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Veröffentlicht am 25.03.2023

Hinter den Kulissen

Schloss Liebenberg. Hinter dem falschen Glanz
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Das Leben auf Schloss Liebenberg hat sich für Adelheid verändert. Die Herabstufung vom dritten Stubenmädchen zum zweiten Hausmädchen bedeutet nicht nur viel mehr Arbeit für sie. Sie verdient auch viel ...

Das Leben auf Schloss Liebenberg hat sich für Adelheid verändert. Die Herabstufung vom dritten Stubenmädchen zum zweiten Hausmädchen bedeutet nicht nur viel mehr Arbeit für sie. Sie verdient auch viel weniger Geld also vorher. Eigentlich weiß sie gar nicht, wie sie es schaffen soll mit dem wenigen Geld die Familie weiter zu unterstützen. Und dann ist auch noch ihre Mutter nach der Geburt der kleinen Marie gestorben. Die Wut von Adelheid auf die Fürstin ist sehr groß. Letztlich gibt sie ihr die Schuld am Tod der Mutter. Wenn sie eingegriffen und den Arzt geholt hätte, dann würde ihre Mutter vielleicht noch leben.

Und dann findet sie diesen Brief zwischen der Kaminasche. Schnell wird ihr klar, was sie da Explosives in der Hand hat. Doch wird sie es für ihre Rache benutzen?
Das die Arbeit damals in einem Schloss für die Bediensteten zu den damaligen Zeiten extrem schwer war, kann man sich vorstellen. Im Grunde könnte man sich fragen, womit sie der Fürst und seine Familie den ganzen Tag beschäftigen haben. Denn alle Tätigkeiten wurden ja von den Angestellten erledigt.

Umso interessanter liest es sich dann in dem Buch, was eigentlich hinter den Kulissen also bei den Angestellten den ganzen Tage passiert. Sicher sie ziehen indirekt alle an einem Strang, um der Fürstenfamilie zu dienen. Denn letztlich hängt davon auch ihre Existenz ab. Aber das hindert sie trotz allem nicht daran sich gegenseitig das Leben schwer zu machen. Intrigen und körperliche Züchtigungen sind an der Tagesordnung. Jeder misstraut jedem. Alle arbeiten im Grunde gegeneinander. Geredet wird kaum miteinander. Und dann sind da diese kleinen persönlichen Geheimnisse, die eigentlich jeder hat. Und es gibt jemand, der diese benutzt um andere Angestellte zu erpressen.

Für mich war es erneut ein interessanter und aufschlussreicher Blick hinter die Kulissen eines hochherrschaftlichen Hauses zur damaligen Zeit. Vielen Dank an die Autorin, dass wir durch dieses Buch auch einmal einen Blick hinter die Kulissen werfen durften.
Von mir gibt es eine unbedingte Leseeempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

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Veröffentlicht am 25.03.2023

Spannend erzählt

Am Faden des Spielers
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Seitdem Nik Pohl nicht mehr im Auftrag der Polizei ermittelt, hat sich sein Leben grundlegend verändert. Nicht nur das er jetzt in einer Wohngemeinschaft mit Balthasar – einem Pathologen - lebt, der auf ...

Seitdem Nik Pohl nicht mehr im Auftrag der Polizei ermittelt, hat sich sein Leben grundlegend verändert. Nicht nur das er jetzt in einer Wohngemeinschaft mit Balthasar – einem Pathologen - lebt, der auf den ersten Blick so gar nicht zu ihm passt. Auch die Ermittlergemeinschaft mit Jon, einem ehemaligen Hacker, der nur ungern sein Haus verlässt, ist besonders. Diese drei als Team sind unschlagbar, weil sie sich eben nicht an Regeln halten müssen.

Meist ist es so, dass die Fälle auf sie zukommen und nicht umgekehrt. Im Falle der Ermordung der beiden Polizisten gelang es dem Tatverdächtigen sich noch bis zu Nik Pohl durchzuschlagen und ihm zu versichern, dass er die beiden Polizisten nicht erschossen hätte. Das der Tatverdächtige dann bei einer Geiselnahme erschossen wird, macht die Suche nach Spuren nicht leichter. Für Nik wird klar, dass hier zu viele Zufälle im Spiel hätten sein müssen. Für ihn ist klar, dass der Tatverdächtige wahrscheinlich in eine Falle gelockt wurde und ein Bauernopfer war.

Dieser Krimi war irgendwie schon besonders. Die drei fähigen Ermittler stürzen sich ins Geschehen und finden erst einmal gar nichts. Durch die besonderen Fähigkeiten Jons versuchen sie hinter die Fassade der Polizisten zu blicken und stellen fest, dass beide scheinbar bedroht wurden. Doch warum? Die Suche nach der richtigen Spur war wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Jedes noch so winzige Detail wurde akribisch durch- bzw. untersucht. Diese Aufräufeln der Spuren bringt wieder neue Spuren und nie wusste man beim Lesen, wo es einen hinführen wird. Letztlich hatte ich bis zum Schluss keine Idee, wer der eigentliche Drahtzieher hinter allem war. Als es dann ersichtlich wurde, war klar, dass die Ermittler „am Faden des Spielers“ – so wie im Titel des Buchs hingen.

Überaus spannend geschrieben und zum Ende sehr gut aufgelöst. Ich empfehle diesen spannenden Krimi nur zu gern und vergebe verdiente fünf Lesesterne.

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Veröffentlicht am 15.02.2023

Spannender neuer Fall

Inselmord
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Der Fund einer jungen Frau im Frühsommer erschüttert die Halbinsel Mönchgut. Die junge Svenja ist nicht nur erdrosselt, sondern vorher auf grausame Weise vergewaltigt und misshandelt worden. Die Suche ...

Der Fund einer jungen Frau im Frühsommer erschüttert die Halbinsel Mönchgut. Die junge Svenja ist nicht nur erdrosselt, sondern vorher auf grausame Weise vergewaltigt und misshandelt worden. Die Suche nach den Tätern gestaltet sich schwierig. Romy Beccare und ihr Team versuchen deshalb alle Spuren zu sichern. Die ermordete Svenja war regelmäßig auf der Halbinsel und wollte sich sogar hier niederlassen. Ein Vorstellungsgespräch verlief überaus positiv. Doch was ist passiert?

Einen Ermittlungsansatz ist für die Kommissarin schwierig. Aber im Ermittlerteam finden sie heraus, dass Jahre zuvor Svenja mit ihrer Klasse zur Klassenfahrt auch auf Mönchgut war. Dabei verschwand eine junge Frau spurlos. Ihre Leiche wurde erst viele Monate später gefunden. Was damals genau passiert ist, war nicht mehr feststellbar.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen diesen beiden Todesfällen? Kann das Team vielleicht sogar den ersten Todesfall von damals lösen? Jede noch so kleine Spur, jeder Gedanke alles wird miteinander verknüpft und so gelingt es dem Ermittlerteam erste Spuren zu sichern. Doch je tiefer sie graben, umso klarer wird, dass sie möglicherweise auf ein Wespennest gestoßen sind. Aber die am Rande beteiligten Personen, die möglicherweise etwas wissen könnten, schweigen.

Katharina Peters, jedes Buch von ihr ist toll, gelang es erneut einen absolut spannenden Fall darzustellen und aufzurollen. Besonders gut kam die Angst der Unbeteiligten rüber. Der Druck, dem sie ausgesetzt wurden, war extrem. Das konnte man beim Lesen gut nachempfinden. Interessant fand ich auch die Puzzleteile, die sich Stück für Stück zusammensetzten. Unbeirrbar ermitteln die Kommissare und lassen nicht locker jedes Geheimnis zu lösen. Zum Schluss dann erneut die Überraschung. Es scheint alles klar zu sein und ist es dann doch nicht. Aber lest selbst und lasst euch überraschen.

Von mir gibt es erneut eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

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Veröffentlicht am 15.01.2023

Familientragödie

Kuckuckskinder (Ein Falck-Hedström-Krimi 11)
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Schon viel zu lange habe ich nichts mehr von Erika Falck aus Fjällbacka gehört, insofern war ich sehr neugierig was es Neues gibt.

Erika steckt in einer Art Schreibkrise fest, es gibt im Moment keinen ...

Schon viel zu lange habe ich nichts mehr von Erika Falck aus Fjällbacka gehört, insofern war ich sehr neugierig was es Neues gibt.

Erika steckt in einer Art Schreibkrise fest, es gibt im Moment keinen aktuellen Mordfall, den sie aufrollen könnte. Da kommt als willkommene Abwechslung die Einladung der renommierten Familie Bauer zur goldenen Hochzeit gerade recht. Ein Höhepunkt ist die angebliche Verkündung, dass Henning Bauer den Nobelpreis für sein schriftstellerisches Werk bekommen soll. Fast alle Freunde sind gekommen um gemeinsam mit ihnen zu feiern. Und doch wird diese traute Gemeinschaft am nächsten Morgen von einem Mord erschüttert. Einer der Freunde, ein berühmter Fotograf wird in seiner Galerie ermordet. Es gibt kein Anzeichen für ein Motiv.

Und es kommt noch schlimmer. Kurze Zeit später wird ein Anschlag auf die Familie Bauer verübt. Auch hier gibt es Tote, aber kein Motiv.

Patrick ist als Kriminalkommissar in die Fälle involviert. Erika, die von der Frau des Fotografen einen Hinweis auf den damaligen Tod von Lola, einer Transfrau bekommen hatte, will sich intensiver mit diesem Fall befassen, der damals nicht aufgeklärt wurde. Beiden wird relativ schnell klar, dass der Tod von Lola damals mit den heutigen Todesfällen zusammenhängen kann.

Doch beide haben mit ihren Ermittlungen zu kämpfen. So richtig ist die Lösung nicht in Sicht. Im Gegenteil, je tiefer sie in die Familie eintauchen umso größer werden die Verstrickungen. Von der einstmals so heilen Familie ist nach diesen Vorgängen gar nichts mehr übrig.

Was für ein toller Krimi, nach so langer Wartezeit. Ja man kann die Fälle auch einzeln lesen, aber es macht einfach viel mehr Spaß sich von Anfang an in die Ereignisse um Fjällbacka und die Familie von Erika und Patrick einzulassen.
Camilla Läckberg hat mich auch in diesem Krimi immer wieder auf eine falsche Spur gesetzt. Dinge, die scheinbar anfänglich klar waren, wurden dann doch wieder in Frage gestellt und ich fing erneut mit dem Grübeln an. Als es dann an die Auflösung ging, ja da hatte ich dann doch so einen richtigen Verdacht. Wobei, das Buch war ja dann immer noch nicht zu Ende und es gab dann auch noch eine weitere Auflösung, die man fast aus den Augen verloren hatte.

Von mir gibt es erneut für diesen tollen Krimi eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

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Veröffentlicht am 04.12.2022

Überraschend und geheimnisvoll

Das Geheimnis des Orangengartens
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Es ist die Geschichte von Leandra und Emilia. Beide leben in verschiedenen Zeiten, sind Jahre voneinander entfernt und wissen gar nichts voneinander. Und doch gibt es eine unsichtbare Verbindung.

Emilia ...

Es ist die Geschichte von Leandra und Emilia. Beide leben in verschiedenen Zeiten, sind Jahre voneinander entfernt und wissen gar nichts voneinander. Und doch gibt es eine unsichtbare Verbindung.

Emilia lebt Ende des 19. Jahrhunderts und ist in der Ehe mit dem jähzornigen Schmuckhersteller Karl Witt gefangen. Durch seine Spielsucht droht ihnen der Ruin. Doch da gibt es dieses Angebot des Gläubigers Emanuel Rufin, der die Familie retten könnte und den Ruin verhindern.

Leandra lebt im Hier und jetzt. Sie soll für die exklusive Schmuckmanufaktur Rufin Verträge übersetzen. Einzige Bedingung ist, dass sie für die Dauer der Tätigkeit im imposanten Anwesen des Eigentümers nicht nur arbeitet, sondern auch wohnt.
Und es gibt da diese merkwürdigen Geschehnisse, die Leandra während ihrer Tätigkeit geschehen. Nicht nur geheimnisvolle Geräusche, merkwürdige Gerüche, es gibt auch Momente in denen sie sich bedroht fühlt.

Was die beiden Frauen verbindet, das ist eine spannende Geschichte. Die Autorin hat hier geschickt Vergangenheit und Gegenwart miteinander verbunden. Das Buch liest sich durch regelmäßigen Wechsel zwischen den Zeitebenen richtig gut. Es gab Momente, da dachte ich, jetzt ist alles klar, das Ende ist auf jeden Fall vorhersehbar. Aber die Autorin hat mich mit dem Ende sehr überrascht. Irgendwie hatte ich mit diesem Ausgang nicht gerechnet.

Gut gefallen hat mir auch, dass das Buch nicht ins esotherische abgedrifftet ist, sondern dass es für die geheimnisvollen Geschehnisse eine durchaus logische, nachvollziehbare Erklärung gab.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen! Von mir gibt es dafür natürlich eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente fünf Lesesterne.

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