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Veröffentlicht am 20.02.2023

Gute Perspektivenwechsel

Das Flüstern der Mütter (Thriller)
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Die Mutter zweier Kinder wird bestialisch ermordet. Da scheint jemand einen ungezügelten Hass gehabt zu haben. Die Frau war verschwunden und muss Tage in der Gewalt des Mörders gewesen sein, in denen sie ...

Die Mutter zweier Kinder wird bestialisch ermordet. Da scheint jemand einen ungezügelten Hass gehabt zu haben. Die Frau war verschwunden und muss Tage in der Gewalt des Mörders gewesen sein, in denen sie gefoltert wurde, um dann wie inszeniert ermordet und „ausgestellt“ zu werden. Nur, wer konnte solch einen Hass auf die Frau gehabt haben, die mit ihrer Familie ein nahezu perfektes Leben führte und von allen Seiten in den höchsten Tönen gelobt wurde? Noch während der unergiebigen Ermittlungen geschieht der nächste Mord. Wie immer ist der Druck von außen groß und gleichzeitig sorgt das merkwürdige Verhalten der neuen Kollegin für Misstrauen. Die Geschichte ist aus den wechselnden Perspektiven der Ermittler und des Täters geschildert und wird nach und nach dem Showdown entgegen geführt. Einem bei dem es für Teamleiter Henning sehr persönlich wird. Sehr spannend und die Lesenden mitreißend geschrieben. Gute Perspektivenwechsel und gelungene Mischung aus der eigentlichen Story und dem Blick auf die zwischenmenschlichen Aspekte. Schafft auch schon Vorfreude auf kommende Folgen.

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Veröffentlicht am 20.02.2023

Beklemmend

Der Weg ins Feuer
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Betty, Drogenfahnderin beim Dallas Police-Department, gerade erst nach physischen und psychischen Verletzungen zurück im Dienst, dort aber in den Innendienst versetzt, kann ihren Frust, ihre Wut, Angst ...

Betty, Drogenfahnderin beim Dallas Police-Department, gerade erst nach physischen und psychischen Verletzungen zurück im Dienst, dort aber in den Innendienst versetzt, kann ihren Frust, ihre Wut, Angst und Paranoia nur schwer in den Griff bekommen. Sie fühlt sich verletzt, ausgegrenzt und ausgebremst, wo doch so viel zu tun ist im Departement, in dessen Umfeld ein Kampf der Drogenkartelle stattfindet, ein neuer, gefährlicher „Big-Player“ ins Spiel kommt, reihenweise Klein-Dealer massakriert werden und dann auch noch das Gerücht umgeht, dass da ein Cop „aufräumt“. Betty stürzt sich geradezu in die Ermittlungen, misstraut dabei allen und bringt sich und andere mehrfach in Gefahr. Erst ganz zum Schluss erkennt sie die Zusammenhänge. Eine zügig geschriebene Geschichte, die bestürzend und beklemmend wirkt, zeigt sie doch die Hilf- und Machtlosigkeit der Drogenfahnder auf, die selbst wenn sie zwischendurch Erfolg haben, doch wieder am Anfang stehen, denn haben sie mal den einen oder anderen Dealer gefasst, tauchen gleich mehrere neue auf. Hinzu kommt die Gefahr von Drogensucht und Korruption in den eigenen Reihen. Das wird in diesem Buch eindrücklich dargestellt. Mag Betty bisweilen ein bisschen „durchgeknallt“ wirken, die Story ist spannend und durchaus glaubwürdig erzählt und hält die Lesenden bis zum Schluss bei der Stange. Eine gelungene Lektüre.

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Veröffentlicht am 05.02.2023

Kurz und bündig

Richard-Tackert-Reihe / Askese
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Ein äußerst sympathisches Team um Richard Tackert ermittelt in einem Fall eines brutalen Mordes an einem Dekan, der einer Übertötung gleich kommt. Wer kann diesen Mann so gehasst haben, der - wie die Befragungen ...

Ein äußerst sympathisches Team um Richard Tackert ermittelt in einem Fall eines brutalen Mordes an einem Dekan, der einer Übertötung gleich kommt. Wer kann diesen Mann so gehasst haben, der - wie die Befragungen zunächst ergeben- fast ein Heiliger gewesen zu sein scheint? Eine zügig geschriebene Geschichte, in einem schwierigen Umfeld, in dem so Manches verschwiegen wird. Immer wieder eingestreut, Szenen aus dem privaten Bereich, die teils überaus witzig daherkommen, und schöne Sprachbilder. Der Fall kommt kurz und bündig und überraschend zu Ende. Hat den Lesern eine kurzweilige Lektüre geboten.

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Veröffentlicht am 30.01.2023

Vielschichtig

Der Kelch der Wiederkehr
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Eine recht abgefahrene Geschichte in der ein vermeintlicher Selbstmörder, libanesische Clanangehörige, der russische Geheimdienst, Mitglieder des Malteserordens, Nazis und noch einige Zutaten mehr vorkommen. ...

Eine recht abgefahrene Geschichte in der ein vermeintlicher Selbstmörder, libanesische Clanangehörige, der russische Geheimdienst, Mitglieder des Malteserordens, Nazis und noch einige Zutaten mehr vorkommen. Was zunächst wie ein recht einfacher Fall aussieht, entpuppt sich als sehr verschlungene Angelegenheit, in der mehr mitmischen, als für die Situation an sich und für den Privatdetektiv Josef Koslowski gut ist. In der Folge folgen dann auch mehr Tote und noch mehr Verdächtige. Es entwirrt sich ein perfider Plan, der dann in einem Knall endet. Mittendrin irrt der Leser zusammen mit Koslowski ziemlich ratlos durch die Gegend, denn irgendwie sind immer zu viele lose Enden und nicht zusammenpassende Puzzleteile. Die Geschichte ist sehr komplex, bei Koslowskis Gedankengängen muss man aufpassen, nicht den Überblick u verlieren. Er ergeht sich detailreich in die Betrachtung des Aussehens und der Kleidung seiner Gesprächspartner, seiner eigenen Befindlichkeiten und Überlegungen. Er wirkt dabei irgendwie verloren, muss kräftig einstecken und geht dennoch unbeirrt seinen Weg – begleitet vom Leser, denn die kurz gehaltenen Kapitel, die zahlreichen Wendungen und vielen Puzzleteile halten die Spannung erhalten und bereiten dem Leser eine kurzweilige Lektüre.

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Veröffentlicht am 23.01.2023

Ruhiger Erzählstil

Northern Spy – Die Jagd
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Ein verstörendes Buch über Menschen in einem zerrissenen Irland, ihre Haltung zur IRA, ihre Meinung zur Ansicht der Engländer in diesem Dauerkonflikt. Im Mittelpunkt zwei Schwestern, die im Sog dieser ...

Ein verstörendes Buch über Menschen in einem zerrissenen Irland, ihre Haltung zur IRA, ihre Meinung zur Ansicht der Engländer in diesem Dauerkonflikt. Im Mittelpunkt zwei Schwestern, die im Sog dieser Geschichte unterzugehen drohen. Sehr ruhiger Erzählstil, in dem die Beweggründe der verschiedenen Seiten eindrucksvoll dargestellt werden. Kein Buch, das moralisiert, eher eines das recht unvoreingenommen die unterschiedlichen Positionen darlegt. Nervenkitzel und Hochspannung, wie der Klappentext suggeriert, sind hier eher nicht zu finden. Dennoch folgt man der Geschichte von Tessa und Marian gespannt und mitfühlend. Gerade der ruhige, detaillierte Erzählstil und das Unreißerische machen diese Geschichte lesenswert.

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