Profilbild von Steff

Steff

aktives Lesejury-Mitglied
offline

Steff ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Steff über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.07.2017

Nichts besonderes

Das Blut
0

Der Horrorroman „Das Blut“ von Guillermo del Toro und Chuck Hogan aus dem Jahr 2010 ist der zweite Teil der „The Strain“-Reihe.
Denn die Welt ist dabei an ihrer eigenen Arroganz zusammenzubrechen, als ...

Der Horrorroman „Das Blut“ von Guillermo del Toro und Chuck Hogan aus dem Jahr 2010 ist der zweite Teil der „The Strain“-Reihe.
Denn die Welt ist dabei an ihrer eigenen Arroganz zusammenzubrechen, als durch alte Mächte ein Vampirvirus die Erde überrollt und die Menschen durch Unwissen und Unglaube nicht wehren können.
Jedoch hat sich eine Gruppe aus Menschen zusammengeschlossen anzukämpfen. Darunter Virologen, ein Kammerjäger, ein Vampirjäger in Pension und wütende Mexikaner.
Das Buch verdeutlicht wie wichtig es ist für Liebe wie auch ein selbstbestimmtes Leben.
Die Handlung wie auch das Buch an sich wirkt als hätte man versucht einen typisch amerikanischen Actionfilm in ein Buch zu pressen.
Seien es die Charakterinteraktionen mir leeren heldenhaften Phrasen oder die Handlung welche auf heldenhafte Märtyrertode enden müsste aber immer im letzten Moment abgewandt werden konnte.
Und klar, ein alter Rentner und ein Studierter Virologe können locker einen Haufen Vampire nur mit Silberschwertern besiegen.
Auch wirkt die Umwelt surreal, denn wenn die Welt am Verrecken ist, würden wohl kaum noch U-Bahnen weiterfahren und Auktionshäuser weiter im Betrieb sein.
Nichtsdestotrotz hat mich das Buch sehr unterhalten, gerade will es ein Actionfilm in Buchformat ist.
Es gab oft Stellen an denen ich nicht aufhören wollte zu lesen, weil es so spannend war. Auch konnte man nicht immer die Handlung hervorsehen, vielleicht aber auch weil sie ab und zu so absurd war.
Besonders gefiel mir, dass es eine wissenschaftliche Begründung für den Vampirismus gab, da dies nicht oft der Fall ist und die Herkunft der Vampire interessant erklärt wurde.
Insgesamt ist dieses Buch nichts Besonderes, ein Zombieactionfilm bloß mit Vamps.
Dennoch kann es mit dem Unterhaltungspotenzial punkten, was nicht viel Bücher mehr können. Auch ist der Aspekt der Liebe interessant gestaltet, denn es geht vielmehr um familiäre Liebe als um Affären und Partner, was auch berühren konnte.
Peace out

Veröffentlicht am 23.07.2017

Man kanns lesen

Das Blut der Gläubigen
0

Der historische Roman „Das Blut der Gläubigen“ von Sandra Ann Fortner aus dem Jahr 2011 handelt von Mechthild Bruegelin, einer Sarazenen Tochter, und spielt im 13. Jahrhundert in der deutschen Stadt Augsburg.
Die ...

Der historische Roman „Das Blut der Gläubigen“ von Sandra Ann Fortner aus dem Jahr 2011 handelt von Mechthild Bruegelin, einer Sarazenen Tochter, und spielt im 13. Jahrhundert in der deutschen Stadt Augsburg.
Die Lebensbedingungen für diese sind dementsprechend schlecht, als sie aufgrund ihrer Vergangenheit sich im Netz der Verdächtigen verheddert, als Augsburg durch Serienmorde erschüttert wird, welche einen dämonischen Hintergrund zu haben scheint. Nach und nach spitz sich die Lage zusammen bis auch Mechthild an ihrer Unschuld zu zweifeln beginnt.
Jedoch sich heraus, dass im Menschen das wahre Böse steckt.
Die Geschichte an sich ist aufgrund ihrer Idee seht interessant, da auf interessante Weise gezeigt wird wie sich die christliche Welt der Wissenschaft öffnet.
Jedoch ist dies auch eines Mankos, denn es wird zu viel er- und aufgeklärt. Es nimmt einem die Möglichkeit selber nachzudenken oder auch sich auf die Situationen einzulassen was auch die Spannung tötet.
Man könnte meinen es wird versucht die Existenz Übernatürichem verzweifelt mit Wissenschaft zu belegen um so die Menschen in diesem Zeitalter noch dümmer darzustellen als es mit ihrem Wissensstand geht.
Dies sorgt dafür, dass das Buch sich enorm in die Länge zieht, welches dafür gesorgt hatte, dass ich an manchen Stellen aufgeben wollte. Spätestens mit dem Anfang der Sicht des Alchemisten, welche so gewirkt hat als würde man versuchen das Buch in die Länge zu ziehen, wo es die Handlung nicht konnte.
Das trifft auch die anderen Hintergrundgeschichten der Charaktere oder auch ewig lange Beschreibungen einer Situation, welche im Nachhinein vollkommen nutzlos waren.
Zugutehalten kann man, dass sich die Charaktere voneinander unterscheiden und eigene Charakterzüge haben.
Trotzdem wirken diese ziemlich platt und wirken leblos, da diese nie die Chance hatten für sich selber stehen und immer nur von anderen beschrieben werden. Auch vor Klischees wird kein haltgemacht.
Sprachlich ist das Buch gut da viele altertümliche Floskeln wie auch Grammatik angewandt werden, welche auch nicht schwer zum Lesen sind.
Mich jedoch konnte das Buch nicht überzeugen, da durch die vielen Sichten wie auch das viele belanglose drum herum keine Charakterbindung entstehen konnte und die Hintergründe einer Tat nicht immer ersichtlich waren.
Trotz allem bin ich froh über diese Erfahrung, da sie mir eine interessante Sichtweise auf das Mittelalter geben konnte.

Peace out

Veröffentlicht am 03.08.2017

Eine Midlife-Crisis

Wie wir begehren
0

„Wie wir begehren“ von Carolin Emcke handelt von ihrem erwachsen werden und dem finden ihrer Sexualität, während der Suizid eines schwulen Klassenkameraden als Leitfaden dient.
Es wird das Aufnehmen der ...

„Wie wir begehren“ von Carolin Emcke handelt von ihrem erwachsen werden und dem finden ihrer Sexualität, während der Suizid eines schwulen Klassenkameraden als Leitfaden dient.
Es wird das Aufnehmen der Homosexualität in den 80er Jahren thematisiert, wobei man in dieser Zeit auf Unwissen wie auch Verdrängung des Themas stößt.
Selbst wenn es sich bei diesen um Übergriffe auf Minderjährigen bei diesen handelt.
Es ist wie eine Erzählung gestaltet, welche im Grundschulalter beginnt, wobei sich die Zeiten später überschneiden was jedoch nicht unübersichtlich wirkt.
Oft gibt es sozialkritische Kommentare, sei es die Badeanzugpflicht für kleine Mädchen in der Schule obwohl keine Weiblichkeit vorhanden ist oder, dass Schwule mit perversen gleichgesetzt werden.
Dies wirkt jedoch aufgesetzt und versucht politisch korrekt, was die Situationen ins lächerliche zieht.
Das Buch hat mich vollkommen enttäuscht. Spätestens als sie über das Lesbischsein philosophiert und den Selbstmord des Klassenkammeraden glorifiziert hat war es eine Qual dieses Buch weiter zu lesen.
Es wirkt als würde sie versuchen ihre Pubertät zu mystifizieren und sich in einer Midlife-Crisis selbst zu finden, da sie dies als Jugendliche nicht geschafft hat.
Auf den Titel geht sie nicht ein, sie bietet keinen Gedanken- oder Lösungsansatz, sondern wirft ab und zu die Frage in den Raum.
Vielmehr versucht sie einen Sinn zu finden, sei es auch in der kleinsten unnötigen Scheiße.
Zudem ist es widerwertig, dass sie den Suizid eines verzweifelten Jungen als Roten Faden verwendet, denn ihre Lebensgeschichte allein hätt dieses nicht geschafft.
Ich habe ein kritisches und wissenschaftlich orientiertes Buch erwartet, bekommen habe ich eine Midlife-Crisis.
Ein weiterer Beweis, dass Deutsche keine Bücher schreiben sollten.

Veröffentlicht am 15.07.2017

Man hats versucht

Die dunkle Seite des Mondes
1

Der Roman „Die dunkle Seite des Mondes“ von Martin Suter aus dem Jahr 2001 handelt von der Hauptfigur Urs Blank, welcher durch das neue Wahrnehmen der Natur und der Begegnung mit einem jungen Mädchen eine ...

Der Roman „Die dunkle Seite des Mondes“ von Martin Suter aus dem Jahr 2001 handelt von der Hauptfigur Urs Blank, welcher durch das neue Wahrnehmen der Natur und der Begegnung mit einem jungen Mädchen eine Welt kennenlernt, die ihn aus seiner berechnenden Star-Anwalt-Umgebung reißt und in sein gewissenloses Verderben stößt.
Anders als gedacht ist dies kein Roman der den Drogenkonsum verteufeln will, vielmehr geht es darum, dass die wachsende Kluft zur Natur den Menschen verdirbt und zerstört.
Was zunächst auffällt sind die wirtschaftlichen Begriffe, welche einen zunächst verwirren können. Diese sind jedoch unbedeutend für die Handlung, da diese nur der Authentizität dient und die Welt in der Blank lebt verdeutlicht.
Ansonsten regelrecht einfach und Begriffe die nicht verstanden werden sind nicht von Belang.
Viel interessanter sind die vielen Charaktere, die einen zunächst zu überwältigen drohen, jedoch, nur eine Handvoll von ihnen sind tragend für die Geschichte.
Diese Charaktere sorgen auch dafür, dass die Geschichte am Leben bleibt, da Blanks Sicht und Handlung dies nicht könnten und auf Dauer in ihrer Monotonität langweilen. Dieser dreht sich nur um sich, seine Mid-life-crisis, sein Pilzdelirium.
Bis hin zum totalen Gewissensverlust.
Figuren wie seine Affäre Lucille und seine Kindheitsfreund Wagner bieten tiefere Einblicke in seinem Sein, und was er sich und seiner Umwelt in seinem Wahn antut.
Jedoch ist dies der einzige Inhalt des Buches, bis es ich zu einem unbefriedigenden Ende zuspitzt, welches sogar durch die Absurdität platt und bestandslos wirkt.
Als hätte der Autor nicht gewusst wie er die Geschichte weiterführen könnte.
Es war eine interessante Erfahrung, besonders der Einblick in die Pilzszene und die Hintergründe Blanks verflossenen.
Trotzdem war die Spannung nur minimal, da auf jede Aktion eine Erklärung folgte, ohne den Leser selber denken zu lassen. So würde man der Handlung nicht zu trauen für sich selber zu stehen.
Zudem wird sich keiner von dem Buch angesprochen fühlen, der keine große Empathie verfügt, denn diese braucht man um etwas mit dem Buch anfangen zu können.

Veröffentlicht am 08.06.2017

Wiederwertiges Kommerzbuch

Witch Hunter
0

Das Buch „Witch Hunter“ von Virginia Boecker ist 2016 in Deutschland erschienen, wobei die Hexenjägerin Elizabeth die Hauptfigur ist.
Die Handlung spielt im Mittelalter, zu einer Zeit in der Hexen und ...

Das Buch „Witch Hunter“ von Virginia Boecker ist 2016 in Deutschland erschienen, wobei die Hexenjägerin Elizabeth die Hauptfigur ist.
Die Handlung spielt im Mittelalter, zu einer Zeit in der Hexen und Magier eingefangen und verbrannt werden, nach dem diese schuld an einer Massenverschlingenden Seuche sein sollten.
Elizabeths Aufgabe ist es diese zu finden und zu fangen, ohne sie jedoch zu töten.
Natürlich ist sie die Beste ihres Landes.
Dies ändert sich jedoch als diese selber der Hexerei beschuldigt wird und von Hexen darauf hin gerettet wird.
Dieses Buch verdeutlicht wie wichtig es ist gegebenes zu hinterfragen und offen für neues zu sein.
Jedoch wirkt dieses Buch unausgereift und aus verschiedenen Trends zusammengewürfelt mit charakterlosen Figuren, wie es heutzutage mittlerweile in diesem Genre üblich ist.
Angefangen mit dem Handlungsanfang der ohne Einleitung hingeworfen wirkt, da sich die Ereignisse bereits dort Anfang überschlagen. Und das hat nichts mit Spannungsaufbau zu tun, es ist wie aus der Luft gegriffen ohne auf vorheriges zurückzugreifen oder einen Beleg für die folgenden Ereignisse zu liefern.
Es fehlen Überleitungen die essenziel sind für die wirken und Authentizität eines Buches, was so nur ein leeres und hingeworfenes Gefühl hinterlässt.
Sei es die Festnahme der Hauptfigur welche auf Zufälligkeiten beruht wie es die in schlechten Seifenopas zuhauf gibt und ohne es keine Handlung geben würde.
Hinzu kommen das verzweifelt versucht wird ins Mittelalter – Fantasy – Genre zu kommen, was auch nicht so recht klappen will.
Es wird Jungendsprache wie auch Begriffe wie DNA verwendet, wie sonst auch auf geschichtliche Realität geschissen wird.
Am besten wird es sichtbar an der Stelle in der eine Fest stattfindet, was jedoch völlig wie ein Teenie-Abschlussball wie in jedem zweiten amerikanischen Film wirkt.
Oder Elizabeths Besäufnis wegen einer zurückgewiesenen Liebe.
Das führt auch zu der nicht vorhandenen Charaktertiefe. Sei es die austauschbare Elizabeth, welche die Emotionale Tiefe eines Kleinkindes besitzt und von einem Lover zum nächsten schwenkt oder die Hexengruppe die sie aufnimmt und sofort in der ersten Szene ins Herz schließt wie eine verlorenen Tochter wobei diese wie ein Abklatsch aus einer billigen Nikolodeon Kindersendung wirken.
Oder die unbegründete Liebe von einem Jungen aus dieser Gruppe zu Elizabeth.
Gerade deswegen gibt es auch keine Charakterbindung, denn die Charaktere sind so ausgelutscht wie der Schwanz eines Pornodarstellers.
Dieses Buch ist das perfekte Beispiel, wenn etwas nur für einen hohen Absatz geschrieben wurde und nicht aus dem Verlangen sich Kreativ auszudrücken.
Denn das Buch trieft vor puren Fan-Service.
Und genau deswegen klappt es auch, deswegen gibt es Millionen von kleinen Mädchen die verrückt nach diesem Buch ist.
Siehe das Phänomen Twillight.
Oder Wattpatt mit den widerlichen Geschichten von kleinen Möchtegern deepen Kinderautorinen die einfach Situationen schaffen wollen in denen man auch gerne wär.
Einfach widerlich.

Fuck Peace.