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Veröffentlicht am 02.02.2023

Amüsante, unterhaltsame und mitreißende New-Adult-Lovestory

Liebesgeflüster - Unverschämt direkt
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"Liebesgeflüster - Unverschämt direkt" von Nikita Nolan ist eine amüsante, unterhaltsame und mitreißende New-Adult-Lovestory.

Die Protagonistin Marina hat ein großes Problem, sie kann nicht über intime ...

"Liebesgeflüster - Unverschämt direkt" von Nikita Nolan ist eine amüsante, unterhaltsame und mitreißende New-Adult-Lovestory.

Die Protagonistin Marina hat ein großes Problem, sie kann nicht über intime Dinge sprechen. In ihrer Verzweiflung wendet sie sich an Andor, der bereits vielen Frauen geholfen haben soll. Mit seiner unverschämt direkten Art bringt er allerdings nicht nur Marina immer wieder an ihre Grenzen. ...

Das Cover ist ansprechend gestaltet. Die Farbgestaltung in zartem Rosa und Babyblau passt super zu einer Love-Story, denn sie erzeugt einen jugendlichen, frischen und romantischen Effekt und ruft positive Emotionen wie Glück und Optimismus hervor, ebenso wie der handschriftliche, verspielt und beschwingt wirkende Schriftzug.
Die dargestellten Motive sind Blumen und Schlüsselsymbole der Geschichte, sodass das Gesamtbild absolut stimmig ist und super zum Inhalt passt.

Der Schreibstil ist angenehm, humorvoll und sehr lebendig. Auf unaufdringliche, charmante Art und Weise werden pikante Situationen geschildert und stellenweise geht es dabei auch ganz schön heiß zu.

Die Protagonisten Marina und Andor sind gut beschrieben und authentisch dargestellt. Beide haben Ecken und Kanten, was sie mir persönlich sehr sympatisch macht.
Es ist interessant, Marinas Ängste und ihre Motive kennenzulernen und zu verfolgen, wie sie sich ihren Problemen stellt und daran wächst. Ich hatte keine Schwierigkeiten, mit ihr zu fühlen und mitzufiebern.

Ich habe häufig gelacht, aber auch mitgelitten und war super unterhalten.
Alles in allem hat mich das "Liebesgeflüster" von Nikita Nolan von der ersten Seite an mitgerissen und überzeugt.

Positiv erwähnen möchte in diesem Zusammenhang auch die gute Arbeit von Ina Glahe in der Covergestaltung sowie Jaqueline Luft und Katharina Luckow im Lektorat und Korrektorat.

Ich hatte unheimlich vergnügliche Lesestunden und deshalb gibt es von mir eine ganz klare Kauf- und Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.01.2023

Fesselnder und überraschender erster Band der Island-Krimi-Reihe

Verschwiegen
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"Verschwiegen" von Eva Björg Ægisdóttir  ist der erste Band einer Krimi-Reihe und spielt im beschaulichen Akranes, einer isländischen Kleinstadt, in der nahezu jeder jeden kennt.
Hierher, in ihre Heimatstadt, ...

"Verschwiegen" von Eva Björg Ægisdóttir  ist der erste Band einer Krimi-Reihe und spielt im beschaulichen Akranes, einer isländischen Kleinstadt, in der nahezu jeder jeden kennt.
Hierher, in ihre Heimatstadt, kehrt die Polizistin Elma nach dem Ende einer langjährigen Beziehung aus Reykjavik zurück. Als am Leuchtturm die Leiche einer Frau gefunden wird, übernimmt sie mit ihrem Kollegen Saevar die Ermittlungen....

Das Cover stimmt super auf den Inhalt ein. Es ist in schwarz-weiß gehalten und zeigt den Schauplatz des Verbrechens. Im Zusammenspiel mit dem auffälligen roten Schriftzug des Titels wird bereits eine düstere bedrohliche Stimmung erzeugt.

Aufgrund der flüssigen Schreibweise ist das Buch trotz der isländischen Namen und Bezeichnungen leicht zu lesen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge, die den Lesefluss nicht behindert.
Sehr anschaulich und informativ sind die im Buch befindlichen Karten von Island und Akranes.

Die Protagonistin Elma handelt intuitiv, ist sympathisch und authentisch dargestellt, sodass es mir nicht schwer fiel, mich mit ihr zu identifizieren.
Auch ihr Kollege Saevar ist symphatisch und authentisch dargestellt.

Im Verlauf der Geschichte, welche in zwei Zeitebenen und aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird, erfährt man nach und nach mehr über die Vergangenheit und Gedankenwelt der Protagonisten, aber auch der anderen beteiligten Figuren, sodass ihre Motive und ihr Handeln nachvollziehbar und glaubwürdig werden.

Alles in allem ist der Krimi logisch, gut durchdacht und lädt zum Mitraten ein und die Ermittlungen werden schlüssig und nachvollziehbar beschrieben.
Von der ersten Seite an war ich gefesselt und super unterhalten. Deshalb gibt es von mir eine ganz klare Kauf- und Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.10.2025

Gelungende Mischung aus Kunst, Magie und griechischer Mythologie - bildgewaltig und spannend

Musenrausch (Nektar und Ambrosia, Band 1)
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InIn „Musenrausch“ von Malou Bichon entfaltet sich eine spannende Geschichte über Magie und die Macht der Inspiration, die nicht nur die Kreativität beflügelt, sondern auch unerwartete Herausforderungen ...

InIn „Musenrausch“ von Malou Bichon entfaltet sich eine spannende Geschichte über Magie und die Macht der Inspiration, die nicht nur die Kreativität beflügelt, sondern auch unerwartete Herausforderungen mit sich bringt.

Wanda befindet sich nach einem Schicksalsschlag in einer künstlerischen Schaffenskrise. Als sie eines Tages wie im Rausch nach Pinsel und Papier greift, steht plötzlich Neo vor ihr – ihre Muse, die sie eigentlich gar nicht sehen dürfte. Diese außergewöhnliche Begegnung bringt eine magische Bindung mit sich, die ihre Schicksale nun auf bedrohliche Weise miteinander verknüpft. Auf der Suche nach Antworten folgt Wanda Neo in seine geheimnisvolle Welt. Dort kommen sie einem Geheimnis auf die Spur und entdecken, dass nicht nur ihr eigenes Schicksal auf dem Spiel steht ...

Der malerische, fast schon poetische Schreibstil der Autorin hat mich sofort gefesselt und meine Fantasie beflügelt. Ich fühlte mich tief ins Geschehen hineingezogen. Allerdings waren die Beschreibungen teilweise so ausschweifend, dass sie die Handlung fast schon in den Hintergrund drängten. Dadurch fiel es mir insbesondere in actionreichen Szenen etwas schwerer, den roten Faden im Blick zu behalten. 

Der Fokus liegt auf den Blickwinkeln von Wanda und Neo und ermöglicht eine tiefere Verbindung, da es so möglich ist, ihre inneren Konflikte und Motivationen besser zu verstehen. Sie sind sympathische Hauptfiguren, deren Beziehung jedoch eher im Hintergrund bleibt und nicht die emotionale Intensität und Spannung bietet, die ich erwartet hatte.
Gelegentliche Perspektiven-Wechsel zu anderen Figuren gewähren außerdem auch Einblicke in andere Charaktere und Situationen, die den Hauptfiguren nicht bekannt sind. Das macht die Geschichte natürlich komplexer, hat mich aber auch erstmal etwas irritiert.

Viele Figuren haben ungewöhnliche, an die griechische Mythologie angelehnte Namen. Das war etwas verwirrend, da ich Schwierigkeiten hatte, den einzelnen Namen die richtigen Figuren zuzuordnen. Das Glossar am Ende des Buches könnte hier wohl Abhilfe schaffen, allerdings habe ich es erst nach dem Lesen entdeckt.

Die Handlung selbst ist spannend und hält einige unerwartete Wendungen bereit. Lange war ich unsicher, wohin die Reise führt. Manchmal haben die ausschweifenden Beschreibungen allerdings den nötigen Schwung der Handlung beeinträchtigt. 
Die Idee, über Kunstwerke eine Brücke zwischen der realen Welt Hamburgs und einer mystischen Fantasywelt zu schlagen, hat mir sehr gut gefallen.

Die Kombination aus urbaner Fantasy und griechischer Mythologie macht „Musenrausch“ zu einem interessanten Auftakt. Während Wanda und Neo sich ihren inneren Konflikten und der Frage ihrer Bindung stellen, entfaltet sich eine Geschichte voller Überraschungen und Wendungen. Ich bin gespannt, wie sich die Fortsetzung entwickeln wird. 
„Musenrausch“ ist trotz kleiner Schwächen empfehlenswert für alle, die sich für Magie, Kunst und griechische Mythologie interessieren.

Veröffentlicht am 23.09.2025

Spannender Fantasy-Auftakt mit magischen Wettkämpfen, Intrigen und einem Hauch Romantik

Heir of Storms
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"Heir of Storms" ist der Auftakt zur Storm-Weaver-Reihe von Lauryn Hamilton Murray, der in eine faszinierende, magische Welt entführt, in der die Kronen der vier königlichen Höfe des Kaiserreichs Ostacre ...

"Heir of Storms" ist der Auftakt zur Storm-Weaver-Reihe von Lauryn Hamilton Murray, der in eine faszinierende, magische Welt entführt, in der die Kronen der vier königlichen Höfe des Kaiserreichs Ostacre nicht vererbt, sondern in gefährlichen magischen Wettkämpfen gewonnen werden – und mittendrin Blaze, eine junge Protagonistin, deren Magie nicht nur gefährlich, sondern gefürchtet ist. Blaze ist die letzte Regensängerin. Sie ist das Mädchen, das am Tag ihrer Geburt einen Sturm heraufbeschwor, der die Welt erschütterte. Obwohl ihre Macht seit diesem schicksalhaften Ereignis versiegt ist - lebt Blaze seitdem, verfolgt von den Ängsten und Vorurteilen der anderen, im Schatten ihrer Vergangenheit.

Als sie und ihr Zwillingsbruder Flint zu einem Turnier um die Krone am Hof des Kaisers eingeladen werden, muss Blaze sich nicht nur ihrer eigenen Unsicherheit und der Frage stellen, ob und wie sie ihre Magie zurückgewinnen kann, sondern auch dem Misstrauen, dem Hass und der Angst, die ihr aufgrund ihrer Vergangenheit entgegenschlagen. ...

Blaze ist eine gut ausgearbeitete und sympatische Protagonistin, mit der ich schnell mitfühlen konnte. Ihre Auseinandersetzung mit ihrer eigenen Identität und ihr Kampf um ihre verloren geglaubte Magie sind nicht nur ein zentrales Thema, sondern auch ein kraftvoller Antrieb für ihre persönliche Entwicklung. Zwei gegensätzliche Love Interests fordern sie zusätzlich heraus und werfen die Frage auf, wem sie wirklich vertrauen kann.

Der Schreibstil ist flüssig und angenehm, mit einer bildhaften Sprache, die die Welt von Ostacre lebendig werden lässt und die Karte im Buch ist eine nützliche Orientierungshilfe, die das Eintauchen in die Geschichte zusätzlich erleichtert.

Die Welt ist sowohl faszinierend als auch gefährlich, mit komplexen Strukturen, sozialen Hierarchien und magischen Fähigkeiten, die für überraschende Wendungen sorgen.

Ein kleiner Kritikpunkt sind einige Längen im Mittelteil, die die Spannung etwas dämpfen, das Lesevergnügen aber nur unwesentlich mindern.

Insgesamt ist „Heir of Storms“ ein gelungener Auftakt, der zwar noch Potenzial nach oben hat, aber definitiv Lust auf mehr macht. Die Mischung aus magischen Wettkämpfen, Intrigen und der zentralen Frage nach Blazes magischem Erbe sorgt durchgehend für Spannung. Ich freue mich auf die Fortsetzung und die weitere Entwicklung dieser vielversprechenden Reihe.

Veröffentlicht am 23.12.2024

Abenteuerliche Reise ins Reich der Elfen - verzwickt, magisch und rätselhaft

The Courting of Bristol Keats
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Mary E. Pearsons „The Courting of Bristol Keats“ ist der erste Band einer vielversprechenden Romantasy-Reihe, die in eine faszinierende Welt voller Magie, Intrigen und emotionaler Konflikte entführt. Die ...

Mary E. Pearsons „The Courting of Bristol Keats“ ist der erste Band einer vielversprechenden Romantasy-Reihe, die in eine faszinierende Welt voller Magie, Intrigen und emotionaler Konflikte entführt. Die Geschichte folgt der jungen Bristol Keats, die nach dem tragischen Verlust ihrer Eltern versucht, sich und ihre beiden Schwestern über Wasser zu halten. Als sie unerwartet Briefe von einer angeblichen Tante erhält, die Hilfe verspricht, ist Bristol zunächst skeptisch. Doch das Treffen mit dieser mysteriösen Verwandten bringt sie auf eine schicksalhafte Reise, die alles, was sie über ihre Familie zu wissen glaubte, in Frage stellt. Es stellt sich heraus, dass ihr Vater möglicherweise noch lebt und von Kreaturen aus Elfheim entführt wurde, dem Reich der Elfen und Fabelwesen. ...

Der Schreibstil ist lebendig und detailreich, was das Eintauchen in die Geschichte angenehm einfach macht. Ihre einfühlsame und bildhafte Erzählweise zieht sofort in den Bann und lässt die Szenen lebendig werden. Ich fand mich schnell in der Geschichte wieder, und mein Kopfkino lief immer wieder auf Hochtouren. Die poetischen Beschreibungen und die sorgfältige Wortwahl schaffen eine Atmosphäre, die sowohl fesselnd als auch einladend ist.

Bristol ist eine bemerkenswerte Protagonistin, die sowohl Stärke als auch Verletzlichkeit zeigt. Ihre unverblümte und besonnene Art macht sie zu einer sympathischen Figur, mit der man mitfiebern kann. Sie steht vor der Herausforderung, ihre Familie zu retten und gleichzeitig in eine unbekannte, magische Welt einzutauchen, bleibt dabei jedoch ruhig und überlegt. Die Beziehung zwischen Bristol und dem geheimnisvollen Elfenkönig Tyghan entwickelt sich auf interessante Weise, und es ist schön zu sehen, wie ihre Dynamik wächst.

Allerdings bleibt das emotionale Potenzial in den  Beziehungen zwischen den Figuren etwas ungenutzt, da viele Ereignisse und Entwicklungen eher erzählt als durch konkrete Szenen, Bilder und Erlebnisse vermittelt werden. So erlebt man als Leser*in diese Entwicklung leider selten direkt, was dazu führt, dass einige Figuren eher blass bleiben, da die Emotionen schwerer nachzuvollziehen sind und ihre Beziehungen nicht die Tiefe erreichen, die sie verdienen.

Die Atmosphäre des Buches ist durchweg spannend und geheimnisvoll, mit unerwarteten Wendungen und einigen schaurigen Momenten, die für zusätzliche Spannung sorgen. Dennoch hätte ich mir an einigen Stellen mehr Action gewünscht, insbesondere im letzten Abschnitt, der sich für mich etwas gezogen hat. Der große Knall, den ich irgendwie erwartet habe, bleibt leider aus, was das Ende des Buches etwas ernüchternd macht.

Insgesamt hat mich „The Courting of Bristol Keats“ mit seiner einfühlsamen, bildhaften und fesselnden Erzählweise dennoch überzeugt. Auch wenn es einige Schwächen in der Charakterentwicklung und der Spannung gibt, bleibt die Vorfreude auf die Fortsetzung groß. Die Autorin hat mit diesem Buch einen vielversprechenden Auftakt zu einer magischen Reihe geschaffen, die mich begeistert hat. Ich bin gespannt darauf, wie sich die Geschichte weiter entfaltet und welche Geheimnisse noch ans Licht kommen werden.

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