Ehe mit einem Mann und einer Frau.


Veröffentlicht am 20.07.2017

Wer ist die wirkliche Marie?

Der Brief
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Marie lebt mit ihrer Partnerin in Hamburg und arbeitet als Journalistin. Eines Tages bekommt sie einen Brief, der zwar an sie adressiert ist, aber von einem ganz anderen Leben ausgeht - mit einem ...

Marie lebt mit ihrer Partnerin in Hamburg und arbeitet als Journalistin. Eines Tages bekommt sie einen Brief, der zwar an sie adressiert ist, aber von einem ganz anderen Leben ausgeht - mit einem anderen Partner und in einer anderen Stadt. Sie sucht die Verfasserin des Briefes auf, eine alte Schulfreundin, und erfährt dass auch sie Briefe bekommt, die ebenfalls von einem anderen Leben der beiden Frauen ausgeht. Das treibt beide Frauen in die Verzweiflung, und Marie versucht herauszufinden was nun Wirklichkeit ist und was es mit diesem anderen Lebensentwurf auf sich hat.

Das Buch ist gut geschrieben und die Idee ungewöhnlich, aber ich fand die beiden Parallelwelten mehr und mehr verwirrend. Es ist bis zum Schluss nicht wirklich klar was es damit auf sich hat, und was nun Wirklichkeit ist. So bleibt bei mir nach dem Lesen nicht wirklich ein gutes Gefühl wegen einer gelungenen und schlüssigen Geschichte, sondern eher Verwirrung.

Veröffentlicht am 06.07.2017

Liebesgeschichten einmal anders

Liebe wird überschätzt
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Das Cover finde ich sehr ansprechend, die Bilder- und Wortfetzen vermitteln mir den Eindruck, dass auch das Leben und die Liebe zerrissen sein können; Bruchstücke, die auf ganz andere Weise wieder ...

Das Cover finde ich sehr ansprechend, die Bilder- und Wortfetzen vermitteln mir den Eindruck, dass auch das Leben und die Liebe zerrissen sein können; Bruchstücke, die auf ganz andere Weise wieder zusammenfinden.

Und genauso bunt wie das Cover sind auch die Geschichten, alte und junge Menschen, Fromme und Gottlose, Eltern und Kinder, sie alle spielen eine Rolle in diesen acht Geschichten. Die Länge der Geschichten ist ganz unterschiedlich. Es geht immer um eine andere Facette der Liebe, und das Ende der Geschichten scheint der Anfang zu sein. Eine Entscheidung wird getroffen, aber es bleibt dem Leser überlassen sich auszumalen wie die Geschichte weitergehen wird.

Die Sprache ist nüchtern und sachlich, was ja an und für sich ein gutes Stilmittel ist. Aber meiner Meinung nach ist sie auch oft zu grob und schonungslos, gerade wenn es um Sexualität geht.

Veröffentlicht am 06.07.2017

Von Lehrerin zur Schülerin

Man lernt nie aus, Frau Freitag!
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In diesem Buch möchte die schon ältere Frau Freitag den Führerschein machen. sie hat schon manche Herausforderung gemeistert, und ist sicher, dass sie einfach und zügig den ersehnten Führerschein ...

In diesem Buch möchte die schon ältere Frau Freitag den Führerschein machen. sie hat schon manche Herausforderung gemeistert, und ist sicher, dass sie einfach und zügig den ersehnten Führerschein in den Händen halten wird. Ihre Erfahrungen schwanken zwischen Überheblichkeit und Hoffnungslosigkeit. Mit wechselnden Fahrlehrerin und steigenden Kosten, beschreibt dieses Buch Frau Freitags Erfahrungen in der Fahrschule.

Die Sprecherin des Hörbuchs ist wirklich sehr gut. Die Geschichte ist lustig erzählt, und das was wir aus Fahrschulen kennen wird sehr gut vermittelt. Allerdings zieht sich die Geschichte ein bisschen in die Länge, außer Frau Freitags wechselnde Emotionen angesichts der Herausforderungen in der Fahrschule, geschieht nicht viel.

Fazit: Eine nette Unterhaltung, eine gute Hörspielversion, aber wenig Handlung oder Spannung.