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Veröffentlicht am 24.03.2023

Was kann ein Mensch alles ertragen?

Morgen und für immer
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Der italienisch – albanische Songwriter Ermal Meta hat mit dem Buch „Morgen und für immer“ sein Romandebüt abgeliefert. Er schreibt in dem Buch über die wahre Lebensgeschichte von dem albanischen Pianisten ...

Der italienisch – albanische Songwriter Ermal Meta hat mit dem Buch „Morgen und für immer“ sein Romandebüt abgeliefert. Er schreibt in dem Buch über die wahre Lebensgeschichte von dem albanischen Pianisten Kajan Dervishi.

Der Roman beginnt 1943 während des 2. Weltkrieges als der kleine Kajan bei seinem Großvater aufwächst. Der Großvater hat ein gutes Herz und versteckt einen deutschen Desateur, der Kajan das Klavierspiel beibringt, was ihn sein Leben lang begleiten wird. Wir erleben in dem Buch die schönen Lebensmonente aber auch die schrecklichen Schicksalsschläge von Kajan. Er flieht aus Albanien nach Deutschland und später nach Amerika. Der junge Mann muss soviel Schlimmes ertragen, das es dem Leser teilweise die Kehle beim Lesen zuschnürt und man sich immer wieder fragt : Warum tun Menschen anderen Menschen so etwas an.

Der Autor hat hier ein ganz tolles Buch geschrieben, auch wenn es manchmal nicht auszuhalten war. Ich muß immer noch über diese unglaubliche Geschichte nachdenken. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und man muß Kajan einfach ins Herz schließen. Eine klare Kaufempfehlung für diese Buch.

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Veröffentlicht am 15.03.2023

Ein Elefant und seine Menschenfamilie

Dalee
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Das Buch „Dalee“ von Dennis Gastmann erzählt die wahre Geschichte eines Elefantenbullen und seiner Menschenfamilie, die seinerzeit auf die Andamanen-Inseln auswandern, um dort ihr Glück zu finden. Die ...

Das Buch „Dalee“ von Dennis Gastmann erzählt die wahre Geschichte eines Elefantenbullen und seiner Menschenfamilie, die seinerzeit auf die Andamanen-Inseln auswandern, um dort ihr Glück zu finden. Die Familie besteht aus Mutter, Vater und zwei Söhnen. Der älteste Sohn Bellini übernimmt in diesem Buch die Rolle des Erzählers und das hat er in meinen Augen wunderbar gemacht. Dem Autor ist es gelungen hier eine wunderschöne Geschichte zu erzählen. Trotz der Armut und dem Elend, die die Menschen zum Auswandern zwingt, fühlt sich der Leser in eine federleichte Märchenwelt versetzt. Es macht Spaß dieses Buch zu lesen und sich in diese fremde Kultur hineinzuversetzen. Der Leser erforscht mit dem Jungen die exotische Natur, ihre Schönheit und ihre Gefahren. Es geht um Freundschaft und Zusammenhalt und natürlich geht es um Elefanten. Der Elefant ist quasi ein Familienmitglied und es ist schön, wie sich die Familie um das Tier kümmert und versucht mit aller Macht den Alterungsprozess aufzuhalten. Das Buch hat etwas langsames und meditatives und der Leser macht hier förmlich eine Reise in eine andere Welt. Eine klare Kaufempfehlung für diese Buch an alle die märchenhafte Geschichten mögen.

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Veröffentlicht am 08.03.2023

Mörderjagd durch einen Krieg

Fünf Winter
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Wie auf dem Cover angegeben hat der Thriller „Fünf Winter“ den Edgar Award für den besten Krimi des Jahres 2022 bekommen und wie ich finde, ist dieser Preis wirklich verdient. Das Buch ist von Anfang bis ...

Wie auf dem Cover angegeben hat der Thriller „Fünf Winter“ den Edgar Award für den besten Krimi des Jahres 2022 bekommen und wie ich finde, ist dieser Preis wirklich verdient. Das Buch ist von Anfang bis zum Ende spannend. Die Story um Detektiv Joe McGrady vom Honolulu Police Department, der versucht einen brutalen Mörder zu fangen, spielt während des Pazifikkrieges und durchläuft mehrere Länder. Der Schreibstil des Autors ist schön flüssig und man fliegt förmlich durch die Seiten. Der geschichtliche Hintergrund fließt selbstverständlich in die Story ein. Wir haben hier nicht nur einen spannenden Thriller, sondern auch eine Liebesgeschichte die unaufdringlich eingearbeitet wurde. Besonders schön fand ich auch wie das japanische Leben und die Kultur beschrieben wird. Ein wirklich durch und durch spannendes Buch und eine klare Kaufempfehlung von mir.

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Veröffentlicht am 16.02.2023

Neues Leben in der Fremde

Dschomba
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Das Buch „Dschomba“ ist ein wunderschönes Buch über Vergangenheit, Schicksal und Freundschaft. Hauptfigur des Romans ist der Serbe Dragon Dzomba, der plötzlich in einem kleinen Ort auftaucht. Die Vergangenheit ...

Das Buch „Dschomba“ ist ein wunderschönes Buch über Vergangenheit, Schicksal und Freundschaft. Hauptfigur des Romans ist der Serbe Dragon Dzomba, der plötzlich in einem kleinen Ort auftaucht. Die Vergangenheit des Serben machte ihn still und vorsichtig, nur mit dem Dechant und seiner Köchin freundet er sich an. Nach und nach baut er sich ein Zuhause auf einem Kriegerfriedhof auf und einige ungewöhnliche Freundschaften entstehen. Die Autorin beschreibt die Hauptfiguren so liebevoll, dass der Leser auch Freundschaft mit ihnen schließt. Auch die Liebe zur Natur und den Tieren fand ich sehr schön dargestellt. Der Schreibstil der Autorin war zu Beginn recht ungewöhnlich und ich musste mich erst einlesen. Später fand ich ihn einfach wunderbar und passend, wenn die Protagonisten in ihren Erinnerungen schwelgen. Besonders schön sind die Kindheitserinnerungen der kleinen Wirtstochter. Durch den Schreibstil taucht der Leser förmlich in kindliche Gedanken hinab. Ich fand den Roman sehr faszinierend. Teilweise reist der Leser durch die Jahrzehnte und wir erfahren, was das Leben aus den einzelnen Figuren gemacht hat. Eine klare Empfehlung für dieses Buch und seine Hauptfiguren.

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Veröffentlicht am 01.02.2023

Die Welt eines Kindes

Der Inselmann
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Der Roman „Der Inselmann“ von Dirk Gieselmann erzählt die Geschichte des kleinen Hans Roleder. Der introvertierte Hans zieht, aus ihm unerklärlichen Gründen, mit seinen Eltern auf eine kleine Insel in ...

Der Roman „Der Inselmann“ von Dirk Gieselmann erzählt die Geschichte des kleinen Hans Roleder. Der introvertierte Hans zieht, aus ihm unerklärlichen Gründen, mit seinen Eltern auf eine kleine Insel in einem großen See. Dort erwartet sie eine halb verhungerte Schafherde und ein verlassener Schäferhund. Hans darf den Hund behalten und somit erfüllt sich der größte Wunsch, den der stille Junge jemals hatte. Zusammen mit seinem Hund erkundet Hans die Insel und die Natur auf ihr. Wenn sein bester Freund Kalle noch hier wäre, könnte das Leben für ihn nicht schöner sein.
Doch wie es leider so ist im Leben, wendet sich das Blatt. Mit einer Aufforderung der Behörde, die Schulpflicht wahrzunehmen, beginnt für Hans ein nicht enden wollendes Martyrium.

Dirk Gieselmann hat es in meinen Augen geschafft, ein wunderschönes Buch zu schreiben. Ich wurde durch den klaren und ruhigen Schreibstil in einen regelrechten Bann gezogen und habe das Buch in einem Ruck durchgelesen. Die Welt des kleinen Hans wird so phantasievoll und verträumt beschrieben, dass ich beim Lesen wieder zum Kind wurde. Alle freudigen und schmerzhaften Ereignisse erlebt man förmlich mit. Hans Eltern wirken immer traurig, der Leser erfährt aber nie den Hintergrund. Allerdings stört die traurige Grundstimmung nicht beim Lesen, da der Autor mit einer Leichtigkeit schreibt, die mich sehr fasziniert hat.

Eine klare Empfehlung für dieses Buch an alle Leser, die schöne Worte und verträumte Texte lieben.

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