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Veröffentlicht am 31.07.2017

Romantasy mit Krimielementen - sehr spannend

Wolfskuss
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Inhalt
Jessie McQuade ist Polizistin mit Leib und Seele. Als sie zu einem Unfall gerufen wird, bei dem ein Wolf angefahren wurde, ahnt sie nichts böses, doch als sich das Opfer Stunden später tollwütig ...

Inhalt
Jessie McQuade ist Polizistin mit Leib und Seele. Als sie zu einem Unfall gerufen wird, bei dem ein Wolf angefahren wurde, ahnt sie nichts böses, doch als sich das Opfer Stunden später tollwütig über andere Menschen hermacht ist klar; hier geht etwas nicht mit rechten Dingen zu. Als es weitere Opfer gibt, verstrickt sich Jessie immer tiefer in ihren Ermittlungen. Ihr zur Seite steht der attraktive und geheimnisvolle William Cadotte, Professor für indianische Geschichte und Totems. Doch nicht nur Jessie's Fall ist rätselhaft, auch Will, zu dem sie sich immer mehr hingezogen fühlt, scheint etwas zu verbergen...

Meine Meinung
'Wolfskuss' war für mich das erste Buch der Autorin und eins der wenigen Bücher, das ich praktisch an einem einzigen Tag durchgesuchtet habe, was nicht zuletzt am locker leichten aber auch verdammt spannenden Schreibstil lag.

Polizistin Jessie, die ihr normales Leben geniesst, steht plötzlich vor einer Menge Opfern, die nach einem Wolfsbiss auf ihre Mitmenschen losgehen. Dass da etwas faul ist, begreift sie schnell. Gemeinsam mit dem Jäger Mandenauer macht sie sich auf in die Wälder, um die tollwütigen Wölfe zu erledigen. Gleichzeitig ermittelt sie mithilfe des äusserst anziehenden Professor Cadotte in eine etwas speziellere Richtung; der Prof vermutet nämlich eine alte indianische Sage als Ursache der Vorfälle.

Mit viel Humor und Sarkasmus, einigem Gefluche und enorm viel Spannung baut die Autorin die Geschichte um ihre Protagonistin herum auf. Das Buch hat definitiv mehr Krimifaktor als vermutet und geht auch sonst total in eine andere Richtung, als erwartet. Mir hat das aber sehr gut gefallen, gerade auch die unerwartete Art und Weise, wie die Autorin das Thema angeht.

Natürlich kommen auch die Liebe und die Erotik in so einem Buch nicht zu kurz. In diesem Thema ging es mir manchmal etwas zu radant vorwärts... Jessie, die kämpferische Einzelgängerin, die bisher noch nie geliebt hat, und Will, der verdammt attraktive Unbekannte mit den faszinierendsten Fähigkeiten und einer ordentlichen Portion - ihr erratet es - Selbstzweifel, finden wahnsinnig schnell zueinander. Trotz diesem etwas steilen Start der beiden mag ich die zwei zusammen wahnsinnig gerne.

Was mich dennoch enttäuscht hat, ist, dass es sich offenbar trotz Reihe sozusagen um Einzelbände handelt. Band 2 dreht sich dann um ein neues Paar. Schade, ich hätte Jessie und Will gerne noch weiter begleitet. Was mich auch stutzig gemacht hat sind die Wahl des deutschen Covers und Titels. Das Cover zeigt eine Frau, die definitiv nicht die Protagonistin ist, hat diese doch kurzes Haar. Auch der Titel ist irreführend - das Original Blue Moon ist da definitiv besser!

Setting
Das Buch spielt in Miniwa, einer fiktiven Kleinstadt in einem nördlichen US-Bundesstaat, die vom Sommertourismus und Klatsch und Tratsch lebt. Das Kleinstadtfeeling hat mich voll gepackt und überzeugt.

Die Einflüsse der indianischen Mythologie fand ich sehr interessant und gelungen - auch wenn ich nicht weiss oder überprüfen kann, ob sie tatsächlich so überliefert sind oder doch eher fiktiv. Ich fand das Rundumpaket spannend und authentisch.

Charaktere
Jessie McQuade, 26 Jahre jung, liebt ihren Job als Polizistin. Sie ist eine Kämpfernatur, trieft vor Sarkasmus und ich fand sie wahnsinnig sympathisch! Sie ist eine sehr spannende Protagonistin: Stark aber einsam, überzeugend aber voller Zweifel.

Will McQuade ist ein Professor indianischer Abstammung. Seine Herkunft und die Traditionen seines Stammes sind ihm unglaublich wichtig. Obschon er der Stereotyp schlechthin ist; schön, stark, schlau und mit grossem ... Verstand, uns obwohl er gerne nackig herumrennt und heldenhaft auf Balkons springen kann, fand ich ihn wirklich toll. Nicht Bookboyfriend-mässig toll, aber er und Jessie passen wie die Faust aufs Auge.

Auch die anderen Charaktere der Geschichte fand ich sehr gelungen; der Wolfsjäger Mandenauer, der Chef von Jessie - Clyde, die Dienstälteste Zee, sie alle sind wunderbar getroffen und man weiss zwar teilweise, was sein könnte, kann aber gleichzeitig nicht Einschätzen, ob man jetzt im Recht ist oder nicht.

Fazit
'Wolfskuss' ist spannende Romantasy mit Krimifaktor. Trotz gewisser vorhersehbaren Dingen und ein paar Stereotypen überrascht die Story und unterhält auf gutem Niveau.

4.5 Sterne

Veröffentlicht am 24.06.2017

Anders als erwartet aber sehr spannend und emotional

Paper Swan - Ich will dich nicht lieben
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Inhalt
Skye Sedgewick, verwöhnte Tochter eines reichen Geschäftsmannes, erwacht eines Abends geknebelt in einem stickigen Kofferraum. Sie ist sich sicher, dass ihr Entführer sie umbringt, doch er verschont ...

Inhalt
Skye Sedgewick, verwöhnte Tochter eines reichen Geschäftsmannes, erwacht eines Abends geknebelt in einem stickigen Kofferraum. Sie ist sich sicher, dass ihr Entführer sie umbringt, doch er verschont sie und verschleppt sie auf ein Boot, wo er sie gefangen hält. Als alle ihre Fluchtversuche scheitern, gibt Skye auf und verzieht sich in Gedanken zurück in ihre Kindheit, zurück in die Zeit, in der es nur sie und ihren besten Freund, Origami-Tiere, Erdbeeren und die fantastischen Geschichten ihrer Nanny gab. Beinahe gibt sie vollständig auf, bis Skye bewusst wird, wer sie da entführt hat...

Meine Meinung
Ja ich gebe zu, auf das Buch bin ich nur wegen des wunderschönen Covers aufmerksam geworden. Und das ist gut so. Denn "Paper Swan" hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Der Schreibstil ist angenehm, spannend, rasant und gleichzeitig sehr detailliert und mit vielen Infos versehen. Das Buch ist in fünf Abschnitte unterteilt, die jeweils die Sicht und Geschichte von Skye und ihrem Entführer darlegen.

Beginnen tut das Buch direkt damit, dass Skye im Kofferraum eines Autos erwacht. Die Gefühle der Protagonistin werden sehr intensiv und authentisch herübergebracht, ich hatte Angst um sie, hatte Herzklopfen, musste bangen. Skye ist zwar eine ziemlich verwöhnte, sehr versnobte junge Frau, dennoch hat sie mir unendlich leid getan. Natürlich nimmt der Klappentext viel vorweg und man hat ziemlich schnell die eine oder andere Vermutung, wer denn der geheimnisvolle Entführer sein könnte. Dennoch ist besonders der erste Teil wahnsinnig spannend gestaltet. Die weiteren Teile des Buches beleuchten den Entführer, dessen Vergangenheit und ich gehe jetzt nicht genauer darauf ein, da ich nicht spoilern will. Nur so viel; in "Paper Swan" steckt viel Geschichte, Spannung, Drama, Hintergrundwissen, viele Liebe zum Detail und es ist absolut lesenswert.

"Paper Swan" besticht mit seinem Setting, wie auch mit seinen Charakteren. Beide sind liebevoll ausgearbeitet, detailliert beschrieben und sehr authentisch. Da bei Geschichten wie diesen Spoilergefahr besteht, verzichte ich darauf, diese Punkte näher zu besprechen. Mich konnten aber sowohl die verschiedenen Handlungsorte als auch die Protagonisten überzeugen, vor allem auch der Wandel, den diese durchmachen.

Ein wenig Abzug muss ich dennoch geben, weil mich vor allem der zweite Teil etwas aus dem Lesefluss geworfen hat. Ich habe nämlich durchgehend eine Art Krimi erwartet, es hat sich dann aber eher richtig Familiengeschichte entwickelt. Auch interessant, nur eben nicht das, womit ich gerechnet habe. Der zweite Teil war etwas langatmig, mit dem dritten Teil ist dann die Spannung zurückgekehrt und ich hatte mich an das neue "Klima" angewöhnt. Den Rest der Geschichte habe ich praktisch inhaliert und zum Schluss hatte ich ordentlich Pipi in den Augen (was bei mir selten bis nie vorkommt).

Fazit
Ein spannendes Drama voller Leibe und Hass, Geheimnisse und Enthüllungen, Erinnerungen und verzweifelter Zukunft. Trotz einer kleinen Länge konnte mich das Buch packen, fesseln, überzeugen und lässt mich mit einem kleinen Bookhangover zurück.

Veröffentlicht am 21.12.2025

Man sollte zuerst die Jezebel-Files lesen

Vollmond für Anfänger
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"Vollmond für Anfänger" hat mich direkt angesprochen, ich hatte wirklich mal wieder Lust auf Urban Fantasy und von der Autorin habe ich noch nichts gelesen. Leider war mir nicht klar, dass es sich um eine ...

"Vollmond für Anfänger" hat mich direkt angesprochen, ich hatte wirklich mal wieder Lust auf Urban Fantasy und von der Autorin habe ich noch nichts gelesen. Leider war mir nicht klar, dass es sich um eine Folge-Reihe der Jezebel-Files der Autorin handelt, dann hätte ich die zuerst gelesen. Man kommt zwar auch ohne Vorwissen klar, es würde das Erlebnis aber definitiv schöner abrunden ^^

Der Schreibstil hat mit sehr gut gefallen, die Welt, ebenfalls. Und auch, dass die Protagonsitin Raisa einem MINT-Beruf nachgeht war wunderbar eingebettet (aber leider nur im ersten Teil wirklich relevant). Der MMC Gideon hingegen... den empfand ich als etwas anstrengend. Er ist ein gesetzestreuer Cop, so weit so gut, aber als Person sehr unnahbar.

Hätte ich nun also die Vorgänger-Reihe schon gelesen, hätte ich auch die Schattenwelt Hedon gekannt und allenfalls durchblickt. So bleibt diese aber echt schräg und ich hab da zwischendurch den Faden verloren. Ich werde die Jezebel-Files sicher noch lesen denn Ash und Levi fand ich richtig toll!


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Veröffentlicht am 20.12.2025

Ein Einhorn rettet Weihnachten

Nur noch zehn Minuten bis Weihnachten, kleines Einhorn
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Mäuschen liebt Einhörner gerade sehr. Kann man nix machen, die sind halt auch sehr cool!

Das kleine Einhorn Sternchen sollte in 10 Minuten schlafen, aber es entdeckt im Wald den Weihnachtsmann, der dringend ...

Mäuschen liebt Einhörner gerade sehr. Kann man nix machen, die sind halt auch sehr cool!

Das kleine Einhorn Sternchen sollte in 10 Minuten schlafen, aber es entdeckt im Wald den Weihnachtsmann, der dringend Hilfe braucht, weil eines seiner Rentiere krank ist, und das Abenteuer nimmt seinen Lauf.

Für uns war es das erste Buch aus der 'Nur noch 10 Minuten-Reihe, aber definitiv nicht das letzte. Es ist unterhaltsam gereimt, niedlich gezeichnet und schnell gelesen. Einzig die zeitlich großen Szenenwechsel haben etwas gestört, aber auch nur mich als Mama.

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Veröffentlicht am 15.12.2025

Genial!

The Tainted Cup
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Fantasy x Krimi ist ja bekanntlich mein liebstes Genre und da musste ich The Tainted Cup einfach lesen/hören. Robert Jackson Bennett schickt den jungen Dinios "Din" Kol als Gehilfen zur in Verruf geratenen ...

Fantasy x Krimi ist ja bekanntlich mein liebstes Genre und da musste ich The Tainted Cup einfach lesen/hören. Robert Jackson Bennett schickt den jungen Dinios "Din" Kol als Gehilfen zur in Verruf geratenen Ermittlerin Ana und schon nach kurzer Zeit haben sie es mit einem grausigen Mord zu tun, bei dem einem hohen Offizier ein Baum aus der Lunge gewachsen ist. Bei ihren Ermittlungen decken sie nach und nach Geheimnisse rund um das Reich und den Adel auf.

So weit so gut. Auch wenn ich etwas Mühe mit den Begriffen (so heissen die Ermittler Iudex, die Ingenieure gehören den Iyalets an und so weiter und so fort) und entsprechend manchmal das Gefühl hatte, auf dem Schlauch zu stehen, konnte mich der Fantasy x Krimi-Mix voll abholen. Nicht zuletzt auch wegen dem gigantisch genialen Worldbuilding. Im Ernst, sowas hab ich noch nicht gelesen. Die Menschen sind mit Plantaten und Beizen verbessert, damit sie grösser, schneller, stärker sind, aber nicht im Sinne von Superhelden sondern einfach für bestimmte Berufsgruppen. So ist der Protagonist Din ein Gravierer; er kann sich alles mittels Düften 'abspeichern' und hat so ein eidetisches Gedächtnis. Das Reich ist stets bedroht von gigantischen Leviathanen aus dem Meer, was eine andauernde Gefahr und ein flaues Gefühl verursacht. Einfach top geschrieben und umgesetzt, ich bin begeistert!

Din fand ich btw sehr gelungen. Er ist Dyslexiker und musste für seinen Abschluss schummeln. Nun hat er ständig Angst, dass das ans Licht kommt und entsprechend gibt er sich besonders Mühe um sich zu beweisen. Seine Charakterentwicklung hat mir gut gefallen.
Ana auf der anderen Seite war... eine noch etwas verschrobenere Ermittlerin als Sherlock Holmes, aber Ähnlichkeiten lassen sich nicht leugnen. Phasenweise hab ich sie gefeiert, an anderen Stellen fand ich sie nervig.

Das Buch bringt zwar einen Love Interest mit, Romantik und Spice gibt es aber nur ganz am Rande und nicht im herkömmlichen Sinne von X liebt Y.

Wer also eine High Fantasy-Story mit Sherlock Holmes-Vibes, genialem Worldbuilding und ohne Romance/Spice sucht und gegenüber Botanical Horror nicht abgeneigt ist (wobei es nicht Überhand nimmt), wird hier garantiert fündig. Ich habs geliebt und freue mich auf Band 2.

4.5 Sterne

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