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Veröffentlicht am 14.09.2019

Man muss sich einfach der Vergangenheit stellen

Wacholderglück
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Der Klappentext: „Daisy ist eine Weltenbummlerin. Solange sie reist, ist sie glücklich. Allerdings hat ihr Großonkel ihr jetzt ein wunderschönes altes Bahnhofsgebäude vererbt. Bei dem Gedanken an den renovierungsbedürftigen ...

Der Klappentext: „Daisy ist eine Weltenbummlerin. Solange sie reist, ist sie glücklich. Allerdings hat ihr Großonkel ihr jetzt ein wunderschönes altes Bahnhofsgebäude vererbt. Bei dem Gedanken an den renovierungsbedürftigen Bau hat Daisy sofort Hunderte Ideen, was man daraus machen kann. Doch es gibt eine Bedingung: Um das Erbe anzutreten, muss sie ein Jahr lang in Ottercombe Bay bleiben, dem Ort, in dem so viele Erinnerungen auf Daisy warten, die sie lieber vergessen würde. Kann sie die Geister der Vergangenheit besiegen, ihre Angst Wurzeln zu schlagen überwinden und endlich das wahre Glück finden? …“
Zum Inhalt: Daisy ist rastlos, nirgends hält sie es lange aus und ihre gesamte Habe passt in einen Rucksack und auf ihr klappriges Motorrad. Für die Beerdigung ihres Großonkels kehrt sie nach Ottercombe Bay zurück, hier war sie als Kind und hier starb ihre Mutter unter ungeklärten Umständen. Sie will also so schnell wie möglich wieder weg, doch ihr Großonkel hat ihr einen viktorianischen Bahnhof hinterlass und Geld, unter der Voraussetzung, dass sie mindestens ein Jahr in Ottercombe Bay bleibt. Obwohl sie sich eingesperrt vorkommt bleibt sie und baut den Bahnhof zu einer Gin-Bar um.
Zum Stil: Die Story wird in der Dritten Person erzählt und ist sehr flüssig und leicht lesbar, die Sprache modern und einfach angenehm zu lesen. Sowohl die Ortschaft als auch die Personen werden sehr gut beschrieben und wirken sehr lebendig. Allerdings muss ich persönlich gestehen, dass mir die einzelnen Charaktere nicht unbedingt sympathisch waren. Daisy ist sehr rastlos und obwohl weit gereist, doch etwas arg naiv, ihre beste Freundin Tamsyn ist herzensgut aber furchtbar kindisch und so geht es weiter, der schwarze Mops Bugsy Malone war noch der witzigste Charakter. Der Plot hätte viel Potential, aber es wird leider nicht voll ausgeschöpft, weder die Liebesgeschichte, noch das Rätsel um ein Medaillon, das Daisy trägt, noch das um den Tod der Mutter, so bleibt Wacholderglück eine angenehm lesbare Geschichte ohne besonderen Tiefgang.
Mein Fazit: Eine durchaus unterhaltsame Geschichte, mit guten Ansätzen.

Ich danke dem Mira Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar, meine Meinung wurde davon nicht beeinflusst.

Veröffentlicht am 30.06.2019

Das Urlaubsresort enttäuscht nicht nur Maddie

Das kleine Cottage auf dem Hügel
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Zum Inhalt verrät der Klappentext bereits sehr viel: „Nach einem Skandal verliert Maddie Porter ihren Job in einer PR-Agentur. Da kommt ihr das Angebot gerade recht, ein luxuriöses Anwesen auf dem Land ...

Zum Inhalt verrät der Klappentext bereits sehr viel: „Nach einem Skandal verliert Maddie Porter ihren Job in einer PR-Agentur. Da kommt ihr das Angebot gerade recht, ein luxuriöses Anwesen auf dem Land als exklusiven Urlaubsort zu vermarkten. Und sie verlässt London, um ein neues Leben zu beginnen.“ Doch wie es bei der Werbung häufig ist, ist nicht alles so wie es scheint. Der Luxus-Resort existiert noch nicht, stattdessen landet sie auf einem Anwesen mit alten, renovierungsbedürftigen Cottages. Und noch schlimmer, der Eigentümer Seth plant etwas ganz anderes und kann mit Maddie´s hochtrabenden Vorschlägen so gar nichts anfangen. Aber Maddie braucht den Job und Seth braucht Unterstützung, so müssen sich die beiden zusammenraufen. Und dabei wird mehr wie ein Geheimnis gelüftet.

Zum Stil: der Schreibstil der Autorin Emma Davies ist sehr leicht lesbar und die Seiten fliegen nur so dahin. Erzählt wird die Geschichte in der dritten Person und spielt sich eigentlich ausschließlich auf dem Anwesen Joy`s Acre ab. Dieses Anwesen wird auch sehr gut beschrieben und nimmt eine wichtige Rolle in der ganzen Geschichte ein. Die Personen beschränken sich mehr oder weniger auf fünf Personen, die alle samt Geheimnisse vor- und miteinander haben, die sich nur langsam auch den anderen und somit auch dem Leser enthüllen. So hat man beim Lesen zwar eine gewisse Neugierde und Spannung, es ist zugleich aber auch etwas frustrierend. Das große Finale ist dann leider auch etwas einfach gestrickt.

Mein Fazit: Das kleine Cottage auf dem Hügel wird als Feelgood-Roman mit bezaubernden Menschen und einer rührender Liebesgeschichte beworben, dem kann ich persönlich nur bedingt zustimmen, die Liebesgeschichte kam definitiv zu kurz und die Charaktere sind eher etwas schwierig.

Veröffentlicht am 22.12.2024

Kein Spannungs-Highlight für mich

Die blaue Stunde
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Die Blaue Stunde der Autorin Paula Hawkins wird als Krimi beworben und vom Klappentext her habe ich mich auch darauf eingestellt. Eine abgeschiedene Insel, der Fund von menschlichen Knochen in einem Kunstwerk, ...

Die Blaue Stunde der Autorin Paula Hawkins wird als Krimi beworben und vom Klappentext her habe ich mich auch darauf eingestellt. Eine abgeschiedene Insel, der Fund von menschlichen Knochen in einem Kunstwerk, eine geheimnisumwitterte Künstlerin, das alles ließ mich auf einen Krimi mit einer spannenden Suche nach dem wer und warum hoffen. Als Ermittler fungiert hier der Kunstexperte James Becker, der hinter das Geheimnis des Kunstwerkes und der Künstlerin Vanessa Chapman mit Hilfe von Tagebüchern, Briefen und der Verwalterin und Erbin von Vanessas Nachlass kommen will. Somit wird die Geschichte auf mehreren Zeitebenen und aus verschiedenen Blickwinkeln, aber leider auch unnötig kompliziert und etwas langatmig erzählt. Ich bin vielleicht mit den falschen Voraussetzungen an dieses Buch herangegangen, aber ich habe keinen richtigen Zugang zu diesem Buch finden können. In meinen Augen war es aber kein Krimi im herkömmlichen Sinn, es war auch kein richtiger Thriller, zwar gibt es ein Rätsel zu lösen und atmosphärisch düsteres Geschehen, aber Die Blaue Stunde passte für mich in keines der genannten Schemen.

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Veröffentlicht am 29.01.2023

Glitzer und Gehstöcke auf dem Eis

Match on Ice
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Match on Ice wird als romantische, humorvolle Sports Romance mit dem Thema Eishockey beworben, zumindest das letzte stimmt, es dreht sich alles um Eishockey und um Eiskunstlauf. Gefühlt 90% der Handlung ...

Match on Ice wird als romantische, humorvolle Sports Romance mit dem Thema Eishockey beworben, zumindest das letzte stimmt, es dreht sich alles um Eishockey und um Eiskunstlauf. Gefühlt 90% der Handlung drehen sich um die beiden Sportarten und spielen auf dem Eis oder im Stadion. Sowohl die Romantik, als auch der Humor kamen in meinen Augen leider zu kurz, dabei wäre die Idee wirklich eine tolle Vorlage für die versprochene romantische und humorvolle Geschichte: An der Uni führen die Eishockeymannschaft und das Eiskunstlaufteam einen erbitterten Krieg und spielen sich gegenseitig laufend Streiche. Einer dieser Streiche geht zu weit und die Eiskunstläuferin Romy landet nach einem schlimmen Sturz in der Notaufnahme. Der Schmerz ist zwar schnell überwunden, aber sie hat eine Angst vor dem nächsten Sturz entwickelt und traut sich kaum noch aufs Eis. Ein Sondertraining mit dem Eishockeyspieler Jack sollen ihr helfen. Das ungleiche Gespann muss sich auf dem Eis zusammenraufen und lernt sich auch abseits des Eises besser kennen. Ja der Stoff hätte Potential, aber wenn der Schreibstil nicht so gut gewesen wäre, hätte ich das Buch vermutlich abgebrochen, es war mir einfach zu viel Theorie sowohl über das Kunstlaufen als auch über das Eishockey.

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Veröffentlicht am 02.01.2023

Thema verfehlt

Die Unverbesserlichen – Der große Coup des Monsieur Lipaire (Die Unverbesserlichen 1)
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„Ein Rätsel, das zum Familienschatz einer südfranzösischen Adelsdynastie führt, versteckt im Kanallabyrinth der malerischen Küstenstadt Port Grimaud? Das klingt zu formidable, um wahr zu sein. Gelegenheitsgauner ...

„Ein Rätsel, das zum Familienschatz einer südfranzösischen Adelsdynastie führt, versteckt im Kanallabyrinth der malerischen Küstenstadt Port Grimaud? Das klingt zu formidable, um wahr zu sein. Gelegenheitsgauner Guillaume Lipaire sieht endlich seine Chance, schnell an viel Geld zu kommen... Ein turbulentes Katz-und-Maus-Spiel durch den pittoresken Urlaubsort beginnt, bei dem eine Katastrophe die nächste jagt.“ Es war dieser Klappentext, der mich zu diesem Buch verführt hat. Ich habe mir eine turbulente Gaunerkomödie vor einer wunderbaren Kulisse der Côte d’Azur erhofft, außerdem hat das Autorenduo Klüpfel und Kobr meine Erwartungen zusätzlich hochgeschraubt. Was soll ich sagen? Das Buch hat meine Erwartungen leider nicht erfüllt, auch wenn das Potential durchaus da war, fand ich die Geschichte weder turbulent noch komisch, ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich das Buch wirklich in das Genre Krimi einordnen würde. Es gibt zwar eine Aneinanderreihung von gewissen Narreteien, aber die nerven eher als dass sie unterhalten und sind eher zu viel des Guten. Ansonsten fehlt leider jede Spannung, die für mich einen guten Krimi ausmacht und die Handlung an sich ist eher langweilig. Ich habe mich wirklich auf eine neue Reihe der beiden Autoren gefreut und hoffte auf neuen Wind, doch ich wurde enttäuscht und werde das nächste Buch ganz bestimmt nicht lesen.

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