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Veröffentlicht am 10.03.2023

Gefährliche Geheimnisse

Breeds - Stygians Ehre
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„Breeds – Stygians Ehre“ von Lora Leigh ist der neunzehnte Teil ihrer Breeds-Serie.
Der Enforcer und Wolf-Breed Stygian ist seit einiger Zeit auf der Mission, die vor zwölf Jahren aus einem Labor entflohene ...

„Breeds – Stygians Ehre“ von Lora Leigh ist der neunzehnte Teil ihrer Breeds-Serie.
Der Enforcer und Wolf-Breed Stygian ist seit einiger Zeit auf der Mission, die vor zwölf Jahren aus einem Labor entflohene und seitdem spurlos verschwundene Honor Roberts zu finden. Sie ist nach der Ansicht seines Anführers der Schlüssel, um ein Heilmittel für dessen tödlich erkrankte Tochter zu finden. Liza Johnson scheint mit dem damaligen Verschwinden etwas zu tun zu haben, aber da sie auch die mögliche Gefährtin für Stygian ist, gerät er durch den Paarungsrausch in deutliche Loyalitätskonflikte. Zumal Liza alles andere als begeistert ist, ihr unabhängiges Leben für ein Dasein als Partnerin eines Breeds zu opfern.

Lora Leigh setzt die spannende Rahmenhandlung der Serie fort, wobei die einzelnen Charaktere ihr Rollenschema wie gewohnt ausfüllen. Man sollte die Reihe definitiv kennen, denn ansonsten wird das Verständnis der Zusammenhänge ziemlich schwierig. Im Fokus steht wieder ein neues Paar, welches vom Paarungsrausch vollkommen überrollt wird und dessen bisheriges Leben dadurch völlig auf den Kopf gestellt wird.
Stygian ist der Typ einsamer Alpha-Wolf, der keinen Widerspruch gewohnt ist. Ausgerechnet seine Partnerin erweist sich aber als nicht unbedingt kooperativ und auch als die Dinge ihren obligatorischen Lauf genommen haben, ist das Happy End kein Selbstläufer.
Liza hat viele Geheimnisse, aber auch wenn sie sich aufgrund der sprudelnden Hormone unaufhaltsam zu Stygian hingezogen fühlt, hat sie große Vorbehalte, was das Leben als Gefährtin und ihre zukünftige Loyalität anbelangt.
Die Handlung folgt dem üblichen Muster und natürlich steht die Verpaarung von Liza und Stygian im Mittelpunkt. Obwohl die Geschichte teilweise abgeschlossen wird, lässt das offene Ende viel Raum für die Fortsetzung und die noch ungeklärten Fragen. Ich bin etwas hin- und hergerissen, denn manchmal hat mir die Dynamik von Liza und Stygian richtig gut gefallen, während ich an anderen Stellen einfach nur weiterblättern wollte.

Mein Fazit:
Für Fans der Serie eine solide Fortsetzung und daher gibt es von mir insgesamt vier Sterne!

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Veröffentlicht am 24.02.2023

Wege des Schicksals

The Man I Never Met – Kann man lieben, ohne sich zu kennen?
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„The Man I Never Met – Kann man lieben, ohne sich zu kennen?“ von Elle Cook ist so viel mehr als eine lustige Lovestory um eine ungewöhnliche Fernbeziehung.
Ein Zahlendreher in der Telefonnummer und der ...

„The Man I Never Met – Kann man lieben, ohne sich zu kennen?“ von Elle Cook ist so viel mehr als eine lustige Lovestory um eine ungewöhnliche Fernbeziehung.
Ein Zahlendreher in der Telefonnummer und der Amerikaner Davey landet bei der Engländerin Hannah und einem netten Gespräch mit einer Unbekannten. Die Verbindung reißt nicht ab, denn die Sympathie ist ab der ersten Sekunde vorhanden. Doch dann nimmt Davey einen Job in London an und die Telefonate und Nachrichten der beiden werden immer tiefgründiger und lassen die gegenseitigen Gefühle ernster werden. Als schließlich das erste Treffen der beiden ansteht, taucht Davey jedoch plötzlich komplett ab und lässt Hannah enttäuscht und ratlos zurück.

In Zeiten von Online-Dating ist es für mich schon realistisch, dass man jemanden lieben kann, den man nie zuvor persönlich getroffen hat. Genauso geht es unserer Hauptfigur Hannah, die Davey zumindest per Videocall kennenlernt. Irgendwie erwartet man ein romantisches Hin und Her und eine lockere Romanze, aber schon nach wenigen Kapiteln dreht sich die Story abrupt und in eine Richtung, die alles andere als witzig ist.
Im Nachwort erläutert Elle Cook ihre ganz persönlichen Motive für dieses ernste Thema und man kann sie dadurch noch besser verstehen. Ihr Schreibstil liest sich leicht und flüssig und der Hauptteil der Handlung fokussiert sich auf Hannah und ihre Erlebnisse und Gefühle. Davey darf zwar auch zu Wort kommen, aber meiner Meinung nach hätte sein Part ruhig größer ausfallen können.
Das Schicksal hat für Hannah und Davey offenbar andere Pläne als ein schnelles Happy End und so darf man sie bei all ihren Höhen und Tiefen begleiten, die sich getrennt voneinander durchstehen müssen. Ich konnte nicht alle ihre jeweiligen Entscheidungen nachvollziehen, was aber nicht schlimm ist. Da Leben ist nun einmal nicht vorhersehbar und nimmt oft unerwartete Umwege, die man einfach akzeptieren muss. Im Buch ist aber die ganz besondere Verbindung von Hannah und Davey immer spürbar.

Mein Fazit:
Eine etwas andere Lovestory, die von mir gern eine Leseempfehlung bekommt!

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Veröffentlicht am 23.02.2023

Schatten der Vergangenheit

Play for my Heart
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„Play for my Heart“ von Nina Schilling ist die Fortsetzung von ihrem Roman Melting my Heart, in dem diesmal Alexis und ihre inneren Dämonen im Fokus stehen.
Die Jurastudentin Alexis ist am College als ...

„Play for my Heart“ von Nina Schilling ist die Fortsetzung von ihrem Roman Melting my Heart, in dem diesmal Alexis und ihre inneren Dämonen im Fokus stehen.
Die Jurastudentin Alexis ist am College als Partygirl bekannt, mit dem man unverbindlichen Spaß haben kann. Dass dies alles nur eine Fassade ist, weiß nur Alexis beste Freundin Row. Sie allein kennt die ernsten Ursachen von Alexis Sucht nach äußerlicher Perfektion, Bewunderung und Oberflächlichkeiten. Als unfreiwillig Dinge aus ihrer Vergangenheit am College enthüllt werden, bricht Alexis innerlich zusammen. Es wird immer mühsamer, ihre Fassade aufrecht zu erhalten. Die heimliche Affäre mit dem schweigsamen Eishockeyspieler Sean wird für Alexis bedeutsamer als geplant, dabei macht Sean keinen Hehl daraus, dass eine echte Beziehung für ihn nicht in Frage kommt.

Es ist auf jeden Fall von Vorteil, wenn man den Vorgängerband gelesen hat. Bereits dort spielt Alexis eine wichtige Rolle und man erfährt viel zu den Hintergründen von ihrer und Rows Vergangenheit. Der Einstieg in die Handlung ist meines Erachtens aber auch ohne Vorkenntnisse möglich.
Nina Schilling spricht in ihrem Buch sehr ernste Themen wie Essstörung und Mobbing an, die auch einen Großteil der Story ausmachen. Man kann es fast nicht mit ansehen, wie tief Alexis in ihrer Spirale der Selbstzerstörung steckt und wie exzessiv sie ihren antrainierten Mustern folgt. Der Blick auf ihr Suchtverhalten ist ungeschönt und ohne rosarote Brille, was teils sehr hart sein kann. Dafür kommt die Botschaft klar an, dass man nur etwas ändern kann, wenn man es auch selbst will.
Zu Sean ist meine Meinung ein wenig zwiegespalten. Er wirkt wie der Good Guy, aber auch er macht gravierende Fehler, die die schlimme Situation noch verschärfen. Die Gründe für sein Verhalten sind zum Teil nachvollziehbar, aber ich mochte ihn einfach nicht, für das was er getan hat. Deshalb wäre ich diesmal auch ohne die letzten Zeilen glücklich gewesen.
Der Kampf von Alexis mit sich selbst und den Schatten der Vergangenheit ist von der Autorin sehr intensiv und berührend beschrieben. Dieses Buch ist definitiv keine leichte Kost und man sollte die Triggerwarnung unbedingt ernstnehmen.

Mein Fazit:
Eine bewegende Story, die von mir gern eine Leseempfehlung bekommt.

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Veröffentlicht am 23.02.2023

Kanada pur

Where the Hummingbirds Sing
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„Where the Hummingbirds Sing“ von Mareike Allnoch ist der Auftaktband zu ihrer naturverbundenen New Adult Dilogie, die in den kanadischen Rocky Mountains spielt.
Die zwanzigjährige Hamburgerin Lily erfüllt ...

„Where the Hummingbirds Sing“ von Mareike Allnoch ist der Auftaktband zu ihrer naturverbundenen New Adult Dilogie, die in den kanadischen Rocky Mountains spielt.
Die zwanzigjährige Hamburgerin Lily erfüllt sich mit dem Auslandsjahr in Kanada einen lang gehegten Traum und nimmt gleichzeitig eine nötige Auszeit, bevor sie eine Entscheidung für ihren künftigen Berufsweg treffen muss. In einem idyllischen Resort mitten in den kanadischen Rocky Mountains wird die begeisterte Fotografin als Chalet-Girl arbeiten, während sie nebenbei hoffentlich schöne Naturaufnahmen machen kann. Der grummelige Ranger Ben weckt bereits ab ihrer ersten Begegnung Lilys Interesse, aber seine abweisenden und widersprüchlichen Signale lassen sämtliche rote Warnlampen anspringen. Leider lässt sich Lilys Herz von den Warnungen nicht beeindrucken.

Das wunderschöne und wildromantische Setting in Kanada ist absoluter Traum und man hat dank des bildhaften und detailreichen Schreibstils von Mareike Allnoch die zauberhafte Natur beim Lesen direkt vor Augen. Die Autorin hat ihren Fokus zum großen Teil auf die beeindruckende Landschaft und Tierwelt gelegt, die geschickt in die Handlung eingebaut wurden.
Diese Umgebung inspiriert natürlich auch Hobbyfotografin Lily, die noch auf der Suche nach ihrem persönlichen Lebenssinn ist. Ob dabei eine Beziehung zu einem wortkargen und offensichtlich emotional schwer angeschlagenen Ranger hilfreich ist, wird sich im Laufe des Buches zeigen.
Lily ist eine sympathische Hauptfigur, die ich wirklich sehr mochte, aber deren Entscheidungen ich nicht immer nachvollziehen konnte. Ben ist zwar attraktiv und grundsätzlich vielleicht ein guter Kerl, aber meine persönliche Meinung zu ihm war zwiegespalten. Durch die wechselnden Perspektiven werden sein Gefühlswirrwarr und seine Beweggründe nachvollziehbarer, was an seinen teils verletzenden Reaktionen nichts ändert.
Die Chemie zwischen Lily und Ben ist spürbar, aber so richtig konnte mich die Lovestory der beiden nicht mitreißen. Die Gefühle bleiben oft nur an der Oberfläche und haben mich persönlich nicht wirklich berührt. Trotzdem hat mir das Buch gefallen, denn der Charme Kanadas konnte mich definitiv verzaubern.

Mein Fazit:
Ich gebe gern eine Leseempfehlung und bin gespannt auf die Fortsetzung!

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Veröffentlicht am 10.02.2023

Die Frau fürs Leben

Willow Springs – Feeling Home
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„Willow Springs – Feeling Home“ von Mia Harper ist eine warmherzige Small Town Romance, in der zwei Großstädter den Charme der Kleinstadt entdecken.
Liz DeWitt ist als Spitzenköchin durch die ganze Welt ...

„Willow Springs – Feeling Home“ von Mia Harper ist eine warmherzige Small Town Romance, in der zwei Großstädter den Charme der Kleinstadt entdecken.
Liz DeWitt ist als Spitzenköchin durch die ganze Welt gereist und seit einigen Jahren in einem Edelrestaurant in San Francisco gestrandet. Doch schon länger ist Liz nicht mehr glücklich und so nimmt sie nach dem schweren Unfall ihres Onkels die unfreiwillige Chance wahr, in ihre kleine Heimatstadt Willow Springs zurückzukehren. Als neue Geschäftspartnerin ihrer besten Freundin Ceecee übernimmt Liz den kulinarischen Part des beliebten Lakeview Cafés. Genau hier trifft sie auch mitten in der Nacht auf den neuen Polizeichef Joe Mariani, der aus New York in die Provinz gewechselt ist. Zwischen beiden sprühen unübersehbar die Funken, aber passt die unkonventionelle Liz tatsächlich zu dem traditionsbewussten Italiener?

Mia Harper fängt den Charme der kleinen Stadt Willow Springs und ihrer überwiegend liebenswerten Einwohner perfekt ein, so dass die Wohlfühlatmosphäre ihren Zauber entfalten kann. Die Handlung wird abwechselnd aus den Perspektiven von Liz und Joe erzählt, wobei auch ihre großen Unterschiede schnell deutlich werden. Aber da sich Gegensätze bekanntlich anziehen, muss man nicht lange warten, bis hier die Herzchen fliegen.
Liz ist eine sympathische und toughe Spitzenköchin, die ich wegen ihrer offenen und entspannten Art sofort mochte. Sie provoziert keine Dramen und ist einfach authentisch, was mir sehr gefallen hat.
Joe ist auf seine Art auch ganz klar einer von den Guten, auch wenn sein antiquiertes und traditionelles Weltbild manchmal schon grenzwertig ist. Irgendwie macht ihn das auf eine gewisse Art aber auch unbeholfen und liebenswert und zum Glück ist er in Wirklichkeit kein überzeugter Macho.
Bei der unterhaltsamen Annäherung zwischen Liz und Joe springt der Funke klar über und man wird von ihrer Dynamik automatisch mitgerissen. Für zwischendurch ist diese humorvolle und charmante Lovestory absolut geeignet, denn hier kann man sich zurücklehnen und entspannen.

Mein Fazit:
Ich gebe gern eine Leseempfehlung!

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