Platzhalter für Profilbild

Kathi1984

aktives Lesejury-Mitglied
offline

Kathi1984 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Kathi1984 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.02.2023

Leider nicht überzeugend

Malvenflug
0

Ursula Wiegele erzählt in ihrem Roman „Malvenflug“ von einer Familie in der Nachkriegszeit. In Rückblicken wird die Familiengeschichte aufgearbeitet und neu gedacht und hinterfragt. Im Mittelpunkt stehen ...

Ursula Wiegele erzählt in ihrem Roman „Malvenflug“ von einer Familie in der Nachkriegszeit. In Rückblicken wird die Familiengeschichte aufgearbeitet und neu gedacht und hinterfragt. Im Mittelpunkt stehen verschiedene Figuren, aus deren Perspektive die Geschichte rückblickend betrachtet wird.
Die Geschichte ist in mehrere Teile gegliedert. Zunächst betrachtet Ursula Wiegele das Leben der Protagonisten während des Krieges und später wird aus der Perspektive von Helga erzählt.
Schreckliche Themen, die durch die Nazi-Diktatur immer wieder an der Tagesordnung waren, werden hier angerissen, aber schlussendlich nicht genügend ausgeleuchtet. Auch die Resultate dessen in Bezug auf die einzelnen Familienmitglieder bleiben hier meiner Meinung nach sehr oberflächlich und ohne jeglichen Tiefgang.
Ich bin mit diesem Roman leider an keiner Stelle warm geworden und konnte nicht richtig in die Story reinfinden. Die Charaktere und der Schreibstil waren für mich weder fesselnd, noch interessant. Schade! Von meiner Seite gibt es seit Langem keine Kauf- und Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.10.2022

Anders als erwartet

Unsterblich sind nur die anderen
0

In dem Roman „Unsterblich sind nur die anderen“ steht eine Fähre im Mittelpunkt, auf dem mysteriöse Dinge vor sich gehen. Iva und Malin, zwei junge Frauen, suchen auf dieser Fähre drei Männer, die ihre ...

In dem Roman „Unsterblich sind nur die anderen“ steht eine Fähre im Mittelpunkt, auf dem mysteriöse Dinge vor sich gehen. Iva und Malin, zwei junge Frauen, suchen auf dieser Fähre drei Männer, die ihre Freunde sind. Schnell merken die beiden, dass auf eben jener Fähre alles anders ist, als gewöhnlich. Im Laufe der Zeit verliebt sich Iva in den Kapitän Richard, der so vollkommen anders ist, als man es erwarten würde. Iva muss erkennen, dass mit Richard eine normale Beziehung nicht möglich ist. Um nicht zu spoilern, schreibe ich an dieser Stelle auch nicht mehr zum Inhalt.
Leider bin ich mit dem Buch nicht warm geworden, konnte es aber auch nicht aus der Hand legen. Völlig abgedreht ist meines Erachtens zum einen die Geschichte, aber auch sprachlich konnte mich das Buch nicht packen. Direkt zu Beginn erschließt sich mir nicht, warum Iva und Malin, die eigentlich Malins Freund Tarik suchen, sich zunächst auf der Fähre vergnügen, anstatt sich direkt auf die Suche nach Tarik zu machen. Auch der Umstand um Ivas neunjährige Tochter, die allein zu Hause zu sein scheint, kommt meiner Meinung nach äußerst abstrus daher.
Auf der Fähre lösen sich alle Vorstellungen, die wir von Raum und Zeit haben, ins Mysteriöse und Surreale auf. Auch mythologische Aspekte, wie zum Beispiel Wasserfrauen, werden hier thematisiert. Wer die Vermischung all dieser Themen mag, ist mit diesem Buch gut bedient.
Sprachlich konnte sich die Autorin scheinbar nicht entscheiden und vermengt in ein Buch mit Fließtext phasenweise Gedichte sowie am Ende noch ein Theaterstück. Bislang kannte ich noch kein Buch von Simone Buchholz und ich werde sehr wahrscheinlich auch kein weiteres Buch von ihr lesen.
Aufgrund all dieser Aspekte, die mir an dem Buch nicht gefallen haben, gibt es von mir diesmal keine Kauf- und Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.08.2022

Verwunderlich...

Ich verliebe mich so leicht
0

Nach dem Riesenerfolg von Die Anomalie kommt Ich verliebe mich so leicht verwunderlich daher. Ein Mann um die 50 reist durch Europa, um seine zwanzig Jahre jüngere Geliebte zu treffen. Diese ist gebunden ...

Nach dem Riesenerfolg von Die Anomalie kommt Ich verliebe mich so leicht verwunderlich daher. Ein Mann um die 50 reist durch Europa, um seine zwanzig Jahre jüngere Geliebte zu treffen. Diese ist gebunden und scheinbar nicht wirklich darüber erfreut diesen Mann zu treffen. Er möchte sie davon überzeugen, sich für ihn zu entscheiden, doch schlussendlich muss er einsehen, dass diese zarte Pflanze von Liebe keine Zukunft haben kann.

Der Erzählstil von Hervé Le Tellier ist zunächst gewöhnungsbedürftig. In der gesamten Erzählung gibt es keine wörtliche Rede und die Protagonisten werden als „unser Held/unsere Heldin“ bezeichnet. Dadurch wird eine gewisse Distanz erzeugt und der Leser kann keine direkte Identifikation mit den Personen aufbauen. Der Held – also der Mann als Hauptprotagonist erscheint dadurch beliebig austauschbar. Alle Figuren bleiben das gesamte Buch hinweg seltsam fremd und unnahbar. Der Held möchte vor allem seine eigenen Bedürfnisse gestillt wissen und drängt sich der Heldin förmlich auf. Hier muss der Leser selbst entscheiden, ob in der Liebe wirklich alles erlaubt ist oder ob es schon in Richtung Stalking driftet.

Das große Thema der Liebe ist in diesem Roman zwar omnipräsent, bleibt aber dennoch oberflächlich und unausgereift. Die Handlung plätschert meiner Ansicht nach die gesamte Zeit nur so dahin und erreicht keinerlei Tiefe. Am Ende bleibt der Leser ratlos zurück.

Von mir gibt es allein schon vom Preis-Leistungs-Verhältnis keine Kauf- und Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere