Profilbild von Dark_Rose

Dark_Rose

Lesejury Star
offline

Dark_Rose ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Dark_Rose über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.03.2023

Leider kam ich mit der Protagonistin nicht klar

Du irgendwo
0

Achtung: Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen. Die Vorgeschichte zu diesem Buch befindet sich in „Because It's True − Tausend Momente und ein einziges Versprechen“ bzw. in „Because It's True ...

Achtung: Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen. Die Vorgeschichte zu diesem Buch befindet sich in „Because It's True − Tausend Momente und ein einziges Versprechen“ bzw. in „Because It's True − Ein einziges Versprechen“.

Vic führt eigentlich ein perfektes Leben. Sie hat die Chance bald an ihrer Traum-Uni zu studieren, liebende Eltern und einen besten Freund, auf den immer Verlass ist. Doch dann fällt ihr Leben auseinander, als sie auf der Suche nach Zeugnissen auf Adoptionsunterlagen stößt. Für Vic bricht eine Welt zusammen und sie will nur noch eins: ihre richtigen Eltern finden und sie fragen, warum sie sie abgelehnt haben, ohne sie richtig zu kennen. Ihr bester Freund Jack schlägt vor, daraus einen Roadtrip zu machen und obwohl er sich eigentlich um tausend Dinge kümmern müsste, lässt er für Vic alles stehen und liegen, weil sie ihn braucht. Wird Vic die Antworten finden, die sie gesucht hat und was, wenn sie und Jack sich auf einmal näher kommen? Wird das ihre Freundschaft zerstören?


Vic und Jack leben komplett unterschiedliche Leben. Während er versucht seine Familie für seinen jüngsten Bruder ganz allein irgendwie über Wasser zu halten, obwohl sein Alkoholiker-Vater und sein drogenabhängiger Bruder sich alle Mühe geben, alles gegen die Wand zu fahren, lebt Vic ein normales, fast schon idyllisches Leben. Jacks kleiner Bruder übernachtet immer wieder bei ihr und sie weiß, wie es bei ihm Zuhause läuft, aber sie wird davon praktisch nicht berührt, denn Jack will sie nicht mit reinziehen und Vics Eltern sind in keinerweise wie Jacks.

Natürlich ist es heftig für Vic plötzlich zu erfahren, dass sie adoptiert ist, ganz klar. Das wäre für jeden ein Schock. Aber Vic reagiert für mein Empfinden total über. Gerade wenn man Jacks Situation bedenkt, fand ich Vic total egoistisch und selbstbezogen. Ja, sie haben sie belogen aber ihre Eltern waren immer für sie da und waren „perfekte“ Eltern. Plötzlich tut sie so, als seien sie vollkommen Fremde, spricht sie nur noch mit Vornamen an, blockt sie ab, wo sie nur kann, und benimmt sich im Prinzip wie ein bockiger Teenager. Jack hat nur die Trümmer einer Familie. Ich fand vor diesem Hintergrund Vics Ausrasten und dass sie sich emotional komplett von ihren Eltern distanziert zu krass. Hätten sie schon immer Probleme miteinander gehabt – ok – aber so? Vic reagierte mir einfach viel zu Teenie, zu dramatisch.
Ich kann verstehen, dass sie wütend ist, Fragen hat und das auf sich bezieht, aber mir war es einfach viel zu drüber.

Jack begegnet Vic nur mit Verständnis, obwohl ich es auch gut verstehen könnte, wenn er ihr ihr Verhalten übelnähme. Sie hat liebende, führsorgliche Eltern und will die plötzlich nicht mehr, nur weil es nicht ihre biologischen Eltern sind. Jack dagegen hat bereits seine Mutter verloren und im Endeffekt auch seinen Vater, sämtliche Verantwortung hängt an ihm – ich könnte es verstehen, würde er sie für egoistisch halten, tut er aber anscheinend nicht.

Man muss dazu sagen, dass das Buch komplett aus Vics Sicht geschrieben ist, was ich sehr schade finde, da ich denke, es hätte von Jacks Sicht profitiert.


Fazit: Ich kann verstehen, dass es für Vic heftig ist, von der Adoption zu erfahren. Ich kann verstehen, dass sie viele Fragen hat, die Gründe verstehen will und sich auf die Suche machen möchte. Was ich aber nicht verstehen kann, ist ihre krasse Reaktion auf diese Enthüllung. Für mich hat sie komplett überreagiert. Ja, sie tat mir leid, wirkte aber auf mich total egoistisch und wie ein bockiges Kind. Wie sie ihre sie liebenden Eltern plötzlich nicht mehr will und nur noch mit den Vornamen anspricht, anstatt auch mal zu würdigen, was diese Enthüllung gleichzeitig ebenfalls bedeutet: Dass ihre Adoptiveltern sie wollten. Dass sie sie ausgesucht und ausgewählt haben. Aber nein, sie sieht nur, dass man sie belogen hat. Ja, ich finde das ebenfalls falsch und dumm – das kommt immer raus! – aber mir hat Vic einfach viel zu überzogen, zu dramatisch und zu Teenie reagiert.

Jack dagegen hat bis auf seinen jüngsten Bruder praktisch keine Familie, nur einen großen Haufen Probleme. Trotzdem lässt er für Vic alles stehen und liegen. Ich konnte ein paar seiner Entscheidungen nicht ganz nachvollziehen, aber er war mir deutlich sympathischer als Vic.

Die Auflösung fand ich echt mega krass und richtig, richtig gut. Aber Vics erste Gedanken dazu sind in meinen Augen bezeichnend für ihren Charakter.
Trotzdem die Auflösung war mega und hat die Bewertung noch etwas gesteigert. Da kamen mir glatt ein paar Tränchen. Ansonsten hatte ich aber meine Probleme mit dem Buch, was vor allem an Vic lag, die mir einfach zu Teenie war.

Von mir bekommt das Buch 2,5 Sterne – dank der Auflösung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.02.2023

Leider hat ging mir die manipulative Art des Protagonisten arg auf die Nerven

Vergeben & Vergessen
0

Achtung: Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen!



Triggerwarnung: PTBS!



Grace hofft bald endlich Journalistin werden zu können, doch noch ist sie persönliche Assistentin und muss sich mit ...

Achtung: Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen!



Triggerwarnung: PTBS!



Grace hofft bald endlich Journalistin werden zu können, doch noch ist sie persönliche Assistentin und muss sich mit arroganten Models und hysterischen Fotografen herumschlagen. Der Sportler Trent ist vielleicht das schlimmste Model, mit dem sie sich jemals hatte herumschlagen müssen. Er macht Grace das Leben zur Hölle und hat dabei offensichtlich den größten Spaß. Dann passiert ein Unfall und plötzlich müssen die beiden zusammenarbeiten.





Eigentlich sind es zwei Bücher in einem. Zum einen geht es um Grace und Trent und zum anderen um Graces Chefin Teddy und Trents Coach. Leider mochte ich aber die jeweiligen männlichen Protagonisten nicht.



Trent fühlt sich wie betäubt. Er hat viel durchgemacht, aber man erfährt erst sehr, sehr spät, was genau. Das fand ich sehr schade, weil man sich so fast das gesamte Buch über nur auf sein teilweise wirklich ekelhaftes Verhalten konzentrieren muss. Trent hat festgestellt, dass Grace zu ärgern die Taubheit vertreibt. Also tut er praktisch nichts anderes mehr. Er mobbt Grace und stiftet auch andere dazu an, indem er lügt und sie manipuliert. Auch Grace manipuliert er nach Strich und Faden und nutzt es aus, dass sie ihm immer alles verzeiht.

Er tat mir später im Buch tatsächlich auch leid, aber da ich ihn zuvor leidenschaftlich verabscheut habe, hatte ich meine Probleme mit ihm. Erst ganz am Ende mochte ich Trent.



Obwohl Trent ihr das Leben zur Hölle macht, vergibt sie ihm immer direkt wieder alles, was ich absolut nicht nachvollziehen kann. Grace ging mir damit auf die Nerven. Ich könnte das nicht und das lässt sie naiv und willensschwach wirken. Ja, das Gegenteil ist auch nicht gut, wie man es an Trents Familie sieht, aber dieses typisch amerikanische ewige sofort immer alles verzeihen müssen nervt mich leider jedes Mal.





Fazit: Mir ging Trent leider fast das gesamte Buch über extrem auf die Nerven. Ich habe seine manipulative Art echt gehasst und ihn für einige seiner Aktionen verabscheut. Er hat Grace nicht bloß "geärgert" sondern gemobbt und das gern auf die Spitze getrieben. Ich fand ihn immer wieder extrem übergriffig und das ging für mich einfach so oft gar nicht. Grace wurde mir zu sehr als Heilige dargestellt. Immer wieder hat sie Trent alles verziehen und das sofort, was ich oft nicht nachvollziehen konnte. Ja, das andere Extrem ist auch nicht gut, das sieht man bei seiner Familie aber mir war das zu sehr auf die Spitze getrieben. Außerdem drehte sich alles um Trents Vergangenheit. Gracies wurde nebenbei mal erwähnt, aber mehr kam da nicht. Teddy hat auch einiges durchgemacht, doch das wurde ebenfalls nur nebenbei erwähnt, aber kam nie zwischen ihr und Jake zur Sprache.



Mir waren leider beide männliche Protagonisten extrem unsympathisch. Erst ganz am Schluss hat sich das geändert, aber das war für mich leider zu spät. Mich hat einiges an diesem Buch gestört, erst das Ende konnte mich etwas versöhnlicher stimmen, aber da wurden auch ein paar viele Klischees bemüht. Von mir bekommt das Buch 2,5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.02.2023

Leider hat mich das Buch enttäuscht

Whitestone Hospital - Drowning Souls
2

Achtung: Band 2 einer Reihe, nicht unabhängig lesbar! Mit Cliffhanger!

Triggerwarnung: Blut, Verletzungen, Brandwunden, Narben, Albträume, PTBS, Krankenhausalltag, inklusive Tod.

Eine Explosion erschüttert ...

Achtung: Band 2 einer Reihe, nicht unabhängig lesbar! Mit Cliffhanger!

Triggerwarnung: Blut, Verletzungen, Brandwunden, Narben, Albträume, PTBS, Krankenhausalltag, inklusive Tod.

Eine Explosion erschüttert das Whitestone Hospital – was ist passiert? Sierra gehört zu den Ersthelfern und versucht ihren Kollegen, die verletzt wurden zu helfen, doch nicht jeder kann gerettet werden und manche werden diesen Tag für immer mit sich herumtragen. Dazu gehört auch Sierra, die die Bilder nicht mehr aus dem Kopf bekommt und die Schuldgefühle, nicht schneller gewesen zu sein, erstarrt zu sein. Und Mitch, der Brandwunden davongetragen hat und die Narben für den Rest seines Lebens behalten wird.
Eigentlich kann Sierra Mitch nicht leiden, aber sie kann sich auch nicht von ihm fernhalten und besucht ihn, wenn er schläft. Sie ahnt nicht, dass er ganz genau mitbekommt, was sie tut.


Band 2 setzt genau da an, wo Band 1 aufgehört hat, nur folgen wir dieses Mal anderen Protagonisten. Es gab eine Explosion und die Schilderung der Verletzungen ist nicht ohne. Allgemein sollte man bei diesem Buch die Triggerwarnung wirklich beachten.

Der Krankenhausalltag, die Belastungen, die daraus entstehen, die Überstunden und der Personalmangel, das alles wird, wie ich finde, sehr gut dargestellt. Allerdings verliert sich das Buch oft in Nichtigkeiten, wie den Behandlungen der Patienten, die für die eigentliche Handlung irrelevant sind.

Beide Sierra und Mitch tragen diesen Tag mit sich herum und beide haben ein Trauma davongetragen. Sierra quält sich mit Schuldgefühlen und Mitch damit, für immer gezeichnet und fast gestorben zu sein. Diese Traumata wurden ebenfalls sehr gut dargestellt.

Was mich aber gestört hat, war der Rest. Das Buch hatte mir zu viele Längen. Es hat sich ewig gezogen und gefühlt ist kaum etwas passiert. Dadurch, dass scheinbar jeder Band mit einem Cliffhanger endet und es dann mit dem nächsten Pärchen weitergeht hat man – also ich zumindest – das Gefühl, dass keine der Geschichten richtig abgeschlossen ist.

Ich hatte meine Probleme mit dem Buch. Viele teils auch wichtige Themen werden angeschnitten, aber stehen im Luftleerenraum. Sie werden nicht zu Ende gebracht, sondern angeschnitten und beiseitegelegt.

Mir blieb Mitch zu blass. Er stammt aus Mexiko, wurde bei dem Unfall schwer verletzt, hat liebende Eltern und Geschwister und steht auf Sierra – warum, wird nicht erwähnt. Mehr erfährt man nicht über ihn, abgesehen davon, dass er seit dem Unfall Albträume hat. Man erfährt Sierras Story erst extrem spät, was ich schade fand. Hätte man sie früher erfahren, hätte sie das nahbarer gemacht. So wurde ich leider zu lange nicht warm mit ihr.


Fazit: Leider hat mich das Buch enttäuscht. Es hat sich gefühlt unendlich lang nicht vom Fleck bewegt, viele, teils wichtige Themen angeschnitten, aber nicht zu Ende gebracht und wieder endet es mit einem Cliffhanger und man hängt wieder da, mit zu vielen losen Fäden.

Ich hatte meine Probleme mit Sierra, die mir erst sehr spät etwas nähergebracht wurde, als man ihre Geschichte erfuhr. Für mich war es da aber schon zu spät, ich wurde nicht mehr warm mit ihr. Mitch dagegen blieb mir zu blass.

Mir hat sich das Buch einfach viel zu lang gezogen und mich dadurch verloren. Ich glaube nicht, dass ich die weiteren Bände lesen werde. Der Krankenhausalltag wird sehr gut und realistisch dargestellt, aber alles andere sprach mich nicht wirklich an. Von mir bekommt das Buch 2,5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.12.2022

Ich hatte meine Probleme mit dem Buch

Sand Castle Ruins - The Boys of Sunset High
1

Achtung: Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen!

Triggerwarnung: Substanzmissbrauch, Spielsucht.


Einst waren Kit und Connor unzertrennlich. Sie war seine Sonne, seine Rettung, sein Licht in ...

Achtung: Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen!

Triggerwarnung: Substanzmissbrauch, Spielsucht.


Einst waren Kit und Connor unzertrennlich. Sie war seine Sonne, seine Rettung, sein Licht in der Dunkelheit seines Lebens. Doch dann hatte Connor Kit das Herz gebrochen, sie zerstört und war für Jahre aus ihrer Heimatstadt verschwunden.
Jetzt ist er wieder da und Kit pflegt ihren Hass auf ihn wie ein Haustier, während Connor sie gern zur Weißglut treibt. Doch dann braucht Kit seine Hilfe und Connor stellt ihr eine Bedingung: sie muss seine Freundin spielen, damit er, wenn er alt genug ist, endlich die Firma seines Vaters übernehmen kann.


Die Grundidee fand ich sehr interessant und den Anfang habe ich wirklich geliebt. Als Kit und Connor Kinder waren und später, als sie die Einzige war, die ihn in seiner Trauer erreichen konnte. Doch dann ist etwas vorgefallen und wir erfahren erst ganz zum Schluss, was das war, was alles verändert hat und warum Connor tat, was er damals tat. Mir persönlich war diese Erklärung aber zu schwach.

Kit ist ein klassisches Beispiel für harte Schale, weicher Kern. Wenn man sie erst als Kind kennenlernt und dann als Erwachsene, fällt es schwer zu glauben, dass es sich um ein und dieselbe Person handelt. Kit heute ist hart, unnahbar und lässt praktisch niemanden mehr an sich heran. Die Kit von damals war süß, verletzlich und lieb.

Connor war auch ganz anders, bevor er einen Teil seiner Familie und letztlich auch die Reste dieser Familie verlor. Er flüchtet sich in Alkohol, Sex und Wut. Er führt sich wirklich ganz schrecklich auf, doch Kit ist immer für ihn da, wenn er sie braucht, obwohl sie eigentlich genug damit zu tun hat sich selbst und ihre Geschwister am Leben zu erhalten, ihre spielsüchtigen Eltern kümmern sich nämlich einen Dreck um sie.

Anfangs denkt man, man weiß was los ist, bis Connor eine Kehrtwendung hinlegt und plötzlich ganz andere Dinge von Kit will. Ich fand das schade. Ich hätte es schöner gefunden, wenn man direkt zu Beginn erfahren hätte, was er will, dadurch wäre er weniger wankelmütig und berechnend rübergekommen.



Fazit: Mir taten einerseits beide unheimlich leid, aber ich konnte Connor so oft einfach nicht verstehen. Er liebt Kit, aber er behandelt sie so oft wie Dreck. Das Warum war mir als Begründung für sein Verhalten damals zu schwach. In meinen Augen hätte es das "Theater" gar nicht gebraucht, wäre er bereits damals ehrlich gewesen, oder hätte den Mut gehabt, ihr zumindest als er zurückkam die Wahrheit zu sagen. So hat mich das zusätzlich gegen ihn eingenommen, weil ich persönlich dieses Motiv einfach nicht mag, wenn ER meint, dass er allein alles weiß, den Durchblick hat und weiß, was das Richtige für SIE ist, ohne sie überhaupt zu fragen oder ihr eine Chance zu geben. Ich fand das teilweise recht überdramatisch.

Allgemein wurde bei dem Buch Drama groß geschrieben. Ich fand manches sehr schön, aber zu vieles hat mich einfach gestört. Die Wendung am Ende und die Auflösung hatte ich vermutet – das fand ich sehr gut, wie auch, dass Kit Connor nicht einfach immer alles sofort verzeiht.

Von mir bekommt das Buch 2,5 Sterne, mehr war für mich leider nicht drin.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.12.2022

Eine Sache hat mich von Anfang an massiv gestört

Ever Since I Loved You
0

Achtung: Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen.

Cooper und Mac stammen aus verschiedenen Welten. Er schuftet jeden Tag für seinen Lebensunterhalt und dem Traum von einem besseren Leben. Leider ...

Achtung: Band 1 einer Reihe, aber in sich abgeschlossen.

Cooper und Mac stammen aus verschiedenen Welten. Er schuftet jeden Tag für seinen Lebensunterhalt und dem Traum von einem besseren Leben. Leider machen es ihm dabei die verzogenen Studenten der örtlichen Reichen-Uni – er und seine Freunde nennen sie "Klone" – alles andere als leicht. Als einer von ihnen eine Kollegin massiv bedrängt, schreitet Cooper ein und wird dafür entlassen, sein Boss hat zu viel Angst, dass des Täters "Daddy" ihm sonst das Leben schwermacht. Voller Wut sinnt Cooper auf Rache. Mac kommt ihm da gerade recht. Sie ist die feste Freundin des "Klons", dem er die Kündigung verdankt. Gemeinsam mit seinen Freunden und seinem Bruder beschließt er, ihm Mac auszuspannen und ihn dann öffentlich zu demütigen.
Dumm nur, dass Mac, als er sie kennenlernt, nicht ganz dem Klischee entspricht.


Ich hatte mir unter dem Klappentext etwas ganz anderes vorgestellt. Leider fand ich die Aktion von Cooper von Anfang an extrem kindisch und menschenverachtend.

Ich kann verstehen, dass Cooper nach der Kündigung wütend ist – wer wäre das nicht? Es ist ungerecht und nicht das erste Mal, dass er unter den "Klonen" zu leiden hat. Ich kann auch verstehen, dass seine Freunde wütend sind und allgemein alle diese reichen Kids nicht ausstehen können. Viele von ihnen führen sich absolut schrecklich auf. Allerdings fand ich auch einiges, was man über Cooper und seine Freunde erfuhr alles andere als cool.
Sie haben selbst schon einiges an Mist gebaut, aber das war ja alles bloß Spaß und total witzig. So wie auch die Aktion mit Mac ja nicht soooo schlimm ist, zudem ist ja auch ein "Klon", also eigentlich gar kein richtiger Mensch und hat es verdient.

Ich fand Coopers Plan wirklich widerlich. Wie er sich immer wieder gerechtfertigt hat, dass das, was er da macht, ja eigentlich nicht schlimm ist, weil sie ja nur ein „Klon“ sei. Er spricht ihr jegliche Menschlichkeit ab, ebenso wie der Großteil seiner Freunde. Sie amüsieren sich darüber, dass er leichtes Spiel bei ihr hat und arbeiten zusammen. Seine Einstellung ändert sich langsam, aber trotzdem kommt er nicht auf die Idee ehrlich zu sein. Auch die Art, wie seine Freunde Mac lange behandelt haben fand ich total mies. Vorurteile sind normal, ja, aber man muss jemandem, den man gar nicht kennt auch nicht mit so einem Hass und Schadenfreude kommen.

Mac tat mir ehrlich leid - niemand in ihrem Umfeld sieht sie, jeder will sie in diese Schublade der perfekten Vorzeigeehefrau stecken, ihr Freund, ihre Eltern, deren Freunde, jeder. Und sie lässt es mit sich machen, obwohl sie es eigentlich nicht will. Aber sie weiß auch nicht, wie sie da rauskommen soll.
Andererseits war sie manchmal schon wirklich extrem naiv – so betont naiv, dass es nervte.


Fazit: Ich hatte von Anfang an meine Probleme mit dem Buch. Ich fand Coopers Plan widerlich und wie er sich fadenscheinig rechtfertigte, hat mich total gegen ihn eingenommen. Ja, er merkt selbst, wie bescheuert das war, aber bis es so weit ist, konnte ich ihn absolut nicht leiden. Mac war mir deutlich sympathischer, auch wenn sie manchmal extrem betont naiv war.
Mein Liebling war Daisy, der Welpe.
Was das Buch für mich ein bisschen gerettet hat, war das Ende, das war deutlich besser als der Rest des Buches. Ich empfand zwar alles als etwas arg vorhersehbar, aber dank des Endes konnte mich das Buch zumindest ein wenig versöhnen.

Von mir bekommt es 2,5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere