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Veröffentlicht am 29.01.2023

Glitzer und Gehstöcke auf dem Eis

Match on Ice
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Match on Ice wird als romantische, humorvolle Sports Romance mit dem Thema Eishockey beworben, zumindest das letzte stimmt, es dreht sich alles um Eishockey und um Eiskunstlauf. Gefühlt 90% der Handlung ...

Match on Ice wird als romantische, humorvolle Sports Romance mit dem Thema Eishockey beworben, zumindest das letzte stimmt, es dreht sich alles um Eishockey und um Eiskunstlauf. Gefühlt 90% der Handlung drehen sich um die beiden Sportarten und spielen auf dem Eis oder im Stadion. Sowohl die Romantik, als auch der Humor kamen in meinen Augen leider zu kurz, dabei wäre die Idee wirklich eine tolle Vorlage für die versprochene romantische und humorvolle Geschichte: An der Uni führen die Eishockeymannschaft und das Eiskunstlaufteam einen erbitterten Krieg und spielen sich gegenseitig laufend Streiche. Einer dieser Streiche geht zu weit und die Eiskunstläuferin Romy landet nach einem schlimmen Sturz in der Notaufnahme. Der Schmerz ist zwar schnell überwunden, aber sie hat eine Angst vor dem nächsten Sturz entwickelt und traut sich kaum noch aufs Eis. Ein Sondertraining mit dem Eishockeyspieler Jack sollen ihr helfen. Das ungleiche Gespann muss sich auf dem Eis zusammenraufen und lernt sich auch abseits des Eises besser kennen. Ja der Stoff hätte Potential, aber wenn der Schreibstil nicht so gut gewesen wäre, hätte ich das Buch vermutlich abgebrochen, es war mir einfach zu viel Theorie sowohl über das Kunstlaufen als auch über das Eishockey.

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Veröffentlicht am 02.01.2023

Thema verfehlt

Die Unverbesserlichen – Der große Coup des Monsieur Lipaire (Die Unverbesserlichen 1)
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„Ein Rätsel, das zum Familienschatz einer südfranzösischen Adelsdynastie führt, versteckt im Kanallabyrinth der malerischen Küstenstadt Port Grimaud? Das klingt zu formidable, um wahr zu sein. Gelegenheitsgauner ...

„Ein Rätsel, das zum Familienschatz einer südfranzösischen Adelsdynastie führt, versteckt im Kanallabyrinth der malerischen Küstenstadt Port Grimaud? Das klingt zu formidable, um wahr zu sein. Gelegenheitsgauner Guillaume Lipaire sieht endlich seine Chance, schnell an viel Geld zu kommen... Ein turbulentes Katz-und-Maus-Spiel durch den pittoresken Urlaubsort beginnt, bei dem eine Katastrophe die nächste jagt.“ Es war dieser Klappentext, der mich zu diesem Buch verführt hat. Ich habe mir eine turbulente Gaunerkomödie vor einer wunderbaren Kulisse der Côte d’Azur erhofft, außerdem hat das Autorenduo Klüpfel und Kobr meine Erwartungen zusätzlich hochgeschraubt. Was soll ich sagen? Das Buch hat meine Erwartungen leider nicht erfüllt, auch wenn das Potential durchaus da war, fand ich die Geschichte weder turbulent noch komisch, ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich das Buch wirklich in das Genre Krimi einordnen würde. Es gibt zwar eine Aneinanderreihung von gewissen Narreteien, aber die nerven eher als dass sie unterhalten und sind eher zu viel des Guten. Ansonsten fehlt leider jede Spannung, die für mich einen guten Krimi ausmacht und die Handlung an sich ist eher langweilig. Ich habe mich wirklich auf eine neue Reihe der beiden Autoren gefreut und hoffte auf neuen Wind, doch ich wurde enttäuscht und werde das nächste Buch ganz bestimmt nicht lesen.

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Veröffentlicht am 26.04.2022

Ein Ausflug in die Vergangenheit

Verhängnisvolle Lügen an der Côte d’Azur
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„Verhängnisvolle Lügen an der Côte D`Azur“ ist der neunte und ich vermute Mal der letzte Fall von Kommissar Duval – ich hoffe ich habe jetzt nicht zu viel verraten. Christine Cazon hat ihren Ermittler ...

„Verhängnisvolle Lügen an der Côte D`Azur“ ist der neunte und ich vermute Mal der letzte Fall von Kommissar Duval – ich hoffe ich habe jetzt nicht zu viel verraten. Christine Cazon hat ihren Ermittler dieses Mal auf die Spur eines alten Unglückfalls geschickt, das ein echtes Unglück thematisiert: 1959 brach der damals modernste Staudamm und seine Flutwelle zerstörte nicht nur vieles, sie riss auch über 400 Menschen in den Tod. Es gab und gibt natürlich etliche Theorien und Mutmaßungen, was damals zu dem Unglück geführt hat, es wurde aber nie endgültig geklärt. Der moderne und direkte Bezug zu Kommissar Duval wird durch die Ermordung eines Richters geknüpft, der sich für den alten Unglücksfall interessiert hat. Verfolgte Richter Dussolier eine neue Spur in dem über sechzig Jahren zurückliegenden Vorfall? Und wurde er zum Schweigen gebracht?
Hört sich spannend an? Und scheint die perfekte Vorlage für einen Krimi zu sein, der sich auf politisches Glatteis wagt und Intrigen und Verschwörungstheorien aufdeckt? Ja, ich muss sagen, mit dieser Erwartung habe ich mich auch auf das Buch gefreut. Aber ich muss sagen, meine Erwartungen wurden nicht erfüllt, es kam bei mir keine Spannung, kein Rätselfieber auf. Obwohl der Band nur etwa 260 Seiten umfasst war er mir zu langatmig und der Rote Faden zu zerfranst, da hilft auch der ansonsten sehr angenehme Schreibstil nicht darüber hinweg. Die Grundidee hinter der Geschichte wäre wirklich super und man erfährt auch einiges Interessantes zum Algerischen Unabhängigkeitskrieges, aber die Umsetzung als Krimi der Kommissar Duval Reihe konnte mich nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 08.03.2022

Was in Mollys Welt nicht passt, wird passend gemacht

The Maid
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Der Klappentext: „…Jeden Morgen freut sich die 25-jährige Molly Gray darauf, in ihre frisch gestärkte Uniform zu schlüpfen: Sie liebt ihren Job als Zimmermädchen im altehrwürdigen Regency Grand Hotel und ...

Der Klappentext: „…Jeden Morgen freut sich die 25-jährige Molly Gray darauf, in ihre frisch gestärkte Uniform zu schlüpfen: Sie liebt ihren Job als Zimmermädchen im altehrwürdigen Regency Grand Hotel und ist erst zufrieden, wenn sie die eleganten Suiten wieder in einen tadellosen Zustand versetzt hat. Doch als Molly den ebenso berüchtigten wie schwerreichen Mr Black tot in seinem zerwühlten Zimmer vorfindet, bringt das nicht nur ihren Sinn für Sauberkeit gehörig durcheinander. Denn Molly ist nicht wie andere, und ihr etwas eigenartiges Verhalten macht sie prompt zur Hauptverdächtigen…“
Zum Inhalt: Das Buch „The Maid. Ein Zimmermädchen ermittelt“ wird als Cosy-Crime oder Hotelkrimi beworben und auch der Untertitel weist darauf hin. Aber ich persönlich würde das Buch nicht unbedingt als Cosy-Krimi einordnen, bzw. es ist nicht unbedingt das Zimmermädchen Molly, das ermittelt. Ja es gibt einen Mord und ja die Polizei stellt Ermittlungen an, aber Molly entdeckt zwar die Leiche und gerät unter Verdacht, sie behindert aber eher die Ermittlungen, sie verschweigt Beobachtungen, sie lügt und…, aber das würde zu viel verraten. Die Ermittlungen verlaufen auf jeden Fall sehr schleppend und sind sehr verworren.
Meine Meinung: Vielleicht bin ich mit falschen Erwartungen an das Buch herangetreten, aber ehrlich gesagt, wenn der Schreibstil nicht so flüssig und interessant gewesen wäre und ich eben nicht doch so neugierig auf die Auflösung des Falls, hätte ich das Buch abgebrochen. Molly ist ein sehr schwieriger, nerviger Charakter. Sie scheint eine gewisse geistige Beeinträchtigung zu haben, auch wenn sie selbst diese nie benennt und es nicht allen anderen Figuren auffällt. Und da Molly als Ich-Erzählerin fungiert, ist eben auch der Handlungsfaden etwas verworren, sie hat Schwierigkeiten ihre Umwelt und ihre Mitmenschen zu deuten und lebt nach ihrer eigenen Weltanschauung und einer sehr flexiblen Auffassung von Wahrheit. Kurz und knapp: unter einem ermittelnden Zimmermädchen stelle ich mir etwas anderes vor.

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Veröffentlicht am 01.08.2021

Die zwei Tänzerinnen

Das Gemälde der Tänzerin
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Zum Inhalt: Helena hat es nicht leicht, sie musste ihren Traum als Ballerina Erfolge zu feiern aufgeben, stattdessen ist sie alleine für ihre pubertierenden Zwillinge verantwortlich und arbeitet als Zimmermädchen ...

Zum Inhalt: Helena hat es nicht leicht, sie musste ihren Traum als Ballerina Erfolge zu feiern aufgeben, stattdessen ist sie alleine für ihre pubertierenden Zwillinge verantwortlich und arbeitet als Zimmermädchen im Hotel Kronenberg in der Schweiz. Und ihr Chef ist ausgerechnet der Mann, der ihre Träume zerstört hat. Doch Helena hat keine Wahl, sie braucht den Job.
Als ein neuer Gast aus Amerika im Hotel auftaucht wird, wird es für Helena interessanter. Durch die Amerikanerin Jessica erfährt sie von einem verschollenen Kunstwerk, dem Raubkunstbild „Tänzerin im Regen“ und seine Spuren führen zum Hotel und der Hoteliersfamilie. In diesem Zusammenhang scheint auch das Schicksal eines 1942 ermordeten Zimmermädchens zu stehen. Helena beschließt, dem Rätsel auf den Grund zu gehen und das Gemälde zu suchen. Aber sie ist bei ihrer Suche nicht alleine, auch der attraktive Krimiautor Noah versucht das Gemälde zu finden. Gemeinsam kommen sie einem dunklen Geheimnis auf die Spur.
Meine Meinung: Obwohl mich der Klappentext und gerade die Thematik der Raubkunst angesprochen haben, brauchte ich doch meine Zeit um richtig in die Geschichte einsteigen zu können. Ich konnte irgendwie mit den Charakteren nicht richtig warm werden, lag es daran, dass sie mir zum Teil bis zum Schluss unsympathisch blieben? Ihr Verhalten teilweise zu vorhersehbar war? Oder fehlte mir eine gewisse Tiefe? Am eigentlichen Schreibstil lag es nämlich nicht, ich fand in flüssig und durchaus leicht lesbar, auch die Aufteilung in die zwei Erzählstränge gefiel mir. Dadurch blieb eine gewisse Spannung bis zum Schluss erhalten, aber richtig mitreißen konnte mich die Geschichte leider nicht.

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