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Veröffentlicht am 14.02.2023

Romantasie mit Suchtpotenzial

Das Reich der sieben Höfe − Sterne und Schwerter
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Im dritten Band der Reihe geht es für Feyre und ihre Freunde um alles: der Kampf gegen Hybern. Findet Feyre genug Verbündete, um die Schlacht zu gewinnen?

Band 3 knüpft an die Spannung aus Band 2 an. ...

Im dritten Band der Reihe geht es für Feyre und ihre Freunde um alles: der Kampf gegen Hybern. Findet Feyre genug Verbündete, um die Schlacht zu gewinnen?

Band 3 knüpft an die Spannung aus Band 2 an. Ich bin sehr froh, dass es zwischen den Bänden keinen harten Bruch gibt und eine gewisse Zeit zwischen den Handlungssträngen entstand. So konnte ich sofort in die Welt der Fae eintauchen und genießen.

Feyre, immer noch Hauptperson, hat während der Handlung eine große charakterliche Entwicklung durchgemacht. Die hat sie unter anderem auch ihren Lieben zu verdanken, allen voran Rhysand. Rhysand, als mein Hauptcharakter Nr. 2 ist meine absolute Lieblingsfigur in den Büchern (geworden). Seine Art zu Reden und Handeln ist fesselnd und wunderschön. Die Liebe zwischen den Beiden ist für mich durch und durch nachvollziehbar und nachfühlbar.
Es gab viele alte Figuren, aber auch einige Neue. Auch deren charakterliche Entwicklung war teilweise enorm und unvorhergesehen, was ich persönlich sehr gut fand.

Ich habe das Buch förmlich verschlungen. Der Erzählstil lädt dazu ein, immer weiterzulesen. Ich wollte nach jedem Kapitel wissen, wie es weitergeht und was als nächstes passiert.

Das Ende war vorhersehbar, dennoch bin ich doch etwas enttäuscht. Ich habe mir, ehrlich gesagt, etwas mehr Dramatik oder Action erhofft. Für mich endete die Geschichte schön, aber recht unspektakulär.

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Veröffentlicht am 14.02.2023

Krimi mit unerwartetem Ende

Schlüssel 17 (Tom-Babylon-Serie 1)
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Tom Babylon kommt zum grausigen Tatort in den Berliner Dom. Was dort auf ihn wartet, führt in zurück in seine Vergangenheit. Zusammen mit der Psychologin Sita Johanns versucht er den Täter zu finden und ...

Tom Babylon kommt zum grausigen Tatort in den Berliner Dom. Was dort auf ihn wartet, führt in zurück in seine Vergangenheit. Zusammen mit der Psychologin Sita Johanns versucht er den Täter zu finden und ungeklärte Fragen aus seiner Jugend zu lösen.

Das Buch ist ein packender Thriller, der von Anfang bis Ende die Spannung hält. Ich konnte mich gut in die Hauptfigur Tom Babylon hineinversetzen. Seine Gedanken und sein Verhalten haben die ganze Zeit Sinn ergeben. Auch die Suche nach dem Täter bzw. der Täterin war durchweg spannend. Natürlich hatte ich während des Lesens immer wieder einen Verdacht, aber das Ende hat mich dann doch überrascht.

Die Hauptfiguren waren ganz klar Tom Babylon vom LKA und die zum Fall hinzugezogene Psychologin Sita Johanns. Beide wurden in ihrer charakterlichen Entwicklung gut beschrieben. Beide relativ gleich, waren am Anfang sturköpfig und wollten mit dem jeweils anderen keine Geheimnisse austauschen, haben sie sich am Ende geholfen und sich um einander gesorgt.

Obwohl das Buch durchgehend fesselnd war, hat mich das Ende etwas enttäuscht. Ja, es war für mich unvorhersehbar, was richtig klasse war. Aber es kam für mich auch viel zu plötzlich. Die ganzen Erklärungen und Auflösungen gab es auf den gut letzten 50 Seiten. Das hat meiner Meinung nach dazu geführt, dass gewisse Aspekte nicht bzw. nicht ausreichend beleuchtet wurden.

Da es der erste Band einer Reihe ist, bin ich wahnsinnig gespannt, wie es weitergeht.

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Veröffentlicht am 15.01.2023

Seichte Liebesgeschichte aus vergangener Zeit

Animant Crumbs Staubchronik
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Das eintönige Leben von Animant Crumbs wird beendet als sie ihren Onkel nach London begleiten darf. Einen Monat macht sie das, was sonst keine Frau ihres Standes darf: Arbeiten. Doch es ist schwieriger ...

Das eintönige Leben von Animant Crumbs wird beendet als sie ihren Onkel nach London begleiten darf. Einen Monat macht sie das, was sonst keine Frau ihres Standes darf: Arbeiten. Doch es ist schwieriger als gedacht, vor allem bei diesem Chef.


Für mich ist dieses Buch eine wunderschöne Liebesgeschichte. Ich finde es klasse, dass die Handlung so einfach ist. Sie ist nicht langweilig, aber auch nicht abgehoben. Es geht um eine junge Frau, die das erste Mal selbstständig ist - zu einer Zeit, in der das weniger der Fall war.

Es gibt zwei Hauptfiguren: Animant Crumbs und Thomas Reed. Beide sind sehr stur und man könnte schon fast sagen arrogant. Er ist ihr Chef und beide müssen lernen miteinander umzugehen.

Stück für Stück lernt man mehr über Animant, ihre Gedanken und Eigenheiten kennen und lieben. Sie ist so anders, als die "normalen" Frauen in dieser Zeit: wissbegierig, lesebegeistert, wortgewandt und scheut sich vor keiner Konfrontation.

Das Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und so konnte ich Animantes Gefühle, Gedanken und Handlungen zu 100% nachvollziehen. Auch ihre charakterliche Entwicklung ergab für mich Sinn, was umso schöner war, denn es machte mir ein Eintauchen in die Handlung leicht.

Ich finde es gut, dass in dem Buch auch auf Missstände in dieser Zeit hingewiesen wird. Jedoch kommen die, besonders am Ende, meiner Meinung nach etwas zu kurz.

Das Ende: Ja, also hier war ich wirklich ein klein wenig enttäuscht. Natürlich war von Anfang an offensichtlich, wie es ausgehen wird. Aber die Art und Weise wie, hat mir nicht gefallen. Für mich war es zu kurz und zu unbedeutend.

Fazit: Das Buch ist eine sehr schöne Liebesgeschichte mit ein wenig Spannung zwischendurch. Ich las oft mit einem Lächeln auf dem Lippen.

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Veröffentlicht am 09.01.2026

süßes Liebesgeschichte zu Halloween

A Dark and Secret Magic
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Die Heckenhexe Hecate (Kate) Goodwin lebt recht einsam in einem kleinen Cottage am Waldrand. Alles ist ruhig und geordnet, wie es ihr gefällt. Doch kurz vor Samhain überschlagen sich die Ereignisse. Sie ...

Die Heckenhexe Hecate (Kate) Goodwin lebt recht einsam in einem kleinen Cottage am Waldrand. Alles ist ruhig und geordnet, wie es ihr gefällt. Doch kurz vor Samhain überschlagen sich die Ereignisse. Sie soll das Treffen ihres Zirkels planen und dann taucht auch noch Matthew, ein Mann aus ihrer Vergangenheit auf. Lügen häufen sich. Wem kann Kate noch glauben und welche Kräfte schlummern noch in ihr?

Das Buch von Wallis Kinney ist eine schöne Romantasy für ein Herbstwochenende. Vor allem der Farbschnitt ist toll. Die Kapitel haben eine schöne Länge und insgesamt lässt sich die Geschichte gut lesen. Alles ist aus der Ich-Perspektive geschrieben und bringt die Gefühle und Gedanken der Protagonistin nahe.

Kate als Charakter gefällt mir sehr gut. Sie ist einfühlsam, liebevoll und sieht stets das Gute. Das macht sie sehr sympathisch. Auch Matthews Charakterdarstellung finde ich großartig. Er ist etwas geheimnisvoll, aber sehr charmant. Die Dialoge zwischen den beiden gefielen mir sehr. Auch die Entwicklung der Gefühle waren ganz deutlich zu sehen. Wirklich super und zum Dahinschmelzen!

Die Geschichte ist grundlegend spannend, aber irgendwie fehlte mir das gewisse Etwas. Viele Dinge konnte ich nicht ganz nachvollziehen oder hatte noch viele Fragezeichen im Kopf, die mir nicht erklärt wurden. Besonders am Ende hatte ich den Eindruck irgendetwas verpasst zu haben. Was genau ist das Spezielle, für den dunklen König die Heckenhexe zu sein? Das hat sich mir einfach nicht erschlossen.

Die Zauberei stand für mich eher im Hintergrund. Die Idee, die Magie in Rezepte einzuflechten, war spannend. Aber mir haben die Benennungen der Rezepte nicht gefallen, das wirkte auf mich zu gewollt. Oft habe ich mich auch gefragt, wo denn jetzt die Magie hin ist und wie sie eingesetzt wird. Mir war das nicht immer so deutlich. Das war nicht richtig greifbar.

Die Konfrontation mit dem dunklen König fand ich, ehrlich, sehr enttäuschend. Es war so schnell vorbei. Dafür fand ich die Wendung richtig klasse. Aber so richtig habe ich noch nicht verstanden, was seine Aufgabe war und wieso er so böse gewesen ist.

Fazit: Die Liebesgeschichte ist großartig. Sie lädt zum Dahinschmelzen und Mitfiebern ein. Die Story an sich ist ok, hat aber einige Schwächen.

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Veröffentlicht am 03.01.2026

Reiseabenteuer als Graphic Novel - einfach schön

Der salzige Fluss
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"Ich möchte lieber so leben, als wenn jeder Tag erst der Anfang ist...". Jan Bauer erzählt in seiner Graphic Novel von seiner 450km-langen Wanderung in Australien. Beim Wandern will er zu sich selbst finden ...

"Ich möchte lieber so leben, als wenn jeder Tag erst der Anfang ist...". Jan Bauer erzählt in seiner Graphic Novel von seiner 450km-langen Wanderung in Australien. Beim Wandern will er zu sich selbst finden und mit sich allein sein. Doch dann trifft er Morgane und alles verändert sich.

Jan Bauer hat es mit seinem Buch geschafft, trotz wenig Text alle Emotionen zu vermitteln, sei es mittels Bildern oder Gesichtsausdrücken. Alles ist in schwarz-weiß gehalten, was ich etwas schade finde. Die Landschaft ist sehr schön dargestellt und ich habe einige Bilder länger auf mich wirken lassen. Ich denke, mit Farbe wäre es großartiger gewesen. So stand eher die Beziehung zwischen Jan und Morgane im Mittelpunkt. Irgendwie ging mir das doch etwas zu schnell und ich konnte die Intensität der Gefühle nicht ganz nachvollziehen. Die Wanderung und die damit einhergehenden Herausforderungen waren eher nebensächlich. Nur zum Anfang wurden die ein oder anderen Probleme und kreativen Lösungen von Jan beschrieben.

Es gab wenig Text in der Graphic Novel, dafür war dieser sehr aussagekräftig und ich konnte alles gut mitverfolgen. Bei den französischen Sprechblasen hatte ich kurz gestockt, aber ich habe den Sinn dahinter verstanden, was wiederum sehr lustig war.

Beide Charktere, Jan und Morgane, fand ich sehr angenehm. Wobei Jan auf mich etwas weinerlich wirkte. Er hat einen kurzen Rückblick in seine Vergangenheit gegeben, was ich auch nochmal richtig gut fand. Da konnte ich ihn etwas besser verstehen. Morgane war für mich eine abgeklärte Frau, die viel Freiheit braucht und sich nicht festlegen will. Das wirkte irgendwie anstrengend.

Mir hat es super gefallen, dass es ein echtes Foto in die Graphic Novel geschafft hat. Das hat die Handlung nochmal viel realitätsnäher (was sie ja auch in wahrscheinlich vielen Zügen ist) dargestellt.

Das Ende war schön und einfach - das Leben geht weiter. Das fand ich eine sehr angenehme Botschaft.

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