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Veröffentlicht am 27.02.2018

Sympathische Geschichte

Tante Dimity und der verlorene Schatz
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Lori erbt von ihrer Tante ein Cottage in einem kleinen Dorf in England. In Finch kennt jeder jeden, wie das in Dörfern so üblich ist. Eines Tages beim Stöbern im Loft findet sie ein altes Schmuckstück. ...

Lori erbt von ihrer Tante ein Cottage in einem kleinen Dorf in England. In Finch kennt jeder jeden, wie das in Dörfern so üblich ist. Eines Tages beim Stöbern im Loft findet sie ein altes Schmuckstück. Sie erzählt Tante Dimity davon, das schmerzhafte Erinnerungen in der alten Dame aufkommen lässt. Eine Liebe die von Anfang an zum scheitern verurteilt war. Um das Unrecht wieder gut zu machen, bittet sie Lori den Armreif dem Besitzer zurückzugeben. Lori macht sich auf den Weg nach London.

Was sie dort alles erlebt und ob sie den Besitzer des Schmuckstücks ausfindig macht, das verrate ich hier nicht.

Ich hab das Buch gerne gelesen, wenn es mich auch nicht direkt vom Hocker riss. Es ist für mich das Erste Buch dieser Dimity Reihe, und ein richtiger Krimi sollte etwas mehr an detektivischen Spürsinn haben. Das hat mir gefehlt, denn für Lori war es doch recht einfach in dem Cafe fündig zu werden. Die Tante ist ja schon verstorben, aber Lori spricht mit ihr. Ihr Humor ist schon was feines, das muss ich sagen. Ich fühlte mich dennoch gut unterhalten, wenn es kein richtiger Krimi war. Der Schreibstil von Frau Atherton ist flüssig und Langeweile kam bei mir nicht auf. Die Charaktere sind liebevoll beschrieben. Ich werde bestimmt mal ein anderes Buch von dieser Autorin lesen.

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  • Spannung
Veröffentlicht am 01.03.2026

Wie das Schicksal spielt

Der Dorfladen - Wie das Schicksal spielt
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Im Dorf Dingelbach am Fuße des Taunus stehen den drei Schwestern vom Dorfladen unruhige Zeiten bevor. Die Geschichte spielt im Jahr 1927. Was wird wohl das Schicksal für die Töchter der Familie Haller ...

Im Dorf Dingelbach am Fuße des Taunus stehen den drei Schwestern vom Dorfladen unruhige Zeiten bevor. Die Geschichte spielt im Jahr 1927. Was wird wohl das Schicksal für die Töchter der Familie Haller bereithalten? Frieda, die mittlere Tochter, durchlebt in ihrem ersten Theaterengagement Höhen und Tiefen. Während Ida ihr Mut macht, ist die Mutter wenig beeindruckt und sperrt sich, wo sie kann, damit Frieda nicht nach Frankfurt zieht. Doch sie geht. Aber Frieda kann sich dem Heimweh nicht entziehen, ihr fehlt so viel in der großen Stadt und beim Gedanken an den Dorfladen weint sie oft.

Ida, die jüngste, ist stark verliebt in Florian und setzt sogar das angestrebte Abitur aufs Spiel. Als bekannt wird, dass Florian Häger mit der Nazi Partei sympathisiert beginnt das junge Glück zu bröckeln. Es kommt zum Verhängnis und Ida will wieder heim nach Dingelbach.

Dort im Dorf steht der braven Herta ein Ereignis bevor, was für viel Aufruhr und Gerede hinter vorgehaltener Hand im Dorf sorgt. Freund Sigi hat sie sitzen lassen und nun trägt sie ein Kind im Bauch und hat keinen Mann. Was für eine Schande. Pfarrer Seybold will verzeihen, aber es sei doch eine große Sünde, ohne kirchlichen Segen ein Kind zu zeugen.

Im Dorf weiß jeder über jeden Bescheid, da kann man nicht geheim halten. Jeden Fehltritt beobachtet man. Ich komme selbst aus einer kleinen Stadt und kenne das mit dem Gerede von früher noch sehr gut. Schon interessant, wie die Menschen vor fast 100 Jahren gelebt haben und ihre Alltagssituationen wesentlich härter als heute durchgestanden haben. Von Entbehrung und Arbeit geprägt.

Die brave Herta, die immer noch vom Prinzen träumt. Die gewandte Frieda lernt sehr viel über das Leben, wenn man ein Star werden will. Ida, die sehr wissbegierig, aber auch ein Dickschädel ist und immer den Daumen nach oben streckt. Ob sich am Ende für die drei Schwestern alles zum Guten wendet, das müsst ihr selbst lesen. Schlimme Schicksale gibt es ja genug.

Mir ist aufgefallen, dass oft Fehler im Buch vorkamen.Tante Ilse wird zu Irene und genießt die Familienszene, um nur eins zu nennen. Da sollte man schon besser aufpassen oder war das Buch nicht im Lektorat? Finde davon nichts auf der Info Seite.

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Veröffentlicht am 11.06.2023

Lokalkrimi aus Hamburg

Kommissarin Moll und die Tote aus der HafenCity
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Es ist mein erstes Buch von Isabel Bernsmann. Es ist zwar schon der dritte Band um die Hamburger Kommissarin Frederica Moll und ihrem Kollegen Lauterbach, doch man muss nicht unbedingt die anderen Bände ...

Es ist mein erstes Buch von Isabel Bernsmann. Es ist zwar schon der dritte Band um die Hamburger Kommissarin Frederica Moll und ihrem Kollegen Lauterbach, doch man muss nicht unbedingt die anderen Bände gelesen haben, da jedes Buch abgeschlossen ist.

Kommissarin Moll und Kollege Lauterbach arbeiten sich ohne Erfolg durch alte Fälle. Es geht dabei auch um eine nicht identifizierte Frauenleiche, die vor einigen Jahren in einer Baugrube im Hafen gefunden wurde. Die Frage, warum sie niemand vermisst hat, stellt die Ermittler vor ein Problem. Wie sollen sie nach 7 Jahren Spuren zur Aufklärung finden? Warum schleppt man eine gefrorene Leiche zur Hafencity?

Die Cold Case Unit kann man doch nur aktivieren, wenn es verwertbare Spuren gibt. Viel Arbeit steht dem Ermittlerduo bevor.

Ich mag Krimis aus dem Norden sehr, ich war im Juni 5 Tage in Hamburg und habe einige Plätze wiedererkannt. Beim Franzbrötchen und Tee musste ich gleich an das Buch denken. Das alte Zollhaus wollte ich mir unbedingt ansehen. Die geschilderten Schauplätze in der Hafenstadt sind wie die Protagonisten lesenswert beschrieben.

Die eigenwilligen Ermittlungen von Kommissarin Moll brachte eine Wende ins Spiel, die mich als Leser etwas irritierte. Ich lautierte vor mir hin, dass sie konkrete Beweise haben müssen, um den richtigen Täter zu stellen. Kann eine Freundin, die selbst als vermisst galt, Hilfestellung leisten?

Die Spannung hält bis zum Schluss an, wobei im letzten Abschnitt tragische Ereignisse ans Licht kommen. Irgendwie hatte ich dann den wahren Täter auf dem Schirm. Die psychiatrischen Beurteilungen der Kommissarin haben mir nicht so gefallen. Auch die vielen Naschereien hätten etwas weniger sein können.

Ein brauchbarer lesenswerter Lokalkrimi, ich wurde mit ein paar Abstrichen doch gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 10.04.2023

Leben im Gleichgewicht

Die Insel der Erkenntnis
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Matt, ein ein stark gestresster Manager im besten Mannesalter hat beruflich fast alles erreicht. Er klettert immer weiter auf der Leiter nach oben. Die Autos werden immer luxuriöser genau wie sein Lebensstil. ...

Matt, ein ein stark gestresster Manager im besten Mannesalter hat beruflich fast alles erreicht. Er klettert immer weiter auf der Leiter nach oben. Die Autos werden immer luxuriöser genau wie sein Lebensstil. Teure Penthouse Wohnung und teure Kleidung. So richtig glücklich ist er trotzdem nicht. Um endlich mal abzuschalten fährt er am Wochenende mit seinem Boot (auch das hat er) aufs Meer. Da passiert etwas was sein Leben völlig verändert. Er lernt Menschen auf einer Insel kennen, die ihm ein Leben im Gleichgewicht beibringen möchten. Jeder kann für sich einen Ort finden, wo er sich wie im Paradies fühlt. Man muss es nur wollen und umsetzen. Es gibt so viel mehr im Leben als dicke Bankkonten und Luxusautos und sonstigem Trallala.


Wir reisen mit Matt auf einer spannenden Reise zu sich selbst. Die Insel der Erkenntnis hat mich persönlich über vieles nachdenken lassen. Vor allen Dingen auch die Wertschätzung anderen Menschen gegenüber. Ich kann von mir sagen, dass ich so vieles im Leben nicht falsch gemacht habe. Aber ich befand mich viele Jahre auch immer auf der Überholspur. Der Autor ermuntert mich in diesem Buch trotz allem vieles zu hinterfragen, besonders die Vergangenheit und die Jetzt Zeit. Jonas Poeltl beschreibt die Denkanstöße gut nachvollziehbar. Er verzichtet auf eine komplizierte Wortart. Er erzählt alles sehr behutsam. Das gefällt mir. Wie schnell man Lebensgewohnheiten ändern kann wurde mir in diesem Buch bewusst.

Ich fand den mitreißenden Trip von Matt und den Maoli People interessant, bei einigen Erzählungen musste ich auch schon mal schmunzeln. Wie bewertet man ein Leben, wenn einem so vieles doch egal ist? Gegen Ende die Auflistung der Notizbücher war sehr hilfreich für mich. Hab einiges daraus mir abgeschrieben.

Gebe eine Lese Empfehlung ab. Das Volk der Maolis erinnert mich an Hawaii, das wäre ein bisschen sehr weit weg von Miami. Das passt irgendwie nicht. Werde das Büchlein meiner Tochter weitergeben, weil sie den Klappentext lesenswert fand.

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Veröffentlicht am 23.01.2023

Alte Bräuche und die Zeit der Rauhnächte

Rauhnächte. Märchen für Erwachsene
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Zuerst möchte ich anmerken, ich hätte das Buch gerne während der magischen 12 Rauhnächte gelesen. Leider ging das nicht, weil es mit großer Verspätung bei mir eintraf.

Es wird in dem Buch viel Konzentration ...

Zuerst möchte ich anmerken, ich hätte das Buch gerne während der magischen 12 Rauhnächte gelesen. Leider ging das nicht, weil es mit großer Verspätung bei mir eintraf.

Es wird in dem Buch viel Konzentration einem abverlangt, ich bin bei vielen Passagen hängen geblieben und musste noch einmal nachlesen, einfach so runter lesen hat bei mir nicht funktioniert. Das Buch bietet sehr viel an Information und vielfältiges Wissen über die Zeit in den Rauhnächten. Jeder der 12 Abschnitte beginnt mit einer anderen Märchen Geschichte, wobei die Mythen und alten Bräuche gut in einer Fantasiewelt dargestellt wurden. Das beweist die gute Recherche der Autorin. Manchmal war es mir auch ein bisschen zu viel an Information, das stockte ein wenig den Lesefluss.

Bei den Märchen, besonders bei Marie mit dem Stroh spinnen, fühlte ich mich in meine Kindheit zurückversetzt. Auch Balthasar mochte ich sehr und den Sonnenstrahl. Das Lauschen der Stimmen aus der Anderswelt. Gegenseitig Märchen erzählen kann zumindest auch heute noch Stress abbauen.

Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen, ich merkte an mir, dass ich häufig in die Stille ging und nachdachte. Ich habe einiges über die Rauhnächte gelernt. Ich wusste nicht dass die Tagesenergie des dritten Januars das Kleeblatt symbolisiert. Ich werde auf jeden Fall nach dem Lesen dieses Buches in 2023 die Rauhnächte bewusster erleben.

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