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Veröffentlicht am 12.05.2023

Veränderung beginnt bei Dir, Deinem Denken und Deinem Handeln

Change Your World
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John C. Maxwell und Rob Hoskins sind zwei Leader, denen das Thema Veränderung schon sehr früh auf dem Herzen lag und die wissen, von was sie schreiben. Sie leben das, was sie schreiben und sie haben auch ...

John C. Maxwell und Rob Hoskins sind zwei Leader, denen das Thema Veränderung schon sehr früh auf dem Herzen lag und die wissen, von was sie schreiben. Sie leben das, was sie schreiben und sie haben auch die Gabe, jeder ganz unterschiedlich, dieses Wissen an Menschen weiterzugeben, so dass diese sich auf den Weg machen, die Welt zu verändern, nachdem sie selbst einen Prozess der Veränderung durchlaufen haben. Das goldene Cover besticht durch seine edle Schlichtheit und so einfach und nachvollziehbar bringen uns die Autoren ihre Einsichten und gelebten Werte und Wahrheiten rüber, untermalt mit sehr vielen wahren Geschichten einfacher Menschen aus aller Welt, die sich durch die Hoffnung auf eine bessere Welt haben verändern lassen und in den Dienst gegangen sind, andere in dem zu unterstützen, was sie gelernt haben. Die Hoffnung, die Transformation des eigenen Denken und Handelns und das Leben guter menschenwürdiger Werte stehen im Mittelpunkt. Ebenso gibt es sehr viele weitere wertvolle Buchtipps, um das Gelesene zu vertiefen.

Wir gehen gemeinsam mit den Autoren und den Menschen, die diesen Prozess schon durchlaufen haben auf die Reise der Transformation, die vier Phasen umfasst.

In Phase 1 kommt der Leser zu dem Eindruck "Ich will etwas verändern" und die vielen genannten Beispiele zeigen auf, dass es sich auf ganz unterschiedliche Lebensbereiche handeln kann.

In Phase 2 erkennen wir, dass wir "Mit Menschen, die etwas verändern" wollen, auch etwas bewegen können. Suche Dir Gleichgesinnte, die vorwärts gehen wollen in Hoffnung und Zuversicht.

In Phase 3 geht der Prozess weiter, "Werte leben, die etwas verändern", nur mit Werten, die nicht menschenverachtend sind, kann ich etwas bewegen im Vertrauen auf eine höhere Macht, in meinem Fall ist es Jesus Christus.

In Phase 4 kommen wir endlich ins Handeln, "Dinge tun, die etwas verändern", nicht nur darüber nachdenken und reden, sondern tun. Wenn ich aufmerksam die ersten drei Phasen durchlaufen habe, werde ich erkennen, was zu tun ist und nicht in einen blinden Aktionismus verfallen.

"Jede Phase dieser Reise steht für Wachstum und größere Reichweite für jeden, der seine Welt verändern will."

Die vielen Geschichten, Zitate und lebendigen Beschreibungen der Autoren machen dieses Buch zu einem wertvollen und tiefgehenden Ratgeber. Es ist leicht zu lesen und eine gekonnte Zusammenfassung der anderen Leadership-Bücher der Autoren.

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Veröffentlicht am 04.05.2023

Ein Sturm über Berlin

Die Windvögel - Sturm über Berlin
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Wir befinden uns in Berlin, kurz vor den Weihnachtsferien. Die zwei Geschwister Ella und Hannes mit ihren Freunden Kiki und Noah erleben in diesem Band schon das zweite Abenteuer und es kann unabhängig ...

Wir befinden uns in Berlin, kurz vor den Weihnachtsferien. Die zwei Geschwister Ella und Hannes mit ihren Freunden Kiki und Noah erleben in diesem Band schon das zweite Abenteuer und es kann unabhängig voneinander gelesen werden.

Die vier Freunde sind richtige Großstadtkids mit entsprechendem Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit. Die Charaktere sind sehr bildhaft beschrieben und diese Sprache zieht sich durch das ganze Buch, besonders in den sehr spannenden Szenen. Davon gibt es jede Menge und dennoch ist bei mir der Funke nicht wirklich übergesprungen, doch ich gehöre auch nicht zur Zielgruppe.

Die vier erleben einige sehr spannende Situationen, dazu gehört ein unheimlicher Mann, dem Ella im Wald begegnet, einen Blackout durch einen heftigen Sturm mit entsprechendem Chaos in der U-Bahn, auf den Straßen, wieder gefährliche und kriminelle Situationen. Dazwischen vorpubertäre Gefühle, gelebte Freundschaft, Vorurteile, auch der Glaube wird angesprochen, das Thema Rassismus verquickt mit unserer Geschichte. Das hat auf mich etwas überfrachtet gewirkt, die Geschichte jedoch spannend gemacht und liefert sicher viel Gesprächsstoff in den Familien oder in der Schule.

Alles in allem sehr spannend und doch hatte ich mehr erwartet, wie sich Eltern und Kinder auf einen Blackout vorbereiten können. Die kleine Episode mit dem Teelichtofen fand ich gut und das sollte echt mit den Kindern gemeinsam erlesen und ausprobiert werden. Auch der Wert des morgendlichen Segens der Eltern wurde für die Kinder unerwartet wichtig und wertvoll.

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Veröffentlicht am 17.04.2023

Die bunten Farben des Lebens

Frida Kahlo und die Farben des Lebens
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Wir befinden uns in Mexiko im Jahr 1925. Frida Kahlo ist eine kleine, selbstbewusste junge Studentin mit einem großen Hunger nach Leben. Sie nimmt sich, was sie möchte und will auf jeden Fall Medizin studieren. ...

Wir befinden uns in Mexiko im Jahr 1925. Frida Kahlo ist eine kleine, selbstbewusste junge Studentin mit einem großen Hunger nach Leben. Sie nimmt sich, was sie möchte und will auf jeden Fall Medizin studieren. Doch dieser Wunsch wird durch einen schrecklichen Busunfall zunichte gemacht. Frida, die seit ihrer Kinderlähmung das Kämpfen und Sichdurchsetzen gewöhnt ist, ist monatelang in einem Gipskorsett ans Bett gefesselt. Mit der ihr eigenen Kraft und ihrem Trotzkopf gibt sie sich nicht auf, der Religiösität hat sie abgeschworen, dem Kommunismus sich verschrieben, beginnt sie im Bett zu malen um wieder ins Leben zu kommen und auch um zu zeigen, dass sie sich das Leben von niemandem nehmen lässt.

Nachdem sie wieder soweit genesen ist und wieder ausgehen kann, lernt sie Diego Rivera kennen, den mexikanischen Ausnahmekünstler und eine einzige Revolution. Diese beiden unterschiedlichen Menschen verbindet nicht nur ihre Liebe zu der Malerei, der Kunst, dem Kommunismus, sie entbrennen in einer Leidenschaft füreinander, die von Anfang an auf mich auch einen zerstörerischen Eindruck machte. Frida setzt sich bei ihren Eltern auf die ihr eigenen provokanten Art durch und heiratet Diego. Nun beginnt eine jahrzehntelange Achterbahn der Gefühle, sie tauchen tief in die Welt der Kunst ein. Frida hält ihm den Rücken frei und und Diego ermutigt sie weiter zu malen. Doch es gibt einen sehr großen Wermutstropfen in dieser leidenschaftlichen Ehe, denn Diego betrügt sie wo er nur kann. Ihr Eheversprechen, dass sie sich ja so lieben, dass sie keine herkömmliche Treueversprechen brauchen, wird auf eine harte Probe gestellt, denn Diego macht vor nichts halt und verletzt Frida sehr. Frida hingegen ist auch kein Kind von Traurigkeit und betrügt ihn ebenfalls, mit Männern und mit Frauen. Ihren Schmerz über den immerwährenden Treuebruch, ihrer immer heftiger werdenden Schmerzen, ihrer Fehlgeburten und unzähligen Operationen setzt Frida in eindrückliche bunte Bilder um. Das Malen ist ihre Therapie, genau wie die bunten Kleider, die sich sich näht, der Schmuck, mit dem sie sich kleidet, alles hat eine Bedeutung für sie und sie geht ihren eigenen Weg.

Mit ihren Bilder beginnt sie Erfolg zu haben und wird in New York und Paris als Künstlerin des Surrealismus gefeiert. Doch das Leben hält einen Schicksalsschlag nach dem anderen für sie bereit, manchem ebnet sie den Weg und dann steht sie vor einer großen Entscheidung, die ihr Leben wieder völlig auf den Kopf stellen kann.

Caroline Bernhard ist wirklich ein außergewöhnlicher biografischer Roman einer sehr speziellen Künstlerin gelungen, der mir geholfen hat, hinter die Fassade der bunten Bilder zu schauen, die vielen Selbsporträts der ernst schauenden abgebildeten Frau ein wenig zu verstehen. Ich hätte sie gern öfters mal im Buch geschüttelt, denn ihren ach so angebeteten Diego fand ich einfach exzentrisch und narzisstisch. Doch auch Frida hatte diese Züge und somit war klar, in dieser Beziehung gibt es kein Happy End, es wird bis zum Ende ein "Ich kann weder mit dir noch ohne dich". Diese Zerstörung während des Lesens mitzuerleben, fand ich nicht leicht. Ihre Bilder werde ich jedoch nun mit anderen Augen anschauen und ihre vielen Dinge, die sie um sich gesammelt hat, haben sie mir sehr sympathisch gemacht.

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Veröffentlicht am 13.04.2023

Verbunden durch den Zauber der Musik

Der Klang der verborgenen Räume
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Zwei außergewöhnliche Frauen, verbunden durch ihre Gabe auf eine ganz besondere Weise Musik zu empfinden und Klavier zu spielen, die in verschiedenen Zeitebenen leben.

Da ist Nina, eine begabte junge ...

Zwei außergewöhnliche Frauen, verbunden durch ihre Gabe auf eine ganz besondere Weise Musik zu empfinden und Klavier zu spielen, die in verschiedenen Zeitebenen leben.

Da ist Nina, eine begabte junge Pianistin, der die Konzertsäle der Welt offenstehen und die eine glänzende Karriere im Jahr 2015 vor sich liegen sieht. Doch ein schwerer Vertrauensbruch gegenüber ihrer Mentorin und Freundin löst eine eine schwere Blockade in ihr aus und Nina kann von jetzt auf gleich nicht mehr Klavier spielen. In dieser Krise erhält sie die Nachricht, dass sie das Anwesen aus ihrer mütterlichen Linie in den Cotswolds geerbt hat. Eine ganz wunderbare Ablenkung von ihren gegenwärtigen Problemen. Allerdings ist mit diesem Erbe auch eine Aufgabe verbunden. Denn Nina soll die Unschuld ihrer Vorfahrin Anna beweisen, die des Mordes an vier Menschen angeklagt und 1858 hingerichtet wurde. Keine leichte Aufgabe, doch da Nina sowieso gerade kein Klavier spielen kann und zudem ein unglaublich schlechtes Gewissen plagt, macht sie sich auf die Reise in die Cotswolds, nach Stone Abbey, ein wildromantischer Landsitz im Herzen Englands. Dort entdeckt sie ein geheimnisvolles Bild von Anna, die ihr bis auf das Haar gleicht. Ninas Neugier ist geweckt und mit Hilfe des Butlers Bryans, einem unerhört gutaussehenden tätowierten Butlers mit lockerer Lebensart, wenn er nicht im Dienst ist, macht sich Nina auf die Suche. Ihre Vorfahrin war ein Mysterium, um die sich viele Legenden im Dorf ranken, doch eine geheimnisvolle Partitur bringt die beiden auf die richtige Spur. Während dieser Suche muss sich Nina auch klarwerden, wie und vor allem mit wem sie ihr zukünftiges Leben verbringen will.

Von Anna hören wir das erste Mal 1951, die schöne und begabte junge Frau mit Wurzeln in Deutschland, lebt und liebt durch ihr wunderbares Klavierspiel, doch wird zum Spielball, wie ihre Mutter zuvor von reichen und gierigen Männern, die gewohnt sind sich zu nehmen, was sie wollen. Anna erlebt ein Schicksal, wie es zu dieser Zeit, als Frauen noch keine Rechte hatten und allein vom Gutdünken der Männer abhängig waren alles was man nicht erleben möchte. Die Musik ist zu jeder Zeit ihr Rettungsanker, doch wird sie auch ihr Leben retten und ihr Gerechtigkeit schenken?

Felicity Whitmore ist ein wirklich spannender englischer Familienroman gelungen, der es versteht, die gesellschaftlichen Begebenheiten dieser Zeit und vor allem die Schattenseiten, die sie für Frauen parat haben, sehr deutlich aufzuzeigen. Da war ich doch wieder froh, nicht in der guten alten Zeit gelebt zu haben. Spannend war nach jedem Kapitel der Wechsel zwischen den Zeiten, so dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte, bis ich endlich am Ende angelangt war. Mit den Protagonistinnen habe ich mitgefühlt, hätte sie jedoch auch manchmal gerne geschüttelt und war mit dem spannenden Ende mehr als versöhnt. Ein spannender Lesegenuss für Fans von englischer Familiengeschichte. Es wird nicht mein letztes Buch dieser Autorin gewesen sein.

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Veröffentlicht am 21.02.2023

Die Bienen und ihr Honig

Goldenes Gift
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Xavier Kieffer ist ein ehemaliger Sternekoch, der es liebt zu kochen und zu essen und ein feines und spezielles Restaurant in der Unterstadt von Luxemburg betreibt. Da er immer nur die besten Zutaten verwendet, ...

Xavier Kieffer ist ein ehemaliger Sternekoch, der es liebt zu kochen und zu essen und ein feines und spezielles Restaurant in der Unterstadt von Luxemburg betreibt. Da er immer nur die besten Zutaten verwendet, lässt er guten Gewissens von dem Stadtimker Pol einen ganz speziellen Honig herstellen, denn für seine Gäste nur das Beste.

Doch als Pol völlig zerstochen und definitiv tot aufgefunden wird und Kieffer feststellt, dass die Bienenstöcke in seinem Garten verschwunden sind, macht sich der Koch auf seine ganz spezielle Old School Art und Weise auf die Suche. Parallel macht seine Freundin Valerie Gabin, eine Foodbloggerin einer erfolgreichen FoodApp, ebenfalls die Erfahrung mit Menschen, die sehr viel Interesse an Bienenstöcken haben, die ihnen gar nicht gehören.

Kieffer und Valerie suchen jeder auf seine Weise, manchmal gemeinsam und manchmal alleine, wobei Kieffer zweimal sehr schmerzhafte Erfahrungen mit aufgescheuchten Bienen macht, die seinen Kopf wie einen Kürbis ausschauen lassen, was bei dem Leser ehrliches Mitleid, jedoch auch eine gewisse Heiterkeit auslöst und er gespannt sein darf, auf welche Ideen Kieffer denn mal wieder kommt und wie er sie umsetzt.

Denn es geht letztendlich um einen Riesenskandal, deren Leidtragenden die Bienen sind und auch die Genießer von vermeintlich reinen Honigs, der von skrupellosen Wissenschaftlern und geldgierigen Konzernen gepanscht wird und wo auch das kleinste Licht noch ein Stück vom Kuchen haben möchte. Sehr viel durfte ich über Stadtimkerei lernen, über die Verarbeitung von Honig und darüber wo und welchen Honig ich kaufe.

Das ungleiche und auf eine gewisse Art liebenswerte Pärchen bringt sich bei seinen Ermittlungen und Recherchen in höchste Gefahr und obwohl dieser Krimi eher ruhig vor sich hinfließt, wird es am Ende doch noch richtig spannend!

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