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Veröffentlicht am 14.04.2023

Wichtige Botschaft mit schwächelndem Ende

Whistleblower – Between Love and Truth
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Worum geht’s?
Auch wenn Laurel für ihren Job beim „Daily“, der Collegezeitschrift ihrer Uni lebt, ist das Rampenlicht einfach nicht ihre Welt. Als sie dann aber die Chance bekommt, an einem umstrittenen ...

Worum geht’s?
Auch wenn Laurel für ihren Job beim „Daily“, der Collegezeitschrift ihrer Uni lebt, ist das Rampenlicht einfach nicht ihre Welt. Als sie dann aber die Chance bekommt, an einem umstrittenen Artikel über den Coach der Footballmannschaft mitzuarbeiten, kann sie die Gelegenheit nicht einfach vorbeiziehen lassen. Laurel setzt alles daran, um die Wahrheit gegen alle Widerstände ans Licht zu bringen, auch wenn sie dafür nicht bloß ihr Leben abseits der Aufmerksamkeit aufgeben muss.


Meine Meinung
Ganz grundsätzlich fand ich die Idee zu diesem Buch wirklich wichtig, weshalb ich sehr gespannt auf die Umsetzung war. In Hinblick auf die Liebesgeschichte hatte ich zunächst ein bisschen Angst, dass der eigentliche Punkt bzw. die Botschaft, die mit dieser Geschichte vermittelt werden sollte Gefahr laufen würde, so ein wenig in der Handlung unterzugehen, was dann allerdings glücklicherweise nicht der Fall war.

Was mir zunächst gut gefallen hat, waren zum einen der Schreibstil und zum anderen der Aufbau der Geschichte. Ich bin beim Lesen wirklich flüssig vorangekommen und habe mich nirgendwo unnötig aufgehangen, was das Buch insgesamt und vor allem trotz der nicht ganz leichten Thematik zu einem richtigen Lesevergnügen gemacht hat.

Laurel fand ich als Protagonistin sehr sympathisch und darüber hinaus auch sehr authentisch beschrieben. Ich habe sie nicht nur bei den Recherchen, sondern auch bei den Einblicken in ihren Alltag gerne begleitet, was mich selbst fast ein bisschen positiv überrascht hat.

Die Entwicklung des Spannungsbogens habe ich zwar nicht als besonders steil, dafür aber als relativ konstant wahrgenommen, weshalb beim Lesen keine Langeweile aufgekommen ist. Insbesondere der Entstehungsweg des entscheidenden Artikels fand ich interessant zu verfolgen, da die Mischung aus Investigativjournalismus und New Adult nicht gerade häufig auf meiner Leseliste zu finden ist.

Was ich persönlich nicht so ganz verstanden habe, war die Relevanz der Liebesgeschichte für dieses Buch. Zwischen Laurel und Bodie habe ich ehrlich gesagt kaum Funken sprühen sehen, und zeitweise hatte ich beim Lesen das Gefühl, die Anziehung zwischen den beiden schlichtweg verpasst zu haben. Dementsprechend plötzlich kam mir deshalb auch die Entwicklung ihrer Beziehung und die Überleitung zum Schluss der Geschichte vor, der ebenfalls ein wenig überstürzt auf mich gewirkt hat. So schön wie das Ergebnis schlussendlich auch war, ganz realistisch fand ich das Ende mit sich schnell entwickelnden Protestwellen und der Verhaftung leider nicht. Die Botschaft an sich finde ich aber wirklich wichtig, weshalb lediglich das Ende für mich nicht ganz so gelungen war.


Fazit
Auch wenn nicht alles in dieser Geschichte wirklich realistisch war und mir auch die Liebesgeschichte nicht unbedingt notwendig vorkam, fand ich die Botschaft trotzdem wichtig. Protagonistin Laurel war darüber hinaus ein sehr angenehmer Charakter, weshalb ich beim Lesen trotz einiger Kritikpunkte Spaß hatte.

Von mir gibt es dafür knappe vier Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.04.2023

Solides Grundbackbuch ohne viel Schnickschnack

Das Bäckermädle Familienbackbuch
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Meine Meinung
Wer im Bereich Backen in den Sozialen Medien unterwegs ist, wird Katharina Regele sicherlich schon das ein oder andere Mal begegnet sein. Ein Grundbackbuch mit beliebten Klassikern passt ...

Meine Meinung
Wer im Bereich Backen in den Sozialen Medien unterwegs ist, wird Katharina Regele sicherlich schon das ein oder andere Mal begegnet sein. Ein Grundbackbuch mit beliebten Klassikern passt in meinen Augen ziemlich gut zu ihrem Konzept, weshalb ich sehr gespannt auf ihre Umsetzung war.

Was mir gut gefallen hat, war die komprimierte Darstellung der Rezepte, sodass das Buch an sich während des Backens nicht umständlich zu benutzen war. Die praktischen Expertentipps waren auf jeden Fall hilfreich und verständlich erklärt, was sicherlich an einigen Stellen zu besseren Endergebnissen beim Ausprobieren und Nachbacken führen kann. Durch die Kapitelüberschriften und die Gliederung der Rezeptgruppen war auch der Familienbezug gegeben, den der Titel angepriesen hat. Ich persönlich hätte mir allerdings gewünscht, dass das auch in den Rezepten noch mehr zur Geltung gekommen wäre. Die Aufmachung an sich wirkt nämlich eigentlich sehr bodenständig und familiennah, was das gemeinsame Backen für mich irgendwie zu einem sehr naheliegenden Gedanken gemacht hat.

Was für mich nicht unbedingt hätte sein müssen, war das Kapitel mit den einfachen Rezepten für Väter. Auch wenn diese geschlechtsspezifischen Tendenzen relativ schnell eingeschränkt wurden, hätte man die Überschrift in meinen Augen direkt anders wählen können, vor allem wenn einem die mit dem Titel einhergehenden Assoziationen selbst so bewusst sind, dass im nächsten Satz auf die gegensätzliche Intention hingewiesen wird.

Mir persönlich war dann noch sehr wichtig, dass eine Küchenmaschine nicht zwangsläufig notwendig war und auch schon recht weit zu Anfang des Buches auf die entsprechenden Alternativen hingewiesen wurde. Bei den betroffenen Rezepten musste man zwar gegebenenfalls ein wenig experimentieren, hätte es diese Option aber nicht gegeben, wäre dieses Buch ganz schnell weitergewandert, da ich dafür sonst keine Verwendung gehabt hätte.


Fazit
Mit diesem Backbuch wird das Rad zwar nicht neu erfunden, als solide Grundlage für das eigene Backrepertoire lohnt es sich aber auf jeden Fall. Wer nach einem kompakten Werk mit beliebten Klassikern und zahlreichen Tipps sucht, dem kann ich dieses Buch daher definitiv empfehlen.

Von mir gibt es dafür vier Bücherstapel.

Veröffentlicht am 06.03.2023

Meuchelmord und Mythologie

STONE BLIND – Der Blick der Medusa
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Worum geht’s?
Mensch oder Monster – für Medusa ist diese Frage völlig unerheblich, denn auch wenn sie anders ist als ihre Gorgonenschwestern, sind die drei doch eine Familie. Als dann jedoch der Meeresgott ...

Worum geht’s?
Mensch oder Monster – für Medusa ist diese Frage völlig unerheblich, denn auch wenn sie anders ist als ihre Gorgonenschwestern, sind die drei doch eine Familie. Als dann jedoch der Meeresgott Poseidon auf sie aufmerksam wird, verändert sich nicht nur ihr Leben für immer – denn wo ein Gott ist, ist auch der Rest der Olympier nicht weit.


Meine Meinung
Als wirklich großem Fan der griechischen Mythologie hat man mich eigentlich mit so ziemlich allem in diesem Themenfeld am Haken – und das war natürlich auch bei diesem Buch der Fall.

Was mir relativ schnell aufgefallen ist, waren die vielen Perspektivwechsel, die es in dieser Geschichte gibt. Der Schreibstil liest sich durchgehend angenehm und durch die kurzen Kapitel auch sehr schnell, sowohl Titel als auch Klappentext haben dann aber einen anderen Fokus versprochen, als die Umsetzung schlussendlich geliefert hat.

Da ich mit den Geschichten der griechischen Mythologie auch vor diesem Buch schon ziemlich vertraut war, hat mir der fehlende Fokus auf Medusa und ihrer Geschichte relativ wenig ausgemacht. Sowohl der Handlungs- als auch der Spannungsbogen haben so natürlich keine wirklich großen Überraschungen geboten, aber auch wenn man weiß was passiert, liest sich dieses Buch doch sehr unterhaltsam.

Besonders witzig gemacht fand ich persönlich den trockenen Humor der Götter, der allerdings gleichzeitig auch manchmal dafür gesorgt hat, dass die einzelnen Charaktere wirklich nicht besonders intelligent gewirkt haben. Ich hatte trotzdem jede Menge Spaß beim Lesen, denn auch weniger logisch denkende Gottheiten und Menschen mit Allmachtsfantasien aber keinen Selbsterhaltungsfähigkeiten haben diese Nacherzählung nicht langweilig, sondern wirklich unterhaltsam gestaltet.


Fazit
Auch wenn der Titel ein kleines bisschen irreführend ist und einen anderen Fokus verspricht, als die Geschichte schlussendlich umsetzt, hat mir das Buch an sich wirklich gut gefallen. Mit ein bisschen Vorkenntnis der griechischen Mythologie wird man zwar nicht überrascht, die Umsetzung ist aber dennoch unterhaltsam zu lesen und hat mir als absolutem Mythologie-Fan einige wirklich schöne Lesestunden geschenkt.

Von mir gibt es dafür vier Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.03.2023

Irre Chefs und wo sie zu finden sind

Mein Chef ist irre – Ihrer auch?
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Meine Meinung
Wenn ich auf dieses Buch zurückblicke, bin ich wirklich dankbar, im Vergleich zu den hier aufgegriffenen Beispielen bisher immer an vergleichsweise harmlose Vorgesetzte gekommen zu sein und ...

Meine Meinung
Wenn ich auf dieses Buch zurückblicke, bin ich wirklich dankbar, im Vergleich zu den hier aufgegriffenen Beispielen bisher immer an vergleichsweise harmlose Vorgesetzte gekommen zu sein und keinem Psychoterror begegnet bin. Nichtsdestotrotz fand ich das Thema sehr interessant, denn allein die überdurchschnittliche Besetzung von Führungspositionen mit psychopathischen Charakteren wirft eine Menge Fragen auf.

Was ich persönlich gut gemacht fand, war der Aufbau bzw. die Heranführung an die verschiedenen Persönlichkeitstypen und ihre Verhaltensweisen. Kindheitserfahrungen, Arbeitsweise und Hinweise zum Umgang mit solchen Personen werden von den Anfängen an behandelt, was einen breiten Überblick über schwierige Cheffiguren ermöglicht.

Die Erläuterungen zu den unterschiedlichen Persönlichkeitstypen fand ich grundsätzlich interessant, auch wenn ich im Verlauf des Buches durchaus das Gefühl hatte, dass es vermehrt zu Doppelungen kam. Das wird zwar vermutlich einfach der Thematik und den eng beieinander liegenden Merkmalen geschuldet sein, für mich persönlich wurde die Lektüre so aber irgendwann einfach ein wenig zäh.

Allgemein kann man sowohl das Thema, als auch das Buch an sich spannend finden, ohne persönlich von unangenehmen bis irre anmutenden Vorgesetzten betroffen zu sein. Ein wenig Durchhaltevermögen habe ich persönlich beim Lesen aber definitiv gebraucht, denn trotz des teils eher saloppen Stils liest sich das Buch nicht einfach locker nebenher.


Fazit
Auch wenn ich mich zum Ende des Buches hin ein wenig dazu zwingen musste weiterzulesen, war die Thematik doch sehr interessant aufbereitet. Trotz einiger Wiederholungen bekommt man doch einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Persönlichkeitstypen und ihre Hintergründe, was in der Praxis zwar vielleicht nicht ganz so relevant ist, im Umgang mit schwierigen Charakteren aber sicherlich ein erster Ansatzpunkt zum Handeln ist.

Von mir gibt es dafür vier Bücherstapel.

Veröffentlicht am 02.02.2023

Nette Kurzgeschichten im Bridgerton-Universum

Bridgerton - Neues von Lady Whistledown
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Worum geht’s?
Auch wenn die Familie Bridgerton die interessanteste Familie Londons ist, verlieben sich auch andere Mitglieder des Ton – die einen mehr, die anderen weniger glücklich. Am besten informiert ...

Worum geht’s?
Auch wenn die Familie Bridgerton die interessanteste Familie Londons ist, verlieben sich auch andere Mitglieder des Ton – die einen mehr, die anderen weniger glücklich. Am besten informiert ist dabei weiterhin Lady Whistledown, die natürlich keine Gelegenheit auslassen kann, um die neuesten Ereignisse für ihre Leser zusammen zu sammeln.


Meine Meinung
Dass dieser Band als neunter Teil der Bridgerton-Reihe beworben wurde, hat mich nach dem Lesen ehrlich gesagt ein wenig irritiert, denn so eine große Rolle spielt die Familie in diesen beiden Kurzgeschichten gar nicht.

Der Schreibstil und das Setting haben mir wie immer wirklich gut gefallen, auch wenn ich beim Lesen immer so ein wenig darauf gewartet habe, dass es tatsächlich irgendwann auch einmal um die Bridgertons gehen würde. Dass das nicht der Fall war, war an sich zwar kein großartiges Problem für mich, ein paar enttäuschte Erwartungen hat die Umsetzung so aber schon bei mir verursacht.

Die beiden Kurzgeschichten fand ich an sich ganz niedlich gemacht und im klassischen Stil von Julia Quinn auch gut gelungen. Durch die völlig neuen Protagonisten kam ein wenig frischer Wind in das Universum der Reihe, was ich grundsätzlich für eine gute Idee halte. Lediglich die Figurenentwicklung hat deutlich unter der Kürze der Geschichten gelitten, was zwar gattungstypisch ist, mir persönlich aber nicht so wirklich gefallen hat.

Das hohe Tempo des Handlungsbogens in beiden Fällen hat bei mir leider auch so ein wenig dazu geführt, dass ich die Notwendigkeit dieses Buches hinterfragt habe. Unterhaltsam zu lesen waren beide Geschichten zwar schon, aber einen neunten Teil der Reihe anzupreisen, der eigentlich kein wirklicher neunter Teil der Reihe ist und dann auch noch zwei etwas arg kurz geratene Handlungsbögen liefert, war für mich insgesamt doch ein kleines bisschen enttäuschend.


Fazit
Nett zu lesen waren beide Kurzgeschichten definitiv, auch wenn sowohl die Handlungsbögen als auch die Charakterentwicklungen etwas arg kurz für meinen Geschmack ausfallen. Als Ergänzung zu einem Universum, dass ich nach acht Bänden noch nicht ganz verlassen wollte, fand ich dieses Buch noch einmal ganz nett, Luft nach oben wäre bei der Umsetzung aber allemal noch gewesen.

Von mir gibt es dafür knappe vier Bücherstapel.

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